Hannover1996 - Hallo bin neu hier!

  • Hallo zusammen,

    ich bin auf das Forum gestoßen, weil ich eine Tante habe, um die ich mich jetzt seit 3 1/2 Jahren intensiv kümmere und sie hat ein großes Alkoholproblem. Sie ist zuletzt nach 5 Jahren sogar bei der Suchtberatung rausgeflogen, weil sie dort ihre Therapeutin ständig angelogen hat und auch die Therapietermin sehr oft abgesagt hat. Sie ist seit ca. 15 Jahren eine starke Alkoholikerin und hat sich schon sehr oft vorgenommen aufzuhören, aber schafft es nie. Sie trinkt am Tag zwischen 1 1/2 Flaschen Rotwein und kommt ohne am Tag mittlerweile kaum noch klar. Zudem ist sie durch den Alkohol mittlerweile stark depressiv und bekommt sich zu fast nichts mehr aufgerafft und sorgt gerade so auch dafür, dass sie ihre Erwerbsminderungsrente wahrscheinlich nicht mitbekommt. Mich hat die ganze Situation mittlerweile in eine starke CO-Abhängigkeit gebracht. Die ganze Situation beschäftigt mich einfach total, weil man nicht weiß was man noch machen soll, um ihr zu helfen.

    VG


    VG

  • Hallo Hannover,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Leider ist es do, dass du nicht viel tun kannst, wenn der Alkoholiker keine Krankheitseinsicht hat. Was kannsst du für dich tun, damit es dir besser geht? Hast du da eine Idee?

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Versuche gerade den Kontakt für eine Zeit mal komplett abzubrechen, damit man von dem ganzen nicht mehr so viel mitbekommt. Außerdem ist ihr lt. der Suchtberatung (bin dort selbst wegen einer Sportsucht in Behandlung) die größte Hilfe, weil sie sich im Moment erst mal selbst helfen muss. Desweiteren versuche ich im Moment viel für mich machen was mir gut tut (mit Freunden treffen, Sachen unternehmen, etc.).

  • das ist doch schon ein guter Ansatz, dass du auch an dich denkst.

    Wichtig ist es, zu lernen konsequent zu sein, denn ansonsten wirst du nicht mehr ernst genommen. Wenn du Kontaktabbruch ankündigst, solltest du auch wirklich dazu bereit sein.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ich hatte die letzten Tage nochmal einen Rückfall, weil sich meine Cousine auch wieder eingeschaltet hatte und über die emotionale Schiene nochmal gegangen ist (jetzt müsste sie sich komplett alleine um ihre Mutter kümmern, ihre Mutter wäre immer gut zu mir, dürfte sie nicht im Stich lassen,etc.). Heute habe ichjetzt aber die Nummern von beiden auf dem Telefon und Whats-App blockiert und nehme mir den Kontaktabbruch konsequent vor. Hoffe ich schaffe es!

  • Was deine Cousine macht, liegt nicht in deiner Verantwortung, wenn sie sich weiter kümmert, ist es ihre Sache. Lass dich nicht unter Druck setzen.

    Heute habe ichjetzt aber die Nummern von beiden auf dem Telefon und Whats-App blockiert und nehme mir den Kontaktabbruch konsequent vor.

    Sas ist doch schon ein riesiger Schritt, hast du gut für dich entschieden .

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ist halt nur wirklich schwierig, weil sie hat einen riesen großen Anteil daran, dass ich wegen meiner Sportsuch seit letztem Jahr August endlich in Behandlung bin. Habe davor 13 Jahre meine Sportsucht nicht eingesehen. Habe mir dadurch auch vieles kaputt gemacht und sie hat mich ein halbes Jahr lang wirklich intensiv bearbeitet jetzt endlich loszugehen und hat auch nie locker gelassen.

  • Hallo Hannover1996,

    super dass du für dich einstehst.

    Da du selbst eine Sucht hast, weißt du ja auch, dass derjenige selbst erkennen muss, dass es ein Problem gibt und die Person es selber angehen muss.

    Ich verstehe total, dass du dich erklären und rechtfertigen willst. Dieser Typ Mensch bin ich auch. Das musst du aber nicht.

    Du merkst, es ist Dir zu viel und du wirst mit Sicherheit das vorher auch schon häufiger angesprochen haben, so wie wir alle. Das ist dein gutes Recht und klar freut sich deine Cousine über Hilfe durch eine andere Person. Aber es ist weder deine noch ihre Aufgabe die Aufpasserin deiner Tante zu sein.

    Sie muss es selbst erkennen und bearbeiten und ändern wollen.

    Und du kannst nur versuchen dir gutes zu tun und wie ich gelesen habe, machst du das auch schon. Das ist wundervoll. Wenn die Gedanken wieder kreisen, greife ich auch gerne auf spazieren gehen, malen oder Hörbücher zurück.

    Liebe Grüße Pingu

  • Das weiß ich nur zu gut. Durch meine Sportsucht und den dazu jahrelangen Schmerzmittelmissbrauch um den Sport überhaupt in dem Masse, indem ich es gemacht habe zu machen, habe ich heute genug gesundheitliche Probleme und auch kein richtiges Sozialleben (wenig Kontakte, etc.). Bin dazu seht früh arbeitsunfähig geworden, da ich noch andere gesundheitliche Probleme hatte, eine chronische Immunerkrankung, etc. Ich denke mit der Zeit wird es mit dem Abstand besser und man denkt weniger darüber nach und es belastet einen weniger. Um den Kopf freizubekommen, gehe ich auch gerne nach draußen.

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