• Hey ihr Lieben!

    Hallo auch an Roa, schön, dass du mal reingeschaut hast, ich freu mich immer. Vor allem, weil es wirklich oftmals so viele Parallelen zwischen uns allen gibt und wir können uns gegenseitig nur helfen.

    Zitat

    es ist nich dass ich an meiner mutter hänge, was mich belastet, viel mehr die wut, das unnatürliche daran, eben keine enge beziehung mehr haben zu wollen.

    Ja, manchmal ist es ganz schön paradox, woher die Gefühle auf einmal kommen. Und manchmal machen wir uns wohl auch einfach nur was vor. Aber da komm ich gleich noch zu...

    Zitat

    die guten alten selbstzweifel sie lassen uns einfach nich in ruhe. es gibt einfach die tage an denen da ist man schon richtig weit und wertschätzt sich selbst und dann sind da die tage an denen jeder blick von jedem mitstudenten, etc., als verachtung gedeutet wird. jeder satz mich dazu verleitet zu denken der oder die mag mich nicht und immer wieder "kein wunder, dass du keinen typen abbekommst", mir zumindest geht es so. das wichtige ist, dass die guten tage überwiegen.

    Genau das hätte auch von mir stammen können ;-). Manchmal reicht schon ein Blick und ich fühl mich wie der letzte Sch... An anderen Tagen würd ich einen Blick nicht mal bemerken, geschweigedenn irgendwasn reininterpretieren. Aber das erfordert halt immer wieder Arbeit, Arbeit, Arbeit...

    Diese Woche hat es bisher eigentlich ganz gut bei mir geklappt, dabei hab ich mich gar nicht so oft dran erinnert. Es war glaube ich einfach wichtig, dass ich mir letztes Wochenende den guten Vorsatz gemacht hatte und es lief automatisch. Wenn ich was Schlechtes gedacht habe, hab ich versucht, es durch was Gutes zu ersetzen. Und ich beobachte auch andere und rufe mir immer wieder ins Gedächtnis, dass nun mal niemand perfekt ist, aber jeder liebenswert. Das ist ganz schön schwierig...

    Außerdem bin ich irgendwie seit dieser Woche in einer ganz sentimentalen Bald-ist-Weihnachten-Stimmung. Wie ein Kind finde ich das alles ganz toll und ich könnte fast weinen. Und so albern es ist, so schön ist es auch :D.

    Nun komme ich zum Vormachen...
    Vorhin hat mich meine Mutter angerufen. Ich hab wahrscheinlich den Fehler gemacht, dass ich sie in letzter Zeit wieder viel mehr hab gewähren lassen, was das Reden mit mir angeht. Ich wollte sie einfach unterstützen, dass sie mal WIRKLICH was tut, aber schon in dem Moment, wo ich das hier schreibe, weiß ich, dass das nicht meine Aufgabe ist. Tja, und wie das so ist... Wenn man ihr den kleinen Finger reicht... Jedenfalls rief sie vorhin an, ob sie mir mal was per E-Mail schicken sollte. Ich hatte mir gleich gedacht, worauf es hinausläuft und gesagt, dass ich keine E-Mails von meinem Vater an sie lesen will, weil ich das nicht auf meinem Rücken austragen will. Da sagt sie "Aber du steckst doch schon mitten drin". Scheinbar hat er irgendwas geschrieben, dass ich ja quasi die treibende Kraft wäre, dass sie sich von ihm trennt etc. Und vor allem ich auch danach auf sämtliche Unterstützung seinerseits verzichten müsste.

    Das Schlimme daran: Es trifft mich. Sogar ziemlich doll. Komischerweise muss ich nicht anfangen zu heulen, dafür nehm ich es schon zu gelassen hin, andererseits aber trifft es mich doch. Tada, da ist sie wieder, die kleine Co-Steffi, die so was Böses ja nie von ihrem Papi erwartet hätte.
    Warum ist das nur so schwierig?? Wahrscheinlich weil mein Vater und ich uns nun mal früher immer so gut verstanden haben. Im Prinzip würd ich ihn wahrscheinlich immer noch mehr mögen als meine Mutter. Das ist so schwer... Aber ich glaube, ich weiß, was ich jetzt tun muss. Mich abgrenzen. Und zwar sichtbar. Deshalb kriegen die beiden jetzt erst mal eine E-Mail von MIR! Die sollen mich aus ihrer Sch... raushalten. Ich bin grad echt durch den Wind. Und dabei hatte ich mich heute so über den ersten Schnee gefreut...

  • Hey!

    So, zurück von der Uni und ich hab mich wieder ein bisschen beruhigt. Ich hab dann tatsächlich meinen Eltern jeweils E-Mail geschrieben. Meine Mutter hat ihre scheinbar nicht bekommen, weiß aber auch so um was es ging und sieht es natürlich auch ein. Ich hab ihr die Mail auch grad noch mal geschickt, dann kann sie es wenigstens lesen.
    Das Erschreckende war allerdings, dass mein Vater total verständnisvoll und nett zurückgeschrieben hat. Er sieht zwar die Sache mit meiner Mutter noch überhaupt nicht ein und es ist klar, dass er grad mal wieder das typischste Alkoholiker-IAS-Verhalten an den Tag legt, aber trotzdem versteht er mich gleich wieder auf einer ganz anderen Ebene als meine Mutter. Zumindest habe ich das Gefühl. Vielleicht ist das natürlich auch alles nur Manipulation und Lüge, wer weiß. Aber das ist die Sache, die es mir so schwer macht. Ich hab momentan scheinbar einen kleinen Er-kann-doch-auch-nett-sein-Rückfall.
    Ich weiß wirklich nicht wie ich das unter einen Hut kriegen soll. Es ist ja nicht so, dass ich irgendwelche Wunder von ihm erwarte. Ich weiß, dass er sich im Grunde nicht für mich interessiert und ich nichts von ihm erwarten kann, einfach, weil er Alkoholiker ist und das alles kaputt macht, sein erstes Interesse gilt nun mal dem Alk. Andererseits kann er aber wirklich so nett und verständnisvoll sein und er hat mir nie irgendwas getan. ARGH! Vielleicht hilft mir all das, in Liebe loszulassen, wie es immer so schön heißt, aber ich weiß auch, dass es bis zum endgültigen Loslassen noch ein Weg ist.

