Stoffwechselendproduckt - ich wills nur mitteilen

  • danke mathias für deinen beitrag...seh ich auch so, verbiegen ist nicht gut. annehmen und akzeptieren einfach besser. ich denke auch, das wärst du gegangen um das nicht anzuschauen du weitaus mehr probleme mit dem trinkverhalten deines sohnes hättest als so, indem du ihn dabei zuschauen kannst. selbst wenn der anblick dir mit sicherheit die ein oder andere gefühlsregung bringt, wichtig ist dabei bei dir zu bleiben und das eben auch zu akzeptieren.

    lieben gruß melanie

  • glück auf alle

    wir haben uns wieder getroffen, anläslich einer geburtstagsfeier. er war ordentlich frisiert und sauber angezogen. seine tochter (die mittlere zwischen 2 söhnen) machte ebenfalls einen guten eindruck.
    aber er hatte ne flasche bier in der hand.
    allseits herzliche begrüßung mit umarmung und küßchen, keinerlei verlegenheit, kein verheimlichen oder dergleichen.
    ich hab mir vorgenommen mir keine sorgen mehr zu machen. ich bin trocken und er weis wie ers werden kann wenns notwendig ist. und er weis, dass ich immer für ihn und seine geschwister und die enkel da bin.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • glück auf alle

    eine meiner lieblingsenkelinnen (seine tochter) hat mitgeteilt, wie sehr sie sich freut, dass der papa nichmehr säuft. ja er trinkt noch bier - aber nichmehr bis er lallt ... .
    ob das daran liegt weil ich ihn darauf angesprochen habe?

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Silberkralle!
    Normalerweise schreibe ich im Co-Bereich,da mein Ex Freund Alkoholiker ist.
    Allerdings bin ich auch Tochter einer alkoholkranken Mutter,habe es erst sehr spät bemerkt.Sie ist eine wahre Künstlerin was das Verbergen nach aussen hin anbetrifft,hat mich so über Jahre hinweg getäuscht(alle anderen auch).Mit meinem heutigen Wissen kann ich mir so manch seltsame Begebenheit in meiner Kindheit erklären.
    Es wäre sicher hilfreich,wenn ich das mit ihr gemeinsam aufarbeiten könnte.
    Leider hat sie das Korsakow-Syndrom "erwischt" und ist seit ein paar Jahren im Heim.Das ist nach der Trennung von meinem Freund meine zweite "Baustelle".
    Was ich eigentlich sagen wollte ist - dass ich auch denke,dass Eltern kaum einen Einfluss darauf haben ob ein Kind später trinken wird oder nicht.Ich habe einen älteren Bruder,der schon mit 12 Jahren den Alkohol recht "lecker" fand.Ich hingegen trinke gar nicht.Schliesslich hatten wir ja die selben Eltern und sind zusammen aufgewachsen.Demnach müsste ich ja auch trinken,oder er halt nicht.
    Wenn,dann sind es wohl eher die Gene,die der eine mitbekommt und der andere halt nicht.
    Ich finde Deine Art von Berichterstattung übrigens sehr interessant.
    LG Ragna

  • glück auf ragna

    vielen dank für deine rückmeldung.

    Zitat von ragna

    dann sind es wohl eher die Gene,die der eine mitbekommt und der andere halt nicht.

    nönönönönö - ich bin für mich zu der erkenntnis gelangt, dass es gelerntes verhalten ist. vor allem die schlussfolgerung aus dem gelernten.
    beide haben (aus dem verhalten der eltern) gelernt: 1. dass der genuss von alk die stimmung auflockert, hemmungen löst und und und ... . 2. dass der alk zur problembewältigung eingesetzt wird.
    die/der eine ahmt das verhalten des trinkenden elternteiles nach und bildet sich dabei ein sie/er habe alles besser im griff als die mutter / der vater. und sie/er bildet sich ein bei ihr/ihm sei es ja noch lange nich sooooooooooo schlimm. außerdem könne sie/er ja jederzeit aufhören. die unschönen "nebenwirkungen (kotzen, kater usw.) werden billigend in kauf genommen und "herunterdiskudiert".
    die/der andere ahmt das verhalten des trinkenden elternteiles anfangs ebenfalls nach, - erkennt aber für sich (schon bald), dass die unschönen "nebenwirkungen (kotzen, kater usw.) weit schlimmer sind als die scheinbar positiven wirkungen (stimmung hemmung usw.) des alk.
    die/der eine säuft - die/der andere lebt abstinent

