Lizzy01 - Zig Jahre blind

  • Wenn du schon so denkst versuche es doch

    Suche dir eine Wohnung und mach die Tür zu ihm zu.

    Glaub mir es wird dir gut gehen.

    Dein Zuhause ohne ständigen emotionalen Stress.

    Es kostet Kraft doch es lohnt sich.

    Mir geht es jeden Tag immer besser.

    Hier ist mein Reich wo er nicht ist und Ärger machen kann.

    Glaub an dich

    Du packst es.

  • Ich hatte auch Angst zu gehen.

    Tu es für dich

    Du hast nur ein Leben.


    Opfer dich nicht für ihn.

    Ich möchte nie wieder so leben wie die letzten Jahre.

    Das war so schlimm.

    Jeder Wochenende Sturz betrunken.

    Und er wurde so frech unter Alkohol.

    Am nächsten Morgen wusste er nichts mehr davon.

    Ich hab mich echt geekelt

    Doch bin ich geblieben.

    Bis mein Sohn gegangen ist.

    Danach wurde es noch schlimmer.

    Wir haben uns verkloppt und Streit bis spät in die Nacht.

    Bis ich nicht mehr konnte.

    Eine Frau von den AA hat mir dann gesagt

    Du musst gehen Du kannst nicht helfen.

    Bei diesem Satz ist meine Welt zusammen gefallen und ich bin einen Monat später ausgezogen.

    Das wars...

    Der Anfang vom Ende

  • Guten Morgen,

    gestern war ein schwieriger Abend für mich. Ich musste wegen wichtiger Unterlagen mit meinem Mann in Kontakt gehen. Daraufhin hat er mich bombadiert mit Whats App Sprachnachrichten, dass er mich zurück haben will, dass er ohne mich nicht leben kann, dass er sich ändern wird... usw.

    Das Alles war schon so oft da. Auch habe ich erfahren, dass er mindestens einen Rückfall hatte... denke da hat er sich versprochen, da ich das eigentlich garnicht erfahren sollte. Sein Vater wusste es. Alle haben geschwiegen und wo ein Rückfall ist sind noch weitere. Ich glaube ihm einfach nicht was er spricht von trocken sein seit einem Jahr. Auch tut er immer auf die Tränendrüse drücken. Er möchte mit mir persönlich ein Gespräch um über alles zu sprechen. Mit Liebe würde man alles schaffen. Er möchte mich nicht verlieren und er würde alles für mich tun.... labber Rhababer.... immer dasselbe Gerede. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich nicht für ihn bewegen werde und nicht mehr um ihn kreisen möchte. Das er ehrlich mit sich in Gericht gehen soll, dass er ärztlich eine Therapie starten soll und sich weitere Hilfe in Foren und Meetings der AA holen soll. Darauf geht er garnicht großartig ein. Auch habe ich ihm gesagt, dass ich nun unterwegs bin mit Hilfe und Büchern, dass ich verstehe das er krank ist... ihm aber nicht helfen kann. Solange er so unterwegs ist möchte ich kein Gespräch und nicht über Liebe oder Beziehung reden. Auch habe ich ihm gesagt, dass es mir mit meiner Entscheidung der endgültigen Trennung gut geht, dass ich wieder anfange zu leben und mich selbst zu sehen... darauf kam dann nur "gehe deinen Weg". Er hat nichts verstanden. Und ich kann ihm nicht erklären was Sache ist, wenn er nicht bereit ist sich zu ändern. So ist es nunmal. Ich bin stolz auf mich, dass ich ihm widersprochen habe und an meiner Entscheidung festgehalten habe. Gleichzeitig bin ich auch unglaublich erschöpft. Es hat Kraft gekostet. Doch ich bin standhaft geblieben und das ich es was zählt.

  • es ist schon schlimm wie die Sucht jemanden in diese Illusionswelt katapultiert. Ich glaube ihm das er mich liebt doch ihm fehlt jegliche Einsicht etwas zu ändern. Auch das er mir das mit dem angeblichen Rückfall nicht erzählt hat. Das Vertrauen ist komplett weg..... was macht das Alles noch für einen Sinn dann. Er redet immer ganze Romane und es passiert im Nachhinein doch nichts. Das ist bitter und für mich wieder Bestätigung das dieser Weg, wenn er auch schwer ist .... der richtige ist. Ich kann nur hoffen das er irgendwann seine Sucht annimmt mit sich ins Gericht geht und aktzeptiert das er krank ist und sich in fachmännische Therapie begibt. Ansonsten denke ich kommt er da nicht raus. Fand es auch seltsam, dass er garnicht auf meine Hiflestellungen eingegangen ist.... er wollte immer nur das ich ihm eine Chance gebe es besser zu machen..... was besser ohne Einsicht? Es bewegt mich gerade sehr und ich bin so müde.... müde vom ständigen rechtfertigen und erklären.... denke man hat schon alles immer wieder und wieder erklärt. Warum muss er ständig alles immer und immer und immer wieder wiederholen?? Ist das auch Teil der Krankheit? Ich weiss es nicht. Heute ist kein optimistischer Tag..... tja auch für mich wird es eine harte Zeit.... doch zurück will ich nicht!

  • Diese fruchtlosen Diskussionen fühlen sich an als ob die Harry Potter Dementoren einem die Energie förmlich aussaugen. Das Gefühl kenne ich auch sehr gut. Man dreht sich im Kreis, versucht "noch besser" sich, seine Gefühle und die Situation zu erklären. Aber es wird einem oft umgedreht oder einfach platt geredet. Man selbst ist dann das Problem, weil man mit dem Alkohol ein Problem hat. Ach ja, der Spruch mit der Liebe kam auch immer. Mit Liebe kann man alles schaffen und er "will" nur mich.

