Schwester87 - Vorstellung

  • Hallo zusammen,


    ich bin die Schwester eines alkoholabhängigen Bruders und suche hier Rat und Austausch.


    Er trinkt seit etwa 6 Jahren, in den letzten 3 Jahren hat sich die Situation deutlich verschlimmert. Ihm ist bewusst, dass er ein Problem hat und so nicht weitermachen kann. Er hatte bereits drei Entzüge (ambulant, 4 Tage Klinik, Krankenhaus nach ärztlicher Einweisung).
    Der letzte Entzug war im Dezember 2025. Seit Januar trinkt er wieder und lehnt aktuell weitere Hilfe ab. Er möchte keine Klinik mehr, geht nicht zum Arzt und sagt, wir sollen ihn in Ruhe lassen. Gleichzeitig sagt er immer wieder, dass er sich selbst darum kümmert und „schon zum Arzt gehen wird“, setzt das aber nicht um.


    Ich habe ihn lange unterstützt und bin auch mit seinem Arzt im Austausch. Besonders vor dem letzten Entzug war die Situation aufgrund schlechter Werte sehr kritisch.


    Die Situation belastet mich inzwischen sehr. Meine Eltern unterstützen grundsätzlich, stoßen aber auch an ihre Grenzen. Zusätzlich ist es schwierig, da meine Mutter selbst ein Alkoholproblem hat, das sie nicht anerkennt.


    Er hat seit etwa einem Jahr eine Freundin, die ihn leider ebenfalls nicht stabilisiert, sondern vieles mitträgt und ihm wenig Grenzen setzt.


    Ich weiß aktuell nicht mehr, wie ich ihm noch helfen kann und hoffe hier auf Erfahrungen und Ratschläge. Ich bin auch kurz davor, den Kontakt abzubrechen, habe aber Angst, dass es dann noch schlimmer wird, da ich ihm sehr wichtig bin.

    Ich freue mich auch eure Antworten.
    Danke!

  • Hallo Schwester87,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Wenn er jegliche Hilfe ablehnt kannst du ihm nicht helfen. Er muß zur Erkenntnis kommen daß er Alkoholiker ist und nur er die Sucht stoppen kann.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Herzlich Willkommen Schwester87,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet .

    Jetzt kannst du überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Morgenrot 24. Juli 2026 um 10:10

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung - Schwester eines Alkoholabhängigen“ zu „Schwester87 - Vorstellung“ geändert.
  • Liebe Schwester87.

    Es ist gut, hoffe ich, dass du das Forum entdeckt.

    Ja. Das sich um einen alkoholabhängigen Bruder sorgen, kostet immens Kraft und so bitter es auch ist, ich/du/wir können nix bewirken. Er muss es aus eigenem Antrieb wollen u wir Angehörigen müssen sehr achtgeben, auf uns und uns rechtzeitig in unseren eigenen Garten zurückziehen und uns um unsere eigenen Pflänzlein kümmern.

    Ich habe es innerhalb meiner Familie auch erlebt, dass da auf ganz unterschiedliche Weise mit umgegangen wird/wurde, wirklich hilfreich war/ist es leider nicht.

    Hier im Forum kannst du die Spezialisten finden, die aus eigener Erfahrung schöpfen u berichten u du hoffentlich Verständnis u Inspiration für DICH findest.

    Alles Gute für dich. LG Simsalabim 🧙‍♀️🧹🚴🏿‍♀️

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