• Lieber Maik,

    ich zweifle so langsam an mir selbst, warum ich mich nicht viel früher auch mal dem Austausch mit eurer Seite geöffnet habe :)

    Zitat

    wozu Alkohol und Drogen nun mal da sind

    Im Gegensatz dazu, Emotionen auch in der "Banalität des Seins" zu finden, bezweifle ich diese o.g. Aussage von dir stark!

    Auch ich habe mir immer den gewissen "Emotionskick" verpasst, hatte dadurch große Höhen, aber auch umso größere Tiefen.

    Auch ich vermisse die großen Höhen manchmal, aber umso weniger die großen Tiefen. Und je mehr ich es eben loslasse, umso mehr fällt mir auf, dass auch im hier und jetzt und ohne all die "Kicks" eine hohe Emotionalität möglich ist.

    Und auch da möchte ich wieder auf Silberkralle verweisen. Es ist klar, dass man nachdem man sich sehr lange mit 250km/h auf der Autobahn befand, einem 100km/h wie ein Stillstand vorkommen.

    Aber an den 100km/h eben Gefallen zu finden, die Sicherheit zu spüren, die diese "gesunde" Geschwindigkeit einem gibt, im Gegensatz zu vorher und vor allem auch die Möglichkeiten, die man hat, bei der Geschwindigkeit zu agieren, zu reagieren und zu handeln, das eben das, was man sehen muss.

    Für mich selbst wäre es nicht gut, wenn ich den Fokus darauf legen würde, mir diese "Kicks" irgendwo anders zu holen. Einen Kick verspüre ich inzwischen viel mehr, wenn ich manchmal plötzlich realisiere, dass ich mich verändert habe - und zwar nach vorne.

    Auch ich mache Musik und verband auch den Alkohol in dieser Hinsicht immer mit dem Künsterisch sein können. Auch bei mir stand die Musik lange still, noch immer heute mehr als früher.
    Aber ich habe auch begonnen zu spürn, wie real ich die Musik spüren kann, wie eben nun auch ein Teil von meinem "neuen" Ich geworden ist, also eben geblieben ist. Aber auch das hat gedauert.

    Geduldig sein. Denn ich glaube, es gibt für jeden von uns neben den Banalitäten des Lebens immer auch die Schönheit, die das Leben in sich hält.

    Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

  • Hey Miriel,


    na siehst Du, wärst Du mal schon eher hier rüber. Bei uns ist auch schön :)

    Ja das meine ich ja, werden die Emotionen die ich jetzt im neuen Leben wahrnehme und spüre, ausreichen um meine Erinnerungen damit zu befriedigen.

    Ich denke, meine Messlatte an Emotionstiefe hängt ziemlich hoch, aber ich glaube auch, dass ich sie im Laufe der Zeit vielleicht etwas tiefer hängen kann.

    Ich denke Dein Nickname ein Teil der Lösung ;)


    lg Maik

  • hund und hase

    beide kenn ich gut - meistens (normalerweis) spiel ich mit dem häschen - der hund knurrt manchmal, tobt herum, fletscht und geivert, hinter seinen festen gittern - rausgelassen hab ich ihn nur wenn ich besoffen war - und auch da nur ganz ganz selten.
    ziemlich sicher bleiben die gitter geschlossen - solang ich trocken bleib - auch deshalb freu ich mich am hier und heute.

    glück auf

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Zitat von Contemplation

    das will ich auch haben. Ich kämpfe dafür, dass es mir auch mal so gut geht wie Dir!!!

    bist doch voll dabei :wink:

    glück auf

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Guten Morgen!

    Nehm ich mir mal deine Tiefe der Emotionen durch den Alk Maik und komme da nicht weiter.
    Ich hab u.a. getrunken weil ich es absolut nicht ausstehen konnte müde zu werden. Aber ich habe jetzt lange über die tiefen Emotionen nachgedacht und mir ist nichts eingefallen.
    Je betrunkener, desto oberflächlicher.

    Miriel, Angst, die Kontrolle zu verlieren, hm. Versuch doch mal, ein paar Minuten die Lider deiner Augen nicht zu schließen, Mensch kann doch nicht mal das kontrollieren.
    Bleib einfach nicht bei einem Mann, der behauptet dich zu lieben, aber unfähig ist dich zu mögen.

