butterweich und steinhart zugleich

  • Guten Morgen Kaltblut,

    ich musste schmunzeln, als ich heute morgen las, dass du dir Sorgen wegen meines traurigen Stöhnens machst, das nicht weggehen will. Im Grunde bin ich nämlich alles andere als ein trauriger Mensch. Aber ich denke, dass ich jedes Recht dazu habe, traurig zu sein und diese Trauer auch ihre Zeit dauert. Freue dich wenn es dir nicht so geht. Ich versuche schon seit einiger Zeit, die Tage zu nehmen, wie sie kommen. Über die fröhlichen freue ich mich und die traurigen lasse ich zu. Wenn ich meine Trauer übertünche mit hektischen Aktivitäten, tue ich mir keinen Gefallen, habe ich gemerkt. Zu Anfang habe ich dagegen angekämpft, wollte fast mit Gewalt nicht zulassen, dass sie mich im Griff hat.

    Auch bei dir hab ich manchmal den Eindruck, dass du kämpfst. Um deine Frau, um euere Beziehung, darum, gut über die Tage zu kommen. Das kenne ich gut. Ich habe mich die erste Zeit „danach“ dauernd verabredet, war ständig auf der Flucht vor den schlechten Gefühlen, hab mich in Aktivitäten gestürzt, fast bis an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit. Es hat nichts genützt. In ruhigen Momenten war alles wieder da. Nun gehe ich es halt anders an.

    Genau wie du, bin ich der Meinung, dass es vorwärts geht und "es" irgendwann vorbei ist. Ich kann eine ganze Menge auf die Reihe bekommen und überstehen. Ich habe aber das Empfinden, wenn ich meine negativen Gefühle, auch die der Trauer, nicht zulasse, dann bleiben sie umso länger, nur eben versteckt. Und wenn ich sie jetzt, wo sie präsent sind, geschehen lassen, denke ich, dass sie mich irgendwann in Ruhe lassen und nicht mehr unverhofft auftauchen. Du nennst es Ohnmacht, was dich überfällt, wenn du bestimmte Kleinigkeiten siehst. Ich nenne es Trauer. Vielleicht, weil ich auch über die Ohnmacht traurig bin und zusehen muss, wie etwas, das ich für wunderschön halte, einfach nicht passieren kann. Akzeptanz kann nicht nur über den Kopf geschehen. Es dauert nur im Fühlen, so habe ich gelernt, etwas länger, bis sie sich manifestiert.

    Und auch die Co-Abhängigkeit ist nicht einfach weg, nur weil der oder die Andere nicht mehr trinkt oder nicht mehr da ist. Auch wenn ich mir radikal bestimmte Dinge verbiete, sind sie erst nur im Kopf, die Verbote. Das Empfinden, das anders leben, anders mit bestimmten Dingen umgehen, das dauert einfach seine Zeit. Schließlich hat es auch Jahre und Jahrzehnte gedauert, bis ich co-abhängige Strukturen entwickelt habe. Wie sollen sie dann so schnell wieder weg sein, nur weil ich mir mit dem Verstand sage, dass es keinen Sinn macht?

    Ich wünsche dir einen zufriedenen Tag.

    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hi Ette,

    das macht doch schon einmal aus dem Stöhnen ein kleineres Seufzen. Ja, indem wir sinnloses durch sinnvolles ersetzen, mit unserem Verstand, nur in unserem Hirn.

    Klasse finde ich auch, um welche Uhrzeit die Menschen hier aktiv sein können. Wie auf einem großen Bahnhof, die Menschen kommen und gehen, den ganzen Tag, 24 Stunden, ein ganz großer Bahnhof, verteilt um die ganze Welt, einfach toll.

    Ich musste nacharbeiten, die ganze Nacht, weil da gestern Abend noch ein vergessener Termin dazwischen kam und ich war angenehm überrascht, wie viele Menschen kommen und gehen.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Mann, Mann, Mann - gut, dass es hier keine Kameras gibt! Wer so wenig schläft wie du, muss ja Augenringe wie Klobrillen haben! *gg* Mich hat Morpeus gestern abend schon um neun entführt. Ansonsten hätte ich mir wirklich ernste Gedanken über meine quasi senile Bettflucht heute morgen gemacht.

    Nun aber ab in den Tag!

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Servus Ette,

    ich könnte Dich niederschmusen! Das war für mich der beste Kommentar zum Thema "Entwicklung des Co-Abhängigen", den ich die letzten vier Jahre gelesen habe:

    Zitat von Ette

    Und auch die Co-Abhängigkeit ist nicht einfach weg, nur weil der oder die Andere nicht mehr trinkt oder nicht mehr da ist. Auch wenn ich mir radikal bestimmte Dinge verbiete, sind sie erst nur im Kopf, die Verbote. Das Empfinden, das anders leben, anders mit bestimmten Dingen umgehen, das dauert einfach seine Zeit. Schließlich hat es auch Jahre und Jahrzehnte gedauert, bis ich co-abhängige Strukturen entwickelt habe. Wie sollen sie dann so schnell wieder weg sein, nur weil ich mir mit dem Verstand sage, dass es keinen Sinn macht?

