Hallo Peter,
ich habe festgestellt, dass viele Mensche mit dem Wort "Alkoholikerin" sonst etwas verbinden, nur nicht unbedingt Abhängigkeit. Es scheint ihnen irgendwie abstrakt vorzukommen. Das Wort Sucht oder Abhängigkeit scheint es begreiflicher zu machen.
Ich habe bisher nicht viel negative Erfahrungen mit dem Nichttrinken gemacht (eher scheinen meine Mitmenschen Angst zu haben, dass ich ihnen i h r e n Alkoholkonsum einschränken oder verbieten will, wenn sie merken, dass das nicht der Fall ist, atmen sie jedenfalls oft sichtlich auf), aber ich habe auch keine Lust, mit jedem über meine Krankheit zu sprechen. In der Firma habe ich bei entsprechender Gelegenheit einfach gesagt, dass ich Alkohol nicht vertrage.
Im Freundeskreis und in der Familie wissen alle Bescheid, aber warum soll ich es jedem auf die Nase binden? Ich spreche ja auch nicht mit jedem über meinen Blutdruck und meinen daraus resultierenden eingeschränkten Kaffeekonsum (wen interessieren schon meine Krankheiten, selbst, wenn sie so gravierend sind?).
LG, Meni