Es tut mir leid, dass du dich missverstanden fühlst.
Nein, alles gut. Wie gesagt, das war zwar mein erstes Gefühl, aber wahrscheinlich weil du den Punkt getroffen hast und ich mich davor verschließen wollte. Ich danke dir sehr.
und dann gibt es Menschen, die enorm viel einstecken, viel Leiden auf sich nehmen, ihre Bedürfnisse und Wünsche hinten anstellen, immer wieder über ihre Grenzen gehen, sich viel gefalle lassen bis hin zur Gewalt und sich trotzdem nicht trennen, man fragt sich „was muss denn noch alles passieren?“ - in diese Kategorie gehören wir….
Ja, das stimmt leider. Ich glaube auch einfach, dass ich es auch einfach häufig gar nicht merke, dass meine Grenzen überschritten werden oder ich über meine Grenzen gehe. Es ist wie selbstverständlich.. leider.
Ich habe lang nicht mehr über den Alkohol nachgedacht. Aber heute gab es eine Situation, in der ich mich fragte, ob ich mich jetzt trennen würde, wenn er ein Bier trinken würde. Und zu meinem Erschrecken war die erste Reaktion: "Nein, es wäre ja nur ein Bier. Und ich habe ja die letzten Wochen nicht gelitten. Er zeigt ja, dass er etwas im Vergleich zu vorher verändern möchte." Es hat gedauert, bis ich mir klar machen konnte, dass das wieder ein massives Überschreiten meiner Grenzen wäre. Und das trotzdem immer noch gespickt mit Zweifeln. Warum können sich so viele von uns kaum selbst schützen?
Zu meiner Schande habe ich direkt überlegt, einen Alkoholtester zu kaufen. Ich bin eben noch durch und durch co.
Dein Mann weiß auch, dass er zu viel trinkt und es nicht gesund ist. Trotzdem schafft er die Veränderung nicht. Genauso wie du weißt, dass die Beziehung nicht gesund für dich ist und die Veränderung trotzdem (noch) nicht schaffst.
So habe ich das noch nie gesehen. Irgendwie hilft mir das, gutmütiger über mich selbst zu denken.