Muss ich mich outen

  • Hallo Peter,

    ich habe festgestellt, dass viele Mensche mit dem Wort "Alkoholikerin" sonst etwas verbinden, nur nicht unbedingt Abhängigkeit. Es scheint ihnen irgendwie abstrakt vorzukommen. Das Wort Sucht oder Abhängigkeit scheint es begreiflicher zu machen.

    Ich habe bisher nicht viel negative Erfahrungen mit dem Nichttrinken gemacht (eher scheinen meine Mitmenschen Angst zu haben, dass ich ihnen i h r e n Alkoholkonsum einschränken oder verbieten will, wenn sie merken, dass das nicht der Fall ist, atmen sie jedenfalls oft sichtlich auf), aber ich habe auch keine Lust, mit jedem über meine Krankheit zu sprechen. In der Firma habe ich bei entsprechender Gelegenheit einfach gesagt, dass ich Alkohol nicht vertrage.

    Im Freundeskreis und in der Familie wissen alle Bescheid, aber warum soll ich es jedem auf die Nase binden? Ich spreche ja auch nicht mit jedem über meinen Blutdruck und meinen daraus resultierenden eingeschränkten Kaffeekonsum (wen interessieren schon meine Krankheiten, selbst, wenn sie so gravierend sind?).

    LG, Meni

  • hallo Peter,

    früher hatte ich einen Kollegen (auch trockener Alkoholiker), der sagte:

    "Danke, ich trinke nicht, denn ich hab in meinem Leben schon mehr als genug gesoffen"

    Das kam bei Kollegen und Kunden so an, dass es keine Nachfragen gab.


    Ich sag einfach nur:

    "Danke, ich trinke keinen Alkohol"

    Das ist meine eigene Entscheidung. Nicht die meines Arztes oder meiner Partnerin. Ich will und ich werde es nicht tun. Daher tut meine Körpersprache, die ja bei jedem Menschen ca. 80%!!! der Kommunikation ausmachen, seinen Teil.
    Es kommen mittlerweilen ganz selten Nachfragen, wenn aber dann von Menschen die auch ein Alkoholproblem haben.

    Viele Grüße
    Toby

  • hallo peter

    warum das rumgeeier??? also ich bin alki punkt. was die leute verstehen oder nicht verstehen ist deren problem.

    ich bin der meinung das das bild des alkoholikers in unserer gesellschaft schon schief genug ist, gäbe es hier klarerer aussagen würden zwar kaum weniger leute abhängig aber sicher würden sich doch wohl die meisten eher hilfe suchen.

    sorry aber was du machst ist wie auf die frage wo die babys herkommen mit bienchen und blümchen zu antworten.

    ich bin alkoholikerin und wie meine mitmenschen damit umgehen ist deren problem.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Moin Peter,
    ich bin trockener Alkoholiker,und will nicht mehr trinken,weil ich weiß,daß ich damit nicht umgehen kann!Punkt aus und Ende!!

    Gruß Andi

  • Hallo Jörg,

    Ja, dann wird es mal Zeit, was gegen die intolerante Gesellschaft zu tun, oder ? Und wer könnte damit an besten beginnen, wenn nicht WIR ?

    Das Bild von Alkoholikern ist verzerrt in der Gesellschaft, wird mal Zeit, es etwas gerade zu rücken.

    Ich bin bei meinen Kollegen von Anfang an offen mit meiner Krankheit umgegangen und habe keine schiefen Blicke geerntet. Eher im Gegenteil.
    Und ich werde auch in der Öffentlichkeit nicht darüber schweigen.

    Aber ich denke auch, das ist ein Entwickungsprozess. Die meisten "Langzeittrockenen" gehen offen mit ihrer Krankheit um, das kann ich besonders immer wieder hier herauslesen. Für jemanden, der noch ziemlich am Anfang steht, ist das natürlich ungleich schwerer.

