• Guten Morgen,

    danke für die Reaktionen! Jeder Hinweis, auch wenn er nicht immer auf einen selbst zutrifft, ist wichtig. Ich habe gut geschlafen und beginne den 13ten Tag.

    Liebe Zotti,
    die von dir aufgeführten Dinge sind sehr wichtig. Wenn es mir köperlich/seelisch nicht gut ging, ich nicht ausgeglichen war, war der Alkohol recht nahe. Wenn dann der berufliche Stress Überhand nahm, bin ich oft nicht gut zu mir gewesen und habe getrunken. Wohl wissend, dass sich dadurch nicht ändert bzw besser wird. Ganz im Gegenteil. Ja, ich muss viel früher auf Anzeichen von Unzufriedenheit achten und mir bewusst Gutes tun. Die Möglichkeiten, mir Gutes zu tun, sind recht vielfältig.

    Liebe Monka,
    schön, dass es dir in den ersten vier Wochen nicht schwer fiel, keinen Alkohol zu trinken. Das mit der "toten Materie" ist , glaube ich, nichts für mich. Du schreibst "...es ist einfach nur Gewöhnung." (Das mit dem Zitieren muss ich mir erst aneignen). Gewöhnung ist es auf jeden Fall. Aber diese "tote Materie" macht ja mit uns, als beispielsweise ein Käsekuchen. Anfänglich suggeriert sie uns Gutes zu tun, aber mit der Zeit kippt das Ganze und wir (Alkoholiker) merken, dass es ein Teufelszeug ist. Früher hat mir das Bier oder der Wein wirklich geschmeckt. Irgendwann kam es aber nicht mehr auf den Geschmack an, sondern nur noch auf die Wirkung. Das Suchtgedächtnis ist ist da leider perfekt. Offentsichtlich will es mir den Alkohol immer noch schmackhaft machen. Dabei schmecken Säfte, Smoothies o.ä. so lecker. Es ist erstaunlich, wenn ich abstinent lebe, kaufe ich vollkommen anders ein und ernähre mich ziemlich gesund - abgesehen von der Schokolade.

    Liebe Sunshine,
    genau deshalb bin ich wieder im Forum! Ich muss mich mehr mitteilen. Wenn es mir gut geht, ist es kein Problem. Ich habe ein gutes Sozialnetz. Ich weiß, dass ich eigentlich einige Freunde/Gruppenmitglieder Tag (und Nacht) anrufen könnte. Nur machen muss ich es...
    Gestern z.B. hätte ich schreiben müssen, dass ich Langeweile habe, dadurch unzufrieden wurde und doch tatsächlich ein Alkoholgedanke da war. :oops: Ich habe dann einen Spaziergang gemacht und danach ja das Gespräch mit dem Therapeuten gehabt. Alles gut, aber ich habe mich nicht mitgeteilt. Daran muss ich arbeiten!
    Der alte Notfallkoffer ist wohl inzwischen eingestaubt. Ich werde ihn mal vorsichtig öffnen und gucken, ob ich noch einiges gebrauchen kann und was neu hinein muss.

    Lieben Gruß an alle

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo Seidenraupe,

    Zitat

    Ich muss mich mehr mitteilen.

    sicher ist es leichter, sich mitzuteilen, wenn alles paletti ist und die Dinge gut laufen.

    In den SHGs heißt es *Greif zum Telefon, bevor Du zur Flasche greifst* und ich erlebe immer wieder, dass sich dieser Grundstatz im täglichen Leben bewährt. Im Gespräch lassen sich viele Dinge klären, eine andere Sicht auf die Dinge vermitteln und nebenbei verschwindet der Suchtdruck auf diese Weise.

    Was hindert Dich daran? Kannst Du im Ernstfall Deinen Therapeuten anrufen?

    Du hast Recht: es nützt nichts, theoretisch um all diese Notfallmöglichkeiten zu wissen, ohne diese Werkzeuge zum Einsatz zu bringen. TUN musst DU es.

    Zitat

    Gestern z.B. hätte ich schreiben müssen, dass ich Langeweile habe, dadurch unzufrieden wurde und doch tatsächlich ein Alkoholgedanke da war.

    Gut, dass Dir dieser Zusammenhang zwischen Gefühlen und Gedanken bewusst geworden ist, ehe diese Gedanken zu einer Handlung geführt haben (im schlimmsten Fall zum Griff zur Flasche). Allem, was Dir bewusst wird, kannst Du einen Riegel vorschieben.