    Mein Ex hat mir bei den Trennungen auch alles mögliche versprochen. Dinge, die ich vorher in der Beziehung normal versucht habe zu platzieren und die er nicht ernst genommen hat. Dann in der Trennungssituation wäre alles doch auf einmal möglich. Und er hat geredet wie ein Wasserfall. Ich bin nie zu Wort gekommen und habe innerlich auf Durchzug gestellt. Diese ganze Dynamik hat meine Seele ziemlich beschädigt, ich spüre es immer noch. Ich denke auch immer noch zu viel an die schönen (anfänglichen) Zeiten mit ihm, als er mich und unsere Liebe so gefeiert hat. Er war so begeistert von mir und ich habe das alles aufgesogen wie ein trockener Schwamm. Ich kam mir so wichtig, gesehen und geliebt vor, alles mit ihm war intensiv.

    Aber ich habe wohl überwiegend eine Funktion in seinem System erfüllt. Wie habe ich es gestern irgendwo gelesen "Fachkraft für betreutes Trinken". Ich habe ihm sein warmes Nest bereitet und als Nichttrinkerin vielleicht die Funktion erfüllt, dass es mit ihm ja nicht so schlimm sein kann, wenn ich bei ihm bleibe. Ich versuche seit Wochen zu heilen. Es fühlt sich alles rückblickend wie eine Art Missbrauch an, ich fühle mich so wund und auch erschöpft. Ich war so blind und in dieser kranken Dynamik verstrickt. Und trotzdem vermisse ich unsere Nähe und die schönen Zeit. Ja, ich mache auch immer noch den Entzug von ihm durch.

  • Genau so fühle ich mich. Es tut weh und trotzdem muss ich dagegen kämpfen. Er hat gestern auch geredet wie ein Wasserfall.Hat Dinge über unsere Beziehung erzählt die wohl nur er gesehen hat z.B das wir uns immer in den Arm genommen haben. Das ist nie geschehen oder wenn nur seltens. Ich war doch dabei. Er wollte mich nicht sehen, hat Wochenenden lieber mit sich verbracht. Es war keine körperliche Nähe (nicht Sex) spürbar. 1 1/2 Tage zweimal im Monat waren für ihn ok. Ich war so einsam und fühlte mich nicht verstanden. Nun tut er sagen er könne mit Gesprächen und Kompromissen alles klären. Wir wären wichtig. Unsere Liebe wäre besonders. Ich fühle mich benutzt und bin so enttäuscht, dass ich in dieses Spiel der Sucht hineingeraten bin. Das ich so dumm war seine Lügen immer zu glauben und ihn immer wieder zurückgenommen habe. Doch diesmal nicht. Gestern bei seiner letzten Voice als er meinte er wolle morgen abend zu mir kommen lief mir ein Schauer über den Rücken und ich sagte zu mir NEIN ich möchte nicht dahin zurück, wo emotionale Kälte und Distanz unterwegs sind und ich einfach nicht verstanden werde. Ich bin eine Spielfigur für ihn gewesen. Sein letzter Anker zu einem normalen Leben. Die Brücke zwischen Sucht und Realität. Ich möchte mich nicht mehr so behandeln lassen. Mir geht es innerlich schlecht. Diese ganze Situtation verlangt mir soviel ab. Und in mir ist eine tiefe Traurigkeit und Leere. Doch auch Wille und Mut..... ich möchte nicht mehr zurück in diese Beziehung. Er tut mir nicht gut und er lügt immer noch über seinen Konsum. Der Rückfall war kein Rückfall denke nämlich das er nie aufgehört hat zu trinken. Das ist die traurige Wahrheit wogegen ich leider nichts ausrichten kann. Das habe ich mittlerweile in mir verfestigt und ich verstehen auch durch die Gespräche hier immer mehr. Liebe kann Sucht nicht heilen....

  • ja gefeiert hat mein Mann unsere Liebe auch. Am Anfang war er so glücklich und hat auch nicht so getrunken. Er konnte zärtlich sein und kuscheln. Er hat viel mit mir gemacht. Wir waren verreist, haben Freunde getroffen alles schien perfekt. Dann nach dem zusammen ziehen 2021 bekam die Liebe die ersten Risse.... als der die Deckel von Bierflaschen im Kasten wieder draufgeschraubt hat so als ob die Flaschen voll wären und als ich eine ganze Umzugskiste mit leere pfandfreien Bierdosen gefunden habe. Er hat es auf den Verlust seiner Kinder geschoben und auf die tiefe Traurigkeit in sich. Es war kurz vor seiner Scheidung mit der Exfrau.

    Ich habe ihm geglaubt. Und ihn sogar geheiratet. Wie dumm war ich bitte. Dann nach dem Umzug in die andere Wohung wurde der Konsum allgegegenwärtig. Mein Sohn ist ausgezogen. Danach wurde es noch schlimmer. Manches ist so präsent in mir, das sich denke es war gestern. Ich war so naiv und konnte einfach nicht glauben was um mich herum passiert. Mein Vater war Alkoholiker und ich denke das ich deshalb alles als normal empfungen habe. Nun bin ich endlich frei. Mein Leben mein Zuhause... Harmonie kein Streit. Mir geht es besser und ich lerne alleine zu leben. Doch die innere Unsicherheit und das Hin und Her Gedenke und worallem das Warum sind immer noch da.... denke ich brauche Zeit ... sowas kann man nicht einfache ablegen wie alte Kleidung.... leider

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