    wie geschrieben: das ist meine überzeugung.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Silberkralle!
    Es war auch nur so eine Vermutung von mir.Was mich nachdenklich gemacht hat ist,dass mein Ex-Freund trinkt,obwohl seine Eltern beide kein Problem mit Alkohol haben.
    Allerdings ist er adoptiert und sein leiblicher Vater war dem Alkohol sehr zugetan.
    Das ist wohl eine Wissenschaft für sich und für das eigentliche Problem nicht relevant.
    Letzten Endes ist es der eigene Wille der zählt und die Kraft,die man entweder hat oder nicht davon loszukommen.
    LG Ragna

  • glück auf ragna

    da hast du wohl in vielen teilen bereits das richtige herausgefunde.

    Zitat von ragna

    Das ist wohl eine Wissenschaft für sich und für das eigentliche Problem nicht relevant.

    stimmt. wobei verschiedene wissenschaftler verschiedene theorien haben und jeder meint seine theorie beweisen zu können.

    Zitat von ragna

    Letzten Endes ist es der eigene Wille der zählt und die Kraft

    stimmt wieder. wille und kraft gehören dazu, auch die intelligenz spielt ne rolle. das wichtigste element (das entscheidende) ist der "äußere leidensdruck" [familie (scheidung/trennung), arbeit (abmahnung/entlassung) gesundheit (leber/darm/zähne) ufm.] wenn dieser äußere leidensdruck größer/schlimmer ist als die entzugserscheinungen, fällt das trockenwerden und das trockenbleiben relativ leicht [ne selbsthilfegruppe (forum)] ist sehr wichtig.
    ^ ist wieder nur meine meinung, die allerdings auf meiner erfahrung beruht.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo ragna, hallo silberkralle,

    also eine genetische Disposition gilt bei der Entwicklung eines Alkoholsyndroms als mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. Gerade der von ragna geschilderte Fall eines Adoptivkindes ist wissenschaftlich näher empirisch untersucht worden und die Ergebnisse zeigen eben, dass Kinder von Alkoholikern zu 40-50% häufiger zu Alkohilkern werden, als Kinder von Nicht-Alkoholikern.

    Aber das sollte natürlich nicht dazu dienen, die Krankheit als "von Darwin gegeben" und somit unvermeidlich hinzunehmen! Ganz und gar nicht - im Gegenteil! Gerade wenn diese genetisch bedingte höhere Wahrscheinlichkeit zur Ausbildung der Krankheit besteht, muss man besonders wachsam sein - denn es ist "nur" eine Wahrscheinlichkeit - keine Gewissheit! Würden wir im Bereich Lotto konsequent und radikal rational mit Wahrscheinlichkeiten umgehen, würde kein halbwegs vernünftiger Mensch auch nur einen Cent dafür ausgeben :)

    LG
    DerKroepel

  • glück auf kroepel

    danke für deinen beitrag. mit anderen worten genau das was ich denke. desshalb gibts meiner meinung nach auch keine "schuld" [es sei den das problem (die krankheit) wird erkannt und nichts dagegen getan]

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo!

