mein leben bis ich hier her fand, und wie`s weiter geht.

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  • hallo an alle


    immer wieder lese ich hier, das gerade frauen mit kindern große angst davor haben sich profesionelle hilfe zu holen, weil sie fürchten man nimmt ihnen die kinder weg. diese angst hat auch mich lange zaudern lassen und mich weitere jahre meines lebens gekostet.


    ich habe mich daher entschlossen meine lebensgeschichte hier reinzustellen, und eine art tagebuch anzuschließen. ich möchte damit aufzeigen das es auch mit mehreren kindern und völliger mittellosigkeit möglich ist aus dem teufelskreis alkohol raus zu kommen und wieder ein glückliches leben zu führen.


    sicher ist auch jetzt nicht alles rosa rot bei mir, nur weil ich trocken bin machen ja alltagsproblema nicht plötzlich nen bogen um mich. aber mit klarem kopf sind sie viel einfacher und eher zu lösen als mit nem dicken kater.


    ich hoffe sehr das ich mit meiner geschicht doch einigen die angst nehmen kann und sie den mut finden die ersten schritte zu unternehmen um ihr leben zu retten.



    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

    Einmal editiert, zuletzt von dorothea ()

  • Wo fängt man an, wenn man anderen Mut machen will ihr Leben ohne Alkohol zu leben, ich fang mal bei heute an.


    Ich bin 43 Jahre alt und Mutter von 4 Kindern im alter von 19,18,14 und 7, lebe von meinem Mann seit 3 Jahren getrennt und bin seit 5 Jahren trocken, die letzten 4 zufrieden trocken.


    Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, sehr behütet, in dem jeder jeden kannte. Zur Schule ging es dann in den nächst grösseren Ort. Dort wurde mehr oder weniger der Grundstein für meinen Lebensweg gelegt. In der Schule wurde ich gehänselt, die kleine Doofe vom Dorf, dann noch geschiedene Eltern. Mein Selbstbewusstsein wurde im Keim erstickt. Ich traute mir nichts zu, bekam immer mehr Komplexe.


    Das ich mich auch in meiner Jugend nicht traute in die Disco zu gehen, oder sonstige Jugendveranstaltungen zu besuchen versteht sich von selbst. Bis 14, 15 etwa habe ich mit den Jungen im Dorf Fussball und so gespielt. So mit etwa 16 fingen wir an in der Dorfkneipe rumzuhängen, Knobel und Karten spielen. Natürlich wurde dort auch getrunken, welches ausmass das alles hatte ist mir erst im Nachhinein klar geworden.


    Dort lernte ich auch recht bald meinen späteren Mann kennen, 12 Jahre älter als ich und damals schon recht gut dabei mit dem trinken. Naiv wie ich war habe ich das damals auch nicht gesehen, ich war auch nicht sehr wählerisch mit meinem angeknackten Selbstwertgefühl.


    Mit nicht einmal 20 war ich dann verheiratet, habe einen Beruf gelernt. Wir gingen beide arbeiten und haben unsere Freizeit mehr oder weniger in der Dorfkneipe verbracht. Dort wurde gespielt, natürlich darum wer die nächste Runde bezahlt. Zu dem Zeitpunkt konnte ich noch jederzeit auf alkoholfreie Getränke umschwenken. Aber die Gewöhnung und damit die Toleranz nahmen stetig zu.


    Mit 24 bekam ich unseren Sohn, die 2 Zimmerwohnung wurde zu klein, wir brauchten ne grössere Wohnung, im Dorf war nichts frei, also in den nächsten Ort. Das hat alles ne weile gedauert. Kaum waren wir dort eingezogen merkte ich das ich wieder schwanger war.


    Ich hatte mittlerweile einen Minijob, aber in dem neuen Ort keine Freunde gefunden. Mein Mann fuhr täglich um 17 Uhr in die Kneipe, ich sass mit Kind Arbeit und Haushalt allein zu hause. Als meine Tochter dann geboren war, wurde alles nur noch schlimmer, ich war immer allein und völlig überfordert. Mein Mann kümmerte sich um nichts und ich fing an abends Bier zu trinken, aus ein bis zwei Flaschen wurden recht schnell mehr.


