Hallo zusammen,
seit 9 Tage trinke ich mal wieder nichts. Das Absetzen war soweit eher unproblematisch. Angefangen hat es während Corona und des Lockdowns. Seither begleitet es mich zwar in überschaubaren Mengen und mit Intervallen von Pausen aber das ist recht egal. Sucht ist Sucht, ob moderat oder auch nicht. Seit Corona hat sich meine Arbeitssituation geändert und ich arbeite seither von zu Hause. Anfangs war es die Einsamkeit und Überforderung - daran hab ich gearbeitet und einen Weg gefunden damit gut klar zu kommen. Das Überbleibsel ist aber geblieben auch wenn der Auslöser so gut als möglich beseitigt wurde. Mein Job macht mir nach wie vor Spaß. Zuvor war ich fast 3 Monate Abstinent. Was mich triggert und weshalb es Rückfälle gab sind die Begleiterscheinungen der Abstinenz. Ich hab einen recht gestörten Schlafrhythmus, dadurch fehlt es mir immer mal wieder an Kraft mich meinem durchaus stressigen Arbeitsalltag zu stellen. Auch dauert es manchmal abends Ewigkeiten bis ich von der Arbeit runterkomme und sich gefühlt meine "Nerven" stabilisieren und beruhigen. Begleitet wird dieses durch Gliederschmerzen die in Intervallen auftreten, was mich auch recht dünnhäutig macht. Erneuter Konsum hat bisher von der beschriebenen Situation eine Pause verschafft aber das löst es nicht. Ich habe während der Abstinenz festgestellt, dass diese Synthome auch sehr langsam zurückgehen. Lange Rede - kurzer Sinn: An Tag 9 geht alles wieder von vorn los. Da ich zu dem Thema bisher gar keinen Austausch oder Vertraute habe dachte ich mir, ich melde mich hier einmal an. Ich bin motiviert das Thema anzugehen und müde davon in diesem Kreislauf zwischen Abstinenz und Konsum zu stehen.