    Auch sonst ist bei mir mal wieder wirrwarr angesagt. Außerhalb der Semesterferien ist es ja irgendwie grundsätzlich so, dass sich die Beziehung zu meinem Freund verschlechtert. So auch diesmal. Einerseits liegt es natürlich daran, dass ich nicht abschalten kann, aber ich übe. Aber es gibt auch noch andere Gründe. Er hat ja beispielsweise nie mein Buch gelesen, was mich immer noch enttäuscht, immerhin ist er mein Freund. Natürlich muss ich akzeptieren, wenn er es nicht will, weil ihm das Thema unangenehm ist oder er sich nicht damit beschäftigen will, was auch immer. Manchmal kann ich es akzeptieren, im Moment weniger. Denn ich hatte ihn ja auch gebeten das eine Kapitel aus dem EKA-Buch zu lesen. Hat er bisher nicht gemacht. Wahrscheinlich hat er es irgendwo versteckt, damit es bloß niemand sieht und er möglichst auch nicht. Und das ist im Moment so typisch für ihn. Ich hab das Gefühl, dass er einfach vor der Realität flüchtet, sich nicht um seine Zukunft kümmert, einfach so vor sich hin vegetiert. Und das stört mich ehrlich gesagt ungemein. Dass er sich für nichts wirklich einsetzen kann, nicht mal für mich. Ich muss wohl mal mit ihm drüber reden. Das bringt nur wahrscheinlich auch nichts.

    Ich glaube, ich muss im Moment erst mal mit meinen Gefühlen klar kommen und rausfinden, was ich wirklich will und was mir wirklich gut tut und welche Gefühle quatsch sind und welche richtig. Ich find es echt so besch..., dass das jetzt alles wieder anfängt, mich zu belasten. In den Ferien lief alles so toll oder bin ich einfach nur vor der Realität weggelaufen, hab mich in Fernsehserien geflüchtet, statt mein eigenes Leben zu leben?? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich es anpacken muss, alles andere wird sich zeigen.

    Einen schönen Abend euch allen!

  • Hallo Steffi,

    diese Zeilen von dir habe ich heut nachmittag gelesen. Ich hatte dann keine Zeit mehr noch zu antworten, aber habe sie im Kopf behalten als ich vorhin Kommilitonen von mir getroffen habe.

    Zitat von Steffi1301

    Es war glaube ich einfach wichtig, dass ich mir letztes Wochenende den guten Vorsatz gemacht hatte und es lief automatisch. Wenn ich was Schlechtes gedacht habe, hab ich versucht, es durch was Gutes zu ersetzen. Und ich beobachte auch andere und rufe mir immer wieder ins Gedächtnis, dass nun mal niemand perfekt ist, aber jeder liebenswert. Das ist ganz schön schwierig...

    und ich muss sagen das hat mir sehr weitergeholfen :)
    Eigentlich ist das auch meine Einstellung dazu, ich gehe eigentlich positiv an Dinge ran, aber manche Dinge verliert man aus den Augen und da hilft es wirklich sehr sich sowas immer wieder ins Gedächnis zu rufen.

    Ich hatte heute Vormittag nämlich eher einen schlechten Tag was mein selbstwertgefühl betrifft, paradoxer Weise, denn eigentlich habe ich mich mit vielen Leuten getroffen, unterhalten, gelacht und ich war offen. Aber das böse stimmchen wollte mich trotzdem nicht alleine lassen.

    Und dann heute abend habe ich ganz bewusst versucht nett und offen zu sein, aber mir vor allem das ein oder andre mantra immer wieder selbst zu sagen "du bist etwas wert" etc. während mich heute morgen der satz "du bist nicht gut genug" nicht verlassen wollte.

    Ich glaube fest, dass Menschen die sich selbst akzeptieren und lieben so wie sie sind am besten fähig sind anderen liebe zu geben und auch auf andere toll wirken. Naja, das ist mein Ziel...irgendwann. Aber ein Schritt nach dem anderen. Heute habe ich das Gefühl einen weiteren gemeistert zu haben, etwas was sich bei mir verkrampft hatte gelockert zu haben.

    Lange Rede kurzer Sinn, ich denke deine Worte waren sehr richtig und es ist sehr klug von dir das auch anzuwenden habe ich eben aus erster hand erfahren können ;)

    Das mit der Email deiner Mutter, ich finde da hast du gut reagiert. Sie sollen sich da nicht reinziehen, das steht ihnen nicht zu.
    Und dass es einen eben doch trifft, nun gut, das geht uns allen so. Das wichtige ist lernen damit umgehen zu können. Sich von den abhängigen (alkohol- oder co-) Eltern zu lösen bedeutet ja nicht nicht mehr zu lieben, verletzt zu werden oder wütend zu sein. Meiner Meinung nach ist es vielmehr ein Zusammenspiel zwischen Gefühle zulassen, VERARBEITEN und damit abschließen und dann Distanz dazu aufzubauen. und vor allem auch die eigenen Gefühle und die Zusammenhänge mit den Krankheiten zu VERSTEHEN. sich etwas bewusst sein, ich denke das ist ganz wichtig. Das heißt nicht das man nicht mehr fühlt, viel mehr, dass man seine gefühle besser einschätzt und einordnet und darum damit umgehen kann und verzweiflung unglücklichsein oder sogar depression nicht überhand gewinnt. (könnte man auch auf das selbstwertgefühl und die 'mantras' anwenden, diese theorie)

    aber das war jetzt sehr weit ausgeholt. tut mir leid, dass mit deinem freund. klingt so als gäb es da so manche baustelle an der es im moment zu arbeiten gilt. mit dem buch. auf der einen seite, ja, er sollte interesse an dir zeigen und merken was dir wichtig ist und wenn du sagst dass er sich auch ansonsten momentan eher treiben lässt und wichtige dinge und probleme ausschließt...aber ich finde auch, man sollte eine beziehung nur zu gewissem maße mit all dem belasten, wobei ich nicht im geringsten aus erfahrung spreche. man sollte ehrlich sein können, man sollte trost finden, aber der partner nicht zum therapeut werden und vor allem nicht zur einzigen bezugsperson für dieses thema. das könnte bei einer trennung dazu führen, dass die vergangenheit von neuem auf einen einstürzt. aber das ist noch mehr theorie, als ersteres.

