butterweich und steinhart zugleich

  • Stempel mich ruhig als verrücktes Chick, als unheilbar Co ab oder sonstwas, aber Freude herrscht bei mir, dass Du wieder da bist. :P Und wenn Du wüsstest, wie verdammt teuer in der Schweiz hier diese netten Polizeinotizen :evil: und wie verdammt scharf diese netten Portraitaufnahmen - ob von hinten oder vorne - :wink: sind, dann, ja, dann würdest Du Dich auch gerne im erlaubten Rahmen bewegen...

    Der Kitzel des Unerlaubten gegenüber dem leeren Konto danach - diese Priorität muss jeder für sich selbst festlegen. Ich hol mir den Kitzel woanders - gratis :wink:

    Liebe Grüsse und *willkommenzurückdrück*
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo Ihr Lieben,

    danke der Nachfragen, hatte ich das nicht erwähnt, Lachä Seenachtsfest, so 86´ war ich das erste Mal am Züricher Obersee und seit 22 Jahren bin ich dort eng verbunden, viele Lebensfäden laufen dort zusammen.

    Als wir am Seehaus saßen, meine sie, die Kerne zurück zur Natur, einfach in den Wald. Ich fand es beeindruckend, wie eine ganze Familie im Einklang mit der Natur lebt, einfach so, auf kleinstem Raum, wie er nach getaner Arbeit glücklich und strahlend seine Frau umarmt, wie die Kinder gerne in der kleinen Oase leben statt im überfüllten Luxus, der meist leer steht.

    Der Kern zurück zur Natur. Kerne werden meist unachtsam einfach entsorgt, Tonne und weg, das Wichtigste einfach weg. Ich achte oft nur auf das Fruchtfleisch, weg mit dem Kern, zurück zur Natur.

    Genießen, das Leben, mich. Die Krönung ist nicht der Gedanke, die ganze Denkerei und auf dem Bike kann ich gut denken, es kommt viel zusammen, denken und genießen, aber der größte Genuß ist, wenn es aufhört, wenn die Gedanken aufgedacht sind.

    Dann, tief unter der Schale, weit unter dem Fruchtfleisch, da sitzt die Kernkraft, das Wertvollste, ich muß es nur von innen nach Außen bewegen, mich, meine Gedankenlosigkeit ist meine Kernkraft.

    Angst fressen Seele auf, las ich anfangs einmal, es gibt nichts zu fressen, es liegt in meiner Hand mich zu verwandeln und zu entfalten, meine Kernkraft ist immer da.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Ihr Lieben,

    heute weiß nicht wohin, schreib ich mal weiter in meine Buttertorte:

    Vater schrie immer: immer wenn man was braucht, ist es nicht da, wo ist das Werkzeug, wer hat das und dieses. Das ist heute immer noch so, nur, meist suche ich, ich bin der Vater. Es sind meist ganz einfache 08/15 Sachen, dann brennt es innerlich und ich muß zum Baumarkt.

    Ich finde das immer beeindruckend, in der falschen Kassenschlange zu stehen und genügsam die Menschen anzusehen. Die Nerven der Kassiererinnen möchte ich haben. Der Typ mit der größten Willi Wichtig Drängelarroganz steht doch tatsächlich an der Kasse, bezahlt mit Kleingeld, Cent für Cent und hält den ganzen Verkehr auf. Die Nebenschlange ist doppelt so lang, dreimal so schnell. Nebenan meinte einer, haben sie nur ein Teil, gehen sie doch vor, der hatte selbst nur 2 Teile und ich dachte, was passiert wohl wenn du dich jetzt auch noch davor schiebst? Dann habe ich gedacht, sollst du mal laut brüllen: mehr Kassen oder irgendeinen Scheiß machen? Dann dachte ich: geil so ein Forum, wie zufrieden und gelassen ich mir so einen Zirkus ansehen kann. Was für ein Unterschied die Gedanken ausmachen, ob ich mich über die Situation aufrege, vielleicht wutentbrannt mein Zeugs in die Ecke knalle oder einfach genüßlich das Treiben beobachte.