    Danke, aber der ist zum Einrahmen!

    LG
    Spedi

  • Ich danke dir, Spedi, für die liebe Rückmeldung. Die tat mir heute gut, denn ich hatte einen Tag, aus dem man gut hätte zwei machen können.

    Es ist nur leider erst der erste Schritt, zu begreifen, wie Co-Abhängigkeit funktioniert. Das Umsetzen ist weitaus anstrengender. Aber da geht es uns Co´s nicht anders als euch. Schließlich seid ihr auch nicht trocken, sobald ihr nichts mehr trinkt.

    Liebe Grüße

    Ette

    ...und dem Kaltblut wünsche ich eine weniger arbeitsreiche Nacht :D

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Ette, hallo Ihr,

    vielleicht was lang und ich wusste nicht ob ich in Deinen Thread zwitchen sollte, aber es betrifft uns ja alle. Aus meiner Sicht und mit der jetzigen Einstellung, kann ich Dir genau sagen was ich machen werde, wenn sie denn wieder da ist:

    1. das Vergangene, die Zeit mit meinem Nebenbuhler rigoros aus dem Hirn streichen und weiter meinen Weg verfolgen.
    2. ihre Hand nehmen, sie unterstützen ein trockenes Leben zu führen und wenn sie es nicht möchte, kann sie ihren Weg gehen, aber trocken, da geht kein Weg dran vorbei, reden und nicht verstecken.
    3. wenn die Dinge sich anders entwickeln und sie eigene Wege geht, dann kann ich sie trotzdem unterstützen und „kann“ heißt nicht Co. zu sein und darunter zu leiden, eben kann.
    4. wenn die Dinge sich ganz anders entwickeln, dann wird ganz anderes aus dem Hirn gestrichen und gut ist.

    Dabei können nicht verhindern, dass wir irgendwann irgendwo landen wo wir nicht hinwollen, aber das ist Morgen und dafür habe ich nur schöne Gedanken übrig.

    Du hast alles Recht dieser Welt traurig zu sein, Dich stundenlang über mich zu amüsieren, nachts sinnvolle Dinge zu tun, kannst mir auch zusehen, wie ich Klobrillen köppe, das schadet gar nicht so sehr. Aber wenn Du weiterhin zulässt, dass Dich der Krams packt, wenn Du ihn bewusst annimmst, ihn Dir machst, statt ihn mit aller Macht zur Seite zu knallen, nicht nur mit zaghaftem Schupsen, dann ist das ein überflüssiger selbst gemachter auffressender Leidensdruck. Jetzt erzähle nicht, dass es Dir gut tut, schön langsam zu verarbeiten, zu begreifen, abzustellen, das ist Co-Dasein, Dinge tun, die wir nicht wollen, die uns nicht gut tun, die wir unbewusst tun, wie die Sucht des Alkoholikers, in unserem Kopf und beides muss da weg, radikal, an der Wurzel gepackt, weg, ausreißen, abschneiden, Rasenmäher mit Ackertiefschnitt drüber.

    Das ist Selbstverstümmelung, langsames Hautaufschlitzen, das ist fast das was meine Frau macht, sich verstümmeln, töten, Suizid auf Raten, unbewusst bewusst, sinnloses Tun, Dummheit. Nicht wir sind nichts wert, wenn wir uns wertlos fühlen, mitgezogen werden von diesen Sog, die das machen, die reale Welt verlassen haben, in Sinnlosigkeit dahin vegetieren, ihre Kinder, Partner, Familien, Angehörigen, Mitarbeiter und Freunde gewissenlos mit in die Sinnlosigkeit befördern, die sind dann nichts wert, bis sie begreifen und aus der Sch.. aufsteigen oder drin verrecken.

    Die Gefühle sind da, kommen hoch und sie gehen auch wieder. Mein größtes Problem war heute einen Staubsaugerbeutel zu finden. Selbstverständlich ist meine Frau unauslöschbar in meinem Kopf, jeder Zentimeter, jede Pore, jeder Ton, jedes Gefühl, ausgerichtet auf morgen und nicht auf schöne vergangene 20 Sekunden. Wenn ich mir in den Finger schneide, dann kommt ein Pflaster drauf, ich pule, quetsche und drücke nicht da rum, Fummel nicht an der harten Kruste bis es wieder tropft, das heilt von ganz alleine und ich muss es nicht verstehen. Womit tust Du Dir denn einen Gefallen? Indem Du da rum machst, bis der Arm mit verfault und abfällt? Ich kann morgen keine Schmerzen haben, weil morgen noch gar nicht da ist, ich weiß nicht was morgen ist und deshalb lebe ich für morgen.

