koni - Bin ein "Erwachsenes Kind von Alkoholiker"

  • Hallo,

    bin ein Erwachsener Sohn eines Alkoholiker Vaters. Mein Vater hat seid dem ich 5 Jahre alt war getrunken jetzt bin ich 35. Das passierte meistens in Monats Rhythmen ( Monat getrunken Monat trocken) , bis er kein Geld mehr hatte und arbeiten gehen musste. Jetzt ist er letzte Woche Sonntag mit 71 Jahren verstorben (er war betrunken und sein Herz hat das nicht mehr mitgemacht) . Hab auch eine ältere Schwester 41 die mit ihm gelebt hat und leider auch Alkoholikerin geworden ist. Vor ungefähr 6-7 Jahren hatte ich eine Zeit gehabt wo ich gedacht habe das ich auch süchtig geworden bin , zum Glück konnte ich mich zusammen reißen und seid dem trinke ich fast gar nicht mehr, nur max. ein Glas Sekt zum Silvester. Auf diesem Forum möchte ich Hilfe für mich und meine Schwester finden.

    Grüße

  • Hallo Koni,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Mein Beileid zu Deinem/Euren Verlust!

    Leider ist es so, dass die Angehörigen gegen die Sucht nichts tun können. Nur der Alkoholiker kann seine Sucht allein stoppen. Und wenn dies nicht gelingt, geht es oft tödlich aus.

    Sobald die entsprechende Moderatorin online ist, wird sie sich um Dich kümmern.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Mein Beileid zu Deinem/Euren Verlust!

    Dankeschön.

    Leider ist es so, dass die Angehörigen gegen die Sucht nichts tun können.

    Das habe ich bei meinem Vater erlebt. Es gab Zeiten, in denen er weniger Alkohol trank, aber ganz ohne hat er es nie geschafft. Deshalb habe ich vor etwa sechs Jahren den Kontakt zu ihm und meiner Schwester abgebrochen – weil er die unschöne Angewohnheit hatte, mich immer wieder betrunken anzurufen, um zu fragen, wie es mir geht und so weiter.

    In solchen Momenten kamen all die Erinnerungen hoch, als ich noch klein war und seinen betrunkenen Zustand ertragen musste. Weil mich diese Anrufe regelrecht terrorisiert haben, habe ich schließlich sogar ihre Nummern gesperrt.

    Rückblickend muss ich sagen, dass das eigentlich eine gute Zeit war – es hat sich angefühlt, als wäre ich meinem Peiniger entkommen.

    Nun ist er gestorben. Ich dachte immer, wenn er stirbt, würde ich endlich meine Ruhe haben. Aber es ist ganz anders gekommen. 😔

    Es hat sich herausgestellt, dass meine Schwester, die die ganze Zeit mit ihm zusammengelebt hat, ebenfalls Alkoholikerin geworden ist. Ich habe sie an drei Tagen telefonisch kontaktiert, um die Beerdigung zu organisieren, und festgestellt, dass sie ab dem Nachmittag gar nicht mehr ansprechbar ist.

    Dann habe ich erfahren, dass die Wohnung voller leerer Flaschen ist und die beiden seit mindestens zwei Jahren, wenn nicht noch länger, gemeinsam getrunken haben.

    Jetzt ist er tot und hinterlässt mir dieses Scherbenhaufen. Er hat nicht einmal etwas für seine Beerdigung angespart.

    Ich merke, dass ich ihn einfach hasse.

  • Hallo koni,

    gut, daß du hergefunden hast.

    Alle Gefühle sind in Ordnung. Schreib es auf, du wirst gelesen.

    Ich wünsche dir, daß du einen Weg durch die aufwühlende Zeit findest. Langfristig schadet einem Hass selbst, aber der Kontakt zu seiner eigenen Wut kann was sehr Kraftvolles sein. Ich kenne solche Phasen.

    Damit wir dich fürs Forum freischalten können, klicke bitte auf diesen Link und folge ihm. Ein Satz genügt.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo koni,

    Willkommen hier im Forum.

    Gut, dass Du hierher gefunden hast und Dich mit anderen Betroffenen austauschen kannst.

    Es ist echt hart ein alkoholkrankes Elternteil zu haben (mein Vater ist Alkoholiker)und festzustellen, wie sich das auf einen selbst auswirkt. Dass Deine Schwester jetzt auch abhängig ist, tut mir leid.

    Machen kannst Du da nix. Außer, Dein Leben nach Deinen Vorstellungen zu leben, auch wenn es echt schwer ist, weil man sich ein anderes Verhältnis zur Familie wünscht. Ich hab auch den direkten Kontakt zu meinem Vater abgebrochen und ich fühle mich wie befreit. Dem Peiniger entkommen...das trifft es gut.

    Viel Kraft für die kommende Zeit.

  • Linde66 12. September 2025 um 20:50

    Hat den Titel des Themas von „Bin ein "Erwachsenes Kind von Alkoholiker"“ zu „koni - Bin ein "Erwachsenes Kind von Alkoholiker"“ geändert.
  • Hallo koni,

    ich habe dich für die Teilnahme am Forum freigeschaltet und dein Thema in den EKA-Bereich verschoben.

    Du kannst jetzt mit dem Erfahrungsaustausch loslegen, nur schreibe bitte in den ersten 4 Wochen nicht bei den neuen Teilnehmern mit den orangeroten Namen.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

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