• Hallo zusammen,
    Nun, ich bin noch neu hier, und hänge praktisch noch zum trocknen auf der Leine.Aber körperlich gehts mir gut, ich hab nen guten Arzt. Und Suchtdruck hab ich auch nicht . Was mich aber nervt ist die Antriebslosigkeit, okay die war unter Alk auch nicht besser. Aber so langsam sollte sich doch etwas ändern.Meine Arbeit werde ich auch wechseln(Gastronomie). Was mich so irritiert sind die Stimmungs Schwankungen.Auf Grund gesundheitlicher Probleme kann ich nichtmal Sport machen im Moment.

    So das wars erstmal in Kürze
    Chaoswoman

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Hallo CW,

    Zitat

    Aber so langsam sollte sich doch etwas ändern.

    warum die Eile? Du hast es geschafft trocken zu werden, dass ist doch erst einmal Arbeit genug - vor allem auch Kopfarbeit, was alleine betrachtet schon sehr anstrengend ist. Auch Dein Körper muß sich erst einmal von der Sauferei regenerieren und wenn Du vorher auch keinen Sport gemacht hast, wird Deine Kondition irgendwo bei 0 sein.

    Die Stimmungsschwankungen finde ich normal - hatte ich auch anfangs. Ist doch klar - früher haben wir uns Stimmungen weg gesoffen. Auch hat des was mit dem Hirnstoffwechsel zu tun - durch das Saufen hat das Hirn die Endorfin-Produktion weitestgehend eingestellt, so dass jetzt erst mal die Produktion anlaufen muß.

    Gruß

    BC

  • Hallo BC,
    Danke für deinen Kommentar,und Du hast Recht, meine Kondition ist eher im Minus-Bereich.

    Habe beschlossen mein Fahrrad startbereit zu machen, das könnte helfen erstmal.

    Gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Hallo Chaoswoman,
    ich habe fast ein Jahr gebraucht bis Kopf und Körper wieder richtig
    belastbar waren und ich hatte vohrer reichlich Sport getrieben.
    Und die Stimmungsschwankungen habe ich teilweise selbst erzeugt
    weil ich, aufgrund der früheren Leistungsfähigkeit, zu früh zu viel gewollt
    habe und immer wieder gemerkt habe, geht nicht.
    Vor allem wollte ich, nach dem Tag voll Arbeit abends noch richtig Sport machen
    und musste bald einen Gang zurückschalten.
    BC hat recht, der Stoffwechsel braucht manchmal Jahre bis er sich wieder
    normalisiert, hängt natürlich davon ab in welchen Stadium der Sucht
    und körperlichen Zustand man den Cut macht
    Immer Geduld und schön langsam, Du schaffst das.

    C.

    Carpe diem

  • Hallo Convaincu,
    Geduld ist nicht grade meine Stärke im Moment, hab heute erstmal mein Motorrad geputzt und gewartet. Jetzt fühle ich mich schon besser. Es soll ja am Wochenende schön werden hier im Norden, vielleicht mach ich eine kleine Ausfahrt, danach gehts mir immer besser.

    Gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Boah, grade Besuch gehabt, die kamen aus der Kneipe. Na klasse, bin aber noch nicht soweit das ich es Leuten sagen kann das es mich stört .Aber das kommt auch noch. Ich will raus aus diesem Kreisel.

    Gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Sorry CW,
    aber Menschen die aus einer Keipe kommen haben zu
    meiner Wohnung keinen Zutritt. Mein Zuhause ist eine
    alkoholfreie Zone, egal in welcher Form.
    Das war mit das Erste was ich abgewickelt habe.
    Und das war gar nicht so schwer. Zu Menschen mit
    den man nur feiert und trinkt und die Basis des
    Zusamenenseins nur der Alk ist habe ich keine
    emotionale Bindung.
    Warum lässt Du das zu? Hintertürchen oder brauchst Du
    Gesellschaft um jeden Preis?
    "Du bist noch nicht soweit" - hast Du denn eine endgültige Abstinenzentscheidung getroffen
    und bist Du Dir über die Konsequenzen im Klaren oder möchest Du
    nur mal so weg weil es Dir gerade nicht gut geht.
    :)

    C.

    Carpe diem

  • Hallo Chaoswomen,

    ich bin in etwa so neu wie Du, ( habe einen guten Arzt, der mir für den Notfall seine Privatnummer gegeben hat), und kann mich eigentlich über meinen gesundheitlichen Zustand nicht beschweren. Was mich aber ziemlich fertig macht, ist ähnlich wie bei Dir:

    Zitat:"Was mich aber nervt ist die Antriebslosigkeit, okay die war unter Alk auch nicht besser Aber so langsam sollte sich doch etwas ändern."