    Mir war bald klar das ich ein Problem hatte, aber die Scham, die angst liessen mich nicht handeln. Ich soff weiter. 4 Jahre später war ich wieder schwanger und gab meinen Minijob auf. Meine Familie lieh uns Geld das wir bauen konnten und aus der kleinen Wohnung raus kamen. auch hier glänzte mein Mann ehre mit Abwesenheit, Ich frage mich heute oft wie ich das damals alles geschafft habe. Ich habe trotz der Schwangerschaft öfter getrunken. die Sucht hatte mich voll im griff.


    Das Geld reichte nicht mehr zum weggehen, mein Mann soff nun auch zu hause und hat seine Unzufriedenheit an uns ausgelassen. Streit, Suff und Scham lösten einander ab und die zeit verging. Als meine Jüngste Tochter 7 war merkte ich das ich wieder schwanger war. Ich war tot unglücklich, hatte furchtbare angst um das ungeborene, konnte mich aber jetzt immer noch nicht aus dem Teufelskreis befreien. auch dieses kleine Mädchen ist Gott sei dank gesund.


    Es sollten noch 2 weitere Jahre vergehen bis ich endlich die kurve bekam. Ich soff mittlerweile manchmal schon am Vormittag, meine Kinder litten furchtbar, all das war mir soooo klar, ich wollte das alles nicht mehr, wusste mir aber irgendwie nicht wirklich zu helfen, ich schämte mich so unendlich so versagt zu haben.


    Dann kam mein Tag, ich hatte aus lauter Wut und Frust schon am Vormittag getrunken. Ich bin dann zum Einkaufen gefahren statt zu laufen, warum ich das tat weiss ich nicht, ich kann mich daran nicht erinnern, Alkohol war noch genug da. Als ich nach hause kam erwartete mich die Polizei, all das ist in dichtem Nebel, ich weiss es nur aus dem Protokoll. Es folgte Blutabnahme und Führerscheinentzug, die Beamten waren so nett mich wieder nach hause zu bringen.


    Kurz nachdem ich mich völlig verzweifelt wieder meiner Flasche zugewandt hatte klingelte es. Meine Nachbarin stand vor der Tür und bot mir Hilfe an. Ich bin Ihr heute noch soooooo unsagbar dankbar. Sie rief bei meinem Hausarzt an und machte einen Termin für den nächsten morgen, ebenso bei der Suchtberatung.
    Ich bekam auch gleich die Zusage zur stationären Entgiftung am nächsten Tag. Ich fing noch im Suffkopp an meine Koffer zu packen. Meine Nachbarin rief dann noch meine Mutter an das sie am nächsten Morgen kam um sich um die Kinder zu kümmern.


    Am nächsten Tag pünktlich um 7 stand sie wieder auf der Matte, packte mich samt Koffer in ihr Auto und brachte mich erst mal zum Arzt, der hatte die Einweisung schon fertig, sagte mir das er mich nicht untersuchen muss, da das ja gleich im Krankenhaus geschieht. Er hat mir alles gute gewünscht und gesagt das ich kommen soll wenn ich entlassen werde.


    Danach ging es zur Suchtberatung. Dort wurden meine Daten aufgenommen und mir einige Möglichkeiten der Therapie erklärt. Da ich noch nicht nüchtern war, sollte ich mich erst nach der Entgiftung entscheiden, hierfür haben wir dann gleich einen Termin gemacht. Von hier aus ging es dann direkt ins Krankenhaus.


    Auch hier wurde ich sehr nett und keinesfalls abfällig behandelt. Ich bekam Medikamente die die Entzugserscheinungen dämpfen. Die ersten Tage habe ich so fast verschlafen. Mein Mann hat mich in der Zeit 1 mal besucht und mir nur Vorwürfe gemacht, das hat mich erst recht in meinem Beschluss bestärkt das ich das nicht mehr will.

