Lavendel2024 - Ich bin EKA

  • Danke für eure Nachrichten.

    Der Arzt meinte gestern Nachmittag zu meiner Mutti, dass er am Montag nochmal entsprechend beurteilt wird und dann evtl in die Psychiatrie geht und evtl ein Betreuer bestellt wird.

    Die Ärzte haben festgestellt, dass er ziemlich verwirrt ist und in seiner eigenen Welt lebt. Er meinte wohl, es hätte ihm jemand eine tote Katze ins Haus geworfen.

    Im Arzt Brief von seinem Aufenthalt im KH im Oktober nach seinem Anfall steht auch beginnende Wernicke- Enzephalopthie.

    Jetzt müssen wir den Montag abwarten. Aktuell liegt er auf der ITS ist aber soweit stabil.

    In manchen Momenten weiß ich nicht so recht was ich fühle. Es ist wie ein merkwürdiger Alptraum der nicht aufhört.. man spürt Wut und Traurigkeit.

    Ich wünsche mir für ihn, dass er nicht wieder nach Hause kommt sonder vllt irgendwann in ein betreutes wohnen. Vllt ist er dann irgendwann wieder etwas klarer, dass man ihn besuchen kann. Keine Ahnung, müssen wir schauen was die Zeit bringt..

    Ich werde jetzt erstmal das Wetter mit meiner Familie genießen. Um ihn brauchen wir uns erstmal keine Sorgen machen, im KH ist er ja sicher.

  • Ist das wirklich so? Ich finde das sehr krass. Wie sieht es denn aus, wenn so jemand zur Miete wohnt, die Wohnung völlig verwahrlosen lässt und wahrscheinlich irgendwann die Miete nicht mehr zahlt?

    Dann haben die Vermieter Pech und bleiben uU auf zigtausend Euro Kosten sitzen?

    dann können die vermieter die räumung einklagen, das dauert ein paar monate, bis es wirklich vollstreckt wird. der mieter wird dann vor die tür gesetzt. die möbel müssen zunächst für eine weile auf kosten des vermieters eingelagert werden. die kosten für die ausstehenden mietbeträge, die renovierung und die zeitweise einlagerung der möbel können die vermieter einklagen und sich unten oft die meist schon lange schuldnerliste setzen lassen. also ja, die vermieter bleiben oft auf den zigtausend euro kosten sitzen. einer bekannten von mir ist das so passiert.

  • Im Arzt Brief von seinem Aufenthalt im KH im Oktober nach seinem Anfall steht auch beginnende Wernicke- Enzephalopthie.

    Diese Diagnose hat meine Mutter leider auch gehabt und aufgrund dessen wurde ihr dann ein Betreuer zugewiesen vom Amtsgericht. Das hat das Krankenhaus dann in die Wege geleitet, wichtig ist, dass ihr es nicht selbst übernehmt mit der rechtlichen Betreuung. Sonst bekommt man nie die notwendige Distanz, außerdem gibt es genügen Berufsbetreuer die vom Fach sind.

    Meiner Mutter hat diese Diagnose leider keine Einsicht gebracht, nach der Entlassung aus dem Krankenhaus hat sie direkt wieder angefangen zu trinken. Daraus hat sich dann eine Korsakow Demenz entwickelt, also irreparabel. Ich wünsche es deinem Vater, dass er zur Einsicht kommt und trocken wird.

    Dir wünsche ich, dass du den notwendigen Abstand findest. Du trägst keine Verantwortung für deinen Vater. Du bist ihm nichts schuldig.

  • Ich habe heute erfahren, dass mein Papa verstorben ist.

    So richtig kann ich das alles noch nicht einordnen.

    Er war nach meinen letzten Beiträgen hier, trocken und hat sich wieder gut erholt.

    Im Dezember gab es schon einen Rückfall, mit Krampfanfall in der Öffentlichkeit und Aufenthalt im KH ua

    Dann jetzt Mitte März der nächste Rückfall.

    Seit dem hatten wir auch keinen Kontakt, da ich das nicht wollte. Während seiner trockenen Zeiten hatten wir Kontakt.

    Wie er sich wohl gefühlt hat, was seine Gedanken waren ... war er sauer auf mich, weil wir keinen Kontakt hatten.

    Eigentlich hat er alles immer sehr gut reflektiert und sich die Schuld gegeben. Aber dennoch sind da solche Gedanken.


    Er hat auch immer wieder von Selbstmord gesprochen, ich denke nicht das dies einer war, sondern eher krankheitsbedingt.


    Ist es so vielleicht besser, er litt unter der Trennung und dem bevorstehenden Hausverkauf. Das war der Auslöser für den erneuten Beginn.


    Mein Onkel wirft uns unterlassene Hilfeleistung vor. Er gibt uns sicherlich die Schuld, das sehe ich allerdings nicht so. Er hätte keine Hilfe in Anspruch genommen.


    So das musste erstmal raus...

  • herzliches beileid

    egal was vorher passiert ist, es tut weh wenn jemand stirbt mit dem man so nah verbunden war. es ist sehr wahrscheinlich die folge von jahre langem trinken. wenn das hirn beginnt sich aufzulösen sind dann auch irgendwann die areale betroffen die atmung herz und so steuern.

    lass dir um himmels willen von niemanden schuldgefühle einreden, wenn dein onkel sooo schlau ist, warum hat er sich denn dann nicht gekümmert. diese dummen reden sind ganz das was man in so einer situation nötig hat wie ein forunkel am hintern. ich hoffe sehr das du die nächsten tage gut überstehst. fühl dich mal ganz fest in arm genommen.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!