Jäger und Sammler

  • hi ihr alle,

    war gestern mit einer sehr guten (einer meiner zwei engsten) Freundin aus und wir haben über meine Alkoholkrankheit gesprochen.
    War auch alles ok, sie findet es toll, daß ich so konsequent bin, auch wenn sie es glaube ich für übertrieben hält...nach dem Motto, naja weniger wäre doch auch ok. Sie versteht nicht, daß weniger nicht geht...

    Sie ist im sozialen Bereich tätig...ehrlich gesagt hätte ich ihr etwas mehr Wissen in Richtung Sucht zugetraut. Aber ok, was das angeht hat sie eher durchschnittliches Wissen.

    Sie erzählte mir dann von einem Gespräch, das sie mitverfolgt hatte, zwischen einem seit langen Jahren trockenen Alkoholiker und einer nicht alkoholkranken Pädagogin, die gerade ihre Diplomarbeit über "kontrolliertes Trinken" schreibt. Es war wohl eine ziemlich heiße Diskussion, wie man sich vorstellen kann. Der Alkoholiker überzeugt von der Wichtigkeit der absoluten Abstinenz und die Tochter aus gutem Hause, die wohl Alkoholismus nur aus Büchern kennt. (sorry, wenn ich hier etwas überspitze)

    Ich sagte meiner Freundin dazu, dass ich es schon "toll" finde, daß jemand meint, mit theoretischen Kenntnissen und riskanten Methoden gegen seit Jahrzehnten erprobte und erfolgreiche Vrhaltensweisen anzukämpfen, die vielen Menschen das Leben gerettet haben.

    Warum sollte jemand versuchen wollen, kontrolliert Alkohol zu trinken,wenn er sich seiner GEfährlichkeit bewußt ist??? Man BRAUCHT ihn doch nicht zum Leben! Es ist ein Zellgif, basta.

    Klar, wenn es um Eßstörungen geht, da muss jemand lernen, einen NORMALEN umgang mit dem essen, also dem Suchtstoff, zu bekommen. Aber wie kommt jemand auf das schmale Brett, Alkoholikern kontrolliert Alkohol geben zu müssen?

    Karsten, falls sich dir jetzt die Haare aufstellen, ich hatte hier nicht vor einen Diskussion über das FÜR und WIDER anzufangen. Es hat mich entsetzt und aufgeregt. Ich finde diese Theorie sehr gefährlich, wenn man sieht, was ein Rückfall bei einigen bewirkt.

    Ich mußte mir das einfach von der Seele schreiben, weil es mich wütend und betroffen gemacht hat.
    Die Energie die die Leute in solche Theorien stecken, könnten sie produktiver gebrauchen. Meine Meinung.

    So. Jetzt geht's mir wieder etwas besser.

  • Hallo Lydia,

    ich kann mich erinnern, dass vor einigen Jahren in diversen Medien das Thema "Kontrolliert Trinken statt totaler Abstinenz" viel diskutiert wurde. Ich glaube auch den Hintergrund für derartige "Forschungen" ganz gut nachvollziehen zu können: Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit, also sind die Kassen gezwungen, dadurch entstehende Kosten zu tragen. Wenn man sich jetzt mal den ein oder anderen Fall anschaut, in dem ein Erkrankter trotz zig Entgiftungen und Therapien dennoch am Ende an den Folgen seines Alkoholismus verstirbt (selbstverständlich nach mehrwöchiger intensivster stationärer Behandlung), dann kann man sich vielleicht vorstellen, welche enormen Kosten da für den Versicherungsträger entstehen. Das in diesem Zusammenhang der Gedanke entstehen kann, dass man einen Alkoholiker durch intensive therapeutische Betreuung auf ein weniger gefährliches Niveau "herunterschrauben" kann, ist unter dem finanziellen Aspekt durchaus nachzuvollziehen. Das sind simple Kosten-Nutzen-Rechnungen, Marktwirtschaft, die Welt, in der wir eben leben. Manchmal recht bitter!

    Eigentlich hatte ich gedacht, dass diese theoretischen Ansätze durch die Realität wieder ins wissenschaftliche Abseits geraten wären, aber wenn Deine Freundin ein Gespräch mitbekommen hat, in dem es aktuell immer noch um solche Experimente geht, na dann hab ich mich da wohl geirrt ...

    Aber das sollte Deinen, meinen und unser aller Willen nicht schmälern, dem Alkohol dauerhaft und konsequent den Rücken zuzukehren!

