Boni_Love - Alkoholismus in der Familie

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich dazu entschieden, mich hier anzumelden da ich denke es ist einfacher und hilfreicher, sich mit Personen zu unterhalten, die in der gleichen Situation sind.

    In meiner Familie gibt es leider mehrere Alkoholiker. Eine Oma (daran verstorben), zwei Opas (einer daran verstorben, der andere hat einen Entzug gemacht), meine Eltern. Meine Mutter starke Alkoholikin, mein Vater nicht so extrem.

    Ich gehe auf die 40 zu und es ist für mich unheimlich schwer den Verlauf meiner Mutter mit anzusehen. Zumal der Verlauf meiner Oma immer im Hinterkopf ist und meine Mutter jetzt im Alter meiner Oma ist, als sie verstorben ist.

    Ich war auch in psychologischer Behandlung. Die Gespräche, die ich mit meiner Mutter über ihren Alkoholismus geführt habe, haben zu nichts geführt. Sie weint und es wird dann wieder vertuscht. Soll ich sie dazu zwingen, eine Therapie zu machen? Würde sie einen Entzug überhaupt überleben? Kann sie das überhaupt entscheiden weil ja der Alkohol sie steuert?

    Vielleicht werde ich hier hilfreiche Tipps und Antworten finden.

    Grüße von Boni_Love

  • Linde66 13. September 2026 um 22:12

    Hat den Titel des Themas von „Alkoholismus in der Familie“ zu „Boni_Love - Alkoholismus in der Familie“ geändert.
  • So, du bist jetzt freigeschaltet und dein Thema ist im EKA-Bereich. Du kannst überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Teilnehmern mit den orangeroten Namen.

    Oben im EKA-Bereich ist ein Thema angepinnt: 'Merkmale für ein EKA'. Es ist eine Textsammlung von EKA hier aus unserer Gruppe. Da findest du vielleicht schon einiges, was dir hilft.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Zusammen.

    Ich habe in meiner Familie mehrere Alkoholiker. Meine Oma und ein Opa (Eltern meiner Mutter) sind an den Folgen gestorben, der andere Opa hat einen Entzug gemacht.

    Meine Mutter ist schwer alkoholabhängig. Sie trinkt fast nur Porto und Wein. Das fängt vormittags nach der Arbeit an und geht bis abends. Mein Vater trinkt nur Bier.

    Meine Mutter ist inzwischen extrem dünn und zerbrechlich, geht aber immer noch arbeiten. Ich habe schon ein paar Mal mit ihr gesprochen, dass sie Hilfe braucht, aber sie weint dann nur. Sie spricht nicht darüber. Sie vertuscht alles.

    Es macht mir unheimliche Sorgen, wenn ich ihre Entwicklung sehe. Tagsüber fängt sie nun an im Sitzen zu schlafen. Aber ist es wirklich schlafen oder sind es Bewusstseins-Aussetzer? Sie sieht alles negativ und ist eine sehr schwierige Person geworden, die sehr gehässig ist. Es tut so weh, sie so zu sehen. Sie isst auch unheimlich wenig.

    Wenn ich mit meinem Vater rede sagt er, dass meine Mutter das alles nicht einsieht. Aber klar, er trinkt ja auch selber.

    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Kann man jemanden, der schon so tief drin steckt (sie trinkt mindestens seit 35 Jahren) davon überzeugen, eine Therapie zu machen? Mein Mann sagt, er hätte sie schon längst in eine Klinik gebracht. Aber so einfach ist es nicht mit einem alkoholkranken Menschen.

    Vielleicht versteht jemand meine Sorgen und hat Tipps oder Erfahrungsbericht?


    Liebe Grüße,

    Boni

  • Hallo Boni

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    Momentan schreibst du bei den Erwachsenen Kindern.

    LG Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Wenn sie noch arbeitet, ist sie vermutlich nicht gerichtlich als geistig unzurechnungsfähig eingestuft und weder Du noch Dein Vater seit ihre gesetzlich bestimmten Betreuer.

    Sondern sie ist ein erwachsener Mensch, der selbst entscheidet, wie er/sie lebt. Da muss viel mehr passieren, und Zwang gibt es nur mit gerichtlichem Beschluss.

    Zwingen könnt Ihr sie zu gar nichts.
    Und überreden, ich wüsste nicht, wie.

    Und wenn ihr sie überredet, oder wie man das bezeichnet, wenn ihr sie unter massiven Druck setzt, kann sie bei einem Arzt oder Therapeuten auch sagen, sie will nicht, dann schicken die sie auch wieder heim.

    Es funktioniert nur, wenn es von ihr ausgeht. Und sie muss sehr davon überzeugt sein, dass sie wirklich aufhören will, sonst ist das alles pillepalle.

    Und genau danach sieht es nicht aus, wie Du schreibst.

    Es ist ihr Leben, vergiss nicht, Dein Leben zu leben.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

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