    Wenn mich jemand fragt, sage ich: Ich bin Alkoholikerin und trinke keinen Alkohol. Ganz einfach.
    Ich fang auch nicht gleich davon an, das ich ne Entgiftung gemacht habe (Thera hab ich ja keine gemacht) und wie lange ich trocken bin.
    Das kann ich aber gern bei Interesse dann erzählen.
    Andere chronisch Kranke erzählen auch nicht gleich, wie es zu ihrer Krankheit kam etc. Auf Anfrage tun es die meisten dann wohl auch, also kann man ja nachfragen.

    Und wenn jemand nachfragt und ich merke, das da kein wirkliches Interesse vorhanden ist, hab ich auch schon öfters gesagt: Ach, weißt Du, ich hab in meinem Leben genug gesoffen, mit der Sache bin ich fertig.

    LG
    Lilly

  • nun mal für jörg und peter

    also ich bin keineswegs reich, ganz im gegenteil ich habe 4 kinder, ist glaube ich genug verantwortung. meine kinder haben sich geschämt als ich voll wie ein eimer über die straße getorkelt bin, jetzt schämen sie sich nicht für mich. wenn wir in die disco gehen und mir wird alk angeboten habe sie kein problem selbst zu sagen mama ist trocken die trinkt nicht. soviel dazu.

    dann selbstständigkeit, als zweitjob verkaufe ich für eine sehr bekannte firma selbstständig haushaltswaren. ich komme dadurch oft mit alk in berührung, sei es das mir die gastgeberin ein glas sekt anbietet, das bei praktichen vorführungen mit alk gekocht wird, sei es das mir beim meeting sekt geschenkt werden sollte. ich lehne immer mit dem hinweis ab trockene alkoholikerin zu sein. mir ist noch nie irgendwie eine negative reaktion entgegen gebracht worden, ich habe weder kunden verloren noch umsatzeinbußen.

    ich denke das es sehr daran liegt wie man es sagt, ob ich dahinterstehe oder es im büßergewand vortrage. ich habe nichts mehr zu büßen. ich bin krank und ende.

    beim meetig sollte mir ne flasche sekt als belohnung für gute leistung geschenkt werden, ich habe sie mit oben genannter erklärung auf der bühne stehend vor gut 50 kolleginnen und kollegen abgelehnt. erst schweigen im walde bis dann von irgend wo her aplaus kam, damit war das thema durch. warum soll ich auf ne kleine zusatzprovision verzichten, solln die sich mal gedanken machen was man sonst schenken kann. haben mir hinterher auch zwei kolegen gesagt das sie den sekt weitergeben weil sie auch nichts trinken und es nun auch sagen wollen das sie was anderes möchten. da sind wir also schon zu dritt.

    ich für meinen teil komme mit meiner krankheit und dem mut dazu zu stehen jedenfalls problemlos duchs leben. ausreden und lügengebäude zu bauen ist mir viel zu anstrengend die zeit nutz ich lieber anders.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo zusammen,

    vorweg : ich bin der Meinung, daß dieser Beitrag in die Rubrik "Allgemeine Gespräche und Informationen ..." gehört.

    Meine Meinung zu diesem Thema : Ich gedenke nicht, mich als Alkoholiker zu bezeichnen, wenn ich abstinent lebe. Und wer mich (auch wenn ich abhängig sein sollte) als solchen tituliert, der macht Bekanntschaft mit einem Herrn oder einer Dame in schwarzer Robe.

    Beste Grüße vom
    schreck

  • Hallo, ich bin zwar neu hier und noch nicht wieder trocken, aber möchte meine Meinung trotzdem dazu abgeben,wie ich reagiere wenn ich trocken bin.

    Ich mache es so, wenn mir jemand Alkohol anbietet, dann sage ich erst einmal ganz höfflich mit einem Lächeln "nein danke"
    Dann kommt es auf die Gegenfrage an, fragt der andere höfflich, "warum nicht", werde ich ihm sagen das ich Alkoholiker sei usw. wenn er es wissen möchte,und ich merke das er es auch genau wissen will,und bereit ist daraus vieleicht etwas für sein Leben zu lernen.

    Sollte ich unhöflich gefragt oder sogar bedrängt werden, so stelle ich sofort Gegenfragen.

    Ich frage dann warum ich Alkohol trinken soll, oder warum er selbst Alkohol trinkt.