    Unter meinen Vorfahren befinden sich so einige AlkoholikerInnen und ich habe das immer so gehasst, wenn mir wer mit dieser genetischen Disposition gekommen ist.
    Man bekommt dadurch einfach einen Stempel aufgedrückt und wird in eine Schublade gesteckt obwohl man noch gar nichts gemacht hat.
    Ich war das Kind von DEM, ergo hatte ich auch schon irgendwie verloren.
    Ich empfinde das nach wie vor als gefährlicher als alle Gene zusammen, diese Vorverurteilung.
    Die entwickelt eine gewisse Eigendynamik so eine Art "selbsterfüllende Prophezeiung".
    Nachher kann man dann sagen: Hab ich`s ja gewusst, die hatte die Gene.
    Dabei ist z.B. bewiesen, dass Senioren, die Angst davor haben zu stürzen öfter stürzen als die, die keine haben.
    Und wer bekommt jetzt Angst: Der, dem man sagt: Du wirst herfallen wenn du raus gehst und dir alle Knochen brechen, oder der dem man sagt: Geh einfach langsam, dann wird dir nichts passieren.
    Wer beginnt wahrscheinlich eher zu saufen: Die, der man sagt: Du wirst schon werden wie dein Vater und deine Oma, das ist das Gesetz der Vererbung oder die, der man sagt: Leb einfach dein Leben, ist ja deines, triff deine eigenen Entscheidungen, du hast keinen Grund dir Sorgen zu machen.
    Für mich wünschte ich, jemand hätte früher mal zweiteres zu mir gesagt!
    Ich bezweifele, dass ich ohne die von Kindesbeinen eingeimpfte Angst so zu werden wie mein Vater, heute hier wäre.

    Liebe Grüße!

  • Zitat

    Ich bezweifele, dass ich ohne die von Kindesbeinen eingeimpfte Angst so zu werden wie die Erwachsenen, heute hier wäre.


    Zu meinem XY hat das keiner gesagt > geworden ist Er es trotzdem !

    Ich versuche meinen Kindern Stärke zu vermitteln, die Stärke, die sie selber haben, richtig und eigenverantwrtlich zu entscheiden.
    Auch wenn manch Entscheidungen nicht populär oder angesagt sind.
    Ich hoffe es wird mir gelingen als Co, die ja auch an ihren Stärken zu knappern hat.

    LG nici :wink:

  • Hallo n i c i!

    Ich nehme an dein Partner hat das nicht zu hören bekommen weil er nicht das Kind eines trinkenden Elternteiles war?

    Als Kind hatte ich wohl keine Schuld zum Abschieben...an die Wirkung dieser Worte erinnere ich mich gut - bis heute.

  • GuMo Schnuffi,

    doch, Er war das Kind eines trinkenden Elternteils.
    Und diesen Vorwurf hat ihm und seinem Bruder keiner gemacht,
    weil einfach keiner mehr da war, und der Rest der Umgebung diese Geschichte nicht kannte.
    Trotz alledem ist Er Alkoholiker und sein Bruder auf dem Weg dahin.

    Ich denke, dass sind einfach Verhaltensmuster, die sie so vermittelt bekommen haben und sich als "Lösungsvorschläge" in ihr Leben hingenommen haben.
    Ganz ohne Fremdeinwirkung und Schuldigen.

    LG nici

  • glück auf alle

    zunächstmal freu ich mich, dass hier was loß ist.
    als nächstes n kurzes update zu meinem og einem meiner lieblingssöhne: ich hab nichts von ihm und auch nichts über ihn gehört. ich geh also davon aus das alles in ordnung ist.

    Zitat von n i c i


    Zu meinem XY hat das keiner gesagt > geworden ist Er es trotzdem !

    zu mir hats auch keiner gesagt .. und ich bin trotzdem hier.
    ich denk, sone "prophezeiung" kann verschiedenes bewirken:
    1. selbstaufgabe - sich ins scheinbar unvermeitbare fügen: "hat eh kein zweck als sauf ich halt".
    2. trotz - sich mit allen mitteln wehren: "nu grade nich, ich werds euch zeigen".

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • glück auf alle

    gestern hab ich den "einen meiner lieblingssöhne" um den s mir hier geht, anlässlich einer geburtstagsfeier, getroffen. er war nüchtern (weder bier noch sontigen alk getrunken), hatte auch keine fahne, hat mit uns kaffe getrunken. ich geh eigentlich immer davon aus, dass wenn ich von jemandem länger nischt höre, alles in ordnung is (wenns probleme gibt melden die sich schon).

    allen ne schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo Ihr,

    zum Thema Schuld und Gene würde ich als Eka gern auch noch ein paar Dinge loswerden.

