Mir geht es heute ganz gut. Habe mich wieder aufgerafft von dem ganzen. Und auch das Forum hier macht mir Mut.
Heute ist Tag 19 ohne Gift.
Mir geht es heute ganz gut. Habe mich wieder aufgerafft von dem ganzen. Und auch das Forum hier macht mir Mut.
Heute ist Tag 19 ohne Gift.
War heute beim meiner örtlichen SHG. Die Hälfte der Leute kennt mich noch von früher. Würde sehr herzlich aufgenommen. Hat mir gefallen und werde mich da wieder beteiligen.
Vielleicht eine Idee wie ich es hinkriege auch aus unerwarteten Situationen heile rauszukommen ? Die beiden letzten Rückfälle war ich alleine (mußte mich quasi vor meinem verantworten) und es waren Situationen auf die ich nicht vorbereitet war (Sektglas in die Hand gedrückt bekommen auf einem Schiff und Kleiner Schluck in der Post). ?
Alkohol ist ein Nervengift, weswegen solltest Du Dir das antun und Alkohol trinken?
Wenn Du es so siehst, wird es bestimmt leichter für Dich, solche Situationen zu meistern, ohne zu trinken.
Ein Glas kannst Du von vornherein ablehnen und "Geschenke" in den Müll werfen.
Da ich den Alkohol und Drogen auch nicht kontrollieren kann, ist das erste Glas der Anfang vom Ende. Habe kein Ende gefunden, immer soviel das viel Scheiße passiert ist in allen Bereichen! Dachte das wäre normal oder es ist halt so bei mir. Nein, es ist ein Teil der Sucht dieser kontrollverlust.
Lasse ich das erste Glas stehen ist alles super.
Grundbausteine, HALT, Notfallkoffer sind sehr sehr wichtig.Seit ich das anwende hat sich etwas verändert.
Bin ca. 3 Monate trocken, zähle es nicht mehr wie früher, da mein Saufhirn dann sagt du hast sooooooo lange nicht mehr, 1 Mal kannst du wieder etc., hast du dir verdient.
War schon 5,4,3,2,1 Monate abstinent. Hoffe jetzt für immer. Ich gebe mein bestes
Bin ca. 3 Monate trocken, zähle es nicht mehr wie früher, da mein Saufhirn dann sagt du hast sooooooo lange nicht mehr, 1 Mal kannst du wieder etc., hast du dir verdient.
War schon 5,4,3,2,1 Monate abstinent. Hoffe jetzt für immer. Ich gebe mein bestes
Vielleicht tatsächlich ein guter Ansatz nicht die Tage zu zählen - so mache ich es. Ist ja irgendwo Quatsch, wenn man für immer aufhören möchte.
Servsus Micha,
auf solche unerwarteten Situationen kann man sich nie zu 100 % „perfekt“ vorbereiten. Deshalb habe ich meine Krankheit damals auch nicht wissenschaftlich seziert oder daraus eine Strategie-Doktorarbeit gemacht. Ich habe einfach die Arschbacken zusammengebissen und im ersten Jahr konsequent auf Risikominimierung gesetzt.
Es gibt aus meiner Sicht nicht die eine Strategie, die einen trocken hält. Oft ist es sogar genau die Strategie, die einen irgendwann wieder saufen lässt. Warum? Weil das Suchthirn anders funktioniert. Es kann aus allem einen Anlass zum Saufen bauen.
Und genau deshalb war für mich erstmal die pragmatische Hilfe wichtig. Nicht endloses Kopfkino, keine Dauer-Ursachenforschung und keine Crime-Story über mein ganzes Leben.
Gefühle und Emotionen gehören natürlich dazu. Aber wenn das Suchthirn aktiv ist, kann es selbst daraus wieder Saufdruck und Rechtfertigungen basteln. Genau das ist ja das Problem bei der Suchtkrankheit.
Deshalb hieß es für mich am Anfang erstmal. Diät halten und die Saufgedanken abspecken lassen.![]()
Mein Fundament im ersten Jahr war simpel und klar. Zuhause wie draußen ein alkoholfreies Umfeld. Nicht freiwillig in Richtung Alkohol marschieren. Und wenn Alkohol Thema oder präsent war: Abstand, weggehen, raus aus der Situation.
Ohne dieses Fundament hätte bei mir keine „Strategie“ der Welt funktioniert.
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