    Der Punkt vorher, mit dem Angst haben, bestraft zu werden, der ist wichtig.
    In dem Abgrund sitzt nämlich kein tollwütiger Hund, kein Monster.
    Es ist meistens ein Mensch da unten, der nur dann seinen Schrecken verliert, wenn man genau hinsieht.
    Das ist wesentlich am Schrecken und an der Angst. Der kurze, rasche Blick aus den Augenwinkeln, da wohnen die glaube ich, dann das schließen der Augen wenn man spürt, wie sich das Herz verkrampft.
    Es gibt keine Monster.

    LG

  • Hi Schnuffig!

    Ich versuch mal was zu schreiben. Schlucke jetzt den vierten Tag diese Tabletten. War die letzten Tage ziemlich schräg drauf und heute habe ich mich nach dem zweiten Kaffee erstmal wieder hingelegt und weitergeschlafen.

    Ich bin zur Zeit "etwas?" depressiv drauf, dass haben mir diese Tage jetzt schon gezeigt, weil ich seit langem mal wieder was gefühlt habe, auch wenn es wahrscheinlich bloß die Nebenwirkungen wahren. Lange Zeit war da bloß eine emotionale Leere. Ich habe gar nicht gemerkt wie es Berg ab ging.

    Ich werde jetzt erstmal abwarten glaube ich und abwarten was passiert. Ich konnte sehr gut weinen und lachen wenn ich betrunken war. Hab mich ebend gespürt, glaube ich jeddenfalls. Im richtigen Leben kann ich das nicht.

    Bin etwas verwirrt ich warte jetzt erstmal ab bevor ich hier weiterschreibe.


    LG Maik

  • Warte Menschen

    Warte Menschen sagen : "Warte."
    Meinen tun sie damit : Warte auf mich.
    Nachdem ich hier an Verena geschrieben habe, läutete mein Telefon und ich hatte überraschend einen dran, einen Warte Menschen.
    Warte, ich will auch malen.
    In mir machte sich dieses Gefühl des Fremdseins breit, das ich vor einigen Beiträgen schon mal erwähnte.
    Alles, ich, Pinsel, Farbtopf, Zimmer, Wand, alles für einige Augenblicke fremd.
    Warte.
    Erfahrungsmäßig weiß ich, dass ich nicht fertig wäre mit der Wand, hätte ich gewartet.
    Ja wie auch?
    Ich warte ja jedesmal umsonst. Ich kann das auch nicht an einer Person in meinem Leben festmachen, es waren immer welche um mich und es sind gar nicht so wenige um mich.
    Warte, ich gehe mit spazieren. Damit dann, wenn ich gewartet habe, das Wetter doch nicht mehr passt.
    Warte, ich baue mit dir was. Nichts von den Dingen, die ich gebaut habe, hätte ich.
    Warte, erklärs mir nochmal. Warte, geh nicht so schnell. Warte, denk langsamer. Warte, ich mache den Kurs mit dir.
    Ich frage mich immer noch, was ich an diesem Keller, in dem ich die Nächte, oder die Nacht meines Wochenendes verbrachte, so reizvoll fand.
    Wohl auch, dass das der einzige Ort war, an dem keiner der Warte Menschen mit wollte.
    Das gleiche gilt für Hotelzimmer.
    Warte ich nicht, und das tu ich nicht mehr, gibts von der anderen Seite immer Enttäuschung.
    Weil sie hätten ja auch, hätte ich gewartet.
    Wie gesagt, das befremdet mich.
    Denn irgendwie habe ich immer noch ein schlechtes Gewissen wenn ich nicht warte.
    Aber warte ich, passiert nichts oder eben schon. Es passiert irgendwas in mir, was sich dann aufstaut und sich in einem Jetzt entladen will, dass mehr exzessiv als intensiv ist.
    Vielleicht gibts ja auch so gut wie keine anderen Menschen. Nur warte Menschen.
    Oder?
    Ich weiß nicht.

  • hallo schnuffig,

    also ich versteh nur "pahnhof" von deinem philosophischem Text

    auf was, bitte willst denn warten oder auf was wartet dich ?
    Im Hotel - die Minibar u.s.w.

    Geh mit dir spaziern, dann nervt dich auch Keiner
    unterhalte dich mit dem Obsthändler über das was du einkaufen möchtest
    feil dir von mir aus die Fußnägelchen

    :D
    Grüße
    mutig

  • Hi mutig!

    Das ist schon philosophisch? Hihi. :)

    Hotelzimmer und dort was machen war mal, denn wie du richtig sagst, gibts da ne Bar/ Minibar und deswegen mich dort nicht mehr.

    Mir ist nicht langweilig. Im Gegenteil.

    Den Rest mag ich nicht nochmal erklären.

    Trotzdem hab ich mich gefreut, dich zu lesen.