    Alles Gute für die Aktualisierung Deines angestaubten Notfallkoffers - sicher benutzt Du auch im Alltag kein verrostetes Handwerkszeug bzw. funktionsunfähige Küchenhelfer??

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Guten Tag,

    gut ausgeschlafen und optimistisch gehe ich diesen Tag! Ich werde (auch) heute keinen Alkohol trinken. Kleine Schritte muss ich machen, um nicht vom Weg abzukommen...
    Liebe Samsara,
    da ich bei dir schon längere Zeit lese und viele Aussagen mich nachdenklich stimmten oder innerlich Nicken ließen, freue ich mich sehr über deine Antwort.
    ICH muss es TUN! Wie wahr.
    Meine SHG hat mir dazu gestern auch einiges gesagt. Sehr direkt und schonungslos. Das war für mich wichtig! Ich fühle mich in dieser Gruppe gut aufgehoben und weiß, dass mir alle oder zumindest die meisten wohlgesonnen sind und es gut mit mir meinen. Ich werde es beherzigen und daran arbeiten, angebotene Hilfe anzunehmen.
    Was hat mich bisher daran gehindert? Dafür gibt es sicherlich unterschiedliche Gründe. Zum einen musste ich von klein auf häufig alleine zurecht kommen (besonders, wenn meine Eltern ihre Trinkphasen hatten), konnte durfte mich niemandem anvertrauen. Zum anderen fiel es mir schwer, wieder zuzugeben, es nicht geschafft zu haben. Ich konnte mir bis vor kurzem gar nicht vorstellen, jemanden anzurufen und von Verlangensgedanken zu sprechen. Ich kam mir so "blöd" vor. Jetzt kann ich es mir immerhin vorstellen, habe es aber immer noch nicht umgesetzt. Außerdem dachte ich meistens, es alleine zu schaffen...
    Nun muss ich andere Wege gehen!
    Ich werde versuchen, Kontakte zu trockenen Alkoholikern zu intensivieren und viel mehr über mein Befinden zu sprechen.

    (Hatte heute Vormittag eine Internetstörung, die jetzt hoffentlich behoben ist!)

    Euch allen einen schönen Tag

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo liebe Leser,
    heute ist kein so schöner Tag. Ich habe schlecht geschlafen und das verregnete, düstere Wetter tut meiner Stimmung auch nicht gerade gut. Um aus diesem Tag einen guten werden zu lassen, muss ich mich jetzt aufraffen und "etwas schaffen", womit ich dann zufrieden bin. Lustlosigkeit, Antriebsschwäche ist im Moment immer mal wieder da. Damit geht es mir nicht gut. Also los!
    Aber: Zwei Wochen sind geschafft...

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo Seidenraupe,

    Zitat

    heute ist kein so schöner Tag

    Warum? Heute hast Du das Glück, nüchtern und ohne dröhnende Kopfschmerzen den Tag beginnen zu dürfen...

    Nimm die Tatsache, dass Du schon 14 Tage ohne den *Stoff* bist, als positiven Antrieb, Dir heute ganz bewusst was Gutes zu gönnen.

    Was wäre für Dich ein gutes Gegenmittel für trübe, düstere Tage?

    Wenn ich Zeit hätte, würde ich in eine schöne Therme gehen und mir dort einen gemütlichen Relax-Tag gönnen!

    Lass es Dir heute so richtig gutgehen :D

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Liebe Samsara,
    da hast du natürlich recht :)
    Wenn ich nicht am frühen Nachmittag einen Termin hätte, würde ich tatsächlich gerne in eine Therme gehen. Aber, es passt vorher und auch hinterher nicht wirklich. Für spätestens Montag habe ich es mir aber fest vorgenommen.
    Gestern las ich einen guten Satz: Warum sind so wenige froh über das, was sie nicht haben? Dröhnende Kopfschmerzen hatte ich ausgesprochen selten. Aber es gibt Vieles, über das ich froh sein kann, es nicht (mehr) zu haben! Abendlicher Brechreiz, erhöhter Blutdruck, ein schlechtes Gewissen, Versagensängste, Geldsorgen sind nur einige Beispiele.
    Eigentlich geht es mir gut! Jawohl!
    Statt den Schreibtisch zu lichten, werde ich mir eine Tasse Tee kochen und in meinem tollen Buch weiterlesen. Allein dieser Gedanke macht mich froher.
    Danke!