    ich habe da meinen gedanken einfach mal ein wenig ihren lauf gelassen

    Zitat

    Ich glaube, ich muss im Moment erst mal mit meinen Gefühlen klar kommen und rausfinden, was ich wirklich will und was mir wirklich gut tut und welche Gefühle quatsch sind und welche richtig. Ich find es echt so besch..., dass das jetzt alles wieder anfängt, mich zu belasten.

    Das hast du Recht nimm dir Zeit dazu!

    Zitat

    In den Ferien lief alles so toll oder bin ich einfach nur vor der Realität weggelaufen, hab mich in Fernsehserien geflüchtet, statt mein eigenes Leben zu leben?? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich es anpacken muss, alles andere wird sich zeigen.

    naja, wer flüchtet nicht gerne mal und gerade in den ferien hat man sich entspannung und ablenkung verdient, sei nicht zu hart mit dir :)

    und jetzt einen schönen abend, bzw. eine gute Nacht

    und lieber Gruß, Roa

  • Hey Roa!

    Danke für deinen Beitrag!

    Schön, dass ich dir auch mit meinen Worten ein bisschen helfen konnte.

    Zitat

    Ich glaube fest, dass Menschen die sich selbst akzeptieren und lieben so wie sie sind am besten fähig sind anderen liebe zu geben und auch auf andere toll wirken.

    Ja, das glaube ich auch. Aber du hast Recht. Ein Schritt nach dem anderen. Wir müssen uns einfach nur jeden Tag wieder dran erinnern, dass wir an uns arbeiten und vor allem auch gut zu uns sein müssen!

    Zitat

    aber das war jetzt sehr weit ausgeholt.

    Gar nicht schlimm. Was du geschrieben hast, hat mir auf jeden Fall weiter geholfen. Ich weiß gar nicht, wie ein vernünftiges Verhältnis zu meinen Eltern aussehen könnte. Bisher dachte ich immer, es lief ganz gut. Aber eben nur so lang, wie sich die alten Verhaltensweisen nicht wieder eingespielt haben. Jetzt hat meine Mutter sich jemand anderen zum Reden geholt und das ist auch völlig in Ordnung. Sie versteht mich. Das ist das Wichtigste.

    Was du zu Beziehungen und den Problemen geschrieben hast. Wow, Danke! Da hast du mir grad echt ganz neue Denkweisen eröffnet. Denn du hast doch Recht: Meine Beziehung und meine Freundschaften sind doch gerade die Oasen für mich, die eben nichts mit meinem Elternhaus zu tun haben. Da kann ich zwar drüber reden, aber irgendwann muss es auch wieder gut sein.
    Mal abgesehen davon: Mein Freund hat mir das alles ganz einleuchtend erklärt. Er ist halt nicht so der große Leser und steckt schon seit einer Ewigkeit in einem anderen Buch fest, dass er natürlich erst fertig haben will. Tja, das ist doch eigentlich völlig verständlich...

    Heute Morgen wollt ich gar nicht so recht auf und an die Uni. Hab's dann aber natürlich doch gemacht. War auch gut so, ich hab noch ein paar Dinge schaffen können und mir geht's heute auch schon wieder viel besser. Nur für die Zukunft muss ich wirklich mal rausfinden, welches Verhalten gegenüber meinen Eltern angemessen ist. Ambivalenz ist überhaupt kein Ausdruck :roll: .

    Aber da mach ich mir heute keine Gedanken mehr drüber. Ich fahr gleich zu meinem Freund und wir machen uns einen schönen Abend. Ansonsten hab ich ein ruhiges Wochenende geplant, das brauch ich nämlich auch noch mal. Zeit für mich :D. Und Sonntag ein klitzekleiner Termin.

  • Hallöchen!

    Ja, mir gehts schon viel besser.

    Gestern Mittag im Bus hab ich mich mit einem Freund meines Freundes unterhalten, halt auch ein bisschen über die momentane Situation, dass er nix macht und so. Und das war auch gut so, denn durch den anderen konnte ich dann auch viele Dinge wieder anders sehen und hab gemerkt, dass es vielleicht wichtiger ist, meinem Freund "einfach" zu vertrauen, er wird sein Ding schon machen. Ich musste dann gestern zwar doch noch mal mit ihm drüber reden und das war nicht so angenehm, aber ich hoffe, ich kann jetzt aufhören, mir Sorgen zu machen. Ich muss mir schließlich nicht den Kopf über SEIN Leben und SEINE Zukunft zerbrechen.

    Ich glaube nämlich, dass das momentan mein Problem ist. Ich mache mir mal wieder viel zu viele Sorgen und Gedanken um alles mögliche und andere Leute und wo bleibe ich?? Jetzt, wo ich insgesamt wieder weniger Zeit habe, schraub ich die Zeit für mich rapide zurück, weil die halt von scheinbar wichtigeren Dingen eingenommen wird. Aber das ist nun mal nicht richtig. Ich werd von jetzt an versuchen, mich wieder mehr um mich selbst zu kümmern, die Welt mal Welt sein lassen und es mir gut gehen lassen. Und heute fang ich damit natürlich schon an. Ich hatte gestern einen wunderschönen Abend mit meinem Freund, heute werde ich einen wunderschönen Tag mit mir haben :D.