    Ette, was geht da ab? Die tollste und beeindruckende Frau die ich je kennen gelernt habe, das war kein Supermodell oder Boxenluder, das war eine weit über 70 jährige Ehefrau, die hinter dem Rollstuhl ihres alten kranken Mannes stand, wie alt bist Du denn? Manchmal denke ich zu hören, da kommt nichts mehr. Wenn was Gutes geht, kommt immer was Besseres hinterher. Die Mutter eines Freundes ist 78, trägt hohe Absätze und die Kerls stehen Schlange. Was war denn vor 28 Jahren, da warst Du gerade im paarungsfähigen Alter und wenn die Kerls bei Dir Schlange stehen, da hast Du keine Zeit zum Verstehen wollen.

    Morpheus den Hosenmatz, den schicken wir irgendwo hin, der soll seinen Job gut machen und Schlafpulver verstreuen. Irgendwo stand hier was zum Schlafen, der Körper holt sich seine fehlenden Stunden. Dann sind wir eben wach, dann machen wir eben was Schönes und freuen uns. Übrigens, normal penne ich ganz tief, von mir aus sollen die Nachbarn mit dem Besen an die Decke bumsen, wenn ich den Dachstuhl zersäge und wenn Du Nachts schlaflos rum läufst, dann strick mir doch bitte warme Kuschelunterwäsche.

    Wenn Spedi das nicht mit seinen kurzen, knappen Hardcore Sprüchen schafft Dich ins Morgen zu bewegen, dann kann ich Dir nur noch eines anbieten: 125Nm, Rücksitz, irgendwas um 3 Sek. auf Hundert, von mir aus mit Weely, wenn Du Dich super gut festklammerst, aber Du wirst eine Woche alles vergessen, jede Nacht nur noch stricken und dann mit Morpheus durch die Träume tanzen.

    Ich koche heute etwas Ähnliches wie Feijoada, überleg Dir gut, ob Du irgendwas mit in Topf werfen möchtest, aber Du schreibst, so bist Du nicht, Du kannst lachen, also auf und tanzen oder lach Dich kaputt, über mich, vor dem offenen Fenster und lass die Leute denken bei Dir wären grüne Männchen.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Was gibt es denn wohl heute zu essen?

    fragt sich Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo zusammen,

    Tatsachenbericht Nr.xxx: abgeholt, abgeliefert, ausgeführt, Therapie, acht Wochen Ruhe - das war der tollste Morgen seit langem, fast wie, Ihr wist schon:

    1. eine nass denkende Frau, was es alles gibt, trockenes Denken, nasses Denken, sich verändernde Menschen, passende Menschen, nicht passende Menschen, neue Menschen.
    2. das hat mir wenig (nicht überhaupt nichts) ausgemacht, denn ich weiß ja, egal was draus wird, es wird und wenn sie in 8 Wochen immer noch die Nase so vorwurfsvoll triefend nass hoch trägt, mir keine liebevolle Hand reichen kann, es geht weiter, so oder so, aber ich glaube an ihren Verstand, Stolz und Eitelkeiten hin oder her, sie hat welchen und die Birne wird jetzt ausgetrocknet (dampfgegrillt, 1 Woche Kontaktsprerre). Auf jeden Fall habe ich mich von dem kleinen kalten, widerlichen Rumpelstielzchen nicht unterbuttern lassen. Ich habe nicht ihre Koffer vor der Klinik raus geschmissen und tschüss, hätte man machen können, es wäre angemessen gewesen, aber ich bin Kaltblut und keine Pappnase.

    3. Angehörigenseminar: ich freue mich drauf, aber Ihr Job mich dahin zu lotsen.

    4. keine Fluppen mehr, 3. Tag, es ist jetzt so, hier stinkt es. Bei der Gelegenheit: keiner der aufhören will und ins neue Nichtraucherforum kommt? Kann ich Euch irgendwie locken? Wie werde ich Raucher in 5 Tagen? Wie gebe ich täglich viel Geld für Stinkeluft aus? Oder besser: Was mach ich mit der ganzen Knete?

    Wisst Ihr wie das ist: kein Alk, keine Kippen, dummerweise keine Frau, sie ist es wert und was sind schon 2 Monate? Kalli, der Gesundheitsapostel, hier bin ich was geworden, danke Euch allen, auf einem guten Weg, vielleicht ja noch auf nach Santigo de Compostella, aber nur mit Bike, mal sehen, Sommer komm.

    5. Südbrasilianisches Winterwetter, ich liebe es, Niederschläge und Niederschläge, gebt mir Sonne.

    Wisst Ihr was ich anschließend wollte: am Rhein sitzen und lesen, wie vor Monaten und Elle zuwinken, leider ins Wasser gefallen.