    Auf dem Parkplatz habe ich die Paßform des Werkzeuges ausprobiert, perfekt. Eine Stunde später, der Baumarkt hat schon zu, stelle ich fest, da muß ich nochmals hin, es fehlt wieder was. Da habe ich angefangen zu lesen, hier was und da was, einige Zeilen von befreundeten Personen machten mich nachdenklich, das Liebesbuch über eine jungen Dame, die mit 25 Jahren am 30.09.1887 verstarb, verdreht mir gerade alle Sicherungen. Wieder einmal werden alle meine Leitungen unter Strom gesetzt und überprüft, aber richtig, mit Hyperenergie. Es wurde spät und früh, dabei hatte ich vergessen das Fenster zu öffnen und irgendein Pfirsichöl duftet da vor sich hin, bis ich kurzatmig werde. Das sind so Sachen für die ich voll verantwortlich bin, die passieren, dumm gelaufen, da kann ich was tun, aber was in meinem Kopf abgeht, einfach so, im Schlaf, beim Leben, beim Begreifen, ist unbegreiflich und haut mir den ganzen Tag um, einfach so, aus heiterem Himmel, Trockenblitzeinschläge.

    Ich bin dann an den Fluß, gegangen, ich konnte nicht laufen, es ging nichts. Ich bin durch den Wald, um den See und nichts ging. Manches Mal bekam ich früher in solchen Situationen innere Panik, weil ich dachte, da passiert was in mir, da kommt was Krankes in mir hoch. Heute hatte ich Baumarktkassenstimmung. Ich habe einfach mal gelassen weiter gesucht, Zeichen, Beeren, Blumen, Blüten, Bäume, Vögel, Geräusche, irgendwas Natürliches, aber da war nichts, nur Brombeernachzügler, paar Vogelwarnrufe, Autobahnkrach, nichts, laufen ging nichts.

    Überall ist etwas, auch wenn ich den Blick im Tunnel habe.

    Mannshohe Brennessel z. b. und auf den letzten Blättern an der Spitze, ein Schneckenhaus. Wir kommt da eine Schnecke hin? Vom Vogel gefallen, von Klapperstorch verteilt, Eier da abgelegt und auf dem Blatt so schnell gewachsen, nur wie ist die vorherige Schnecke dann bis da hin gekommen? Da habe ich mal Gedanken Gedanken sein lassen und sah überall Schneckenhäuschen, die kleinen schleimigen Kacker krabbeln von unten mit Haus und Kegel bis ganz nach oben in die Spitzen. Da waren Hunderte und aber Hunderte, was ein Anblick. Tunnelblick weg. Bissel weiter kommt ein brauner Sabberbrummbär an, so wie, Platz, ich bin der King, bestimmt 50kg und mit tiefem Brummbaß. Ich sage: und, bist du en Kerl oder ne Braut, dreht um, läuft mir hinterher und sabbert an meiner Hand rum, das war dem Frauchen aber peinlich, der sollte bestimmt gut aufpassen. Ich war lange unterwegs und habe dann noch 3mal versucht zu meditieren und Kontakt mit der Natur zu finden, es ging nicht, ich war schon längst ein Teil davon und dann bin ich dahin, wo ich neulich den Otter sah, nix, dann zu den Mücken und Enten, ein Teil sind keine Enten, es sind Taucher habe ich gelernt, dann kam die Krönung: ein Keinohrhase im Schild auf einem Bündel. Ich dachte, was ein brütender Hase, jetzt ab in die Klappse. Enten- und Tauchernester und dazwischen hat ein Otter sein Gelage. Was ein Anblick. Ich konnte dann wieder laufen, Knoten weg, ich denke mal, das mich dieses Bild, ein auf einem Schilfnest sitzender Otter und drum herum Taucher- und Entennester, ein ganzen Leben begleiten wird. In der Natur ist alles möglich. Was für ein Tag. Mir ist alles möglich. Ich bin dann noch frei, tief atmend 5 oder 6 km zurückgelaufen.

