Hallo Claudinchen,
herzlich willkommen und Kopf hoch.
Eine Trennung ist nicht etwas Grundsätzliches. Die Paare können auch gemeinsam da durch, sich gegenseitig halt geben und Zukunft haben. In der Regel sieht es aber anders aus. Da hast Du jemanden der nicht einsieht dass er alkoholabhängig ist und etwas tun muss, wozu er nicht bereit ist, er will es einfach nicht. Dazu der Angehörige, der unter dem ganzen Krams bis zur Selbstaufgabe leidet, die Abhängigkeit unbewusst unterstützt und plötzlich feststellt, da stimmt was nicht und etwas ändert. Als Angehöriger machst Du viele Dinge, die mit Dein Tagesinhalt waren, jetzt fort sind, nicht mehr gebraucht werden und für den Abhängigen zu einem Rückfall führen können, deshalb müssen sie weg.
Für den Abhängigen ist der Angehörige durchgeknallt und beide entwickeln sich in andere Richtungen, bis es irgendwann nicht mehr passt. Wenn der Abhängige dann etwas unternimmt, verändert er sich auch und wird anders.
Wie ein glatt rasierter Angehöriger, der plötzlich einen Bart trägt und ein Bartträger, der plötzlich glatt rasiert ist. Beide vermissen Vertrautes und erhalten viel Neues. Das bedeutet ja nicht, dass es nicht mehr passen kann, nur meist ist zu viel dazwischen vorgefallen und die Liebe ist dabei nur ein hinderlicher Klotz am Bein.
Ihr seid da viel weiter, er hat es erkannt und wollte etwas ändern. Wenn Du das hinbekommst, wenn es Dir gut tut, wenn es Dir nicht schadet, wenn Dein Kind nicht Schaden nimmt, wenn Ihr glücklich sein könnt, warum soll das nicht auch anders gehen? Nicht jeder Funke führt zur Explosion.
LG kaltblut