    Ansonsten wird es jetzt wahrscheinlich ruhig, hier bei mir, ich muss die Upgrade-Pfunde irgendwann wieder wegbekommen, mal sehen was ich mir da aufhalse, vielleicht mit den Jungs in die Mucki-Bude oder bei den Uraltherren Centurions anmelden, das wird schon werden.

    Was ich sagen will: ich will meine Frau wieder haben. Da sind andere Gedanken, als nur an Liebe, Alkohol, Co-Abhängigkeit, Vorwürfe und und und, da ist jetzt keine Zeit mehr zu da, hier, heute und morgen spielt die Musik, nicht gestern und deshalb hoffe ich, dass man ihr die nächsten Tage das Hirn so richtig trocken grilliert, dann sehen wir mal.

    Ette : ich koche täglich, frisch, gestern Auberginenfilets, mit Kartoffelsticks, Büffelkäse, Knobi und Pflaumen und heute könnt Ihr laufen gehen: Pfifferlinge, Zwiebel, Pflaumen, Kiwi, Lemonen, Paprika, Nüsse, Kräuter, Gewürze, ab in die Pfanne, nur 1 Portion, gut, eine große, aber Singlekochen geht und es macht Spaß. Ingwer ist alle,ärgerlich.


    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Kaltblut,

    Lecker hört sich das an. Das mit dem Ingwer finde ich nicht schade :lol: , aber sonstmmhh.

    Ich komme mit ins Nichtraucherforum, erst mal in die Abteilung; gute Vorsätze 8) .

    Halt mal schön die Öhrchen steif und wenn du am Rhein sitzt winke ich dir zu von der 'Schäl Sick'.

    Liebe Grüsse Smilla

    ---------------------------

  • HI Smilla,
    weniger Lemonen, paar Erdbeeren, dann paßt es richtig. Mit der Schäl-Sick vertue ich mich immer, sind jetzt die Guten oder die Ganz Guten? Ich ziehe mal die Linie zwischen Geburtshaus - Wohnort, ja, schwimme genau in der Mitte und es regnet und regnet LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Sieh an, bei mir regnet es auch :shock:

    Hier wohnen auf jeden Fall die anderen. Wir sind sozusagen die Düsseldorfer unserer Stadt.

    Ich schau auf eine kugellose Brücke und frage mich ob du auf einem Schiff wohnst, muss ja wenn du in der Mitte schwimmst.

    Also immer schön die Schwimmweste an, die kugelsichere hast du ja jetzt weggelegt.

    Alles Liebe Smilla

    ---------------------------

  • hey, kalter Bursche,

    nee,nee.............laß ma....das mit dem Rauchen halte ich so wie die "Schneefrau" lach........

    .......auch mit dem Essen!!!! grins

    Bei dem Wetter hat man(n)´s leicht, doch cool zu bleiben, da brauchst Du vielleicht doch noch die Decke, falls noch mehr "niederschlägt"......

    Wie dem auch sei, sag Bescheid, wenn Du was von deinem Singlemahl übrig hast, vielleicht bin ich grad in der Nähe.....


    Aber, das Wetter soll ja schöner werden, also Schluß mit der Niedergeschlagenheit.........


    ***drückeuch***


    stoffel :wink: chen

    "Schmetterlinge fliegen hoch, aber auch die müssen ersteinmal laufen lernen"

  • Hallo zusammen,

    hier steht ja nun oft etwas von sein lassen, Abflug machen, los lassen, fallen lassen, tschüss.

    Allgemein bedeutet das, der Abhängige muss mit der Nase im Dreck liegen, mittellos sein, auf der Notarztpritsche liegen und in der Birne muss es klick machen: helfen lassen wollen. Das helfen lassen wollen kann auch ohne Dreck eintreten, ist aber eher selten, dafür helfen wir oft, sinnlos, dumm und velängern den Leidensweg, sozusagen, wie händchenhaltend bis zum Canyon, dann schupsen, also was ganz Beklopptes, Unnormales, Unverständliches.

    Dabei wird eines schnell vergessen: der Co., der ist genauso bekloppt, sieht es nicht, fühlt es nicht, merkt es nicht. Man kann ihn bekloppen, passiert nix, im Gegenteil, die Liebe lässt uns die perverse Situation auch noch gut ertragen. Der Co. muss also genauso eins auf die Nase bekommen, der einzige Unterschied ist eigentlich, dass der Co. meist nicht besoffen ist, klar in der holen Birne ist, um Kotze und Pisse weg zu machen und dabei noch stolz in die Zukunft blickt.