    Ich werde noch lange an der kleinen Therese zu knabbern haben, die mich einfach so aus den Angeln hebt.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Lieber Kaltblut, schön wie klar Du selbt unklares und verschwommenes sieht! Kann mir bildlich vorstellen wie Du so mit der Natur eins wirst...die Farben und Düfte annimmst...
    Was liest Du da für ein Buch?...

    GrüßeKarotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Es war mir, als wenn ich Dir über die Schulter geguckt :shock: hätte bei Deiner natürlichen Begegnung - Keinohrhase - ich grinse jetzt noch :) - siehste auch wie Till Schweiger aus?

    Ich danke Dir, dass Du mich mitgenommen hast auf dem Weg nach draussen - sowas hebt mich nicht aus den Angeln - es verankert mich nur noch mehr!

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • ich habe mir heute ganz feste gewunschen, dass Dein Thread niemals die "Bildfläche" verlässt...Ich habe alle Beiträge, von Seite 1 bis 9 geschafft und bin in Deine "Welt" versunken (ganze drei Stunden)...

    Dein Thread wäre Dein Buch, in jedem Deiner Beiträge stecken verschiedenste Emotionen, ich danke aufrichtigst dafür, diese lesen zu dürfen.

    Dankeschön,
    Ingrid :D

  • Hi kaltblütiger Kämpfer,

    wie geht es dir denn mit dieser Wahnsinnsfrau? Erzähl mal...... ;)

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Ihr Lieben,

    nah Ihr pinselt mir aber den Bauch, da bekomme ich aber Gelüste und schnappe mir eine Crevette, denn heute habe ich mich richtig geärgert. Da hatte jemand leckere Brathähnchen und ich habe gedacht, die kannst du dir irgendwo reinschieben, ich will Crevetten. Erstmal habe ich keine Chilli gefunden, alles Mögliche, eingelegtes Schlabberzeugs, Flocken, getrocknet, aber keine Frischen oder große getrocknete Schoten. Dann die kleinen Scheißer, an der Fischtheke nur fertig oder tiefgefroren, zerlegt, vorbereitet und der Hammer ist ein Discounter, der hat die Dinger als Bio im Angebot. Schalenkriegtiere die sich von Aas, Abfall und Dreck ernähren, in bestimmten Kulturen verboten sind, werden auf Biobasis gezüchtet. Da bin ich neugierig was die zu futtern bekommen, Ozonabgase der Milchbüffel und die Feststoffbionade unserer Kläranlagen, da habe ich erstmal nichts gegessen, morgen ist ja auch noch ein Tag. Aiola mach ich auch selbst.

    Crevette nix für ungut, aber noch heute knabbere ich an Deinen Kumpanien rum an.

    Liebe Ette,
    Theresia Martin, Zitatanfang „***“ Zitatende, die kleine Heilige wurde nur 25 Jahre und schrieb Dinge, die auf alte Glaubenszitate- und Sprüche basieren, die heute schwer zu verstehen sind, für mich. Diese Kirchensprache ist halt kompliziert, ich meine, was soll so was heißen. „Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort, übersetze das mal nach 2000 Jahren in verständliches hochdeutsch Menschlichkeit. Für die Menschen, die mit der Bibel aufgewachsen sind und einem Verein angehören vielleicht nicht, die wissen das, ich nicht. Sie schreibt über die freie Liebe. Was in diesem Fall nichts mit Frauenbewegungen zu tun hat aber bei mir alles in Bewegung versetzt. Ich habe einige Zeit damit verbracht zu mir zu finden, mich zu lieben, mich lieb zu haben, den der neben mir ging in mich zurückzuziehen um eins zu werden, komplett. Sieh mal, bei mir bleiben, ich hab damals den Schritt gemacht, zurück in mich rein, Kalli tutto kompletto, eins, heil, fertig, Friede, Freude, Eierkuchen und jetzt, jetzt löse ich mich wieder von mir, von meinem Willen und lasse die Liebe frei, einfach fließen.