    Liebe Grüße

  • glück auf schnuffig

    liest sich wie frust.

    Zitat von schnuffig

    Vielleicht gibts ja auch so gut wie keine anderen Menschen. Nur warte Menschen.
    Oder?

    ungern - aber ich "vermute" mal.
    kann sein, dass leute nur mit sich beschäftigt sind.
    kann sein, dass leute n straffen plan haben.
    kann sein, dass Du bissl an "neusofortismus" leidest?

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • :lol: "neusofortismus"= „Liebe zur Weisheit“
    also das war jetzt schon wirklich nett, Herr silberkralle


    servus, ihr beiden und weiterhin- viel Liebe zur Weisheit
    :D

  • Hallo!

    Ja in gewisser Weise frustet das auch. Sonst wär es mir ja auch egal und ich würde es nicht hierher schreiben.
    Käme ich der Sache mit dem Fremd sein dadurch nicht näher.

    Ich kann mich nicht runterbremsen lassen auf 0 am besten, nur weil sehr viele Menschen gerne kreativ tätig wären und ich warten soll bis sie ihren Hintern hochbekommen oder dann wohl eher doch nicht.
    Denn was mach ICH denn dann mit der überschüssigen Energie?
    Wieso soll ich denn langsamer gehen? Weil es meine Pflicht ist ein rücksichtsvoller, netter, bescheidener, geduldiger Mensch zu sein?
    Ich frag ja eher selten ob mir wer hilft und helfe auch nicht gerne bei Sachen, wo jemand sich nicht ordentlich dafür vorbereitet hat.
    Liebe zur Weisheit in einem Beitrag der ohne Definitonen und Fremdwörter auskommt?
    Ich stelle mir gerade vor, ich würde so schreiben, wie ich die Welt sehe, voller hsp, Synästhesie und teilweiser Hochbegabung.
    Ne, ich stells mir lieber nicht vor.
    Und das nicht aus Frust sondern aus Selbstschutz.

    :)

  • Hallo schnuffig,

    um so schöner, wenn man mal doch jemanden trifft, der gerade im selben Tempo auf der selben Umlaufbahn unterwegs ist. :) Gibt so Begegnungen.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hey schnuffig,

    befremdet es dich, dass die anderen Menschen nicht wie du alles lieber selbst machen, sondern lieber mit einem anderen zusammen, oder dass du das Gefühl hast, sie benutzen dich als Zugpferd - und dabei geht es nicht um dich als Person, sondern um die Funktion, die du dabei übernimmst?
    Da wäre ich auch befremdet!

    Es gibt für mich aber nix Schöneres, als tatsächlich mit anderen kreativ zu sein - aber nicht in dem Sinne, dass ich andere mitziehe, sondern eher so wie bei einer Jazz-Impro - jeder übernimmt mal, ohne dass die anderen unwichtig werden.
    Oder im Theater: der Diener macht den König zum König.
    Kon-Genialität :)

    Viele Grüße
    Lea

    If you know where you stand
    then you know where to land ...

  • Hallo Linde!

    Die Frau, deren Umlaufbahn sich mit meiner Umlaufbahn ganz natürlich immer wieder getroffen hat, die hat sich ja umgebracht. Da wo sie war ist jetzt nichts. Gar nichts. Und ich finde das manchmal auf eine kindisch schmollende Art einfach unfair.
    Ich werde ihr: Lass uns was tun....! wohl immer vermissen.
    Aber du hast recht, für Begegnungen dieser Art lohnt es sich, ein offener Mensch zu bleiben.
    Danke

  • Hallo Lea!

    Mir ist es noch nicht gelungen, das zu durchschauen. Beim Theater war das anders, zumindest bei Kindern und Jugendlichen. Wenn ich da sagte, jetzt werden wir mal schauen, was alles in euch drinnen steckt, sagten die Ja.
    Erwachsene denken sich da schneller: Na wer weiß was die da findet. Sagen wir mal vorsichtshalber nein.
    Das Spannendste war auch zu vermitteln, dass man immer so gut ist wie die, mit denen man spielt. Dass jeder wichtig ist.

    Jetzt denke ich mir manchmal, die meisten werden sich halt bei dem was ich mache denken, dass sie das auch können.
    Der Klassiker.
    Mag ja sein, aber sie tun es nicht und ich hab dann oft das Gefühl, sie möchten, dass ich auch nichts mehr tue. Ich wäre dann ein Zugpferd, dass nie wo ankommt.
    Das beschreibt meinen Zustand jetzt ganz gut.

    Liebe Grüße :)

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