    Wenn hier also oft steht: sein lassen, Abflug machen, los lassen, fallen lassen, tschüss. Dann heißt das erstmal, dass nur ein gesunder Mensch, der einen klaren Kopf hat, auch gesund bleiben kann und nur Gesunde können was tun. Einen Abflug machen, heißt nicht aufhören zu lieben. Manche Beziehungen sind aber schon lange lieblos und nicht zu retten, andere passen überhaupt nicht mehr und wieder andere passen dann ganz neu, ganz gut.

    Eigentlich sollte man vor dem Seinlassen weniger Angst haben, als vor der ersten gemeinsamen Nacht, da hatten wir keine Angst, dann schon, blöde Liebe.

    LG kaltblut


    Es knallt, aber nicht zu unheftig im Eingemachten:

    …sie hatte es gar nicht geschnallt, warum das Schloss ausgetauscht war, gegen ein beidseitig zu Öffnendes, damit ich auch in die Bude kam, wenn sie den Schlüssel von innen stecken hatte und nicht ganz klar war. In diesen Tagen verzweifelte ich mehr und mehr und fragte Mutter nach der schwarzen Madonna und sie erklärte mir St. Maria, Kupfergasse. Ich düste also dorthin, setze mich verhalten in die kleine Kapelle und sah weinend welche Kraft die Betenden und Trauernden hier schöpften. Draußen saß einer dieser Penner mit Hund und Schild, erhielt von einem Stenze-Jogginanzugsfuzzy 50€ in den Becher und ich dachte noch, muss der eine Erleuchtung gehabt haben. Ich war dreimal dort, es gab mir Kraft, dieser kleine Raum, diese Menschen, nur sitzen und spüren.

    Am Tag nach unserem Hochzeitstermin, sie hatte bis zum Schluss geglaubt, dass wir noch auf das Standesamt fahren würden, hatte ich dieses schlechte Gefühl, dass man bei seinen Kindern bekommt, wenn irgendwas nicht stimmt, bevor der Krupphusten sie blau anlaufen lässt, bevor das Fieber sie delieren lässt, bevor der Atem aussetzt. Ich führ nach Hause. Gott sei Dank, sie war auf, unter der Dusche und ich ging ins Büro. Da lagen Briefe an Frau Tochter und das 1. große „Sch“, auch irgendwas für mich, eine angefangene Schreibzeile reichte, ich nahm sie ungelesen, zerriss sie, schmiss alles in den Müll, holte es wieder raus, steckte alles ein.

    Dann kam sie aus dem Bad. Ich sagte, komm wir fahren nach Köln, ich zeig Dir was. Widerwillig fuhren wir, hielten nahe beim WDR, gingen die paar Meter zu St. Maria und sie meinte noch, da gehe ich nicht rein. Wir gingen und setzten uns. Ich konnte es sehen und spüren, wie die Schauer sie durchlief, wie es zuckte, wie irgendetwas sie erreichte, etwas Merkwürdiges. Mir kullerten einige Tränen, da war etwas passiert, aber sie war stolz und meinte nur: und, was sollte das jetzt?

    Wir setzten uns schweigend ins Auto und fuhren zurück. Die zerrissenen Briefteile sind ungelesen in Harz, in eine Schneekugel eingegossen, als Erinnerung, niemand soll je lesen was da geschrieben wurde. Die Kirche, die schwarze Maria von Köln, die hatte sie in den Folgetagen noch mehrmals aufgesucht, ohne Navi, ohne Karte, einfach so hat sie den Weg gefunden, das alleine war eine Sensation, ein Wunder aber war, dass es klick machte und vieles in meinen damaligen Augen normal wurde.

    Das „Seine“ Kraft, sein Wundermittel, noch weit über Möglichkeiten der kleinen schwarzen Madonna hinausgehen sollte, war eigentlich undenkbar.

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Ihr Lieben,

    während der Zeit, die ich mich hier in diesem Forum rumdrücke, habe ich folgendes festgestellt:

    1. ich war und bin Co. abhängig, das ist aber gut bearbeitet worden, in dem ich normal bin, mich egoistisch an die erste Stelle setze, nicht mehr die Liebe, nicht mehr meine Frau und radikal nichts mehr mit dem Krams zu tun haben will.

    2. ich habe ein Alkoholproblem erkannt, meins, lebe abstinent, gedacht hätte ich es nie, erst als ich schon lange hier war. Ich habe mich dazu bekannt und gehe bewusst damit um.

    3. meine Frau hat nach einem Jahr hin- und her einen Entzug gemacht und ist jetzt in LZT. Wenn sie zurückkommt, werden wir sehen was noch wie passt, auf jeden Fall hat sich vieles gedreht. Sie ist jetzt am Zug, ich habe ausgezogen.

    4. ich qualmte und qualmte noch mehr als ich aufhörte Wein zu trinken. Jetzt sind die Fluppen weg (s. Nichtraucherforum). Wenn Ihr reich, schön, alt und und und werden wollt, auf ins Fluppenforum.