    Eigentlich so ähnlich wie in meiner Ehe, geklettet haben wir uns kaputt gemacht, ungezwungen und frei sind wir jeder für sich gewachsen, irgendwie trotzdem am Arsch gegangen. Da kommt so ein halb so altes junges Ding, rüttelt in mir rum und stellt wieder alles auf den Kopf, ja hört das denn nie mehr auf. Ich meine, die Liebe üben, da soll man keinen Bock darauf bekommen, die Liebe auf männliche 10 Sekunden Bewußtseinserweiterung zu beschränken. Es hängt eben alles nur in Kopf.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hi Yvonne,

    du hast die Frage gestellt, die mir noch diffus im Kopf herumschwirrte. Ich glaube aber, dass die Liebe zu leben, Angst macht. Verlassensangst, Angst sich zu verlieren, Angst angreifbar zu werden.

    Da ist es einfacher, auf eine geradezu akademische Art damit umzugehen.

    Heißkalter, Liebe hat immer auch etwas damit zu tun, ein Risiko einzugehen. Beim Moppedfahren kannste das.... Dabei hat Moppedfahren ganz viel mit Lieben gemeinsam - habsch festgestellt.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Ihr...da muß ich mich mal einmischen...den mit der Liebe hab ich es total...Liebe leben und so weiter...manchmal spür ich nicht viel davon...aber z.B im Wald da kriecht sie wieder in mir hoch...da liebe ich die Strukturen und das ganze Grünzeug. Schau und lausche voller liebe...und mich selbst lieb ich auch irgendwie...verlier nur manchmal den Kontakt und dann gibt es so Tage da strömt Sie über die Liebe in mir und ich liebe alles was ich da so zu sehe kriege irgendwie...so durch die Augen...und da lächel ich dann viel rum...und man kann Liebe in so viel Kleinigkeiten leben...Liebe auch als Respekt gesehen...und ich kann auch Teile von Menschen lieben von denen mir andere Teile nicht so gut tun....und manchmal zeig ich meine Liebe durch eine achtsame Kommunikation oder eine Medlodie auf den Lippen...einfach fühlen und leben...einfach durch sich hindurchströmen lassen und leben...das geht! Vielleicht für Männer schwieriger...weil die anders erzogen sind und ich auch manchmal DramaQueen genannt werde...

    Liebe Liebe Liebe Lieben geliebt durchgeliebt vorgeliebt verliebt voller Liebe

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Ihr,

    wie wär es denn damit, alles mal einfach stehen zu lassen, in sich reinzuschlüpfen und zu fühlen was an Gefühlen rauskommt.

    Vielleicht muß ich um Liebe zu Leben erst vergessen was ich mir als Liebe vorstelle.

    Schönes WE und LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Zitat

    Vielleicht muß ich um Liebe zu Leben erst vergessen was ich mir als Liebe vorstelle.

    Wieder mal auf en Punkt gebracht, Kalle Kaltblut! Klasse! Ich werd immer neugieriger auf das was Liebe ist...klar ist alles in mir drin, aber wo ist der "Prinz" mit dem Schlüssel zur Befreiung meiner Liebe?

    Kann ich das selbst? Oder braucht es ein Gegenüber, als Übungs-Liebesobjekt?

    Und wo kann ich die kaufen? :roll::oops: Im Baumarkt?

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • nur ganz kurz, bin gleich wieder weg :D :

    Ich bin auf Seite 11 Deines Threads... ich kenne persönlich nur sehr, sehr wenige Männer (und ich kenne viele 8) ), die so gefühlvoll schreiben, mit vollem Herzen lieben, leiden und dieses noch dazu so in Worte verpacken könnten (wie Du), dass man (also ich) die Zeit vergisst, weil man sich ganz "hingibt" und in eine Geschichte, einen Abschnitt einer Lebensgeschichte, versinkt.