    Aber ich merke, dass ich in dieses Semester viel gelassener gehe als z.B. noch in das letzte. Ich mache mir zwar wahrscheinlich immer noch mehr Gedanken als andere, aber eigentlich ist es doch gar nicht so schwer. Alles geht mir leichter von der Hand, eine Aufgabe hab ich schon fertig, heute Morgen hab ich noch ein paar Texte für die Uni geschrieben und jetzt hab ich meine Arbeit für heute getan und genieße den Rest des Tages. Ja, seit gestern geht's mir wieder richtig gut. Und das soll auch so bleiben!

  • Hallo Steffi,

    schön, dass es dir momentan wieder richtig gut geht :)

    Zitat von Steffi1301

    Meine Beziehung und meine Freundschaften sind doch gerade die Oasen für mich, die eben nichts mit meinem Elternhaus zu tun haben. Da kann ich zwar drüber reden, aber irgendwann muss es auch wieder gut sein.

    ja, genau darauf wollte ich hinaus. hatte dieses wochenende eine Freundin da, mit der ich sehr viel geredet hab über alles was meine Familie betrifft und vor allem wie's mir momentan geht und wie ich das gefühl habe voran zu kommen. das hat sehr gut getan, aber ich achte auch immer darauf, dass ich nicht nur meinen mist bei ihr abladen. wenn ich mich mit freunden treffe, will ich auch spaß haben und frei von meiner familie sein. ich denke man muss da einfach den richtigen mittelweg finden. und wenn dein freund jetzt erst das andre buch zu ende liest und dann deins, na das klingt doch nach einem guten kompromiss ;)

    leicht ist es nicht sich klar darüber zu werden was für ein verhältnis wir EKAs zu unseren Eltern wollen und vor allem gehören da manchmal schwere entscheidungen dazu und häufig auch welche die außenstehende nicht verstehen (kontaktabbruch). aber das wirst du sicher noch für dich herausfinden.

    Zitat

    Ich muss mir schließlich nicht den Kopf über SEIN Leben und SEINE Zukunft zerbrechen.
    Ich glaube nämlich, dass das momentan mein Problem ist. Ich mache mir mal wieder viel zu viele Sorgen und Gedanken um alles mögliche und andere Leute und wo bleibe ich??

    gut erkannt ;) sich immer um das leid und die zukunft anderer kümmern, das ist nicht unsere aufgabe. wir sollten uns um unser wohl und unsere zukunft kümmern, das ist der bessere ansatz.

    natürlich darf man sich gedanken machen und anstöße geben, aber letztenendes trägt jeder die verantwortung für sein eigenes leben

    ein satz der mir sehr lieb geworden ist in letzter zeit. über die letzten jahre hinweg ist mir immer mehr bewusst gegeben, dass ich nicht die verantwortung tragen muss für das leben meiner eltern, aber erst in den letzten wochen seit ich ausgezogen bin habe ich sie wirklich losgelassen diese verantwortung. und ich merke jetzt es tut mir unheimlich gut. :)

    und darum habe ich nicht vor, diese belastung für irgendwen anderen (freund etc.) auf mich zunehmen. ;)

    Ich hoffe du hast auch noch einen schönen, entspannten sonntag.

    liebe grüße und schönen abend, roa

  • hallo steffi!

    ich finds schön das DU drauf gekommen bist!lächel..ist es nicht sogar sehr vermessen das WIR uns "mehr wie einmischen"in das leben eines "anderen"?...auch wenn es der eigene freund/mann ist...er ganz allein entscheidet das tempo seines lebens...

    schau auf DICH und DU wirst weiter DEINEN weg gehen können...immer ein stück zufriedener...

    drück dich...

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hey ihr Beiden!

    Wisst ihr was?? Ich fühl mich mittlerweile fast richtig dämlich, dass ich mir solche Sorgen um meinen erwachsenen (!) Freund gemacht hab. Nicht im abwertenden Sinne dämlich, sondern ich bin einfach nur erleichtert, dass ich das jetzt einsehe. Wie einfach so was sein kann :D. Und deshalb werd ich ihm das gleich auch sagen, mich bei ihm entschuldigen und ihm sagen, dass ich ihm in der Hinsicht vertrauen will. Denn das spielt da schließlich auch mit rein - Vertrauen. Aber damit hab ich ja eh so meine Problemchen :oops: .

    Und seitdem ich mit meinen Eltern geklärt habe, dass ich nichts mehr von ihren Beziehungseskapaden wissen will, geht's mir auch schon wieder viel besser. Denn auch das ist NICHT mein Problem!! Der letzte Stand, auf dem ich bin, ist, dass meine Mutter jetzt zu ihrer Mutter ziehen will. So wie es sich anhörte auch relativ schnell. Naja, mal abwarten.

    Gestern war ich ja dann tatsächlich mal spazieren. Das war ich schon ewig nicht mehr, aber irgendwie hatte ich gestern den Drang, raus zu gehen. Also hab ich mir meine Kamera gepackt und bin losgestiefelt. Meine Güte, was man da alles sehen kann :shock: ! Ich war ja völlig begeistert, grad so, als ob ich noch nie in der Natur gewesen wäre :lol: . Als ich so durch den Wald gelaufen bin, sind mir erst mal zwei Rehe vor die Nase gesprungen und haben mir einen riesen Schrecken eingejagt, aber wahrscheinlich waren sie wohl eher erschreckt von mir :D. Und dann hab ich auch noch ein frisch geborenes Kälbchen gesehen. Oooohhh... das war ja soooo süß und konnte noch gar nicht richtig laufen...

    Wenn ich mir mal überlege, dass ich mich sonst Sonntags nur daheim verkrieche... Klar, bisschen gammeln muss auch mal sein, aber so einen Spaziergang könnte ich echt öfter mal machen!

    Mein Samstag war übrigens auch toll, da hab ich dann wirklich nur gegammelt, Filme geguckt und so.

    Ja, mir geht's wieder richtig gut! Und das soll jetzt auch erst mal so bleiben!

    Ich wünsch euch noch eine schöne Woche!!