    5. ich bin arbeitsbekloppt. Krank sage ich nicht mal dazu, einfach nur bekloppt. Wobei es mir hier besonders schwer fällt zu unterscheiden, da meine Fernostpartner noch härter arbeiten, meine südamerikanischen Partner ziemlich locker leben und wir hier genau in der Mitte sitzen. Ich werde es anders verlagern können und müssen, aber mein Job macht mir Spaß, wie eigentlich alles im Leben.

    6. ich habe ein Buch angefangen, ob ich es zu Ende schreibe, weiß nicht. Gefühlvolle Zeilen kamen, wenn ich ziemlich am Ar… war und es stehen natürlich nicht alle hier. Jetzt kommen sie nicht mehr und ich habe kein Bedürfnis mich nochmals so tief selbst zu verarschen. Einige Künstler hatten ihre beste Zeit, wenn sie neben der Kette waren, ich habe sie jetzt, ohne Kette, ohne Kunst, ohne Verarsche, ich brauche es nicht, nicht für einige Zeilen. Vieles müsste umgeschrieben werden, weil ich damals anders fühlte, es jetzt anders sehe, aber dann ist es nicht mehr was es war.

    Vieles habe ich eigentlich mit vielen Seiten beschrieben. Da sind wir wieder beim Biken: Ich fahre 30 Jahre, nicht wild wie ein Irrer, aber alleine auch mal am Limit und habe erst in diesem Jahr tolle Tricks gelernt, Füße hoch, weg von der Hinterradbremse, drücken, stoßen, schieben, ziehen, die auch 250kg Nacked Eisen mit Schleifspuren um die Ecken fliegen lassen. Man lernt immer dazu, es bringt Sicherheit und macht Spaß. Als wir Weelys übten, hat man uns Verblüffendes, genau das Gegenteil beigebracht: Finger von der Vorderradbremse, Fuß auf die Hinterradbremse und die Dinger gingen in die Luft. Man lernt immer dazu, es bringt Sicherheit und macht Spaß.

    Letztes Jahr wusste ich was von Liebe, aber nichts von all den anderen komplizierten Sachen. Ich bin hier auf eine mächtige kurvenreiche Rennstrecke geraten, aber mit den ganzen Tricks und Erfahrungen, fühle ich mich ganz gut, um meine Runden mit viel Gripp sicher bis ins Ziel zu drehen. Man lernt immer dazu, es bringt Sicherheit und macht Spaß, dieses Leben.

    Heute düse ich mal bei Stoffel vorbei und winke ihm was zu, aber Freitag, wenn ich zurück bin, wenn die Sonnenstrahlen kommen, wenn die Sonne auf geht, dann sind wir schon wieder im schwarzen Wald und düsen, also bis Monday.


    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo zusammen,

    gut gelaunt und unversehrt zurück. 1800km, 700 Schwarzwald, 400 Vogesen, ein schönes Gefühl, mit dem Kind durch die Gegend zu brummen, nur Vorfahren darf es nicht, dann ist es nicht zu bremsen und weg. Es gibt da einige Dinge die muss man einfach beachten:

    Knallen- Wochentags, evtl. noch Samstags, nie Sonntags, vielleicht noch bis 10h, also früh raus, bevor die Oberknaller und Kirchfahrer mit den Traktoren kommen, dann wird es zu gefährlich. Früher haben meine Freunde und ich abends noch einen geballert und sind auch nach 10h los. Heute wird kaputt gepennt, wir stehen früh auf und fahren schon mal was ab, ist sicherer. Sonntags ab 10h an die Kontrolletties denken, meist sieht man sie ja, weil irgendeine Sonntagsoberknallerpfeife gerade zahlt.

    Richtig Spaß haben wir beide, wenn morgens keiner unterwegs ist, der Gummi klebt und wir anschließend vor den Rädern stehen und den abgehenden Gummi bestaunen. Mädels denken dann: sind die bekloppt und, sind wir eben bekloppt, aber schön. Ich bin kein guter Fahrer, für Angststreifen am 190er unter 1mm reicht es, aber auch kein Hanging out Cowboy, darunter sind ja viele Lustige, die Motorradfahren mit Stuntshows auf PS-Boliden verwechseln und denken: Popo raus und schneller als die anderen, auch so eine Störung. Mein Junge zieht dann schön mit seinen 64PS seine Runden und schwups dran vorbei (klar, chancenlos auf der Geraden, deshalb fahren wir ja ins Kurvenland und keine Autobahn, z. B. die B48 irre).

    Krönung war ein Mr. 150PS Superbike, da felhte ein Schild so wie: ABI 2000, von Opa oder so, im Sonntagsdesigneroutfit, mit Schleifpads an den Knien, Spreitzbeinhaltung und ich dachte, was macht der da, kühlt der sich im Fahrtwind die Nüsse? Der ging in die Kurve, streckte die gestreckten Knie noch mehr raus, nicht um sauber und sicher die Kurven zu fahren, ne um die Pads abzuschleifen, hey guck mal wie ich runter gekommen bin, im Eierfrischluftkühlgang. Das war uns zu doof, einfach in der nächsten Kurve verblasen und weg, aber gelacht haben wir.

