Frage zum Entzug

  • ich habe Angst keine Ahnung warum ich wohne mit meiner Freundin alleine und habe sogar ein unwohles Angstgefühl wenn ich zu meiner Mutter gehen muss bzw. soll

    naja viel trinken tu ich auf jedenfall nur essen ist schwierig weil mir so schwindlig ist !

    soweit hoffe ich das ich das alles gut übersteh und danke dir ganz ganz arg !!!

  • hallo daniel

    ne labyrintitis ist eine entzündung der "schnecke" im innenohr die für unser gleichgewicht zuständig ist. das ist aber eine folgeerkrankung, die kriegt man in der regel nur, wenn vorher eine mittelohrentzündung, eine hirnhautentzündung oder scharlach vorlag, haste da was verschleppt?? wenn ja sollteste mal zum hno arzt gehen ist nicht mit zu spaßen.
    mir kommt die aussage so etwas seltsam vor solltest dich drüm kümmern. denke hier wäre ne 2. meinung von nem anderen arzt wichtig.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo daniel,

    habe Dich gerade gelesen und bin der Meinung, das Du alkoholkrank bist. Du schreibst von Angstgefühlen, wenn Du raus gehst, weiß jetzt nicht, ob es nur vom Schwindelgefühl kommt. Hast Du Angst davor, einfach umzukippen, wenn Du raus gehst? Angst, überhaupt noch irgrndwo hinzugehen? So war das bei mir, wenn ich ohne Alk war, ich konnte am Ende kaum noch das Haus verlassen.

    Beantworte mir bitte folgende Frage, bzw. beschreibe mal bitte das Gespräch mit Deinem Arzt. Hat Du ihm wirklich ganz ehrlich von Deinem Akoholkonsum erzählt ? Oder nur: ich trink manchmal was...
    Mir war auch immer schwindelig, darum trank ich mich auch immer auf einen gewissen Pegel, dann gings besser, ist das bei Dir auch so?

    Sollten keine anderen Erkrankungen vorliegen, was Du noch abklären lassen mußt, bist Du allkoholkrank. Schau, Du bist wieder rückfällig geworden, denkst, Du kannst es ohne Alk nicht mehr aushalten,das sind eindeutige Zeichen.

    Wenn Dein Arzt das nicht erkennt, mußt Du zu einem anderen gehen und genau sagen, was los ist mit Dir, das Du immer wieder trinken mußt, wieviel Du trinkst etc. Es ist vollkommen egal, ob Du Bier, Wein oder Schnaps trinkst, man kann von allem ahhängig werden, auch die Menge ist unerheblich, denn es kommt nicht nur zu einer körperlichen, sondern auch sehr schnell zu einer psychischen Abhängigkeit, das Gefühl halt, ohne Stoff nicht "funktionieren" zu können.

    Du kannst das nicht mehr allein schaffen, vom Alk loszukommen, das hast Du ja nun selber gemerkt. Mach eine Entgiftung im KH, das ist nichts schlimmes, Du wirst keine starken Entzugserscheinungen bekommen, wenn Du welche bekommst, geben sie Dir was dagegen. Und Du bist unter ärztlicher Beobachtung, ich habe mich im KH sehr sicher gefühlt, gerade, weil es so war. Je länger Du noch wartest, desto tiefer rutscht Du in diese Abhängigkeit, Du kannst am Ende gar nichts mehr ohne Alkohol, bitte glaube mir das. Und das ist das wirklich kein Leben mehr, was diese Bezeichung wert wäre.

    Außerdem gibt es auch Alkoholabhängige, die durch eine Krankheit in diese Sucht geraten sind, weil sie versucht haben, diese mit Alk zu betäuben. Sollten bei Dir eine andere Erkrankung vorliegen und Du versuchst, diese durch Alk zu lindern, wirst Du ebenso abhängig.

    So, Daniel, jetzt liegt es an Dir, aktiv zu werden, geh zu einer Suchtberatung,wechsel den Arzt, wenn er Dein Problem verharmlost, mach eine professionelle Entgiftung, das ist nix, wofür man sich schämen müßte, geh anschliessend in eine SHG, wir sind hier übrigens auch eine, mach evtl. eine anschliessende Therapie. Man kommt doch nicht gleich in eine Psychatrie.
    Du bist noch so jung, wenn du so weitermachst, schmeisst Du Dein ganzes Leben in die Mülltonne. Unternimm was, dann kannst Du ein schönes Leben zurückbekommen, so geht nur alles langsam oder auch schneller den Bach runter.
    Es ist Deine Entscheidung, was Du willst.