  • Hallo Steffi,

    finde ich klasse, dass Du diesen Schritt auf Deinen Freund so mutig zu gegangen bist! Das mit Deinen Eltern war auch ein großer Schritt! Bin stolz auf Dich!

    Der Spaziergang klingt klasse und mach das wirklich öfters, es ist doch manchmal wahnsinn! Denke, dass ist ein positiver Teil unserer Familienkrankheit, dass wir unsere Umgebung irgendwie intensiver wahrnehmen können!

    Ganz liebe Grüße!
    Marya

  • Hey Marya!

    Zitat

    dass ist ein positiver Teil unserer Familienkrankheit, dass wir unsere Umgebung irgendwie intensiver wahrnehmen können!

    Ja, das stimmt. Und ich glaube, es war bisher vor allem ein negativer Teil, dass ich mich immer daheim verkrochen hab und nicht mal allein rausgegangen bin. Das kann wirklich schön sein!

    Also, meine Mutter wohnt seit Montagabend quasi bei ihrer Mutter. Und das ist wirklich gut. Sie kommt wohl nach der Arbeit noch her und macht eben ein bisschen was im Haushalt, weil wir das allein ja auch nicht schaffen und auch nicht schaffen sollen. Naja, ein bisschen mehr anpacken müssen wir bestimmt schon, aber ich denke, das ist es wert und wird auch nicht die meeega Belastung!
    Gestern hatte ich dann mal ein wirklich vernünfigtes Gespräch mit meinem Vater. Laut seiner Aussage geht er wohl im Moment ziemlich am Stock, weil meine Mutter jetzt wirklich weg ist, fängt an zu heulen und solche Scherze. Also, ich glaube, es geht ihm wirklich schlecht. Aber ich denke, es geht ihm noch nicht schlecht genug und ich glaube ihm auch nicht, dass sich was ändern wird. Er will ja unbedingt, dass meine Mutter wieder zurückkommt, wir Kinder sollen sie überreden, dann würd sich auch alles ändern. Naja... *räusper*. Diese Versprechungen kenn ich ja schon und deshalb hab ich ihm auch gesagt, dass ich ihm das nicht glaube, dass ich nicht will, dass er uns weiter mit rein zieht und dass ich meiner Mutter auch rein gar nichts raten werde und schon gar nicht, dass sie wieder zurückkommt. Alles in allem haben wir uns wirklich "gut" unterhalten und obwohl ich ihm nicht mehr glaube und er deshalb enttäuscht war, sind wir wirklich im Guten auseinander gegangen. Ich glaube, das Problem der letzten Zeit war wirklich nicht mein Vater für mich. Ich hab gemerkt, dass ich nichts mehr von ihm erwarte. Ich hab kein Problem mehr damit, dass er trinkt, weil das seine Sache ist und ich glaube ihm seine Versprechungen einfach nicht mehr, aber das ist auch kein Problem für mich, weil ich ihn irgendwie trotz allem mögen kann. Das ist ja irre. Obwohl das Gespräch gestern objektiv gesehen ja nicht wirklich toll gelaufen ist, war es das beste, was ich seit langem mit ihm hatte und ich hab mich danach besser gefühlt.

    Die Distanz zu meiner Mutter hab ich wirklich nötig. Und ich denke, dass ich mir deshalb jetzt auch eher vorstellen kann, weiterhin hier zu wohnen und nicht mit meiner Mutter zu gehen. Mein Problem der letzten Zeit war wohl eher die mangelnde Distanz zu meiner Mutter. Manchmal hab ich so ein Mitleid mit ihr, das ist der Wahnsinn. Und Schuldgefühle. Irgendwie denke ich, dass ich sie zu schlecht behandle, wo sie doch so viel für uns getan hat. Bzw. das hat sie noch nicht mal wirklich, aber allein der Versuch rührt mich schon. Irgendwie beknackt. Und deshalb glaube ich, dass es so im Moment besser ist. Meine Schwester sieht's genauso. Uns geht es so einfach besser und gleichzeitig können wir durch die Distanz auch anders mit meiner Mutter umgehen. Also, das ist jetzt wahrscheinlich alles ziemlich verquer... Aber man merkt auch die gegenseitige Abhängigkeit bei meiner Mutter, die scheinbar extrem unter der Trennung von uns leidet. Dabei ist sie jeden Tag hier!

    Und dann hab ich noch mal drüber nachgedacht, dass man sich seine eigene Familie ja "sucht". Genau das scheint bei mir auch so gelaufen zu sein. Die Mutter von meinem Freund hatte gestern Geburtstag, aber weil ich erst so spät daheim war, bin ich gestern nicht mehr da gewesen und stattdessen hat sie uns dann noch mal für Samstagabend eingeladen. Und ich freu mich schon so drauf! Irgendwie sind die ganzen Menschen, vor denen ich früher Angst hatte, weil ich sie nicht kannte, mittlerweile wirklich wichtig für mich geworden und Teil meiner Familie. Nur eben eine bessere Familie als ich sie hatte. Und im Dezember ist dann auch schon das nächste große Essen vor Weihnachten geplant. Ich freu mich jetzt schon :D.

    Tja, und Sonntag wird's wohl nichts mit dem Spaziergang, denn ich fahr mit meinem Lieblingskurs in eine Kunstausstellung. Mal sehen, wie das wird. Ich kenn eigentlich niemanden da, aber ich hab trotzdem nicht mal überlegt, ob ich mitfahren soll. Fortschritt!

    Mir geht's wirklich wieder gut und ich freu mich jeden Tag darüber und bin dankbar und werde auch weiterhin gut auf mich acht geben. Denn wenn es mir gut geht, dann läuft auch alles in meinem Umfeld besser.

    Ich wünsch euch noch eine schöne Restwoche!!

  • huhu steffi!

    nö,as is nich verquer...lächel....DAS ist familienkrankheit alkoholismus!

    bei dem ganzen durcheinander gib weiterhin schön acht auf DICH!o.k.?

    egal was wer von deinen eltern macht...bleib so gut es geht bei DIR..

    ich wünsch es dir von herzen!

