Hallo,
ich möcht heute von meinem Partner,Freund, Beziehung, mit dem ich seit
2 1/2 Jahren "zusammen" bin erzählen.
Ob wir noch zusammen sind, ist schwer zu definieren.
Vorher hatte ich die Erkenntnis, das er mich wohl nie geliebt hat.
Ihm war seine Bier trinkerei und Kneipenbesuch immer wichtiger als ich.
Ich wusste vorher das er viel trinkt, ich dachte, das berührt mich nicht.
Ich war mir nicht bewusst, das ich verdränge.
Am Anfang war es nur ein Affaire. Als ich ihm zu nahe kam, hat er schnell die Sause gemacht, indem er sich schnell in jemand anderen verliebte.
Ich habe es geschluckt, eine woche daran gearbeitet los zulassen.
Wir sind nach 3 wochen wieder zusammengekommen, weil er merkte, er hat mich doch gern.
Ich verdrängte, das kontinuierlicher Alk konsum seit dem 13 Lebensjahr, einen menschen verändert.
Ich wusste es nicht besser, ich kannte co-abhängigkeit nicht.
Ich hatte in meiner Familie immer Alkis um mich herum, es war normal.
Ich habe gewartet, mein Leben nach ihm ausgerichtet. Ich fühlte, wann er trank.
Habe gedacht, es muss so sein.
Ich kam ihm nie zu nahe aus Angst, er könne weggehen.
Ich hatte 2007 einen schweren Autounfall, er erkannte, wie sehr er mich liebt.
Wir erklärten unsere Affaire in eine Beziehung um.
Er führte mich in seine Clique ein.
ich erkannte bald, das er sich seine helfer um sich herumscharte.
Ich lief wie ein Schaf mit hinterher.
Als sein Vater starb, plötzlich, stand ich ihm zur Seite.
Ich vermittelte ihm eine Wohnung bei uns im Hause.
Ich war so ein Trottel.
Ich bezahlte, seine Schulden, ich kaufte für ihn ein, alles was frau so tut.
Innen drin war es mir immer irgendwie lästig.
Ich hatte angst ihn mit Konflikten zu konfrontieren, weil ich wusste ,das ein Abblocken und mich ignorieren folgen würde.
Streiten, Konflikte austragen, nein.
Ich fing an mich auf ihn zu fixieren, er blockte immer mehr ab.
Ich fing an mich mit mir zu beschäftigen, mich zu hinterfragen.
Woher kommt mein Verhalten, warum brauche ich das.
Ich machte nie Vorwürfe, wenn er trank, er tat es ja schon vor unserem Kennenlernen.
Ich hole ihn immer ab.Wenn er nicht mehr fahren kann.
Das letzte Mal, ließ ich ihn lange warten, weil ich irgendwie nicht wollte.
Wir haben einen Hund, und er nimmt ihn immer mit. Mir tat der Hund leid.
Eine Ausrede? Ich weiss es nicht.
Er hat kein Geld, er vertrinkt und verraucht es.
Ich lief lange meiner Sehnsucht nach Beziehung hinterher.
Bis ich erkannte, das nichts zurückkommt.
Kein Austausch von Zärtlichkeiten, kein Liebe machen, immer musste ich den Anfang machen.
Seit einem halben Jahr gehe ich nicht mehr auf ihn zu, ich will nicht mehr.
Ich kann nicht mehr.
Ich kapsel mich immer mehr ab.
Ich konzentriere mich auf mich. Ich suchte mich, ich fand Einsamkeit, Leere, Alleinsein.
Ich fand Energie für mich. Ich bin eine sehr starke Frau, die leider nicht schwach sein durfte.
Es hat mir wohl viel gegeben, ihn zu umsorgen.
Jetzt habe ich kein Geld mehr, erledige meine Sachen selbst, weil er es nicht will und kann.
Ich erkenne immer mehr, er ist krank.
Die Umwelt sieht es nicht so. weil er pflichtbewusst zur Arbeit geht, immer sauber ist und gut riecht. Sich sehr pflegt, bis zum Duschzwang.
Ich bin jetzt die Böse, die Unnahbare.
Ich erkenne, ich verliere seine Liebe nicht, weil er mich nie geliebt hat.
Er mag mich, ich bin ihm nützlich.
mach ich nicht mehr mit, nabel ich mich ab, findet er eine neue, oder seine Kumpeline , oder die Clique.
Er hat kein Geld, er war trotzdem über sylvester weg mit der clique, weil er raus musste.
Gestern kam er. Heute ist er schon den ganzen Tag unterwegs.
Es macht mich traurig, das ich ihm nicht wichtig bin.
Ich lasse die Trauer zu, ich erlebe den Schmerz, der in mir tobt.
Versagt zu haben. Ich wollte nur geliebt werden.
Gleichzeitig ist es ein schönes Gefühl wieder ein stück autonom geworden zu sein.
Ich habe Freude am Leben, ich tue Dinge für mich, die mir guttun.
Ich gehe ins Kino, weil ich es liebe.
Ich gehe auf Mittelalterevents, weil ich es mag.
Ich bin für meine kids da.
Ich gehe gern arbeiten.
Ich will getrennte Kassen, ich gebe nicht mehr mein geld für ihn aus. wenn er was will, soll er zahlen.
Er lebt im eigenen Hausstand.
Er hat die Verantwortung dafür.
Ich bin innerlich gestorben, er berührt mich nicht mehr.
Ich schlafe gern mit ihm, aber ich brauche es nicht.
Ich tue nichts dafür, also kommt es nicht soweit.
Ich lasse die Leere zu und irgendwann wird sich was tun.
Ich fühle auch eine Wut in mir, die ich nie herausgelassen habe.
Es wird zeit auch verbal meine Grenzen zu setzen, auch wenn er beleidigt ist wie ein kleines Kind.
Ich habe die Kraft, weil ich sah, das es Menschen gibt, die es gut mit einem meinen und für mich da sind.
Ich bin für mich da.
Und ist das nicht das wichtigste, frage ich euch?
lg
xena