    Meine Frau verblies mich manchmal auch, wenn in einer Kurve lähmende Gedanken hochkamen, die gerade dann nicht kommen sollten, denn das kann dann ganz schön ärgerlich werden, aber man kann nichts dagegen tun, passiert einfach oder nicht mehr fahren.

    Ihr fragt Euch bestimmt, was hat das mit Co oder Alk zu tun. Ich bin über 2 Jahre so gut wie nicht gefahren, weil ich mich nicht mehr traute, obwohl ich eine einmalige italienische scharfe Braut hatte, mit der ich alles, wirklich alles machen konnte, wenn sie lief.

    Ansonsten, keine Ahnung was ab geht, nix gehört, gesehen, usw. Funkstille eben, vielleicht ist das auch Therapie, mir tut es gut.

    Zu essen gab es auch was, Kühlschrank war leer bis auf: Rindercarpaccio auf Rettichscheiben, mit allem Drumherum, Öl, Pfeffer, Salz, Knobi, Parmesan, nicht blöcken, versuchen, sonst wißt Ihr nie was es alles gibt.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Kaltblut, ich musste mal wieder ziemlich breit schmunzeln, man(n) könnte es fast schon grinsen nennen. Oberknallende Eier-im-Wind-Kühler, deine Wortschöpfungen, ja, die haben was.

    Ich finde es nicht verwunderlich, dass du dich nicht fahren trautest. Ich traute mich auch manche Dinge eine zeitlang nicht mehr. Vielleicht gehört das zum Co-Dilemma.

    Im übrigen hatte ich mich schon gewundert, wo die rote Italienerin geblieben war. Warst du etwa nicht mehr beweglich genug für ihr südliches Temperament?

    Kein Bild, kein Ton? Wenn es dir gut tut, genieß es.

    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Annika,

    das kann ich schnell aufklären, es gibt da 2 oder 3 Blickwinkel:

    a) kein Co., kein Alk, kein Nik, aber 3 Tage 35° Sonne, auf den Helm, auf die Birne, ausgetrocknet, verkleinert, geschrumpft, päng.

    b) es gab da ein tolles Bike aus Italien, von einem alten Traktorhersteller, ein Überbike, das größte Serien Verlustbike aller Zeiten, sie machte die tollsten Sachen, wenn sie wollte. Dann hatte ich die Nase voll, weg damit, weil ich eh 2 Jahre kaum damit fahren konnte, entweder war irgendwas oder ich hatte was oder die Karre tickte nicht sauber. Damit ist auch Ettes Frage beantwortet: das Ding wurde mehr oder weniger verschenkt. Jetzt ist eine liebenswerte dicke brummige Japanerin da, die weiß wo es lang geht, lammfromm, 10000km ohne Makel. Nur, es gibt eben Gedanken an Vergangenes, die machen wahnsinnig, die Lähmen Deine Aufmerksamkeit, lassen Dein Blut etwas anders laufen, lassen Dich fast in den Helm kotzen und wenn die gerade in einer bestimmten Situation kommen, dann sollte man das Teil abstellen, das geht dann aber gerade nicht, wenn man da nicht aufpasst, nur auf einem Schrottsammler und das wollen wir ja nicht.

    c) Du hast einen Mann, der hat Dich unterstützt, Speedy steht hinter ihrem Mann, Elfriede geht ihren Weg, Dia hat gerade eine schweren Stand, Stoffel hat klare Konsequenzen gezogen und ich habe gemacht was Ihr gesagt habt: sei einfach da, bin ich und auf den Schrottsammler.

    Gute heiße Nächte, es regnet und ich werde ohne Schirm nach Hause gehen, weil es schön ist durch den warmen Regen zu laufen, weil ich ganz einfach ein Irrer bin, ein ganz normaler Irrer.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hi Kaltblut,
    man merkt, wie es dir langsam wieder besser geht. Wie du dich wieder aufgerappelt hast und dein Leben genießt. Das finde ich super! Ich bin heute auch bei Regen Inliner gefahren. Es war toll, und man sollte solche Dinge viel öfter machen ;)

    Und zum Motorradfahren... man hat viele Dinge nicht gemacht, liegen gelassen, verpasst - weil man nur mit dem Alkohol beschäftigt war und keine Energie für andere Dinge aufgebracht hat. Gut, dass das nicht mehr so ist!!

  • Hallo du gar net so „kalter Bursche" und der Rest des Forums......

    wollte nur kurz mal was loswerden und zum Ausdruck bringen (vielleicht nicht zum Thema passend, aber muß doch mal gesagt werden).........