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    trocken seit 18.10.2001

  • Mein Körper war jetzt frei vom Gift, aber nicht mein Kopf. Die wirkliche Arbeit stand mir jetzt bevor und Probleme gab es mehr als genug. Das erste nahm mich gleich bei meiner Entlassung in Form meiner Schweigermutter in empfang. Den ganzen Weg nach hause hagelte es Vorwürfe. Wie ich meinen Mann so blossstellen konnte indem ich mit meiner Sauferei ins Krankenhaus gehe anstatt einfach damit aufzuhören.


    Zuhause empfing mich ein Kasten Bier gleich hinter der Tür. Mein Mann war arbeiten, die Grossen in der Schule die Kleinste bei meiner Mutter. Ich habe mich umgezogen, bin zum Bus gedackelt und erst mal zu meiner Mutter die Kleine abholen. Dann habe ich mich um meine Termine gekümmert.


    Bei der Suchtberatung war mir sehr schnell klar das ich eine ambulante Therapie wollte, schon wegen der Kinder. Davon war der Therapeut nicht sehr begeistert nachdem er hörte das mein Mann auch säuft. Hat dann aber nachgegeben weil ich stur und dumm wie ich damals war sonst sicher nicht gegangen währe. Auf einer Option hat er aber bestanden, das, sollte ich trinken die Therapie sofort in eine stationäre gewandelt wird. Damit konnte ich leben, ich wusste zwar nicht was ich wollte, aber dafür sehr genau was ich nicht wollte und das war je wieder Alkohol trinken.


    Bis die Therapie beginnen konnte wurde ich in einer sogenannten Auffanggruppe betreut. Wir trafen uns ein mal die Woche. Ich stolperte zwar täglich über irgendwelche Flaschen blieb aber eisern. Ich hatte das Gefühl das mein Mann noch mehr Alk als sonst nach hause schleppte um mich zum Rückfall zu verleiten. Dieser Gedanke hat mich richtig wütend gemacht und nun wollte ich es Ihm erst recht zeigen das ich ohne kann. Wie oft habe ich meinen Sohn gebeten die Flaschen zu verstecken das ich sie nicht sehen musste.


    Die Therapie lief dann so ab, das ich jede Woche 3 Stunden Gruppengespräche hatte, dazu kamen noch alle 14 Tage Einzelgespräche, bei Bedarf öfter, und 1 mal im Monat ein Gespräch mit den Angehörigen. Dahin kam mein Mann natürlich nie mit. Ich bin da 1 Jahr lang brav hingedackelt und habe mit meiner Diskutiererei und Sturheit die Therapeuten jede menge Nerven gekostet. Sie waren so manches mal der Meinung ich bin kurz vor einem Rückfall, schon erst recht wenn zu hause immer Alkohol rumsteht.


    Mir war schon klar das es sehr viel einfacher gewesen wäre wenn ich mich damals schon von meinem Mann getrennt hätte. Ich hatte damals die Hoffnung ihn doch noch zu überzeugen auch aufzuhören.


    Ich habe lange rumgeeiert, aber nicht getrunken. Kurz vor Ende der Therapie ist dann etwas mit mir passiert es hat irgendwie klick gemacht. Ich weiss nicht wie ich das beschreiben soll. Von Heute auf Morgen habe ich meine Art zu denken geändert. Die Krankheit also solche akzeptiert. Ich habe begriffen das es Dinge gibt die ich einfach nicht ändern kann, egal was ich tue, die ich einfach so hinnehmen muss. Von da an brauchte ich nicht mehr gegen den Alkohol zu kämpfen, er war mir egal geworden. Es störte mich nicht mehr, wenn jemand neben mir stand und trank, kein Neid mehr das ich das nicht mehr darf. Keine Verzichtsgefühle mehr. Es gab nur noch "ich will nicht, weil ich es nicht mehr brauche."