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Liebe Steffi,

    freut mich, dass es dir besser geht. Und das klärende Gespräch mit deinem Vater, das klingt wirklich gut. Außerdem ist es wahrscheinlich wirklich gut, dass deine Mutter endlich mal einen Schritt gemacht hat.

    Hoffe es geht weiter bergauf ;) lieber gruß, roa

  • Hey ihr Beiden!

    Ja, es geht mir weiterhin gut. Hab ich vorhin auch bei der VT mitteilen können. Heute haben wir dann eigentlich nur noch Kleinigkeiten bearbeitet und sogar fünf Minuten früher Schluss gemacht. Fast hab ich Angst, dass ich bald nicht mehr hingehen "brauche", wobei ich mich noch nicht so ganz stabil fühle. Heute hab ich auch mal gemerkt, was das für ein schönes Gefühl ist, wenn man von seinem Gegenüber einfach mal mit all seinen Beklopptheiten angenommen wird. Ich weiß ja nicht, ob andere das auch tun würden, die kennen meine Beklopptheiten ja nicht alle :D. Außer meine engsten Freunde und ich glaube, die kommen ganz gut damit klar... Also, bin ich vielleicht doch ein liebenswerter Mensch :?::lol:

    Grad ist Kriegsrat bei meinen Eltern angesagt. Also, eigentlich sieht's so aus, dass meine Mutter quasi schon eine Wohnung im Dorf relativ sicher hat, weiterhin bei uns gucken und Haushalt bissl mitmachen würde etc. Heut hat sie wohl auch schon Möbel gekauft, ging alles recht schnell.
    Naja, aber jetzt sitzen meine Eltern da zusammen in der Küche und mein Vater versucht, meine Mutter wieder einzulullen. ARGH! Ich hab mich bisher auch nicht eingemischt, nur vorhin musst ich mal kurz nach nem Auto fragen und da fing's dann gleich wieder an. Mutter: "Ja, was sagst du denn dazu?? Ich bin noch nicht ganz überzeugt...". NOCH NICHT GANZ ÜBERZEUGT??? Ich dachte, sie wäre mittlerweile von was ganz anderem überzeugt. Aber nö, mein Vater verspricht ihr mal wieder Gott weiß was und labert und labert und labert. Er hätte jetzt erst den Ernst der Lage begriffen, würde auch zur Eheberatung mit ihr gehen blablabla.
    Naja, als er mich dann auch überzeugen wollte, hab ich einfach nur noch mal klar gestellt, dass er das bei mir einfach nicht mehr versuchen braucht, weil ich ihm nicht mehr glauben werde. Sonst brauch ich die VT demnächst wahrscheinlich doch dringender als mir lieb ist. Er war dann doch ein bisschen beleidigt und hat mir dann noch mal gesagt, dass er glaubt, dass ich diejenige war, die meine Mutter von ihrem jetzigen Auszugs-Standpunkt überzeugt hätte. Was wohl ganz offensichtlich zeigt, dass der Mann immer noch NICHTS gerafft hat. Ich hab mich da auch gar nicht drauf eingelassen und bin dann gegangen, als er meinte, er könnte auch ohne Probleme aufhören zu trinken. Witzig.
    Komischerweise geht's mir trotz allem gut, ich könnte nur meine Mutter mal wieder in den Hintern treten. Aber ich glaube fast, dass sie trotzdem geht, immerhin ist da ja jetzt auch noch ein anderer im Spiel...

    So, ich muss jetzt erst mal auf einen Termin. Ich hoffe, ich hab am Wochenende noch mal Zeit mich zu melden. Ansonsten wünsch ich euch allen ein schönes WE!!

    Ach übrigens: Ich hab heute einen Text rumgeschickt, den ich in einem Seminar bald vorstellen muss. Das heißt, die können den jetzt alle schon lesen :shock::oops: . AH... WAS IST WENN DIE DEN SCHLECHT FINDEN???? Ja, ich hab mal wieder eine leichte Angst-Attacke, aber das wird schon ;-).

  • gutzen morgen liebe steffi!

    ALSO als erstes einmal...

    DU BIST EIN LIEBENSWERTER MENSCH!!!!!und nix da mit "vielleicht",grrrr.....

    das mit dem angstanflug...das du die vt demnächst nicht mehr brauchst oder aber die vt zuende geht...KENN ich zur genüge!panik war lange zeit in mir..war sie doch für lange zeit mein anker welchen ich endlich gefunden habe!diese angst ist nun gewichen...denn HEUT weiss ich das ich noch HILFE brauche und auch bekommen werde,lächel...

    deine eltern sind ALLEIN für IHRE zukunft verantwortlich,aber das weisst du ja.mach du dein ding...und dein leben wird besser,lächel...

    ich drück dir die daumen das DEIN text super duper ankommt!!!!!BEI ALLEN,grins...

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hey Caro!

    Grrrrr.... nix mehr mit super duper. Der Tag hat "super" angefangen, deshalb MUSSTE ich auch noch mal kurz hier vorbeischauen.