    .....EINFACH MAL SO!!!

    ....kaltblut.........du bist ein Mensch,

    ....von denen es mehr auf der Welt geben sollte...........

    ....Danke, das es Dich HIER gibt....!!!!!


    ***drückdichabernetfalschverstehen***


    stoffel :wink: chen

    "Schmetterlinge fliegen hoch, aber auch die müssen ersteinmal laufen lernen"

  • Hallo Ihr Lieben,

    hi, Stoffel, ich hoffe Du hattest angenehme Spülgehilfinnen. Komisches Wort, wären das jetzt Spülerinnen, Helferinnen oder Finninnen? Du hast es toll.

    Ayki besser? Dein damaliger Buchtipp, der hat mich ganz schön unpässlich gemacht. Gelegentlich braucht man einen aufe Fresse, damit man wieder mit erhobenem Haupt gerade aussehen kann oder platte Füße in München oder Masern von spedi oder irgend so was.

    Hättet Ihr mir damals gesagt, geh zum Arzt, Du hast ein Alkproblem. Ich hätte gestutzt und wäre vielleicht los gedackelt, aber nur vielleicht, ich hatte kein Problem, nur meine Frau.

    Hättet Ihr gesagt, klar, typisch Co., lass Dich reparieren, ich hätte gedacht, ja, dafür bin ich ja hier, bringt es mir bei, macht mir einen Stempel drauf und lasst mich wieder OK werden und gut ist.

    Hättet Ihr mir etwas von „zu viel lieben“ gesagt, nicht ich wäre der Irre gewesen, ich hätte Euch für Irre erklärt und gefragt, was Ihr denn wohl eingenommen hättet? Ihr hättet mich da getroffen, wo es mir unbegreiflich am Meisten wehgetan hätte. Co sein aus falscher Liebe, was schon wieder für ein unverständlicher Schwachsinn. Ich war heute in einer Werkstatt und die Jungs laberten ziemlich laut, lustigen, sagen wir mal typischen Kerlkrams. Hätte ich denen was von zu viel lieben erzählt, mir wäre was auf den Kopf gefallen, ein Auto, ein Reifen, irgendwas, den ganzen Abend hätten die sich kaputtgelacht über diesen Irren zu viel Lieber.

    Meine Eltern haben nicht gesoffen. Meine Eltern haben nicht gestritten, keiner von uns Kids hat je mitbekommen wenn etwas nicht OK war, es gibt nichts zu ergründen, zu forschen, zu tun und zu machen, zu rechtfertigen oder was auch immer, es ist einfach so wie es ist, fertig.

    Ablegen von Co-Angewohnheiten, was für „überflüssiges Denken“, dann noch „Nasses Denken“ nicht Trinkender, was es alles gibt, wer soll das alles verarbeiten? So, das ist also ähnlich wie das ungebrochene Lieben der Co´s. Nur mit dem Entzug, sind wir nicht klar, weiterhin hohl in der Birne und vorprogrammiert auf sich ausbreitende Viren, bis zum Absturz. Fakirischer Nadelquatsch, ich bin weder Fakir, noch kann ich es genießen mir solche Dinger in den Balg zu rammen, die müssen da weg, wie lästige Schnacken, Siebenstecher oder was sonst so ungefragt an uns rumsaugt, mit der bloßen Hand, rote Flecken hinterlassend an die Wand geklatscht oder verbannt hinter Fliegengitter.

    Therapeuten haben einen so bescheidenen Job, ich beneide sie nicht, von diesen Schauspielern, von diesen Schauspielerinnen, von diesen zur Schau stellenden schamlosen Nassdenkern verar… zu werden und dabei nicht die Nerven zu verlieren. Nein ich beneide sie nicht, sie verdienen meinen allerhöchsten Respekt für ihre Beharrlichkeit, für ihre Standfestigkeit, für ihre Aufgaben und dann noch all den Botzenkakkerspielchen der, „der König will kegeln Kranken“ zu widerstehen.

    Sulamith und Salomon, ich stecke Euren ganzen Shir Hashirim Krams in eine Flasche, Korken drauf, ab in den Fluss, in die Sieg, in den Rhein, ins Meer, in den Ozean, ich habe die Nase voll von einseitigem Liebesquatsch, voll von falscher zu viel Liebe, voll von nassem Denken, voll von krankem Co. da sein, voll von Menschen, die nicht in der Lage sind, einfach liebevoll ihre Hand zu reichen. Der ehrliche, siegreiche Finder kann seiner Braut dann ein Ständchen vortragen, rein gewaschen, mit Mehrwert, aber behalte dieses Lied der Lieder oder schmeiße es gleich wieder ins Meer, wenn sie es nicht wert ist oder schicke sie mit, weit weg, nach Ozeanien.

    Ein schönes Wochenende Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

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