    In diesem Sinne.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • hey lydia

    normalerweise schreib i ja in diesem bereich net, aber als ich das mit der pädagogin gelesen hab, hab i mir dann dacht, dir trau i mi scho no schreiben :wink:

    hab vor net allzu langer zeit auch in der tageszeitung (hallo? wenns a klatschblatt gwesen wär, hätt ichs ja no a bissi verstanden) artikel für den kalten entzug und kontrolliertes trinken entdeckt. erst hab ich mich wie du tierisch drüber aufgeregt, aber dann gedacht "das is dene ihr problem, net meins!"

    ich persönlich finde es klasse, dass du das hier rein schreibst - es hat dich aufgeregt und aufschreiben hilft ja bekannterweise.

    wichtig ist was du für dich möchtest, ganz egal was andere sagen und schreiben. und ehrlich gesagt sollte deine freundin deine einstellung dazu akzeptieren, aber wenn net, isses net dein problem.

    ich drücke dir ganz feste die daumen und denke an dich, mach weiter so!

    liebe grüße

    p.s. sorry das i dir in deinem thread im kinderbereich nimmi geschrieben hab, aber irgendwie fällt mir zu dem thema "erlernte hilflosigkeit" nix ein, wohl weil ich es selber net kenne.

  • hallo summerdream,

    nicht schlimm, mit dem anderen Thread :)
    vielleicht habe ich damit auch etwas erschlagen.

    Ach meine Freundin die ist ok, sie verstand auch das Argument, warum man mit Alkohol experimentieren sollte, wenn doch jeder Rückfall tödlich sein kann und man Alkohol nicht zum Leben braucht.

    Habe mich auch wieder etwas abgeregt.

    Also selbst wenn jemand mir das anböte und mich betreuen wollte, ich würde ihm einen Vogel zeigen. Das wäre mir viel zu heikel.
    Denn Kontrollverlust ist bei mir stark vorhanden. Könnte ich Alkohol kontrollieren, hätte ich nicht das Problem, das ich habe.

    alles liebe
    lydia

  • ok *lach* du hast recht.
    Obwohl...es gibt ja abstufungen. Der eine Alkoholkranke muss vielleicht eher regelmäßig trinken, beim anderen - der vielleicht nur alle drei wochen trinkt - geht es aber dann bis zum bitteren Ende.

    Das meinte ich, bei mir legte sich wirklich der berühmte Schalter um und dann konnte ich nicht mehr aufhören, bis ich lallend in der Ecke saß.

    Ihc hoffe du verstehst was ich meine.

  • hallo ihr,
    hatte gestern wieder AA Meeting. da hat mich ein "Monolog" etwas irritiert und ich möchte gerne mal eure Meinung dazu hören.

    Das war einer, der lange Heroin- und Alkoholabhängig war. Er ließ sich dann so drüber aus, wie einfach das für ihn war, auch ohne spirituelles Erlebnis, sowas bräuchte er nicht (fand ich schon etwas doof gegenüber den LEuten, denen das wichtig war).

    Und dann meinte er, er wäre ja nicht asozial geworden, er hätte sich um seine Kinder noch gekümmert, er würde das überhaupt nicht verstehen, wie andere so in die Asozialität abrutschen können.

    Er hat einen intelligenten Eindruck gemacht, aber seine Arroganz hat mich sehr gestört. Ich wollte ihm die ganze zeit nur zurufen: hallo, ads ist doch nur eine Frage der ZEIT. Die Zeit macht aus einem Alkoholiker einen asozialen Alkoholiker.

    Wie hättet ihr das empfunden?
    Ticke ich falsch? Mich hat das beschäftigt.

  • hi lydia

    ich tippe das dir auf deinem weg noch einige solche leute begegnen werden. klar regt das auf, aber da is am besten, wenn man auf durchzug schaltet und sich dann nur das zu herzen nimmt, was einem sinnvoll erscheint. also net denjenigen, der sch... labert, sondern diejenigen merken, die für dich interessante erfahrungen erzählt ham.

    wenn er das nicht versteht, schön für ihn, vielleicht hilft ihm das weiter, vielleicht auch net. wenn ich scho lese, er hat sich immer um seine kinder gekümmert, naja weiß net ob ich ihm des glauben kann, aber gut, vielleicht bin ich da auch voreingenommen.

    wie gehts dir denn? hast dein wochenende ausfüllen können?

    liebe grüße

  • hallo summerdream,

    ja, hatte ein schönes wochenende, danke der nachfrage. Habe samstag noch gearbeitet, dann Zeit mit meinem Feund verbracht und den Sonntag bei Sonnenschein in der Sauna/im Saunagarten.