    Da kann ich meine Klappe nicht halten

    :wink:

    Allerdings muss man mit diesen Gegenfragen sehr vorsichtig umgehen.
    Ich habe gemerkt das die Betroffenen dann endweder stumm sind und keine Antworten wissen, oder aber bei manch Angetrunkenem kam es vor, das sie gewalttätig werden wollten und sich angegriffen gefühlt haben.
    Bei solchen Fällen suche ich aber dann schnell das weite, da ich keine Lust auf körperliche Gewalt habe.

    Jeder sollte seinen eigenen Weg für sich finden, wie er dem Gegenüber erklährt,warum er nichts trinkt.

    Da auch die Menschen verschieden sind, gibt es da sicher auch verschiedene Wege für jeden :wink:

    Zu jedem Gespräch gehöhren ja immer zwei Persöhnlichkeiten, und wenn der andere nicht zuhören will oder nicht verstehen will, dann breche ich das Gespräch ab.

    Auf jeden Fall sollte man offen und ehrlich mit der Krankheit umgehen,und selbst entscheiden, wem mann wieviel erzählt.

    Liebe Grüsse,Alex

    ....ich lebe lieber ungewöhnlich...

    "Das letzte Mal Alkohol getrunken am 12.02.2007"

  • Hallo pauli,

    das ist hier zwar kein chat, aber ich antworte trotzdem, obwohl dieser thread verschoben werden müßte.

    Es geht hier um das sog. outen. Wer sich nicht outen will, wie ich, der läßt es eben.

    Du mußt schon meine Antworten richtig lesen. Ich habe hier nicht gesagt, dass die These "einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker" falsch ist.

    Vielmehr habe ich mit anderen Worten gesagt, dass es strafrechtliche Konsequenzen haben kann, jemand anderen als Alkoholiker zu bezeichnen.

    Kapiert ? Und wenn Du zwischen den Zeilen lesen kannst, sollte damit zum Ausdruck gebracht werden, dass das Wort im allgemeinen als Schimpfwort verwandt wird, es also negativ belastet ist und abwertend ist.

    Ich habe damit niemandem einen Ratschlag erteilt, sondern meine Meinung geäußert, für die die Rubrik "Allgemeine Gespräche ... auch gedacht ist.

    Deine Abschlußfrage, lieber Kollege, beantwortet sich von selbst, wenn Du meine Beiträge liest. Ist doch alles ganz einfach, oder.

    Schönen Abend noch
    schreck

  • Hm, vielleicht denke ich zu einem späteren Zeitpunkt anders darüber, aber ich habe erstmal genug damit zu tun, mit meiner Krankheit leben zu lernen. Mir genügt es vorerst, dass mein direktes Umfeld Bescheid weiß, weil ich meinen Freunden und meiner Familie vertraue und ich so geschützt bin (vor dem berühmten Eierlikörkuchen). In der Firma herrscht mittlerweile sowieso längst Alkoholverbot, so dass sich allenfalls auf einer Weihnachtsfeier die Frage stellen könnte (und dass ich keinen Alkohol trinke, interessiert auch keinen, das tun andere Kollegen nämlich auch nicht, das ist überhaupt nichts Besonderes). Ich glaube nicht, dass bei mir ein Rückfall programmiert ist, weil ich nicht mit jedem über meine privaten Dinge (und dazu gehören für mich auch Krankheiten) spreche. Aber ich glaube, ich wiederhole mich :P

    LG, Meni

  • hallo schreck

    sag mal was schlägst du denn hier für einen ton an gehts noch??

    es hat dir keiner gesagt das du dich outen sollst, das muß jeder für sich entscheiden, die erfahrung lehrt uns das das am anfang für so gut wie alle nicht möglich ist, aber mit den jahren der trockenheit und dem annehmen der krankheit kein problem mehr darstellt.

    und des weiteren, alkoholiker ist kein schimpfwort sondern die bezeichnung für eine krankheit, und wenn du diese krankheit hast dann verurteilt mich kein gericht dieser welt wenn ich dich als solchen bezeichne. ich glaube du haderst grade so richtig mit deinem schicksal, bist wütend und verzweifelt, kann ich zwar verstehen, ging mir nicht anders, ist aber der falsche weg. aus dem teufelskreis kommt man nur raus wenn man diese tolle krankheit akzeptiert. kannste glauben, alki ist keiner gerne, aber das leben ist nun mal nicht "wünsch dir was".

