Fritzi - Ich bin coabhängig

  • Hallo!

    Ich will mein Problem kurz vorstellen.

    Mein Mann trinkt mittlerweile 2 Flaschen Wein am Abend. Vor 13 Jahren, als wir uns kennenlernten, waren es zwei Gläser Wein.
    Das hat sich so sehr gesteigert, dass ich nicht mehr weiß, wie ich damit umgehen soll. Er sitzt jeden Abend in seiner Garage, schaut Fußball und trinkt. Jeden Tag kommt irgendjemand vorbei und besucht ihn. Er sagt, das Leben sei zu kurz, um nur drinnen zu sitzen und sich zu langweilen.

    Er kommt jeden Abend mit starken Gangschwierigkeiten rein, ist auch schon öfter gestürzt.

    Wenn ich mit ihm darüber reden will, blockt er direkt ab und sagt mir, was ich alles falsch mache.

    Wie kann ich ernsthaft mit ihm reden? Wie kann ich sowas angehen? Hab das Gefühl ich sage immer genau das Falsche.

  • hallo Fritzi,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Hab das Gefühl ich sage immer genau das Falsche.

    Das denke ich nicht, für mich wirkt das eher wie die Abwehr eines nassen Alkoholikers, um sich nicht damit auseinander setzen zu wollen.
    Du siehst was du siehst, vertraue deinen Wahrnehmungen. Ihm kannst du nicht helfen, so lange er keine Krankheitseinsicht hat, du kannst nur etwas für dich tun, damit es dir besser geht.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest klicke bitte unten auf den Link, schreib noch einen kurzen Satz dazu, dann schalten wir dich für den Austausch frei.
    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    lg Morgenrot.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Aber wie kommt ein Alkoholiker zur Krankheitseinsicht?
    Soll ich das immer schweigend ignorieren, wenn er betrunken ist?

    Liebe Fritzi, ob der Alkoholiker zur Krankheitseinsicht kommt liegt einzig und allein in seinen Händen/Verantwortung.

    Ich/wir als Angehörige können „nur“ schauen wo unsere Schmerzgrenze ist und uns gut um uns selbst kümmern. Raus aus dem Gedankarussell und dem bekümmerten sich sorgen u Mühen um ihn, den Alkoholiker, „trocken zu legen“… ihn zur Einsicht bringen zu wollen… Aus diesem Bestreben muss ich/wir aussteigen… und mich stets u ständig fragen, was tut mir gut, unabhängig von ihm und mich für mich und MEIN Befinden einsetzen.


    Willkommen hier im Forum, liebe Fritzi.

    Liebe Grüße Simsalabim

  • Vielen Dank für deine Antwort.
    Mich macht das alles total fertig. Ich habe Angst, dass er irgendwann die Kontrolle über sein Leben verliert. Das einzige Ziel des Tages ist glaube ich 18 Uhr, wenn er endlich in seine Garhe geht und Trinken kann.

  • Hallo Fritzi,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Jetzt kannst du überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Morgenrot 26. April 2026 um 10:28

    Hat den Titel des Themas von „Ich bin coabhängig“ zu „Fritzi - Ich bin coabhängig“ geändert.
  • Hallo und willkommen Fritzi,

    Ich habe Angst, dass er irgendwann die Kontrolle über sein Leben verliert

    Im Grunde genommen hat er, so wie du die Situation beschreibst, diese Kontrolle schon zum großen Teil verloren. Denn die Sucht hat jetzt alles übernommen. Und solange er es nicht stoppen kann oder will, solange herrscht sie.

    Er muss dann trinken, die Sucht fordert das. Ansonsten kommt er in einen Entzug, selbst erlebt habe ich diese Gefühle dann nicht aber hier schon oft darüber gelesen. Diese Gefühle sind von extrem unangenehm bis lebensbedrohlich und es muss Alkohol getrunken werden um das zu beruhigen.

    Das ist leider eine Tatsache...

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

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