Hallo!
Ich hab nicht viel Zeit, aber ich wollt trotzdem eben mal was schreiben.
Danke, dass ihr so lieb seid. Eure Beiträge helfen mir immer wieder, egal ob sie mich unterstützen oder mir ganz andere Sichtweisen zeigen.
Anna & Nelly: Ich weiß nicht, warum der Suchtberater meinen Vater nicht mehr sehen will. Mein Vater hat es uns halt so erzählt und auch gesagt, dass er aber im März gern noch mal hingehen wollte. Also, ich kann mir nur denken, dass der SB einfach eingesehen hat, dass er an meinen Vater nicht rankommt. Mein Vater trinkt doch die ganze Zeit, erzählt es aber nicht, tut so, als wäre er trocken. Und wenn ich von dem ausgehe, was mein Vater (wenn überhaupt) mal erzählt, dann drehen sich die Gespräche immer nur über Belanglosigkeiten, gemeinsame Bekannte. Vor den schwierigen Fragen drückt sich mein Vater eh, bzw. beantwortet sie so wie der SB es hören will. Das hat er nämlich verdammt gut drauf, seitdem er in Therapie war, hat alles schön auswendig gelernt. Naja, genau weiß ich es nicht, aber so könnte ich es mir erklären. Es gibt wahrscheinlich andere Menschen, an denen er nicht seine Zeit so verschwendet und die Termine kann er dann für die Menschen sinnvoller nutzen.
Caro & nelly: Ja, ihr habt schon Recht. Man reduziert sich nur auf das, was man am Schlimmsten findet. Das ist schon wieder so was über was ich nie nachgedacht habe. Ich hab mich nie gefragt, warum ich nicht die Dinge sehe, die ich an mir mag oder die mir gut gefallen, sondern immer nur das Schlechte. Und klar, eine OP hätt wahrscheinlich auch nichts gebracht, weil dann wäre es irgendwas anderes gewesen, das Kinn, der Hintern, irgendwas würde man immer finden. Aber ich kann mir das auch alles aufsagen und manchmal weiß ich das auch, aber das Gefühl stimmt einfach nicht. Ich kann es nicht annehmen. Denn irgendwas passiert ja doch immer. Das ist wirklich verdammt schwer.
Ich hab auch schon mal mit meinem Therapeuten drüber gesprochen und er hat gemerkt, dass das was ist, was mich schon arg belastet. Aber ich hab mich dazu entschieden, erst mal an der Depression zu arbeiten, bevor ich dann zu Selbstbewusstsein, Selbstdarstellung etc. komme. Aber teilweise spricht er das auch so schon mal an und wir haben auch am Mittwoch ein bisschen drüber geredet. Und er findet, dass ich zu wenig Forderungen an meine Umwelt stelle. Hm... Versteh ich nicht. Ich kann doch niemanden zwingen, sich für etwas zu interessieren, was er/sie kann nicht interessiert?! Nur weil der-/diejenige mir nahe steht? Naja, er will da noch mal drauf zurückkommen, vielleicht verstehe ich es dann.
So, jetzt muss ich mich mal wieder an die Lernerei machen, ich hoffe, ich komme am Wochenende noch mal dazu, zu schreiben. Viel zu viel los ;-).