Natascha - Trockener Alkoholiker/ Beziehung

  • Nochmal kurz wie meine Gedanken früher waren:

    meiner hat irgendwann Gästen normales Bier besorgt und sich selbst alkoholfreies. Ich war damals ziemlich unbedarft, meinte nur ob es ihn nicht störe. Er verneinte und sagte er müsse sich eben ausprobieren, trial and error-mäßig. Und ich dachte doch tatsächlich, hmm, eigentlich hat er doch recht.

    Heute schüttelt es mich bei der Aussage, ich erkenne das als nassen Gedanken, was mir damals nicht möglich war.

    Mit Zeit, Informationen und Hinwendung zu uns selbst sind wir auf einem gesunden Weg ( auch wenn ich noch recht am Anfang bin).

  • Ein guter Bekannter hat nach einem Zusammenbruch , wo er gerade so überlebt hat aufgehört zutrinken. Motivation war wohl eine Wette dass er seinen 60 zigsten Geburtstag nicht erleben würde,damals so etwas über 40 zig. Er sagte dann immer an seinem 60 zigsten würde er wieder trinken zur feier. Er hat das durch gezogen, seine frau hat neben ihm getrunken , er wollte das immer . Vor 2 Jahren dann der 60 ger, großes fest und er begrüßte uns schon angetrunken. Wir hatten dann keinen Kontakt mehr, da er entfernt wohnte.

    Ende 2024 bekamen wir die Trauernachricht, es ging nach dem Anfang wieder schnell gesundheitlich Berg ab.

    Mariexy

  • Heute schüttelt es mich bei der Aussage, ich erkenne das als nassen Gedanken, was mir damals nicht möglich war.

    Danke Svenja 744! Aus diesem Grund habe ich mich hier angemeldet um mich mit Betroffenen auszutauschen! Und ja er besorgt seinem Vater auch Wein, dieser befindet sich auch in der Wohnung. Er ist Automechaniker und dort ist sehr viel Alkohol vorhanden. Ich kenne deine Gedanken sehr gut.

  • Liebe Natascha,

    Offensichtlich bist du zu uns gekommen, weil da eine Rest-Sorge in dir ist, dass du mit deiner Trennung zu überstürzt gehandelt oder sogar den falschen Zeitpunkt gewählt hast- denn er ist ja jetzt ‚trocken‘.

    Ich als Alkoholikerin kann dir dazu folgendes sagen: nichts aber auch gar nichts hat sich verändert. Er hängt mit den selben Leuten an den selben ‚nassen Orten‘ ab. Selbst wenn er wirklich bei seinen ‚alkoholfreien Alternativen‘ bleiben würde (und das glaube ich nach deinen Schilderungen nicht!!!) wäre es eine Frage der Zeit.

    Du hast alles getan was möglich war, ihn bis zum Entzug begleitet und sicher hart gelitten. Das willst du nicht mehr und das ist gesund und richtig.

    Du hast für dich die Konsequenz gezogen und ihn verlassen- alles richtig gemacht.

    Echt blöd dass er dein Nachbar ist/ eigentlich wäre es besser ‚aus den Augen aus dem Sinn‘. Wäre Umziehen langfristig eine Option?

    Aber das ist eine andere Baustelle. Erst mal Glückwunsch zur richtigen und einzig vernünftigen Entscheidung zur Trennung!

  • Offensichtlich bist du zu uns gekommen, weil da eine Rest-Sorge in dir ist, dass du mit deiner Trennung zu überstürzt gehandelt oder sogar den falschen Zeitpunkt gewählt hast- denn er ist ja jetzt ‚trocken‘.

    Genau, man möchte niemanden etwas unterstellen. Auch er wollte die Trennung! Er haltet das nicht aus, sagt er! Ich denke, ich bin zu unbequem für ihn. Er möchte heimkommen wann er will und keine Rechenschaften abgeben. Er lügt und findet Ausreden und natürlich denke ich sofort an einen Rückfall.

    Umziehen ist für mich keine Option. Ich muss mir einfach denken, es ist sein Leben und er ist Erwachsen! Ich habe alles getan!

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