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo,
    auch wenn der Thread schon fast abgeschlossen ist...


    Alkoholismus ist eine Krankheit, unheilbar- schon klar, verstehe ich!

    Krebs ist auch eine Krankheit. Wenn ich unheilbar daran erkrankt wäre, würde ich es auch fast keinem erzählen.
    Weder in der Arbeit (bringt ganz sicher Nachteile!) noch irgendwelchen Bekannten. Engster Bekanntenkreis natürlich ausgenommen.

    Warum sollte ich dann mit dem Alkoholismus anders umgehen?

    Ich trinke nicht - punkt! Ich rauche auch nicht - punkt!
    Das ist meine Einstellung, hinter der stehe ich!

    Wo ist das Problem?
    Übersehe ich da vielleicht etwas in meinem Leichtsinn?

    Gruß
    Toby

  • hallo tobi

    eigentlich hast du ja recht, wenn dir jemand ne zigarette in mund stecken wollen würde, würdest du das merken, wenn dir aber einer vodka in die kola kippt merkst du es unter umständen erst zu spät. und glaub mir es gibt zeitgenossen die das witzig finden, aus welchen gründen auch immer.
    es ist halt auch ein stück selbstschutz dabei, wenn die leute mit denen ich öfter bis regelmäßig zu tun habe bescheid wissen.

    aber auch das muß letztendlich jeder für sich entscheiden wie er es handhabt, wer aufhört mit rauchen sagt ja in der regel auch recht stolz danke ich rauche nicht mehr. komischer unterschied oder?

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallöle,

    @ doro: ... "danke, ich rauche nicht mehr". Lass doch mal das "mehr" weg. Dann ist doch alles ok.

    @ toby : nach meiner Ansicht siehst Du das richtig. Jeder darf seine Einstellung hier begründen. Du hast es sehr ruhig vorgetragen - punkt.

    LG craving

  • hallo an alle!
    habe die treads hir berfolgt und mich über manche gewundert.
    wie sich ein alki outet ist seine sache und muss selbst damit klar kommen.

    es stellt sich aber die frage: wer fragt mich denn warum ich nichts trinke.
    doch bestimmt nicht fremde die ich im lokal beim essen treffe und sehen dass ich ein alkoholfreies getränk vor mir habe.

    bestimmt nicht mein umfeld die von meiner krankheit wissen.

    wenn mich einer fragen sollte,warum ich nichts trinke kommt es auf die situation an.
    meist kommt von mir die gegenfrage warum er es wissen möchte.
    ob ein dialog daraus entsteht ist dann den anderen sein ding.

    schrecks posting hat mich doch nachdenklich gemacht,denn ich habe eine gewisse agresivität gespürt,als es um das wort alkoholiker ging.

    man hat doch den alk nicht getrunken um ihn zu geniessen sondern gesoffen,weil ich ihn brauchte um überhaupt zu funksiunieren.

    was regt schreck sich jetzt darüber auf ein spritkopf zu sein.
    es ist ihm zugute zu halten,das er noch nicht lange trochen lebt
    und noch nicht genau weiss wohin sein weg führt.

    wenn mich was ärgert so sollte ich bei mir schauen,denn der andere löst doch was in mir aus mit seinen worten.

    mir ist es heute egal wie ich bezeichnet werde ,ob alk oder sonst wie denn ich stehe dazu und bin froh das ich mich nicht mehr verstecken muss.

    möchte zum thema selbstständig und trockener alk sagen,das es in der gesellschaft schwieriger ist ein alk zu sein,denn wie sich die höheren damen und herren während ihrer feiern benehmen liest man des öfteren.

    desalb bin ich froh in der normalen gesellschaft ein zufriedener alk zu sein.

    seid herzlich gegrüsst von heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Heinrich,

    du schreibst u.a. : ... wenn mich was ärgert so sollte ich bei mir schauen,denn der andere löst doch was in mir aus mit seinen Worten.