    Dankeschön an Dich.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :D

  • 8) ich habe Deinen gesamten Thread jetzt von Anfang an gelesen, seit gestern (o.k., die Seiten 18 bis 27 habe ich ausgelassen, das hole ich nach).

    Du hast eine Menge geleistet, erreicht, erarbeitet, durchlebt, mein Gott....Du hast in meinen Augen Stoff für 20 Jahre in etwa 2 Jahren erledigt, gewaltig, ehrlich.

    Ich hab` mitgelitten, mitgefiebert, mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt, ... ich danke Dir von ganzem Herzen, dass ich dabei sein durfte, dabei sein darf. Deine "Geschichte" war so fesselnd, dass ich meinen heutigen Tagesablauf aufs Minimum reduziert habe, nur damit ich lesen kann.

    Ich wünsche Dir von Herzen alles erdenklich Liebe,
    Ingrid :D

  • Hallo.

    skybird , wenn Du genau hinsiehst, braucht es nur Dich und das will Dir jede Werbung, alles um Dich herum untersagen.

    @Amai, wow, Du hast wirklich alles gelesen? Das ist selbst mir heute zuviel und ich war dabei. Der Hacken ist, daß ich seit kurzen 18 Jahre nachhole und hoffe daß dann noch einige folgen. Dann kannst Du jetzt meine 50 wieder fortlegen und Dich gelassen Dir widmen. Es liegt alles in Deiner Hand und alles ist gut. Ich freue mich darüber, daß Du Deine Notenschlüssel suchst.

    LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hi Kaltblütiger,

    ich hoffe, du hast auch so herrlichen Sonnenschein wie ich. Ich wünsch dir angenehmes Laufen in der Sonne und womöglich später eine schöne Biege mit dem Motorrad.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Zitat von kaltblut

    Hallo.

    @Amai, wow, Du hast wirklich alles gelesen? Das ist selbst mir heute zuviel und ich war dabei. Der Hacken ist, daß ich seit kurzen 18 Jahre nachhole und hoffe daß dann noch einige folgen. Dann kannst Du jetzt meine 50 wieder fortlegen und Dich gelassen Dir widmen. Es liegt alles in Deiner Hand und alles ist gut. Ich freue mich darüber, daß Du Deine Notenschlüssel suchst.

    LG Karl

    :D mit dem Tempo, mit dem Du unterwegs bist, hast Du Deine 18 Jahre schneller nachgeholt, als Du denkst, .... so empfinde ich das.
    Es hat wohl mit meinem Sternzeichen zu tun (tolle, schöne Ausrede), ich bin Löwe-Löwe und wenn mich etwas fasziniert, dann "bleibe" ich dran.

    Auf Seite 27 hab` ich fast geweint, da war von Scheidung die Rede, auf Seite 42 hab` ich dann wirklich geweint, da war von "nochmals probieren" die Rede und auf Seite 70 hab` ich mir gedacht: Wauw...was für ein Mann .... diese Erkenntnisse, der klare Blick, ...

    20 Jahre kann ich nicht "nachleben", aber ich kann mir meine Anteile zurückholen, alles, was zu mir gehört, was mich, Ingrid, ausmacht. Deine 50 lege ich nicht weg, :D Du bewegst etwas (nicht nur für mich), in Deinen Worten stecken viele kleine Hinweise und sehr viele Erkenntnisse, die mir persönliich gut tun.

    Ich persönlich glaube, dass es unser Lebenssinn ist, "bei sich selbst anzukommen." Ich arbeite daran.... :D

    Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Dir und allen anderen,
    viele liebe Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ihr Lieben,

    Monatsende, was für ein Anfang. Ich wollte schon lange meine kleine schwarze Freundin in Köln besuchen, mit der bin ich schon mal ziemlich intim, die steht in der Kupfergasse und hat mich gelegentlich wachgerüttelt, die Messen dort werden oft in lateinisch gehalten, ich verstehe zwar nichts, aber das habe ich ja hier gelernt: ich muß nicht alles verstehen, es ist einfach schön dabei zu sein, gehe ich halt abends.