    Ich hatte mein Ziel erreicht, ich war zufrieden trocken. Die Therapie war zu ende, den Führerschein bekam ich danach auch schnell zurück. Mein Leben normalisierte sich. Ich habe noch ein Jahr lang versucht nun auch meine Mann zur Therapie zu bewegen, aussichtslos, er war seiner Meinung nach ja nicht abhängig. So haben wir uns schliesslich getrennt. Er hängt immer noch an der Flasche.


    Es war natürlich nicht einfach die erste Zeit allein mit den Kindern. Das Geld war knapp, aber auf jeden Fall besser als der ewige Streit. Ich fand bald wieder einen Minijob und es wurde leichter. Meine Grossen fingen an mich mit in die Disco zu nehmen, ein sehr kleiner, fast familiärer Laden. Ich habe mich dort sehr schnell mit den Stammgästen und dem Personal angefreundet, meine Krankheit habe ich nicht verheimlicht. Keiner hat ein Problem damit das ich nicht trinke. Die Meisten setzen sich mit einem Kaffee oder einer Kola zum klönen zu mir weil ich immer ein offenes Ohr habe und nie benebelt bin.


    Ich habe heute wieder einen grossen Freundeskreis, das alter reicht von 18-80. Ich habe Selbstvertrauen, weiss wer ich bin, kann über mich selbst lachen. Ich muss es niemandem mehr recht machen, ich bin nur noch für mich und meine Kinder verantwortlich. Ich bin glücklich. Dazu trägt auch mein neuer Lebensgefährte bei den ich vor gut einem Jahr in "meiner" Disco kennen gelernt habe. Er ist mir ein aufmerksamer Gefährte und meinen Kindern ein liebevoller Vater. Einfach ein Traummann.


    Es war ein sehr langer harter weg bis hier her, ich bin glücklich ihn gegangen zu sein.


    Mein grösster Dank gilt meiner Nachbarin, danke Marianne, du hast mir das Leben gerettet.

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    trocken seit 18.10.2001

  • so, irgendwie wollte ich ja hier eine art tagebuch draus machen, nur ist das gar nicht so einfach den anschluß zu finden.


    meine lebensgeschichte hab ich ja schon vor geraumer zeit geschrieben auch wenn sie jetzt erst hier reingestellt wurde.


    meine kleine und ich sind mittlerweile ein jahr älter, :wink: ich habe meinen minijob aufgrund innerbetrieblicher umstrukturierung verloren und schlag mich grade mit dem alg 2 antrag herum. ich versteh ja vollkommen das man hier mißbrauch vorbeugen muß, aber man kanns auch übertreiben, typisch deutsche bürokratie. egal da muß ich durch.


    mein sohn findet auch keine stelle und will nun noch mal zur schule, hoffe das er dann mit dem besseren abschluß was findet, sonst geht er ins ausland. mein freund ist auch arbeitslos geworden, toll kommt alles auf einmal. wenn mir was gescheites einfällt dann mach ich nen familienbetrieb auf, arbeitslose haben wir ja genug :?


    einzig positiv am wochenende ist ritterfest!!! wir lieben mittelaltermärkte. und bei diesem haben wir nun auch die passende kleidung. ich hab über monate immer wieder stoffreste gekauft, so das ich uns nun gewandung nähen konnte. das wird richtig klasse.


    so das ist nun der aktuelle stand, sollte jemand ne frage haben nur zu.


    doro

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    trocken seit 18.10.2001

  • Hey Doro,


    Hut ab vor Dir. Du hattest sehr viel schwerere Bedingungen als ich und hast es echt fein hingekriegt. Du kannst auch wirklich froh um Deine Nachbarin sein!!!


    Deine Geschichte beweist mir wieder einmal mehr, daß meine Chancen auf ein zukünftig wieder richtig zufriedenstellendes Leben sehr sehr gut sind, wenn ich mich am Riemen reiß und es mir nicht selbst vermassel.