    Klar, ich versuche da nicht allzu viel drauf zu geben, aber irritiert hat es mich halt. Und da hole ich mir lieber etwas Feedback hier, statt an allem, was ich denke zu zweifeln.

    bis bald
    lydia

  • Hallo phoenix,

    natürlich können wir aus der Ferne (ja wahrscheinlich nicht mal du selber) beurteilen, ob dieser Typ da die Wahrheit gesagt hat (von wegen er habe sich immer noch um seine Kinder gekümmert). Sowas ist sowieso immer eine subjektive Wahrnehmung. Bei jemanden der lange als nasser Alkoholiker und obendrein als Junkie gelebt hat, lässt sich das für mich nur schwer vorstellen. Grundsätzlich gibt es aber tatsächlich Unterschiede, die meiner Erfahrung nach in der eigenen Sozialisation und Erziehung mitbegründet sind, aber auch im jeweiligen Typus des Alkoholikers begründet liegen. Will sagen: Auch mir ist aufgefallen, das Alkoholiker einen sehr unterschiedlichen Grad des "sich gehen lassens" in ihrer nassen Zeit an den Tag legen.

    Der eine trinkt plötzlich exzessiv (Quartalssäufer z.B.) und 1-2 Wochen durchgehend bevor er schließlich auf der Intensivstation landet. Er/Sie lässt in dieser Zeit alles stehen und liegen um sich dem Rausch hinzugeben. Lässt Kinder Kinder sein, Arbeit Arbeit und isst nicht mal mehr.

    Ein anderer lebt jahrzehntelang als "versteckter Alkoholiker", der nach aussen hin ein verantwortungsvolles und geregeltes Leben führt, bevor er schließlich irgendwann doch psychisch einbricht und sich - zum Erstaunen und Schock aller - in suchttherapeutische Behandlung begibt. Dieser Typ Alkoholiker hat womöglich tatsächlich die ganze Zeit über sich mehr oder weniger gut um seine Kinder kümmern können.

    Das sind natürlich 2 Extremfälle. Die Majorität liegt wohl irgendwo dazwischen.

    Jedenfalls sind die Fälle eben teilweise sehr unterschiedlich. Wie ein Süchtiger sein Leben letztendlich trotzdem noch unter Kontrolle hat, hängt - wie ich weiter oben schon erwähnt habe - meiner Meinung nach auch sehr mit der persönlichen Herkunft ab. In meiner Suchtberatungsstelle sehe ich leider immer wieder, wie verantwortungslos und ich-bezogen gerade Alkoliker aus bildungsfernen Schichten mit ihrer Umwelt (und damit natürlich auch mit ihren Kindern) umgehen. Mir drängt sich daher schon der Verdacht auf, das es da einen statistischen Zusammenhang zwischen Bildung/Erziehung einerseits und Verantwortungsgefühl andererseits gibt.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. (V.E. Frankl)

  • Hallo BLizzard,

    ja, diese Differenzierung kann man sicherlich machen.
    Was mich halt vor allem nervte, war diese offensichtliche Arroganz, die rüberkam.
    Die ist ja auch manchmal hier im Forum zu spüren...alle anderen sind Assis, ich nicht.
    Das nervte mich wohl daran etwas.

    lg
    lydia

  • Hallo Lydia,

    Blizzard hat ja schon das Wesentliche gesagt, was den Hintergrund eines solchen Verhaltens betreffen könnte. Im Grunde genommen kann Dir dieser Mensch doch nur Leid tun, weil er nicht die notwendige Reflexion betreibt, die ihm den Schaden, den sein Verhalten bei seiner Familie angerichtet hat, bewusst macht! Denn auch wenn er sich im Umgang mit seiner Familie nichts vorzuwerfen hat (oder eben dieses subjektiv so empfindet), so sitzt er ja nun doch zusammen mit Dir und anderen in einem Raum und thematisiert sein Suchtverhalten! Also warum tut er das denn, wenn er doch so ein toller Hecht ist? :roll:

    Wir Menschen sind eben nicht alle nett :( !

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Lydia,

    ja das kann ich schon verstehen. Vielleicht ist das sowas wie ein Selbstschutzmechanismus - um sich selber damit zu zeigen, das man selbst noch was wert sei und das es bei einem selber "nicht ganz so schlimm" ist und das halt trotz der eingestandenen Problematik - noch andere Lebensinhalte bei dem/der Betroffenen eine Rolle spielen.

    Wenn ich mir das eine oder andere Posting von mir selbst durchlese, frage ich mich manchmal auch im Nachhinein ob das nicht etwas arrogant klingt. Ich weiß es nicht.

    Damit du mit diesem Typ in deiner Selbsthilfegruppe in Zukunft besser umgehen kannst, kann ich dir vielleicht einen Ratschlag geben: Denke darüber nach was hinter der Eigenschaft Arroganz steckt. Für mich ist die Antwort klar: Hinter Arroganz steckt in aller Regel das Bedürfnis, unbedingt bestätigt zu werden. Und nachdrücklich Bestätigung verlangen in aller Regel nach v.a. Leute die selbstunsicher sind.

    Herzlichst,

    Blizzard

    Erst unter den Hammerschlägen des Schicksals, in der Weißglut des Leidens an ihm, gewinnt das Leben Form und Gestalt. (V.E. Frankl)

  • danke. BLizzard, du hast recht (JOeDoe du natürlich auch...), man sollte versuchen,d ahinter zu kucken.

