Guten Morgen zusammen,
ich bin ganz neu hier. Mein Mann ist Alkoholiker und nun endlich bereit das Thema anzugehen.
Im Grunde hat er schon zu Beginn unserer Beziehung (vor 16 Jahren) immer ein Feierabendbierchen getrunken. Er arbeitet auf dem Bau, das sei normal - hat er immer gesagt und das war sogar okay für mich.
Irgendwann heirateten wir und bekamen zwei Kinder. Über die Jahre ist das Biertrinken immer mehr geworden, zum Schluss hat er sicherlich 6-7 Liter Bier verteilt über den Tag getrunken und bereits morgens um 6 Uhr damit angefangen. Vieles habe ich gar nicht mitbekommen, dennoch habe ich ihn des Öfteren auf seinen mir bekannten Konsum angesprochen, aber er war nie bereit Hilfe anzunehmen oder seinen Konsum als Problem anzusehen.
Nun hat er knapp 4 Monate eine Affäre gehabt. Ich musste es leider selbst herausfinden und seitdem ich mich getrennt habe, kommen so viele schreckliche Dinge ans Licht. Zum einen hat er unfassbar schlecht über mich gesprochen, vor seiner Affäre, aber wer weiß vor wem noch. Er hat sich beinahe täglich mit ihr getroffen, sie haben sich ihre Liebe gestanden (irgendwie total naiv, innerhalb von 4 Monaten?!), Verkehr im eigentlichen Sinne habe wohl nicht funktioniert, Oral dafür schon.
Ich komme, nach dieser langen Zeit der Beziehung, überhaupt nicht auf diesen Betrug klar.
Jedenfalls ist ihm nun klar geworden, dass er ein Alkoholproblem hat. Die Affäre habe er nur wie fremdbestimmt wahrgenommen, er wollte das alles gar nicht, natürlich liebt er nur mich und die Kinder.
Mein Mann hat nun seit zwei Wochen keinen Schluck Bier mehr getrunken und ist nun bereit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
So viel zu meiner Geschichte. Ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch mit euch!
Viele Grüße, Naviliana