Janine - Schonmal dagewesen

  • Guten Morgen ins Forum,

    ich war schon einmal hier, vor ca 5 Jahren.

    Zeitweise (immer mal 2 Monate) habe ich es tatsächlich ohne jedweden Alkohol geschafft, aber nicht ganz.

    Nun bin ich nicht in Deutschland, sondern ausgewandert, wer sich ein bisschen auskennt, weiss, dass es bei den *Ausgewanderten* in südlichen warmen Ländern immer eine Gruppe von ebendiesen Menschen gibt, die sich in ein und demselben Pub trifft und, was tut? Sie trinken und reden.

    Da es hier weder eine Sprachschule gibt, noch Yogakurse oder ähnliches, wo man Menschen kennenlernen kann, bin ich natürlich, um Anschluss zu bekommen, dort gelandet.

    Ja, ich hatte Anschluss, obwohl die Qualität dieser Gespräche und auch das ganze Ambiente nicht dem Anspruch entspricht, den ich habe, bin ich ein paar Jahre dort gesessen, jeden Abend (fast).

    Vor einem halben Jahr ca. ist mir meine Trinkerei tierisch auf den Geist gegangen und ich habe immer wieder, Tag für Tag mir vorgenommen, nicht zu trinken. Statt dessen gut essen gehen, oder mir ein Fahrzeug mieten etc.

    Hat auch gut geklappt, ein paar Tage, zweimal auch Monate.

    Nur leider nicht auf Dauer, jetzt bin ich Ende der 50er und denke mir, dass ich explizit NICHT zu diesen *alten übrig gebliebenen, saufenden Schachteln* SORRY. Gehören möchte, denen man den Alk schon von Weitem ansieht.

    Ich möchte definitif aufhören. Jetzt habe ich den vierten Tag hinter mir, es geht mir gut.

    Gerne möchte ich wieder an diesem Forum teilnehmen. Ich erhoffe mir hier gute Gespräche und Kontakte (online).

    Denn dann tausche ich gerne gegen das Pub am Strand aus, wohin ich letztenlich auch wegen guter Gespräche hin gegangen bin, nicht wegen dem teuren Bier.

    Ich bin ein ehrlicher und direkter Mensch mit viel Empathie, neige zur Perfektion und wahrscheinlich ist daher mein Ausgleich der Alkohol, denn der befreit mich abendlich von diesem Anspruch an mich. Und natürlich noch viele andere Gründe.

    Lieben Gruss Jani

    Was für"n Kick - wenn die Sucht

    nicht das kriegt - was sie sucht. (HRK)

  • Hallo Janine,

    willkommen zurück.

    Es wird sich bestimmt bald ein Moderator oder eine Moderatorin bei Dir melden und auch Deinen alten Faden wieder ausgraben.

    Bis dahin könntest Du Dich zum Beispiel wieder mit den Forengrundlagen vertraut machen.

    Alles Gute!

  • Hallo Jannie,

    Willkommen zurück.

    Ja, du warst 2021 und 2023 hier und hast zunächst versucht, kontrolliertes Trinken auszuprobieren, dann wolltest du dich nicht als Alkoholiker bezeichnen. Außerdem hast du unseren Hinweis zum kalten Entzug ignoriert und stattdessen alles in Eigenregie durchgezogen.

    Jetzt die Frage: Was hat sich denn geändert, außer dem Wunsch "aufhören zu wollen"?

    Anscheinend machst du schon wieder einen kalten Entzug. Darüber möchten wir nichts lesen. Oder wirst du von einem Arzt begleitet?

    Nochmals zur Erinnerung: Hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Wie sieht es da nun aus . Wie siehst du dich ? Was sind deine Ziele?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    ohja, das passt zu mir !! Mit dem kalten Entzug hast du Recht, ich habe aber wirklich wirklich noch nicht mal Kopfschmerzen oder irgendwas gehabt. Mal davon abgesehen, dass hier kein einziger Arzt jemanden wegen Alkoholkrankheit behandelt, die lachen darüber und leider ist das so, dass es auch absolut KEINE SG gibt oder irgendwas. Ein Engländer hats mal versucht, es kam monatelang kein Mensch.

    Das soll nur eine Erklärung sein, keine Entschuldigung.