    Meine Mutter hat sich scheinbar nicht einlullen lassen, mein Vater dreht ein bisschen am Rad. Aber wirklich nur ein bisschen... :evil: "Gewisse Leute werden die Konsequenzen tragen müssen", hat er gestern noch gesagt. Gewisse Leute scheine ich zu sein.
    Heute Morgen bin ich früh aufgestanden, weil ich heut eh recht viel zu tun hab. Mein Vater holt am Wochenende eigentlich immer Brötchen, heute Morgen auch, allerdings nur für sich. Redet kein Wort mit mir. Aber legt seine Sachen wie selbstverständlich in die Spüle, damit wir die abwaschen. Hrhrhr. Ich: "Ach ja, spülen dürfen wir deine Sachen, oder wie?!". Dann hab ich ihn halt gefragt, was das für eine Nummer sein soll, die er da abzieht und ob er nicht findet, dass das das Letzte wäre. Er: "Nein, DU bist das Letzte!". Tadaaaaaa... Da hatte ich nun wirklich gar nicht mit gerechnet, also bin ICH ausgetickt und hab ihm vor lauter Wut auf den Rücken geschlagen. Mann, mit so einer Antwort hatte ich echt nicht gerechnet! Er macht mich dafür verantwortlich, dass meine Mutter jetzt weg ist. Das hat man davon, wenn man immer versucht zu "helfen". Solte ich mir hinter die Ohren schreiben.
    Naja, jedenfalls guckt er mich dann voll entgeistert an und sagt, ich solle raus, sein Haus verlassen blablabla. Ich: "Nö." Tja, danach war ich dezent im A..., hab erst mal meine Mutter angerufen, die hat dann versucht mit ihm zu reden, aber naja, ICH hab ihn ja auch zuerst beleidigt, ich böses Kind, so was muss er sich ja nicht gefallen lassen. Vorbei ist's mit den vernünftigen Gesprächen, ab jetzt herrscht scheinbar Krieg. Jedenfalls warte ich im Moment nur auf die klitzekleinste Kleinigkeit, damit ich ihn anzeigen oder sonstwas kann. Aber der Mann hat sich ja so was von unter Kontrolle... Ich weiß, dass das bescheuert von mir ist, aber ich bin so wütend.
    Meine Geschwister haben das dann auch mitbekommen, haben meinem Vater das Passende gesagt, die hat er dann auch noch bissl beschimpft und dann ist er weggefahren. Jetzt ist er wieder da und wir ignorieren uns. Der Typ ist so ein Vollidiot!
    Naja, irgendwann hab ich mich dann wieder eingekriegt. Eigentlich geht's mir sogar wieder relativ gut.
    Jetzt ist natürlich die Frage: Was tun? Meine Mutter kommt heute Nachmittag noch mal vorbei und will dann mit den anderen reden (ich bin ja nicht da), ob mein Vater es nicht hinkriegt, mit uns vernünftig unter einem Dach zu leben, ob wir uns lieber eine große Wohnung nehmen und er ordentlich blechen darf. Es gibt nämlich sogar eine große Wohnung, allerdings liegt die für mich mehr als bescheiden. Aber gut, im Notfall müsste man damit halt leben.
    Ich überlege auch, ob ich morgen wirklich die komplette Tour mit meinem Kurs mache. Nach der Kunstausstellung wollen die nämlich noch was trinken gehen. Normal wäre das kein Thema, wär ich halt abends erst um 8 daheim. Blöd ist nur, dass ich jetzt niemanden mehr hab, der mich vom Bahnhof holt, also müsste ich laufen und ich muss morgen Abend wahrscheinlich noch einen Bericht fertig machen. Dabei brauch ich dringend mal wieder ein paar ruhige Stunden nur für mich. Mal sehen, werd ich spontan entscheiden.

    Wichtig ist nur eins: Ich werde auch heute auf mich achten und bei mir bleiben und zu mir gut sein!

  • Hallo Steffi,

    Zitat von Steffi1301

    Wichtig ist nur eins: Ich werde auch heute auf mich achten und bei mir bleiben und zu mir gut sein!

    DAS hört man gerne. Was denn rest betrifft, tut mir leid für dich. Immer diese Erwachsenen die sich wie kinder aufführen, da hab ich auch genug davon.

    Hoffe du findest den richtigen Weg damit umzugehen, oder einen auszuziehen oder sowas.

    und du triffst sicher die richtige entscheidung für dich was das ausgehen am abend betrifft.

    liebe grüße, Roa

  • Hey Roa!

    Danke für die lieben Worte. Ja, Erwachsene, die sich wie Kinder benehmen, genau das ist es! Als ich meinem Freund von der Aktion erzählt hab, fing er auch halb an zu lachen und meinte, warum mein Vater sich immer verhalten müsste wie ein bockiges Kind. Die Sichtweise hat mir auch schon wieder ein bisschen geholfen. Die Sache zu ernst zu nehmen, das wär sie einfach nicht wert. Er ist nun mal krank und ich weiß ja, dass das, was er sagt, einfach nicht stimmt.

    Er hat sich dann tatsächlich auch später noch unter Tränen bei mir entschuldigt. Es hat ihm glaub ich wirklich wahnsinnig leid getan. Aber trotz allem hab ich in dem Gespräch auch noch mal gemerkt, dass er nicht WIRKLICH bereit ist, sich zu ändern. Obwohl meine Mutter das wohl fast schon wieder zu glauben scheint, denn gestern als ich nicht da war, hat man sich wohl wieder "angenähert". Aber mal ehrlich: Das ist mir jetzt egal. Ich hab gesehen, was ich davon habe, wenn ich mich in deren Angelegenheiten einmische. Ich will einfach nichts mehr hören. Wenn meine Mutter wiederkommen will, bitte, dann soll sie das tun, aber ich will dann auch wirklich GAR NICHTS mehr hören. Ich vertrau meinem Vater nun mal nicht und basta, das ist die einzige Ebene, auf der ich mit ihm umgehen kann.

    Wie ihr euch denken könnt, bin ich heut nicht mit dem Seminar in die Kunstausstellung gefahren. Hatte gestern noch einen richtig besch... Termin. Eigentlich hatte ich abgesprochen, dass ich heute nichts machen wollte, weil ich ja eigentlich weg wollte, aber nö, die Veranstaltung, über die ich berichten sollte, lief gestern zwar auch schon, aber heute ist der eigentlich WICHTIGE Tag, die Leute wären mir gestern fast an die Gurgel gesprungen, als ich denen gesagt hab, dass ich heute keine Zeit habv :evil: . Menschen gibt's...
    Naja, ist mir aber eigentlich auch ganz Recht. Ich brauch einfach mal wieder ein bisschen Ruhe und Zeit für mich. Außerdem ist der Abend gestern dann doch etwas größer und länger geworden, als ich mir das vorgestellt hatte und so kann ich heute wenigstens ausruhen und muss mich nicht hetzen. Schade um die Ausstellung, aber ich kann ja auch nicht alles.