    Meine Mutter ist trockene Alkohikerin, ihr Vater war ebenfalls Alkoholiker und hat sich umgebracht, als sie 14 war (will gar nicht wissen, wieviele Fragen für sie da offen geblieben sind).
    Äusserungen, dass ich wohl "auch nicht besser" werden würde, hat mir gegenüber keiner gebracht, allerdings wurde das ganze Thema auch vortrefflich tot geschwiegen.
    Ich selbst habe mir lange die Frage gestellt, inwieweit diese Sucht genetisch bedingt sein könnte und das hat mich massiv belastet. Ich wollte auf keinen Fall so werden, wie meine Mutter. Stück für Stück hab ich für mich selbst festgelegt, dass ich über mein Leben selbst entscheide und es in meiner Verantwortung liegt, was aus mir wird. Damit bin ich bis heute ziemlich gut klargekommen. :D
    Übrigens gibt es durchaus einige Eigenschaften, in denen ich meiner Mutter sehr ähnlich bin. Und heute bin ich stolz drauf. Nachdem sie vor 10 Jahren irgendwie vom Alkohol los kam, lernte ich den echten Menschen wieder kennen und bewundere sie für so manche Dinge. Klar hat sie auch ihre Macken, wie jeder von uns und die ein oder andere hab ich auch von ihr, aber damit kann ich ganz gut leben. :wink: Ich glaube, letztendlich sehen wir bei Süchtigen nur noch die Auswirkungen der Krankheit und nicht mehr den Menschen. Deshalb bringen Vergleiche da überhaupt nichts, sondern da geht nur noch: abgrenzen und das eigene Leben leben (kein Trotz, kein Vorbild). Und die Frage, ob die Gene schuld sind oder das erlernte Verhalten aus dem Elternhaus oder beides. Was nutzt die Antwort? Letztendlich können wir nur an unserer eigenen Verhaltensweise arbeiten (dafür ist es allerdings oft wichtig zu verstehen, wo sie herkommt). Was uns nicht gut tut, können wir ändern, wenn auch vieles nicht einfach ist und lange dauert. Aber es lohnt sich.

    Gruß Gela

  • glück auf alle

    am vergangenen we hab ich den "einen meiner lieblingssöhne" um den s mir hier geht, anlässlich der schulanfangsfeier einer meiner lieblingsenkel, getroffen. er hat bier getrunken (mäßig ohne sich zu mäßigen), war nich "benebelt". das "besoffene gelaber" eines gemeinsamen bekannten ging ihm genau so aufn keks wie mir, wir haben uns einfach zurückgezogen.
    imo is er dabei ne beziehung mit ner frau zu festigen. dabei gibts paar objektive schwierigkeiten: er wohnt noch in x sie in y (etwa 40km) beide sind imo auf öffentliche verkehrsmittel angewiesen. er macht noch bis november 2011 seine Ausbildung (da ist er mit elan und hartnäckigkeit drann) is also ortsgebunden.
    ich hab den eindruck, dass ich bald ne neue "eine meiner lieblingsschwiegertöchter" und zwei neue "lieblingsenkelinen" (14 u. 5) haben werde.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • glück auf alle

    das mit der neuen "eine meiner lieblingsschwiegertöchter" und den zwei neuen "lieblingsenkelinen" scheint zu klappen. wir haben uns wieder anläßlich einer geburtstagsfeier getroffen. er hat keinen alk getrunken (wegen ihr oder wegen der 30°C ?).

    schöne zeit allen

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • glück auf alle

    wir haben n neues problem. eine meiner lieblingsschwiegertöchter hat angerufen: einer meiner lieblingssöhne is ausgezogen (warum-weshalb-wie gehört hier nich her). er hat auch (wieder) "was" geraucht. (und der "s..hund" meldet sich nich und antwortet nich)
    ich weiß, es ist seine (ihre) sache. ich weiß auch, es ist sein (ihr) leben. trotzdem mach ich mir sorgen. von meiner (unserer) seite aus ändert sich für die lieblingsenkel natürlich nischt, wir bleiben omi und opa, wie bisher.
    das päckl, das ganz unten in meiner schublade liegt, (in dem drinn is was ich alles versoffen hab und was jetzt nich mehr zu ändern is) is wieder mal n bissl schwerer geworden.
    ich hoffe nur, dass er das "was-rauchen" wieder lassen kann.

    schöne zeit

    :D
    matthias
    (bissl traurig)

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

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