    Meine Antriebslosigkeit nimmt manchmal ziemlich krasse Formen an. Ich bin zum einen nebenerwerbsmäßig mit Onlineverkauf beschäftigt, und da ist im Moment ziemlich tote Hose, ich kann mich einfach gar nicht aufraffen.

    Haushalt und Kinderarbeit kriege ich noch gut hin. Aber andere Termine schaffe ich meist nur, wenn ich mich verabrede, d.h., jemand anderes wartet auf mich. Dann gehe ich da auch hin, weil unzuverlässig war ich lange genug, und ich übe zur Zeit, zuverlässig zu sein.

    Und das mit dem Sport..., also bis ich es schaffe, Rad aus dem Keller, Winterradklamotten an, Helm finden, Luft überprüfen, ect., ist nir z.Zt. viel zu viel Aufwand. Mir fällt es leichter, nur dicke Schuhe und Jacke anzuziehen, mir im Kopf eine Route abzustecken, und dann loszumarschieren. Das ist für mich im Moment die verlässlichste Art, mich zu bewegen, und was für meinen Körper zu tun. Ich kann mich dazu verabreden -ist immer besser- und kann es genau so gut alleine machen. Ist beides besser für mich, als stundenlang alleine vor mich hin Sudokus zu lösen.

    Schöne Grüße Ingrid

  • hallo convaincu,
    Ich war, oder bin immernoch krank geschrieben. die haben mich einfach so überfallen. irgendwie hatte ich nicht den mut etwas zu sagen. und nein, momentan bin ich mir gesellschaft genug, ich hab ja meine jungs und enkel auch noch.

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Hallo ingrid2012, mit dem laufen gehts bei mir grad nicht so, knie kaputt. deswegen radeln, oder moped fahren. naja, der haushalt könnte auch besser sein, aber ich denke im moment ists wichtiger etwas für MICH zu tun. klar nicht im dreck umkommen, iss klar. aber eben nicht alles 100% machen. es kommt keiner und macht es für mich .

    gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Hallo zusammen,
    Gestern war ich das erstemal wieder arbeiten (Kneipe), es ging mir gut. Ich hab ja vorher eher selten auf der Arbeit getrunken, eher danach zuhause. Und dann richtig ,fast immer hochprozentiges. Klar gabs immer wieder ein paar Tage dazwischen wo ich nichts getrunken habe. Aber wenn dann gabs reichlich, und ohne Limit. Das will ich nichtmehr. Den Alk den ich sonst in mich geschüttet hab, nehm ich jetzt lieber zum tanken fürs Motorrad, lächel.

    Schönen Tag allen

    Gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Hallo Chaoswoman,

    Ich les hier immer was von Kneipe hier, Kneipe da...

    Seit ich mit dem Trinken aufgehört habe, hat mich keine Kneipe mehr von innen gesehen. Du allerdings arbeitest sogar in einer.

    Jetzt hast Du ja selber schon das Vorhaben eines Berufswechsels angesprochen, hast Du da schon was konkretes in Aussicht?

    So, wie Du deine momentane Situation beschreibst, hat ja der Alkohol einen permanenten Platz in deinem Tagesablauf, ganz gleich, ob Du in der Lage bist, ihm permanent zu widerstehen, oder nicht.

    Ich habe für mich selber erst dann einen Chance gesehen, nachdem ich ein paar wesentliche Dinge in meinem Leben veränderte, und den Alkohol, egal in welcher Form, vollständig aus meinem Leben verbannte.

    Lies soviel es geht in diesem Forum, mir hat es sehr geholfen.

    Alles Gute, Bruce

  • Hallo Bruce,
    Ich arbeite schon 35j in der Gastronomie, da was anderes zu finden ist in meinem Alter nicht so einfach. Aber leben von irgendwas muß ich auch. Ich bin ja bereit vieles zu machen, aber nicht alles. Wie ich schon schrieb, während der Arbeit gabs seltener Alk , eher danach.

    Gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Hallo chaoswoman,

    willkommen hier im Forum

    ich bin ein sehr direkter Mensch und frage dich mal unverblümt . Willst du dich aus der Sucht stehlen? Sie aussitzen ? Den einfachen leichteren Weg gehen ? Durch sich etwas vormachen alle Widrigkeiten schön reden?

    Das Trocken werden ist nun mal kein Wünsch dir Was sondern bedarf Veränderungen . Ob das privat , beruflich oder familiär ist. Deine Leben hängt von deiner Nüchternheit ab und nicht von deinem Beruf. Die in einer Kneipe zu erreichen halte ich für schlichtweg unmöglich.

    Zitat


    ch arbeite schon 35j in der Gastronomie, da was anderes zu finden ist in meinem Alter nicht so einfach.