    Ich werd mir jetzt erst mal einen Ruhigen machen, bevor ich mal wieder zu dem Termin muss.
    Euch allen noch einen schönen Sonntag!

  • Liebe Steffi,

    als ich jünger war, habe ich meine Mutter immer angekeift, was sie sich so kindisch benehmen würde. sie hat nie eingesehen was ich damit meinte. aber ich hab ihr die verantwortung zurück gegeben, sie entscheidet wie sie sich verhalten will.

    Zitat von Steffi1301

    Die Sache zu ernst zu nehmen, das wär sie einfach nicht wert. Er ist nun mal krank und ich weiß ja, dass das, was er sagt, einfach nicht stimmt.


    ja genau, es ist es nicht wert. dein wohlergehen ist es nicht wert immer wieder mit all diesen dingen belastet zu werden.

    Zitat

    Ich will einfach nichts mehr hören. Wenn meine Mutter wiederkommen will, bitte, dann soll sie das tun, aber ich will dann auch wirklich GAR NICHTS mehr hören. Ich vertrau meinem Vater nun mal nicht und basta, das ist die einzige Ebene, auf der ich mit ihm umgehen kann.

    das kenn ich irgendwoher ;). es sind ihre entscheidungen, ihre verantwortung. das kann ich mir nicht oft genug sagen.

    Zitat

    Ich brauch einfach mal wieder ein bisschen Ruhe und Zeit für mich. [..] so kann ich heute wenigstens ausruhen und muss mich nicht hetzen. Schade um die Ausstellung, aber ich kann ja auch nicht alles.

    so gelassen möchte ich das auch öfter mal sehen, das nehme ich mir zum vorbild. übertriebene pünklichkeit und eine relativ hohe verlässlichkeit, sind nicht bloß schlechte eigenschaften, die Erbe meiner Kindheit sind. Wichtig sollte aber sein, auch mal loslassen zu können. In der Schule mal ne Stunde schwänzen, das bedeutete für mich z.B. unheimlich stress und unruhe, da ging es mir richtig schlecht.

    ich hoffe du hattest deinen schönen, ruhigen Sonntag und konntest etwas entspannen, lieber Gruß, Roa

  • Hey Roa!

    Wow, was hier wieder im Forum los ist. Man merkt echt jeden Sonntag. Da darf ich dann meinen Thread wieder ganz unten suchen...

    Zitat

    so gelassen möchte ich das auch öfter mal sehen

    Ha, da sagst du was... Ich plag mich jetzt schon seit gestern mit einem schlechten Gewissen, weil ich nicht so zuverlässig war, wie ich es doch sonst immer bin. Grrr...
    Im Nachhinein wär ich echt gern mit auf die Ausstellung gefahren, aber ich glaube, das liegt auch nur daran, dass ich gestern einen ruhigen Tag hatte und DANACH hätte fahren können. Nee, ehrlich, so war's besser.
    Eigentlich bin ich da nämlich auch noch nicht so gelassen, wie ich es gern wäre. Nach jeder Vorlesung, die ich mal sausen lasse (und das sind echt wenige...) hab ich ein schlechtes Gewissen und frag mich ca. 1000 Mal, ob ich da jetzt nicht doch irgendwas furchtbar Wichtiges verpasst habe.
    Nichts desto trotz muss ich da gelassener werden. In nächster Zeit kann ich das üben. Nächste Woche Montag hab ich ein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum, da muss ich eine Veranstaltung sausen lassen, Dienstag mach ich wahrscheinlich komplett frei, weil ich abends auf ein Konzert will und danach die Woche mach ich wahrscheinlich Dienstag und Mittwoch frei, weil mein Freund Geburtstag hat und es bestimmt lustig wird :D. Ganz schön unzuverlässig!

    Hab gestern Abend mit meiner Mutter telefoniert. Sie ist mal wieder von meinem Vater verunsichert. Also, manchmal glaub ich echt nicht, was bei der abgeht... Ich kenn den Mann immerhin auch 20 Jahre, bin sogar sein eigen Fleisch und Blut, wie man so schön sagt, aber ich kann und will ihm nicht mehr glauben. Und dann ist da diese Frau, die eigentlich "nur" mit ihm verheiratet ist und kauft dem jede Lüge ab. Naja, nicht jede, aber die lässt sich so schnell wieder einlullen, das ist der Wahnsinn. Naja, ich hab ihr jedenfalls gesagt, dass ich ihm zwar nicht glaube, aber ihr ganz bestimmt nichts mehr raten will (ich seh ja, was ich davon hab). Nur eins hab ich ihr gesagt: Wenn sie wieder zurückkommt, will ich NIE WIEDER was hören! Und diesmal werde ich das auch vehement umsetzen und nicht wieder schwach werden und sie reden lassen. Nee, dazu ging's mir in letzter Zeit wieder viel zu schlecht.

    Tja, aber das Wichtigste ist, dass es mir jetzt wieder gut geht.
    Ich wünsch euch allen noch einen schönen Abend!!

  • Hallo Steffi,

    bei Dir war jede Menge los. Ja es tut auf jeden Fall in der Seele gut, wenn es da ein paar Menschen gibt, die einem samt Beklopptheiten akzeptieren und nehmen wie man ist. Die Familie kann man nicht ändern und man gibt sich teilweise selbst auf um zu helfen. Aber das ist nicht "unsere" EKA-Baustelle. Man bekommt immer wieder eine dicke Quittung dafür, unterbewusst fühlt man sich "schlecht", wenn man umsonst geholfen hat, dass tritt immer mehr nach aussen und *peng*

    Mich straft das schlechte Gewissen auch, wenn ich aus anderen Umständen, nicht zuverlässig sein kann. Gut da muss man lernen gelassener zu werden und Prioritäten setzten und akzeptieren.

    Ich finde gut, dass Deine Priorität "DU" bist.

    wünsche Dir eine tolle Woche und viel Spaß beim feiern!

    lg
    Marya

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