Dulcinella - jahrzehntelang Alkoholikerin, nun will ich frei sein

  • Sind es wirklich die Jahreszeiten und deren typische Getränke, die triggern? Ist es nicht eher die Sucht, die nach ihrem flüssigen Futter verlangt?


    Ich habe rund ums Jahr gesoffen, die jeweiligen Gepflogenheiten waren mir wurscht, Hauptsache ich bekam den Stoff. Dann habe ich auch mal zum Warmtrinken zu einem Glühwein, Federweißer, Longdrink, Prosecco oder einem Glas Wein bzw. was es da noch so alles gab, gegriffen, um anschließend auf meinen Stoff umzuschalten und mit dem weiter zu trinken.

    Es war nur die Sucht, nicht mehr und nicht weniger. Mit dem Rest wie Zwiebelkuchen habe ich mir nur einen vorgemacht, es ging nur ums Saufen. Denn ich war süchtig und musste trinken. Um so besser, wenn ich dies mit Essen kaschieren und anderen sowie mir einen vorgaukeln konnte, damit der Suff vermeintlich nicht auffällt.

  • Es war nur die Sucht, nicht mehr und nicht weniger. Mit dem Rest wie Zwiebelkuchen habe ich mir nur einen vorgemacht, es ging nur ums Saufen. Denn ich

    Ich habe mir nachts 2 Pizzen bestellt. Hunger hatte ich nicht. Ich wollte nur die Gratis Pulle Rotwein weil kein Alk mehr im Haus. Die Pizzen habe ich im Bio Müll entsorgt. Irre

  • Sind es wirklich die Jahreszeiten und deren typische Getränke, die triggern? Ist es nicht eher die Sucht, die nach ihrem flüssigen Futter verlangt? Ich habe rund ums Jahr gesoffen, die jeweiligen Gepflogenheiten waren mir wurscht, Hauptsache ich bekam den Stoff.

    Ja, natürlich, in der nassen Zeit hab ich alles gesoffen, ohne jeglichen Wert auf Style und schöne Gläser. Tetrapack Wein hat´s gelegentlich auch getan. Sturm, Aperol Spritz, Glühwein hab ich nie zu Haus getrunken, sondern nur in Gesellschaft. Und ich denke genau das ist die hinterlistige Botschaft des Suchthirns, wenn es mich beim Anblick solcher Getränke triggert. Es geht nicht um mich und dass ich jetzt Saufdruck hab und meinen Stoff will, sondern es geht um "die anderen". Die trinken gemässigt, gesellig und haben kein Alkproblem. Somit will das Suchthirn mir subtil vermitteln "das kannst du doch auch wieder irgendwann, ". NANANA, jetzt mal schön STOP. Kann ich NICHT. Ich bin nicht "die anderen", ich bin trockene Alkoholikerin. Das haben wir doch schon geklärt, liebes Suchthirn. Willst mich verarschen? Das Suchthirn ist wie eine Werbeagentur: Es sucht sich nicht den geächteten Tetrapak Wein aus, um mich zu triggern sondern Getränke die gesellig sind. Beim Sturm (Federweisser) kommt dann noch "regional und saisonal" dazu, der allerbeste Werbeslogan unserer Zeit. Ich hab mir jetzt den Satz eingeprägt: Kinder haben ohne Alkohol auch jede Menge Spaß! Ich kenne Erwachsene die wirklich glauben, ganz ohne Alkohol kann man keinen Spaß im Leben habe. Dann geht auf einen Spielplatz und schaut den 3 bis 5 jährigen zu! Die haben es viel lustiger als ihr!

    Einmal editiert, zuletzt von Dulcinella (4. September 2026 um 07:09)

  • Ob die anderen, die da in der Öffentlichkeit scheinbar gemäßigt trinken, ihren Konsum wirklich alle "im Griff" haben, weißt Du doch gar nicht. Wer weiß, ob und was sie zu Hause noch nachkippen.

    Dieses Vergleichen mit anderen und insbesondere das Diskutieren mit dem Suchthirn bringt nicht nur nichts, es führt gefährlich in die Irre.

    Einfach: "Klappe halten" und bewusst an was anderes denken.

    Ja, es stimmt, Kinder zeigen, dass es keinen Alk braucht, um glücklich zu sein. Nur Sucht und Werbung reden uns was anderes ein und wir haben es lange geglaubt. Aber zum Glück sind wir nie zu alt, etwas Neues zu lernen.

  • An Anfang ist das aber nicht ungewöhnlich.

    Ich z. B. hatte so Verzichtsgedanken in der Spargelzeit, weil der Spargel ja gern zusammen mit Riesling vermarktet wird. Dabei mochte ich beides nicht besonders. Trotzdem Selbstmitleid und auch ein bisschen Selbsthass: Das hast Du Dir durch Dein Saufen verbockt...

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