    Was hast du da schon unternommen um diese Behauptung in den Raum zu stellen.?

    Kennst du unsere Grundbausteine schon ?

    ich weiß sehr viele Fragen ,doch es interessiert mich, weil genau deine Vorgehensweise sich an meine unzähligen Trinkpausen erinnert.

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,
    Ich will mich der Sucht STELLEN, nicht raus stehlen, soviel erstmal dazu.Ich bin schon intensiv auf der Suche nach etwas anderem. Außerden bin ich noch 50% schwerbeschädigt, wegen Krebs. Es ist bestimmt nicht angenehm im Moment dort zu arbeiten, aber das stehe ich durch. Ich möchte nicht von Hartz 4 leben müssen, kannst du das verstehen ??

    Gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • Hallo CW,
    wenn Du in der Gastronomie arbeitest hast Du natürlich ein Problem,
    aber das hast Du so oder so, am Ende wird kein Weg an einer
    konsequenten Entscheidung vorbei führen.
    Alles andere ist grob fahrlässig.
    Betrachte es als Absprung in ein neues Leben. Der totale Cut.
    Ich habe vor 4 Jahren eine Tätigkeit beendet und mich quasi selbst
    auf die Strasse gestellt weil ich gemerkt habe das ich mit dem Stress
    in der Tätigkeit nicht klar komme.
    Und das war bevor ich überhaupt eine bewusste Abstinenz-
    entscheidung getroffen hatte, vor Therapie und allem anderen.
    Aber ich habe gespürt das etwas nicht in Ordnung war, allerdings nicht
    konsequent durchgezogen sondern versucht mich selbst zu heilen.
    Von dieser Entscheidung bis zum Echt-Start der Abstinenz
    verging noch einmal knapp ein Jahr und mir ging es nicht gut (auch finanziell).
    Aber es war die richtige Entscheidung, denn in diesem Höllenjahr hat sich ein
    Leidensdruck aufgebaut der stark genug war ein selbstbestimmte Entscheidung zu treffen.
    Und die Erfahrung und Motivation wirkt absolut.
    Also fürchte dich nicht, es geht immer nach vorne, auch wenn Du es
    am Anfang vielleicht anders wahr nimmst.

    C.

    Carpe diem

  • Hallo chaoswoman

    natürlich kann ich das verstehen . Nur nutzt ja mein Verständnis dir nichts .

    Als erstes bekommst du ja mindestens 12 Monate Arbeitslosengeld bevor Hartz4 kommt. Aber um das geht es nicht.

    Die Sucht ist keine Willenssache , sonst wäre ich nie süchtig geworden. Sie kann auch nur gestoppt werden und das auch nur wenn ich die Trockenheit an erster Stelle setze um nicht in das Raster der horrenden Rückfallfallquote zu fallen. Trocken werden und Trocken bleiben war und ist meine Motivation . Schutzmaßnahmen für mich einzubauen um sie zu erhalten das ich nüchtern sein darf.

    Hast du dich mal bei Beratungsstellen /Arbeitsamt gemeldet und dich erkundigt was du noch für Möglichkeiten hast?

    Grundbausteine als Hilfestellung
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

    Einmal editiert, zuletzt von Hartmut (13. Januar 2012 um 11:44)

  • Hallo Convaincu,

    Na klar weis ich das ich da weg muß. Das die Gastronomie Gift für mich ist weis ich inzwischen auch. Ich hab mich Neujahr erst entschlossen, trocken zu werden und zu bleiben, und einige Bewerbungen hab ich schon raus. Je eher ich dort weg komme umso besser.

    Bin froh das es dieses Forum gibt,

    Gruß CW

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

  • glück auf cw

    Zitat von chaoswoman

    während der Arbeit gabs seltener Alk , eher danach.

    genau im "danach" liegt die tägliche lebensgefahr. im gegensatz (eine der wenigen meinungsverschiedenheiten) zu hartmut, weiß ich aus einigen wenigen beispielen aus dem persönlichen bekanntenkreis, dass es geht.
    aber du wirst es sehr sehr schwer haben. leichter und einfacher is ne neue arbeit suchen.

    schöne zeit

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Hallo silberkralle,

    Das erste was ich getan hab war, den ganzen Alk den ich zuhause hatte zu vernichten. Ich hab nichtmal mehr Schnapspralinen* hier.

    Zum Arbeitsamt geh ich Montag, hab mir nen Termin geholt.

    Nur mit 50j und Schwerbeschädigung was anderes zu finden ist nicht leicht.

    Aber ich schaffe das !!!!!!!!

    Bin froh das meine Jungs mich unterstützen, sonst würde es mir schlechter gehen .

    Gruß CW


    *edit Linde: Markennamen entfernt

    Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt,
    mach Limonade draus.

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