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Guten Tag,
    im Moment bin ich sehr genervt durch mein ausfallendes Internet! Merkwürdige Dinge geschehen, die ich durch meine Unkenntnis nicht beurteilen kann. Warum ich jetzt gerade schreiben kann, ist mir ein Rätsel... Da ich auch kein internetfähiges Handy habe, merke ich in diesen Situationen, wie oft ich am Computer sitze und das Internet benutze.

    So, die dritte Woche hat angefangen. Meine Stimmung schwankt sehr. Natürlich bin ich froh, keinen Alkohol zu trinken. Aber auf der anderen Seite bin ich ausgesprochen empfindlich. In der einen Minute freue ich mich über Dinge und in der nächsten fühle ich mich schlecht, obwohl es dafür objektiv keinen Grund gibt.
    Der gestrige Tag entwickelte sich dann noch sehr schön, so dass meine anfängliche Missstimmung schnell verflog.
    Heute habe ich eine Wanderung mit einem Gruppenfreund unternommen. Die Gesellschaft, die Natur und die Sonne taten mir richtig gut.

    Einen schönen Freitag noch

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo Seidenraupe,

    am Anfang hatte ich auch mit starken Stimmungsschwankungen zu tun - das bessert sich aber mit der Zeit.

    Ohne Alkohol kommen die Dinge jetzt ungefiltert auf Dich zu, das kann auch zu einem Auf und Ab der Gefühle führen.

    Schön, dass Dir heute die Wanderung in der Natur mit Deinem Gruppenfreund geholfen hat.

    Ich bin auch sehr gerne in der Natur unterwegs - das tut mir gut, weil ich so wandernd Abstand von den Dingen bekomme :) Dies ist auch ein wichtiger Bestandteil meines Notfallkoffers.

    Schönes Wochenende,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo,

    die Sonne scheint :) !
    Das tut mir immer gut, genau wie es mir in der Natur immer gut geht! Mit netten Menschen zusammen zu sein, ist ebenfalls ganz wichtig für mich. All das habe ich heute :D
    Allerdings habe ich letzte Nacht davon geträumt, wie ich Alkohol konsumiere und alles hatte mit Heimlichkeiten zu tun. Ziemlich real... Ich möchte das nie wieder!!!
    Für mich ist es wichtig, dass ich mich auf etwas freue. Oft reichen ganz kleine Dinge (z.B. kurzes Treffen mit der Tochter oder der wöchentlicher Sporttermin). Im Moment kann ich mich auf eine Reise in die Wärme nächste Woche freuen. Ich weiß, dass ich diese Reise nur genießen kann, wenn ich keinen Alkohol trinke. Ich bin da sehr optimistisch.
    Aber heute ist erst einmal heute...

    Allen ein schönes Wochenende

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo Seidenraupe,

    nun bin ich seit gestern zwei mal über deinen Nick gestoßen und habe erst mal ein wenig quer gelesen ob du es wirklich bist. Schön das du wieder her gefunden hast. Nicht so schön der Grund. Ich habe bis heute sehr großen Respekt vor dem Rückfall. Ich habe Angst dann nicht mehr aufstehen zu können um mir erneut Hilfe zu holen. Ich finde deinen erneuten Anlauf echt gut.:)

    Zitat von Seidenraupe

    Aber es ist schon so, dass ich den Alkohol immer wieder zu nah an mich ran kommen lasse, erst einmal geistig. Da liegt auch der Ansatzpunkt. Ich muss, bevor sich Trinkgedanken in meinem Kopf festsetzen, darüber sprechen und gegensteuern.


    Eins der wichtigsten Dinge für mich, die ich hier lernen durfte, war die Tatsache das mir kein Mensch auf der Welt das Alkohol trinken verbieten kann. Das habe ich hier erst gar nicht so richtig verstanden. :roll:
    Für mich stand fest, das der Alkohol für mich erst mal ein striktes Verbot darstellt. Daraus entstanden lange Zeit, in allen möglichen und unmöglichen Situationen, ständige Verzichtsgedanken. Immer und überall suchten meine Gedanken nach Gründen um dem Alkohol ein Eigenleben zu geben. Erst als ich dann anfing zu begreifen was mir hier manche vermitteln wollten, konnte ich meine selbst auferlegte Nüchternheit in einen Weg zur Trockenheit umwandeln. Ein sehr wichtiger Schritt war der ständige Austausch hier im Forum. Alle meine Gedanken, besonders die zur Alkohollust, habe ich hier eingetragen. Durch die vielen Rückmeldungen fand ich schließlich einen Zugang zu meinen suchtspezifischen Gedanken. Langsam aber stetig veränderte sich der Bezug zum Alkohol. Natürlich blitzen heute noch ab und an die Alk. Gedanken auf. Nur heute habe ich viele Möglichkeiten diese auch wahrnehmen zu können, um dagegen anzusteuern.