    Das versuche ich normalerweise auch. Mir tat es auch irgendwie so für ein paar andere weh, die über ihre Vergangenheit gesprochen und keine Peinlichkeit/keinen Schmerz verschwiegen haben.

    Daß sie in der Gosse gelegen haben, ihre Kinder geschlagen haben, ihre Kinder in den Suizid getrieben haben. Und dann er. Hat mich irgendwie wütend gemacht. Aber wer weiß, vielleicht ist er eben der schwächste von allen und muß noch einen langen Weg gehen.

    ach übrigens (ich total-pappnase), ich habe ja heute mein zwei-monatigs Jubiläum :D

    jajajajaaaaaa!
    lydia

  • Hallo Lydia,

    Zitat von phoenix75

    ... ihre Kinder geschlagen haben, ihre Kinder in den Suizid getrieben haben.


    na, das sind dann wohl die anderen Extreme :cry: .

    Wie auch immer, ich wünsch Dir jedenfalls Alles Gute zu Deinen ersten zwei Monaten :D . Auf das diesen noch viele, viele, viele Weitere folgen mögen!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • vielen DAnk ihr beiden! :)
    und die schönen Blumen :D

    Ja, ich wünsche mir auch noch ganz viele Monate. So langsam bekomme ich wieder Boden unter die FÜße, das ist ein schönes Gefühl.

    danke auch für eure Unterstützung!

    lydia

  • Hallo ihr lieben,

    mal wieder ein paar Worte von mir.

    Meine STimmung geht auf und ab, grundsätzlich geht es mir aber besser, als zu der Zeit, als ich noch Antidepressiva genommen und getrunken habe.

    Jetzt, wo ich meine inneren Schmerzen nicht mehr so betäube, kommen viele Dinge hoch. Z.b. meine Sehnsucht nach dem richtigen Partner.

    Das Thema belastet mich, da ich mich für sehr gehandicappt halte, was die Führung einer gesunden Beziehung angeht (leider kann ich das anhand diverser an den Baum gefahrener Beziehungen belegen).
    Ich suche mir immer Partner, die nicht passen.

    Vielleicht vereinfache ich es zu sehr, aber das Dilemma fühlt sich folgendermaßen an:

    Ein mental "gesunder" Mann würde mit mir nichts anfangen (und ich möchte mich ihm nicht zumuten).

    Ein "genauso" kranker Mensch wie ich, ist auch nicht die Lösung...das funktioniert schon mal erstrecht nicht.

    Mir wird zwar klarer, was ich möchte und brauche, aber ich habe wohl das Gefühl, das nicht bekommen zu können. Klar, das geht nicht nur mir so. Das geht auch Frauen so, die nicht alkoholkrank sind.

    Ich suche einen Menschen, der erfahren und spirituell ist. Aber diese Männer sind dann meist älter als ich und - klar - verheiratet. Und stehen mit beiden Beinen im Leben, haben "normale" Frauen haben, einen guten Job, Kinder, Haus...

    Gleichaltrige sind mir meist zu unreif und kindisch.
    Da kommen zwei, drei dämliche Sätze und ich habe schon keine Lust mehr, mich mit diesen "Männern" auseinander zu setzen.

    Oder sie haben eben selbst so viel mit sich zu tun, daß ich in so eine Mutter-Rolle reinrutsche (hatte ich auch schon...), was ich nicht möchte.

    Manchen mag das Problem banal erscheinen, aber für mich ist es das nicht. Es bringt mich echt zum Verzweifeln.

    Vielleicht fällt der/dem eine/n oder anderen ja was tröstliches oder auch einfach weiter bringendes ein. Vielleicht denke ich ja nur falsch herum. Fühle falsch herum (das sicher).
    Mein Gefühlsleben ist ohnehin durcheinander, aber ich arbeite daran.

    schönes wochenende an alle

  • Hallo Elocin,

    es geht so. DIe Frage beschäftigt mich einfach sehr.

    Hüstel. Ich bin nicht allein. Aber in einer Fernbeziehung, die nicht paßt. Ich bekomme aber die Kurve nicht. Und denke darüber nach, was ich will, was ich brauche, was ich geben kann. Ob ich einfach ganz alleine bleiben sollte, weil doch nur immer alles an den Baum fährt.

    Irgendwann setzen bei mir Mechanismen ein, die mich einfach nur noch davonrennen lassen, Platzangst. Ich weiß woher es kommt, aber keine Therapie der Welt kann mir da wohl so richtig helfen.

    Das Problem findet man ja hier bei vielen. Man wirkt locker, lustig, souverän, aber sobald es eng wird, ist man ein ganz kleines, ängstliches Haserl, das Angst hat, verlassen zu werden.

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