    Denn - wenn Du das schaffen konntest und auch weiterkämpfen kannst, dann ich doch alle male auch :D


    Vielen lieben Dank für Deinen Beitrag und gaaaanz viel Spaß auf´m Ritterfest :D:D


    Liebe Grüße

  • hallo claudi


    ich freu mich wenn ich dich mit meiner geschichte motivieren kann weiter deine weg in ein trockenens leben zu gehen. deswegen hab ich karsten gebeten die geschichte hier reinzustelln. es ist egal wie schwer man es hat, man kann es trocken auf jeden fall besser schaffen als mit alk. wie heißt es so schön, wem das wasser bis zum hals steht der soll den kopf nicht hängen lassen


    doro

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  • hallo dorothea,


    vielen dank, dass du deine " geschichte" hier aufgeschrieben hast.
    bewundernswert finde ich dass du trotz deiner belastungen - du hast ja auch gerade mehrere baustellen- jeglicher art dich nicht unterkriegen lässt und weiterhin trocken bleibst.
    ich habe erfahren müssen, dass alkoholiker meistens oder oft dann wieder zur flasche griffen wenn der berg der probleme oder der druck immer grösser wurde


    liebe grüsse sammy

  • hallo


    heute war ich mit meinem lebensgefährten und zwei meiner töchter auf nem mittelaltermarkt in unserer nähe. das wetter war herrlich, die musik klasse, tole gewänder, und die ritterspiele super lustig aufgezogen. das zeltlager war schön aufgebaut und an den ständen gab es auch schöne sachen zu kaufen. am meisten hat mir es aber wieder gefallen den einzelnen handwerkern über die schulter zu schauen. war wieder vieles da vom schmied über töpfer bis zu schustern.


    wir haben uns schöne räucherharze und räucherkohle mitgenommen und meine größere tochter hat bundschuhe bekommen. ich hab mir nen geldbeutel geleistet, obwohl ich da ja nicht so viel zum reintun habe, ist auch nur ein kleiner. 8) .


    es war ein wunderschöner tag, so richtig nach unserem geschmack. einfach nur schön.


    doro

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    trocken seit 18.10.2001

  • Hey doro,


    das kann ich mir so richtig vorstellen, wie´s da so zuging auf dem Fest.
    Ich geh auch gerne dorthin. Beim nächsten Mal darf dann unser Zwerg auch mit.


    Du klingst richtig begeistert, so wie Du schreibst :D


    Da freu ich mich schon beim Lesen Deiner Zeilen gleich mit :D


    Und - hey - wechsel mal nen 5er in lauter Centstücke. Was meinst, was Du dann für ein dickes Sackerl hast :lol::lol::lol:


    Liebe Grüße und ´nen sonnigen Sonntag!!!

  • Hallo,


    vielen Dank für diesen Einblick in Dein Leben, Du machst mir sehr viel
    Mut damit. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen das es auch finanziell
    bald wieder bergauf geht.


    Zitat

    ich wusste zwar nicht was ich wollte, aber dafür sehr genau was ich nicht wollte und das war je wieder Alkohol trinken.


    Diesen Ausspruch finde ich grandios.

  • juhu ferien!!!!!



    ich war seit meiner eigenen schulzeit nicht mehr so froh das ferien sind wie heute. der ganze stress der letzten zeit, das war einfach zu viel. ich hab ja noch ne mama um die ich mich in letzter zeit viel kümmern mußte da sie sich die kniescheibe gebrochen hatte und nen onkel der auch allein ist und wegen seinem herzen im kh war. nun geht es denen langsam wieder gut. meine arge anträge sind komplett und abgegeben, nun muß ich morgen früh noch mit der kleinen zum arzt, mit meinem lebensgefährten die arbeitskleidung zu seinem ex arbeitgeber bringen und dann machen wir uns hier ein paar ruhig tage.