    Liebe Grüße
    Nobby :wink:

  • Ich lese viel hier im Forum... doch eine Frage habe ich nichtz verstanden...warum soll ein Akl..nich lieben können?????????????

    Ich habe geliebt aber ich konnte es nicht zeigen, in meinen Beziehungen konnte ich nicht sagen..........ICH LIEBE DIch.......

    Als Kind hat mir nie einer gesagt ich hab dich lieb

    Ich bin wieder Trocken...aber viele ,viele Gedanken gehen in meinem Kopf herum.

    Jetzt gehe ich noch einmal mit meinem Hund gassi und gönne mir ein angenehmes Schaumbad..


    Lg Ute

  • Hallo,

    ich bin noch da und noch nicht verreist - und trocken! :D

    Hallo Nobby,
    das war eine Überraschung, von dir bei mir zu lesen. Ich habe mich sehr gefreut, zumal ich dich immer mal wieder beim Lesen wiederentdeckte und mitbekam, dass du auf dem trockenen Weg bleiben konntest. Sehr schön! Du bist aber, glaube ich, in die "Geschlossene" gewechselt, oder?

    Mir geht es so "lala". Toll finde ich, nicht trinken zu müssen. Nicht so toll finde ich weiterhin meine (unnötige) Unzufriedenheit. Mit meinem Therapeuten hatte ich heute ein gutes Gespräch. Unser ganzes Handeln, unsere Gefühlswelt hat ja Gründe. Diese zu erkennen und daran zu arbeiten, ist ein Projekt für die nächste Zeit. Dabei ist das Erkennen einfacher, als das daraus resultierende Handeln...
    Meine Reise, auf die ich mich sehr freue, rückt nun näher.
    Der Notfallkoffer ist auch dementsprechend schon bestückt worden. Ich werde ihn im Handgepäck mitnehmen, nicht dass er weg kommt :wink: . Ich hoffe, dass ich während dieser Reise genug Energie für den stressigen Berufsalltag danach tanken kann. Im Moment bin ich noch sehr empfindlich, zu angreifbar.

    Nun gehe ich sie herbstliche Sonne bei einem Spaziergang genießen.

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo Seidenraupe,

    Zitat

    Du bist aber, glaube ich, in die "Geschlossene" gewechselt, oder?

    ja, ich bin nach kurzer Zeit in den erweiterten Bereich übergesiedelt. Zuerst war es mehr Neugierde, da ich dachte, dort die perfekte Trockenheit zu finden. Schnell durfte ich dann feststellen das es dafür kein Patentrezept gibt. Was mir dann sehr gefallen hat war der intensive Austausch mit nicht wechselnden Mitgliedern die schon lange hier ihren trockenen Weg gehen. So fand ich einen Zugang zu meinem eigenen Denken und Handeln.

    Zitat

    Nicht so toll finde ich weiterhin meine (unnötige) Unzufriedenheit.

    Diese Unzufriedenheit kannte ich auch schon viele Jahre. So wie ich in meiner trinkenden Zeit leben durfte, fehlte mir nichts. Ich hatte ( und habe) eine liebe Frau, eine nette Wohnung und eine gute Arbeit. Alles was ich erreichen wollte war also da. Trotzdem war ich oft sehr unzufrieden. Immer auf der Suche nach dem besonderen Etwas. Erst als ich viele Monate Nüchternheit hinter mir hatte, stellte ich fest, das diese Unzufriedenheit nicht mehr vorhanden war. Mit immer klarer werdenden Abstand zu meinen anfangs starken Alkoholverlangen wurde ich ruhiger und ausgeglichener. Die Unzufriedenheit oder auch innere Unruhe spürte ich immer weniger. Seit ein paar Monaten spüre ich wieder inneren Frieden mit mir selbst. Ich erkenne heute meine Lebenssituation als schön. Ich brauche keine Kicks und große Besonderheiten mehr. Ich schaue nicht mehr nach rechts und links was mir noch fehlen könnte, sondern geradeaus im jetzt und hier.
    Heute empfinde ich in meiner jetzigen Trockenheit eine große Fülle an Zufriedenheit.

    Zitat

    Meine Reise, auf die ich mich sehr freue, rückt nun näher.

    Gute Reise und zufriedenes Nachhause kommen.:)

    Lieben Gruß
    Nobby :wink:

  • Guten Abend,
    ein guter Tag ohne Alkohol geht zu Ende!