    Da hast du Recht (... und das aus meist nassen Gedanken) !
    Da musste wech :P !

    Gruß, Freund.

  • Hallo Schreck,
    auch bin über Dein Posting er"schreckt".
    Warum so aggressiv ? Kollege ? Kapiert ? Das ist beleidigender als das Wort "Alkoholiker", sorry


    Zitat

    Es geht hier um das sog. outen. Wer sich nicht outen will, wie ich, der läßt es eben.

    Dann wird Dein Weg sehr schwer werden, d.h., Du machst ihn Dir unnötig schwer. Du stehst noch ziemlich am Anfang, Du wirst diese Haltung sicher noch überdenken. Kann es sein, das Du Deine Krankheit nicht für Dich vollkommen angenommen hast ? Das musst Du aber, da geht kein Weg dran vorbei, wenn Du dauerhaft trocken leben willst.

    Zitat

    Vielmehr habe ich mit anderen Worten gesagt, dass es strafrechtliche Konsequenzen haben kann, jemand anderen als Alkoholiker zu bezeichnen.

    Warum sollte das so sein ? Wir sind Alkoholiker, wenn auch einige trocken. Das ist die Bezeichnung dafür, ganz einfach. Für mich ist es kein Schimpfwort. Weißt Du, was ich sage: Ja, ich bin Alkoholikerin und stolz darauf, jetzt trocken leben zu dürfen / können.

    Zitat

    Kapiert ? Und wenn Du zwischen den Zeilen lesen kannst, sollte damit zum Ausdruck gebracht werden, dass das Wort im allgemeinen als Schimpfwort verwandt wird, es also negativ belastet ist und abwertend ist.

    Nööö, nich kapiert, ich bin zu dumm dafür. Nur dumme Menschen benutzen dieses Wort als Beleidigung oder Schimpfwort. Und wer sich dadurch beleidigen lässt, hat ein Problem. Was im allgemeinen üblich ist, ist mir völlig schnuppe, ich bin ich, UND Alkoholikerin !

    Zitat

    Deine Abschlußfrage, lieber Kollege, beantwortet sich von selbst, wenn Du meine Beiträge liest. Ist doch alles ganz einfach, oder.

    Aus Deinen Beiträgen ergeben sich eher noch mehr Fragen, sorry.
    Schreck, ich versuchs nochmal. Im möglichst netten Ton, obwohl ich über Deine Wortwahl nicht gerade sehr glücklich bin.

    WIR sind Alkoholiker und bleiben das unser restliches Leben. Du machst es Dir sehr viel einfacher ab dem Tag, wo Du das akzeptiertst und das ohne wenn-und-aber für Dich annimmst.
    Jeder andere Weg führt nicht zum Ziel. Und ein Ziel gibt es nicht im allgemeinen Sinn, wir werden unser restliches Leben an uns arbeiten müssen, um nicht rückfällig zu werden. Mit einer Entgiftung ist das keineswegs getan, das ist erst der Grundstein. Aber die Arbeit an sich ist nicht nur anstrengend, sondern auch schön. Und wenn ich jeden Tag an meiner Trockenheit arbeiten müßte, okay, dann nehme ich das so an, denn der Lohn für mich ist meine Freiheit.

    Ist doch ganz einfach, oder ?

    LG Lilly

  • ... und diese Ansprache "Kollege" empfinde ich auch als voll daneben.

    Wir sind hier nicht deine Leute am Kiosk oder inner Stammkneipe.

    Wir gehen hier mit gepflegtem Umgangston um.

  • hallo,

    ich weiß nur eins, ich bin alkoholkrank, bin selbstständig und einige 24 stunden trocken.

    meine auftraggeber wissen zu 95%, ich bin alkoholiker.
    um meine aufträge abzuarbeiten, habe ich grade wieder zwei leute eingestellt.

    wie jeder mit seiner krankheit umgeht muß er selbst entscheiden, ich persönlich wollte mein neues leben nicht schon wieder mit lügen beginnen.
    gelogen habe ich genug in meiner nassen zeit, für mich typisch nasser kopf.

    ich gehe aber auch nicht mit einem schild um den hals spazieren.

    gruß schorni

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