    Ich bin jetzt seit ein paar Tagen mit Hilfe von vielen Podcasts bekannter Grössen in dem Thema dabei mein Gehirn umzustrukturieren, vom *ich darf nicht* zu *Ich will nicht*. Es ist tatsächlich so, dass ich Alkoholikerin bin, wenn wohl Gott sei Dank, mein Körper ohne das Gift leben kann, mein Kopf kann es offensichtlich lange Zeit nicht.

    Deshalb hoffe ich sehr, dass ich nach der langen Zeit endlich von der Sch........ weg komme und deshalb bin ich wieder hier.

    Es gibt mehrere Gründe:

    Es sind einige in meinem Umfeld an Alkoholismus gestorben, Kramfader in der Speiseröhre, verblutet als diese platzte usw.

    Mein Körper fühlt sich nicht mehr wohl, nach dem Alkoholkonsum, nein, nicht Kater, sowas habe ich eigentlich nicht, ich kann nicht mehr meinem Bewegungsdrang entsprechen, da ich nicht mehr fit bin. Sogar während des Trinkens (nur abends) gehts mir nicht gut, trotzdem tue ich es.

    Ausserdem esse ich mehr, als ich will, ich bin nicht dick, aber ich fühle mich nicht wohl, sondern habe Wut auf mich, so verschwende ich Monate, das will ich nicht mehr1

    Als ich 2023 ein paar Monate clean war, dann deswegen, weil ich solche Kreislaufprobleme hatte, dass ich 6 Tage !!!! Im Zimmer blieb, nichts essen konnte und nur Wasser runter bekam, da wir hier kein Wasser aus dem Hahn trinken können, war ich froh, dass mir mein Nachbar Trinkwasser brachte.

    Danach habe ich natürlich aufgehört mit dem Alkohol, aber der Teufel hat natürlich nur gewartet, bis er mir wieder sagen konnte *Hey, geht doch, kannst bestimmt einmal die Woche trinken, das macht nichts*, dann kamen diese Bekannten wieder in mein Umfeld, mit denen ich zu Corona Zeiten sehr viel trank und so step by step war ich wieder dabei.

    Jetzt soll ich bitte MÖCHTEN, dass ich clean bleibe und nicht wieder von meinem Suchtgedächtnis reingelegt werden.

    so siehts aus bei mir.

    Grüsse von der Insel , Janine

    Was für"n Kick - wenn die Sucht

    nicht das kriegt - was sie sucht. (HRK)

  • Ich bin ein ehrlicher und direkter Mensch mit viel Empathie

    Willkommen im Club. Ist bei mir auch so, aber ohne Empathie – Sucht kennt keine Empathie.

    Das soll nur eine Erklärung sein, keine Entschuldigung.

    Wie du das machst, ist deine Sache, aber wir handeln hier auch aus Verantwortung anderen gegenüber und machen da auch keine Ausnahme, denn ein kalter Entzug kann schon mal tödlich enden.

    Deswegen ist hier auch der Austausch erst nach der Entgiftung machbar. Die dauert 7-10 Tage.

    s gibt mehrere Gründe:

    Es sind einige in meinem Umfeld an Alkoholismus gestorben, Kramfader in der Speiseröhre, verblutet als diese platzte usw.

    Für mich gibt es nur einen Grund . das ist die Sucht. Und wenn ich den für mich verinnerlicht habe, ist alles, was andere machen, egal, ob sie das gleiche Problem haben oder gesundheitlich angeschlagen sind..

    Es geht hier nur um mich. Ebenso ist es egal, welche Hilfe man in Anspruch nimmt, sei es von bekannten oder unbekannten Größen. Ich habe aus den Erfahrungen der Langzeittrockenen gelernt und mich nicht auf irgendein Podcast-Geschäftsmodell eingelassen.

    Trockenwerden geschieht nicht nur im Kopf, sondern auch durch Taten – Taten, die Veränderungen mit sich bringen. Aber dazu später mehr.

    Wann hast du das letzte Mal etwas getrunken?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    Also erst einmal denke ich, dass empathische Menschen eher zur Sucht neigen, als sog. gefühlskalte Menschen, da sie sich einfach mehr zu Herzen nehmen, oder an sich heran lassen.