    Hallo Nobby,
    danke für deine Gedanken und Anregungen! Ich kann damit etwas anfangen.
    "Immer auf der Suche nach dem besonderen Etwas."

    Vielleicht ist das einer der Schlüssel zu meiner Abstinenz. Obwohl ich in den letzten Jahre sowohl benebelt, als auch klar über mich sehr viel nachgedacht habe, dabei auch zu einigen Erkenntnissen kommen konnte, blieb immer irgendetwas offen. Ich weiß, dass es mir ohne Alkohol wirklich besser geht. Ich fühle mich besser, lebe bewusster, ohne schlechtes Gewissen, gesünder, fröhlicher, aktiver ...
    Was ist es also, dass der Alkohol so eine Anziehungskraft auf mich ausübt/ausüben konnte??!!
    Was ist das besondere Etwas?
    Ich weiß es nicht.

    Aber ich weiß, dass ich bestimmte Situationen nicht mehr erleben möchte! Das geht nur ohne Alkohol!

    Gute Nacht

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo Seidenraupe,

    Zitat

    Was ist das besondere Etwas?

    Für mich ist es schlicht und ergreifend Sucht - es gibt kein besonderes Etwas, wenn man hinter die Illusionen schaut....

    Schön, dass Du heute einen zufriedenen Tag hattest!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo,

    heute ist wieder ein guter Tag! Ich trinke keinen Alkohol! Außerdem habe ich mir eine Massage gegönnt, die Sonne scheint und ich werde meinen Koffer packen :) .

    Wahrscheinlich ist es tatsächlich wirklich nur die Sucht. Diese Erklärung war mir immer zu einfach. Ein Therapeut sagte einmal zu mir: "Alkoholiker trinken weiter, weil sie entweder glauben keine Alkoholiker zu sein, suizidal oder größenwahnsinnig sind." Diese Aussage hat mir damals sehr zu denken gegeben. Ersteres und Zweites kann ich ausschließen - bleibt also nur der Größenwahnsinn... Damit soll nun Schluss sein! Der Alkohol ist stärker als ich!

    Liebe Grüße

    Seidenraupe

    Seidenraupe

  • Hallo Seidenraupe,

    Zitat

    Der Alkohol ist stärker als ich!


    als ich das für mich feststellen durfte gab es nur noch einen Weg.
    Der Alkohol musste weg aus meinem Leben und besonders aus meinem Sichtfeld. Hier habe ich dann das erste mal von Risikominimierung gelesen. Alles was ich dazu finden konnte versuchte ich in meinem beginnenden abstinenten Leben umzusetzen. Bis heute habe ich zum Alkohol fast keinen Blickkontakt. Das fast bezieht sich auf den nötigen Einkauf im Lebensmittelgeschäft. Auch da hatte ich zu Anfang mir gute Hilfe gesucht. Anfangs ging ich in keinen Lebensmittelladen. Später nur in Begleitung. Auch heute sorge ich noch dafür, nicht unbedingt alleine einkaufen zu gehen. ( Sicher ist Sicher) Bis auf diese wenigen Momente gibt es für mich keine nennenswerten Begegnungen mehr mit dem Alkohol. Am Anfang dachte ich immer, das geht gar nicht auf Dauer. Heute weiß ich genau das es sehr gut geht. Ich habe meine Wege gefunden. Gründe, dem Alkohol begegnen zu müssen gibt es heute keine mehr.
    So genug philosophiert.:)

    Lieben Gruß
    Nobby :wink:

  • Hallo Nobby,

    ich glaube, ich muss einen ähnlichen Weg gehen!! Die Wochen in der Klinik im letzten Jahr waren auch deshalb so gut, weil ich nicht mit Alkohol in Berührung kam. Die sogenannte Käseglocke war gut für mich und meinen Anfang. Na ja, bis dann viele, viele Dinge zusammen kamen und ich nicht gut genug auf mich aufgepasst hatte. Aber: Wie umgehst du den Alkohol im realen Leben? Ich meine nicht nur den Einkauf. Guckst du keine Filme mehr, schaust auf der Straße weg? Ich finde es schwierig, nicht mehr mit Alkohol in "Berührung" zu kommen.

    Im Moment geht es mir gut, aber ich weiß, dass es nicht immer so sein wird.

    Ich bin dann mal weg - und melde mich nach einem, hoffentlich trockenem Urlaub wieder.

    Seidenraupe

    Seidenraupe

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