    Was für ein Monat. Menschen kamen, andere gingen und bis in die letzte Minute finde ich bewegende Zeile, Worte, Eindrücke. Ein lieber Mensch schrieb, er sitze oft Stunden an einer Seite und ich dachte schon, andere hätten das professionelle Schreibprogramm, da würden die formatierten Zeilen einfach so auf den Monitor gesprochen, gedankenkorrigiert durch das Programm laufen und fertig. Ich bin dankbar diese Zeilen gefunden zu haben, denn ich habe oft an mir gezweifelt, ich bin nicht alleine.

    Aber ich habe auch andere Dinge diesen Monat gefunden, Menschen die sich für durchgeknallt halten, paranoid, so wie jeden Samstag Millionen Lottospieler die von 6 Richtigen träumen, normal sind, ich habe gelernt, daß Mozzarella von Büffeln kommt, aber Büffel keine Ochsen sind und das die schönste Veränderung die Veränderung ist. Manchmal entdecke ich Besucher, Menschen die ich hier schon traf und lesen durfte und dann freue ich mich, einfach so.

    In der Sonne des gestrigen Tages bekam ich eine sehr guttuende Massage, nichts für Phobisten. Ich habe das mal über mich ergehen lassen, ich brauchte das. Da wurden Stellen berührt, also ich würde mal sagen, die kaum jemand vorher berührt und wen sicher nicht so zart, so merkwürdig, mit dem ganzen Körper schon mal gar nicht. Das kleine buschige Haarige hat was zu tun gehabt, ich weiß ja nicht ob die mich einspinnen wollte, aber so eine 2 cm große behaarte Spinne, wollte auch mal was Spaß haben, ganz schön flinkes Ding.

    Gestern traf ich beim Lauf eine Frau mit rundlichem Schutzhund. Sie meinte ob ich denn keine Angst vor den Wildschweinen hätte, ich habe die beide angesehen und gedacht, so schlimm seid ihr doch gar nicht und ich war auch mal selbst eins. Heute lief ich wieder und dachte, interessant, dann sind also die aufgewühlten Grasstellen von Wildschweinen und nicht von nachts umherdüsenden Irren mit ihren Crossbikes. Heute traf ich sie wieder, grüßte und sagte: alles klar, ich kaufe mit einen neuen Kühlschrank, fürs Wildbrett, meint sie: die sind jetzt am Flußbett, da drüben, ja klar, ich dachte das wären Hunde gewesen, hm, nur wer will die Zwei eigentlich vor Wildschweinen schützen? Ich war also hochmotiviert, die Crevetten vom Vorvortag haben sich zu reinen Spermiziten zersetzt und drücken noch auf mein Hirn, die Ladung frischer Reibekuchen mit Apfelkompott meiner Ex von Gestern, trage ich noch als Aufgewicht und in Form eines unverdaulichen Ölklumpens mit mir rum, hallo wilde Schweine, ich komme.

    Dann habe ich zu unserer Burg aufgesehen und gedacht: daß ist heute nichts, versuch doch mal einen Brückenlauf. In Köln zwischen Severins- und Zoobrücke oder den Bonner Brücken, aber so durch den Wald, um den See, durch die Stadt, an die Sieg und wieder zurück, also ich war über 2 Stunden unterwegs, meine Beine waren voll verlaufen. Ich sehe immer noch was lustig aus, in meinen Bermudas, dem T-Shirt, daß seine besten Zeiten hinter sich hat. Ne kesse Biene kam wie das immer so ist vorbeigeflogen, noch ehe die Crevetten lustig im Öl plantschten, war sie auch schon weg. Gleich darauf kamen Schritte hinter mir und die gefüllte Eitelkeit dachte: boh, jetzt kommt se nochmals zurück und will sich von hinten präsentieren. Klar, ne, ein Kerl, so ein maskuliner Körnerhungerhacken, jedes feine Müskelchen sauber abgebildet, weit über 70, mit einem Schritt, daß ich nur dachte, werde schnell über 70, was für ein Mann. Paar Fahrradfahrer grüßten mich so freundlich, daß ich mich mal umsah ob ich die kenne, denn gewöhnlich grüße ich einfach so und die Meisten gucken nur dumm, frisch aus ihren grämigen Gedanken erwacht.