    Dann greife ich sehr gerne zu Podcasts über dieses Thema Alkohol, zum einen, da ich keine andere Möglichkeit habe, Menschen über dieses thema zu hören. Zum anderen, da ich niemals in so kurzer Zeit von so vielen Erfahrungen lernen könnte, denn niemals kann man so viele Infos sammeln, wie in Podcasts, was man daraus macht, ist die andere Sache.

    Zum Umfeld, mein Umfeld interessiert mich, hallo? Das sind gute Bekannte gewesen, teilweise jünger als ich, natürlich nehme ich das mit in mich auf und versuche aus diesem shit für mich noch die Kurve zu bekommen. Natürlich geht es um mich, deshalb haben mir diese Schicksale ja Angst gemacht und mir gezeigt: Hey, die haben auch gedacht: *mir passiert das nicht, ich trinke keinen Schnaps*.

    Zuletzt getrunken habe ich am 26,09. für euch sicher lach-haft, für mich aber, nach langer Zeit endlich einmal NICHT: *morgen hör ich auf*, sondern es ist schon geschafft einmal aus der Schleife heraus zu kommen. Also ich freu mich.

    Gruss Jani

    Was für"n Kick - wenn die Sucht

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  • Also erst einmal denke ich, dass empathische Menschen eher zur Sucht neigen

    Ich brauche keine Entschuldigung, süchtig geworden zu sein. Zu viel gesoffen, den Absprung nicht geschafft. Fertig.

    Zum Umfeld, mein Umfeld interessiert mich, hallo?

    Natürlich interessiert mich das auch. Aber wenn das der Grund ist, dass du aufgehört hast zu saufen und nicht die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, wirst du, das ist aber nur meine Prognose, schneller wieder an der Flasche hängen, als dir lieb ist.

    Aber dazu später mehr.

    Zuletzt getrunken habe ich am 26,09. für euch sicher lach-haft,

    Nichts ist lachhaft. Wie du sicherlich schon früher hier bemerkt hast, nehmen wir das hier sehr ernst.

    Aber wie oben schon geschrieben, beginnt der Austausch erst nach der körperlichen Entgiftung. Das wäre frühestens am Freitag. Solltest du bis dahin nichts mehr getrunken haben, dann gib Bescheid.

    Bis dahin empfehle ich dir, einiges hier durchzulesen, denn während eines kalten Entzugs tauschen wir uns hier nicht aus.

    Solltest du doch einen Arzt auftreiben können, der dich durch den kalten Entzug begleitet, melde dich dann direkt.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Guten morgen Hartmut,

    Ich lese im Forum und Eure Berichte, da gibt's genug Input !

    Auch habe ich keinen Alkohol weggeworfen, es ist alles hier, selbst Zigaretten, ja das Rauchen geht mit dem Alk zusammen weg !

    Ach mein Umfeld ist nicht DER Grund. Einen einzigen Grund würde mein schlaues Suchthirn auch ausräumen! Es ist ein Grund, denn wenn ich nicht mitbekommen hätte, dass der Sucht-Tod schon bei meinen Nächsten war, an MIR aber vorbei ging, würde ich noch länger trinken, das aber hat mir Angst gemacht.

    Ich melde mich übermorgen !

    Gruss Jani

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    Einmal editiert, zuletzt von Janine (1. Oktober 2025 um 05:05)

  • Oder meinst du , dass ich nichts weggeworfen habe?

    Das ist meine Meinung, ich kann, wann ich will, aber ich will nicht. Im übrigen wohne ich nicht weit von Supermärkten, die hier 24 h offen haben, was denkst, wie schnell wäre ich dort, wenn ich wollte`? Ich finde nicht, das , wenn ich mich von aussen absichere, ich sicher bin, die Sicherheit muss von innen kommen, ansonsten gibt es wohl genug Möglichkeiten, man kann sich nicht von aussen absichern.


    Gruss Jani

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  • Das ist meine Meinung, ich kann, wann ich will, aber ich will nicht.