    wenn das wetter noch etwas hält wollen wir ein zelt in den garten stellen das die kinder dort schlafen können. wir werden ausschlafen, schön draußen frühstücken und lange spaziergänge machen, ich möchte kräuter sammeln, lesen und einfach mal paar tage nichts wichtiges machen. wenn das wetter schlecht wird werde ich malen und noch paar sachen nähen, habe mir auf dem mittelaltermarkt einige kleidungsstücke genau angesehen die ich nacharbeiten will. hemden für meinen freund, in seiner größe kriegt man nur ganz schwer was und wenn dann richtig teuer. stoffe hab ich teilweise schon seit jahren liegen.


    die zeugnisse von den kindern sind zufriedenstellen, so das wir uns heute einen ganz ruhigen entspannten abend machen werden. schön faul, mit den hunden raus, bischen was zum grillen holen, dann auf der wiese auf die luftmatratze. [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/verschiedene/h060.gif]


    doro

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  • der blöde alltag hat mich eingeholt.


    ich mußte alg 2 beantragen weil meine firma umgestellt hat und keine tielzeitkräfte mehr beschäftigt, da ich mir vor jahren einen rückenwirbel gebrochen habe kann ich nicht mehr vollzeit arbeiten, jedenfalls nicht in einem betrieb wo ich so viel körperlich ran muß. also arbeitslos. ich habe ein bezahltes haus das aber auf gepachtetem grund steht. die arge weigert sich nun die pacht zu zahlen, auch ist mir meine heitzung kaputt gegangen und ich steh ohne heiß wasser da auch dazu kam ein nein reparaturkosten gibts nicht. wird wohl auf ne klage vorm sozialgericht hinauslaufen, denn da mir der wohnraum zusteht kann ich auch nicht einfach umziehen, würde sowieso nicht gehen weil die imobilienpreise im keller sind und meine mutter mir das geld geliehen hat und die rückzahlung momentan stundet. alles ganz schön idiotisch, miete für ne 100 qm wohnung würden sie anstandslos zahlen, das wäre aber ein vielfaches der pacht. manchmal hab ich das gefühl wir sollten unser land nich deutschland sondern schilda nennen.


    ich werde jedenfalls nicht in selbstmitleid versinken und trübsal blasen sondern mich weiter in die rechtslage einlesen und mir nen anwalt suchen. verscheißern lass ich mich nicht. auch als arbeitsloser hab ich ein recht auf angemessenen wohnraum und warmes wasser. ich bin einfach nur stinksauer mit welcher herablassenden art man behandelt wird, so ganz nach dem motto man hat ja eh keinen bock auf arbeit und ist schon mal aus prinziep kriminell. dabei sind es teilweise anforderungen der arge die nachweislich nicht rechtskonform sind. aber das wird dann alles mein anwalt klarstellen.


    ich bin fürchterlich wütend, aber eines ist sicher ich werde nicht trinken, denn dann hab ich verloren.


    doro

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  • Hallo doro,
    erst einmal schön,dass Du wieder aktiv bist :wink:


    Zitat

    ich bin fürchterlich wütend, aber eines ist sicher ich werde nicht trinken, denn dann hab ich verloren.


    So ist es!!!


    Und dann wärest Du wieder da,wo andere dich gerne hätten,und datt geid nu schon mal gar nicht!!Nie nicht!!


    Also,nicht den Kopp innen Sand,wie Vogel Strauss,sondern Gefieder gespreizt,wie Vatter'n Pfau!!


    Liebe Grüße,Andi

  • hallo



    so nach wochen langen recherchen hab ich nun meinen einspruch, sowie diverse anträge bei der arge eingereicht, mal gucken wie lange die brauchen um da durchzusteigen, gesetze und urteile zitieren kann ich auch. 8) hoffe das das vollständig ist, denn am sonntag ist die einspruchsfrist um. bis die fertig sind muß ich zwar ganz schön kurz treten, habe aber bei versicherungen und so um stundung der beiträge gebeten, nach schilderung der sachlage war man da sehr verständnissvoll, ich werde eine nach der anderen bezahlen so das ich nicht drei oder vier stück auf einmal habe sondern jeden monat eine, das krieg ich dann einigermaßen hin. hmmm wenn ich so dabei bin eigentlich sind mir doch durch deren falsche berechnung nun wieder zusätzliche kosten entstanden ..... :wink:


    so langsam finde ich spaß dran.