    Lieben Gruß von der Lilly

  • lieber daniel
    sehr wohl sind schon Leute im/am kalten Entzug gestorben (sei es nun wegen eines Anfalls oder eines verkannten Delirs), so eine Entgiftung ist und bleibt riskant!! (hab selbst eine gemacht und hatte phasenweise Todesangst, nicht sonderlich angenehm);
    das mit dem Schwindel finde ich allerdings etwas merkwürdig, du solltest mal einen Arzt konsultieren
    gruß

  • Hallo Daniel,

    Ich beschreib etwas hier, als ich mich noch nicht mit Alkoholismus beschäftigt habe, habe ich das weiß ich heute, immer wieder Trinkpausen gemacht Entzugssymptome hatte ich Schwindel, Angstzustände genau wie Du, wusste ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht dass es gefährlich sein kann alleine zu entziehen, hab ich das auch nicht so gesehen als ich mal wieder mich entscheiden habe nicht zu trinken kamen auch die Entzugssymptome, Schwindel Angst, Panik, nach zwei Tagen war ich in der Lage aus dem Haus zu gehen ich bin zum ersten mal in meinem Leben auf der Bußhaltestelle unmächtig geworden, mit Schaum im Mund (wie mir nachher mein Mann erzählt hat) ich landete im Krankenhaus( heute sag ich Gott sei Dank) wenn ich zu Hause alleine wäre, wäre ich schon wahrscheinlich tot, und ich weiß heute dass das vom Alkohol kam. Wenn Du trinkst um die Schwindel oder Angstzustände zu beseitigen dann kann ich Dir nur sagen, das hilft Dir nicht, es kommt noch schlimmer sei nicht so leichtsinnig und gehe zum Arzt.

    Liebe Grüße
    Maria

  • Noch ein kleiner Nachtrag ob ein Hausarzt oder im Krankenhaus diese Menschen sind dafür da um Leben zu retten, und nicht um jemanden umzubringen wenn Du so weiter machst bringst Du dich selber um, was ich Dir nicht wünsche.
    Liebe Grüße
    Maria

  • Hallo Daniel,

    deine Angstgefuehle verstaerken sich im Entzug ueberall da, wo du vorher sowieso schon Angst hattest. Wenn es dir unangenehm war, unter viele Menschen zu gehen, weil jemand deine Sucht dir haette ansehen koennen, dann wird sich deine Angst z. B. im Supermarkt verstaerken. Durch den Entzug bist du sowieso schon gereizt, kommt dann noch ein seelischer Spannungszustand hinzu, hast du wohl Schwindel und Angstzustaende.
    Zumindest war das bei mir so. Ich hatte schon sehr frueh sehr viel getrunken und war schon als 20 jaehriger "Vollalki". Grund fuer meinen fruehen Alkoholmissbrauch waren unter anderem Aengste und Hemmungen , die ich durch Alk zu ueberwinden versuchte. Als ich dann trocken wurde, kamen diese Aengste auch nach dem Entzug wieder auf mich zu , und ich musste mich wieder mit ihnen auseinander setzen. Das muss ich teilweise auch heute noch. Das gemeine am Alkohol ist, er verspricht dir zuerst, deine Aengste abzubauen, weil du dich betrunken mutig fuehlst, langfristig gesehen verstaerkt er aber Aengste. Trocken musste ich mich zwar mit meinen Aengsten auseinandersetzen, ich kann mich aber auch darueber freuen , wenn ich Fortschritte mache, also z. B. meine Hemmungen ( ohne Alk) ueberwinde.
    Was ich dir vielleicht noch empfehlen moechte ist eine Selbsthilfegruppe in der du , von Angesicht zu Angesicht, Von der Erfahrung anderer trockener Alkoholiker profitieren kannst.

    Alles Gute

    pepper

  • Hallo,

    ich kann mich erinnern, ich hatte einmal ein Zittern, das war viel staerker als sonst. Ich zitterte am ganzen Koerper, nicht nur an den Haenden. Der Druck auf meinen Kopf war fast unertraeglich und ich dachte mir, 20 Jahre aelter wenn ich waere, wuerde er es vielleicht gar nicht aushalten. Einmal sah ich eine Mauer vor mir hochziehen, bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass es eine Strasse war. Sonst hatte ich aber keine "Fehlinterpretationen". Ich kann mich auch erinnern, dass ich danach ziemlich gangunsicher war, und ich vertrug weniger Alkohol.War das vielleicht sowas wie ein Praedelir? Jedenfalls war es das schlimmste, was ich je in meinem Leben erlebt habe, das ganze ist jetzt ca 5 Jahre her, und ich bin so froh, trocken zu sein. Moechte niemand wuenschen so etwas zu erleben, denn jede Sekunde war eine Qual.

    Innerliche Ruhe und Frieden
    wuenscht euch der

    pepper

  • Hallo Daniel,

    hier möchte ich mich esgehtanders anschließen bei mir gingen die Angstgefühle auch so ziemlich nach eine Woche weg, zusammen mit anderen Entzugssymptomen, geh doch lieber zum Arzt.

    Liebe Grüße
    Maria

  • Linde66 8. August 2025 um 20:59

    Hat das Thema geschlossen.

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