Hallo in die Runde,
meine erwachsene Tochter trinkt und nimmt schon seit vielen Jahren Drogen. Vor 6 Wochen hat sie sich um einen Therapieplatz beworben und einen klinischen Entzug gemacht und ist schon nach 2 Wochen aus der Reha rausgeflogen.
Im vergangenen Jahr wurde es immer schlimmer mit ihr. Sie hat Wahnvorstellungen, fühlt sich sich bedroht und hat schon einige Male einen Filmriss gehabt. Den Kontakt zu mir lehnt sie ab, denn sie macht mich für ihre Sucht verantwortlich. Obwohl sie seit über 20 Jahren Therapie macht, übernimmt sie keinerlei Verantwortung für ihr Leben. Sie beschimpft mich einerseits, andererseits wirft sie mir vor ihr nicht zu helfen.
Inzwischen lebt sie aus meiner Sicht in einer Parallelwelt, denn sie erfindet Dinge, verdreht Tatsachen, macht Unterstellungen und wird verbal immer aggressiver und beleidigender.
Ich frage mich wie gehen andere Angehörige damit um. Einserseits weiß ich dass ich ihr nicht helfen kann, wenn sie keine Therapie machen will. Andererseits habe ich große Angst um sie und weiß nicht mehr was ist richtig und was ist falsch. Wie geht ihr damit um?
Ich bin oft so unendlich traurig und trotz Distanz kann ich oft nicht schlafen, denn in der Nacht kommen die düsteren Gedanken.