    Der Monat ist noch nicht zu Ende, aber ich schon, ziemlich. Einige Leute haben mich auch komisch angesehen, ich dachte, was wißt ihr, was ich für eine Strecke hinter mir habe, was ich alles erfahren und gesehen habe, Wildschweine verschiedenster Rassen, Herrn Kranich, Frau Mäusebussard, Enten, Taucher und die Schwandelegation, drei weiße Schönheiten die in Formation den See durchqueren und ebenso in Formation von drei graubraunen Damen begleitet zu werden, irgendwo tummelt sich ein Otterpaar und ich habe meinen Brückenlauf gemacht, vier Flußüberquerungen, ich müßte die Strecke mal abfahren, aber ich hab die Strecke nicht laufend geschafft. Bis zur Autobahnauffahrt sind so 5km und zurück und noch eine Ausfahrt weiter war ich und um den See rum, wo mir das morgendliche, die Laufschuhe durchnässende Wasser erfrischend vorkam, durch die Stadt, hier und da rum, einfach eine schöne Strecke und dann kam sie, die Frage aller Fragen, der Kampfansage, dem Alk, dem Co, dem Leben, dem Willen. Komm weiter du schaffst es, nur noch 2, 3 Kilometer, wat jetzt, dat Therese hät jesat, nur die Liebe zählt, widerstandsloses geliebtes Leben, da habe ich das mal ausprobiert, Kampf und Wille mit der Liebe zu assimilieren.

    Ich war ziemlich kaputt, fertig, ausgelaugt, hatte Mangelerscheinungen, ich erinnere mich nicht jemals eine solche Strecke in Bewegung, zwanglos, mit Freude, bewältigt zu haben.

    Ach ja, ich habe mich in Liebe meinen Körper hingegeben und ihn machen lassen, einfach so, ohne Wollen, er lief wie eine Maschine einfach weiter, ich habe erstaunt auf meine Beine gesehen, wurde langsamer und ging stramm nach Hause, um erschöpft aber glücklich ein Plätzchen zum Frühstücken einzunehmen.

    Die kleine Theresia Martin hat da was gemacht, was Veränderungen mit sich bringt, immer mehr, ich habe sie noch nicht ganz begriffen, dieses junge Ding, ich lasse sie mal machen, denn es liegt alles in der unendlichen Einfachheit, der wir mit komplizierten Gedanken gegenübertreten.

    LG kaltblut

    @ Ingrid, wenn Du heute empfänglich bist, für das was ich einmal geschrieben habe, dann wartet Veränderung auf Dich, denn an und für sich ist Gott die Liebe. Schön, daß Du Dich auf den Weg machst.

    @ Ette, gewöhnlich scheue ich die direkte Sonne, meine Haut verträgt das nicht so gut, gestern habe ich es mir erstmals gegönnt, heute bin ich rot, aber ich lege mich noch was bräsig auf den Stuhl.

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • :D Du hast eine besondere Art zu schreiben...ich bin jetzt "geistig" mitgelaufen, ... schön war`s. :D

    Die Veränderungen klopfen schon ganz leicht an meine Tür...und dieses Mal höre ich. Ja, die Liebe ist etwas ganz besonders Schönes, besonders die Selbstliebe. Diese "klopft" nämlich schon die ganze Zeit bei mir an. Ich war in der Vergangenheit viel zu beschäftigt mit anderen, ich konnte das "Klopfen" nicht hören.
    Meine Sicht ist frei, kein "anderer" versperrt mir jetzt die Sicht und Deine Geschichte, Deine Erlebnisse, ... haben mir sehr dabei geholfen und werden es bestimmt auch noch weiterhin tun.

    Vielen lieben Dank,
    Ingrid :D

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