    was ich hier eigentlich mit meinen zeilen erreichen will ist, jedem klar zu machen, egal wie tief man auch in problemen steckt, es gibt keinen grund zu trinken. sicher sind situationen wie meine jetzige sehr dafür geeignet zum rückfall zu führen, nur was dann??? ich habe probleme wie viele tausend andere in unserem land, aber die kann man bewältigen und manches muß man einfach hinzunehmen lernen.
    mir geht es auch mit diesen problemen um soooo vieles besser als mit alkohol und so ein ärger wird mich nicht dazu bringen wieder zu trinken.


    wie annika immer so schön sagt, mir geht es gut obwohl nicht alles gut ist.


    doro

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  • hallo


    mein eigentliches tagebuch führe ich ja im geschlossenen bereich, weil man da einfacher und offener schreiben kann, und da hat mich unsere lhea auf die idee gebracht heilpraktikerin zu werden, diesen wunsch hatte ich schon als junge frau, nur darf man das erst mit 25 werden und da hatte ich schon 2 kleine kinder und ab und zu die flasche am hals. aber es ist nie zu spät. ich habe mich jetzt über diverse möglichkeiten informiert und festgestellt das es gar nicht so schlecht aussieht es zu schaffen, einzig die finanzierung wäre zu regeln, aber auch da wird sich ein weg finden lassen. ich will das, und dann mach ich das auch. ich habe ja den vorteil krankenschwester zu sein und muß vieles ja nur auffrischen und nicht komplett neu lernen.


    ich seh das so, ich bin nicht schon 44 sondern erst. ich habe noch 23 jahre berufsleben vor mir, und da ich mit 21 ausgelernt hatte hab ich grade mal halbzeit. also, wo ist das problem.


    doro

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  • hallo volker


    da hast du sicher recht, nur darf man bei der sache nicht vergessen, das ich nur mit gescheiter hilfe trocken werden kann, und nur wenn ich trocken bin kann ich auch eine verantwortungsvolle mutter sein. bei mir ist keiner auf die idee gekommen mir die kinder wegnehmen zu wollen weil ich mir hilfe gesucht habe und meinen weg in die tockenheit gegangen bin. hätte ich weiter gesoffen, hätte ich mich und meine kinder zerstört und man hätte sie mir mit recht weggenommen. so bin ich trocken und meine kinder sind glücklich bei mir. kinder werden nicht weggenommen wenn man was tut, sondern nur wenn man nichts tut.


    doro

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    trocken seit 18.10.2001

  • hallo volker


    da gebe ich dir vollkommen recht, hier gibt das gesetz leider kaum möglichkeiten, das finde ich gehört wirklich geändert, aber so viel ich weiß ist der gesetzgeber dabei auch unehelichen vätern hier mehr rechte einzuräumen.


    ich denke aber das das auch daran liegt das sich in der praxis wohl kaum ein unehelicher vater wirklich darum bemüht hat, denn wo kein kläger da kein richter, in so fern ist es hier an den vätern ihre rechte beim gesetzgeber einzufordern und diese dann auch mit allen konsequenzen umzusetzen. mal hand aufs herz volker wieviele kaputte beziehungen kennst du wo der vater sich um das sorgerecht bemüht, in den meisten fällen ist es doch auch heute noch so das der mann geht, sich ein neues leben aufbaut und die frau zusehen kann wie sie allein mit den kindern klar kommt. ich kenne auch ausnahmen, aber die sind wirklich selten.


    doro

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  • Hi Doro,


    jetzt habe ich hier wie dumm gesessen und mich gefragt: warum Du 5 Jahre länger arbeiten sollst als ich.
    Ups, ich bin einfach was älter. Respekt, großen Respekt. Wir versetzen die Berge, nicht die uns.


    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

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