    Du hast es mehrmals versucht, in den Jahren 2021 bis 2023, und es hat nicht funktioniert – das ist es, was hier noch in Erinnerung geblieben ist. Und trotzdem glaubst du, dass du es allein mit deinem Denken schaffen könntest? Was kam dabei von innen? Nichts, außer Rechtfertigungen, um danach wieder zu saufen

    Trockenwerden ist keine Meinung, sondern gelebte Erfahrung. Und die fehlt dir noch. Deshalb sind die Erfahrungen von Langzeit-Trockenen so wichtig – nicht weil sie klüger sind, sondern weil sie durch sind.


    Gerade im ersten Jahr geht es um Stabilisierung. Wenn ich nicht mehr trinken kann, warum sollte ich Alkohol zu Hause haben? Das ist keine Offenheit, das ist Konfrontation. Und die Methode ist bekannt: Wer ernsthaft aufhören will, räumt die Rückfalloptionen aus dem Weg.

    Wenn ich mir die Möglichkeit offenhalte, irgendwann wieder zu trinken, habe ich mich noch nicht entschieden. Dann könnte der Alkohol genauso gut zu Hause herumstehen, denn er erfüllt keinen Zweck. Er bleibt im Haus – wie eine stille Einladung. Aber wer wirklich trocken werden will, lässt diese Option nicht offen. Man entscheidet sich. Und räumt auf.

    Schaff dir einen Schutzraum, ein alkoholfreies Umfeld, und glaub nicht alles, was du auf dem Weg aufschnappst, nur weil es einfach erscheint. So ist das nicht

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • ok Hartmut, du hast offensichtlich nicht gelesen, dass man hier rund um die Uhr einkaufen kann. Da ist es egal, was ich zu Hause habe.

    Was also soll mich schützen. Ich kann jederzeit das Zeug beschaffen, das ich das NICHT möchte, das ist mein Ziel.

    Gruss Jani

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  • ok Hartmut, du hast offensichtlich nicht gelesen, dass man hier rund um die Uhr einkaufen kann. Da ist es egal, was ich zu Hause habe.

    Natürlich habe ich gelesen, das lese ich hier schon seit Jahren.

    Vieles stammt eben noch aus dem "Suchthirn" oder, wie ich es manchmal ausdrücke, "nasses Geschwätz." Nicht unbedingt der normale Zustand, auch nicht despektierlich gemeint, trifft es jedoch. Hatte ich auch.

    . Es macht eben einen Unterschied, ob etwas griffbereit steht, wenn Druck aufkommt, oder ob man es erst beschaffen muss. Da gibt es immer eine Zeitspanne, um nochmal nachzudenken. Oder nicht?

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Weil es einen Unterschied macht ob ich nur den Arm ausstrecken muss oder aber erst mal Geldbeutel schnappen,ggf. in Klamotten schlüpfen und den Wohnugsschlüssel einstecken und die Wohnung verlassen ……

  • Deine Frage an mich wurde bereits beantwortet.

    Hier schreiben Dir Leute (auch ich), die seit Jahren zufrieden trocken sind.

    Du bist nicht der einzige Mensch mit nem Laden vor der Tür.

    Willst Du es dieses Mal schaffen? Dann schmeiß den Alk raus.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo und guten Morgen !!

    Nicht, dass Ihr denkt, ich sei verschwunden, ich bin am Ball, es ist der 7. Tag, es fällt mir schwer, ich wünschte, ich könnte mein Hirn auf *Werkseinstellungen* zurück bringen und neu aufspielen, ohne diese *Alkoholautobahn* zum angeblichen Wohlgefühl.

    Leider habe ich mir als ersatz Droge Süsskram besorgt, was ich bereue und ab heute schön wieder lassen werde, denn Zucker ist genauso schlimm für den Körper.

    Dann habe ich gestern hier unglaublich viel im Forum gelesen, so dass ich richtig ein bisschen neben mir stand und erst einmal einen langen Spaziergang machen musste, um wieder Luft reinzulassen, man kann da richtig eintauchen in so manche Geschichte.

    Ich danke Euch, für Eure Offenheit, Ihr Mitglieder und das Schöne ist dabei, wir sind offen, schreiben uns viel von der Seele, UND wir helfen somit uns und Anderen. Win win.

    Einen guten Freitag ins Forum !

    Grüsse Janine

    Was für"n Kick - wenn die Sucht

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