Schritte für die nächsten Wochen

  • So, ich war eben wieder fleißig. Habe eine Email an die AAs geschrieben, bezüglich eines "Frauenmeetings". Das Treffen vom Freundeskreis in meiner Stadt scheint mir problematisch - es findet in einem Etablissement statt, wo Leute mit Drogen- und Suchtproblemen hingehen können. Ich habe aus diversen Berichten von Leuten aus meiner SHG gehört, dass es dort feucht-fröhlich zugehen soll. Die Webseite des Blauen Kreuz ist derzeit nicht erreichbar, ich werde es übers Wochenende mal versuchen. Bei der Caritas stehen keine Infos zu den Gruppen im Netz, da muss ich Montag telefonieren, genauso mit den Guttemplern. Für deren Treffen werde ich die Strecke mal ablaufen, wie lange ich vom HBF ich dahin brauche.

    Irgendwie schon komisch: Wenn man es einmal geschafft hat eine Gruppe zu finden, dann ist es danach gar nicht mehr so schwer. Demnach scheine ich mir beim ersten Mal wohl einfach nur selbst im Weg gestanden zu haben :roll: .

    Ich finde es trotzdem irgendwie schade die SHG zu verlassen :( . Aber mir fällt momentan keine andere Lösung ein.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Ich habe mich vor Verantwortung gedrückt

    Diese Erkenntnis stand am Anfang (in der Vorstellungsrunde im Team) meiner LZT. Ich hab´s zunächst noch nicht verstanden, hatte ich doch immer Verantwortung übernommen.

    Nur nicht FÜR MICH!

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Genieße das Ergebnis deines Fleißes!

    LG kommal

    unterwegs...

  • Guten Abend zusammen,

    heute war ein ruhiger Tag und es gibt wenig zu berichten. Außer dass meine Eltern auf meinen Abschluss einen gebechert haben, zusammen mit den Nachbarn. Ich konnte regelrecht körperlich spüren, dass sie meine Anwesenheit bei der feuchten Angelegenheit erwarteten, aber das hab ich mir geschenkt. Hab artig meine Glückwünsche abgeholt und bin dann wieder verschwunden.

    Ansonsten habe ich endlich mal gesaugt und den Messie-Quadratmeter neben meinem Bett entfernt. Danach habe ich dann ein bisschen Training gemacht, hat ganz gut geklappt. Ich habe das gute Gefühl der Anstrengung vergessen, aber jetzt ist es wieder da :D .

    Ich glaube, morgen werde ich wieder Formel 1 gucken. Ich weiß nicht, ob das irgendjemand nachvollziehen kann, aber in diesem Akt zeigt sich das Wunder meiner Trockenheit. All die letzten Jahre war ich um diese Uhrzeit am Samstag Abend schon schwer angetrunken und habe mich dementsprechend mit Kater durch den Sonntag gequält. Habe dabei meistens Formel 1 geguckt, warum auch immer. Wenn ich es jetzt gucke, kann ich das Wunder nicht fassen - mir geht es gut. Ich bin klar.

    Ich bin sehr dankbar dafür. Ich bin MIR dankbar, denn ich habe mir dieses Leben ermöglicht.

    kommal :

    Zitat

    hatte ich doch immer Verantwortung übernommen. Nur nicht FÜR MICH!


    Ja, da kann ich dir voll und ganz zustimmen. Und irgendwann wäre ich zumindest dann nicht mehr in der Lage gewesen noch die Verantwortung für irgendetwas zu übernehmen. Aber das hätte ich mir dann schon irgendwie schön geredet...

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    heute war ein durchwachsener Sonntag. Hatte ein paar Verhaltensrückfälle :roll: . Bis zum Mittag war eigentlich alles ok, ich habe mein Schreibstil-Buch zu Ende gelesen, Samen eingetopft und ein wenig aufgeräumt. Danach habe ich mich vor den Fernseher gesetzt und Formel 1 geguckt, war gut, ich habe wieder das Gefühl bekommen wieviel sich geändert hat... keine vergeudeten Sonntage mehr an denen ich mit Kater auf dem Sofa liege.
    Danach bin ich jedoch eingeschlafen und hab danach angefangen Süßigkeiten in mich reinzustopfen und zu zappen. Mir wurde langweilig aber ich habe weiter gezappt. Und irgendwann war dann dieses Gefühl da - ich will nicht mehr vor dem Fernseher sitzen! Da habe ich dann die Kurve wieder gekriegt. Ich habe dann angefangen zu trainieren und mir danach Schuhe angezogen und bin rausgegangen. Spazieren, den Berg bei uns hoch im schnellen Stechschritt, dann wieder hintenrum bergab und die Runde vervollständigt. Dann wieder den Berg hoch. Hat richtig gut getan.

    Dabei habe ich eine neue Erfahrung gemacht - ich habe bei Runde zwei angefangen, mir die Vorsatzformel vorzusagen "niemand darf mich anfassen!", die ich im Moment brauche. Und siehe da, in null Komma nichts war ich den Berg hoch und total außer Atem. Ein schönes Gefühl, und die Formel ist durch die Bewegung irgendwie besser in den Bauch gegangen, so glaube ich zumindest.
    Gut, ich habe inzwischen gemerkt, dass die Formel eine Verneinung enthält. Das ist nicht gut. "Ich entscheide wer mich anfasst." ist besser, keine Verneinung und ich im Aktiv.

    So, jetzt mache ich mir einen Tee. Heute abend ist noch Chat angesagt und dann ist der Sonntag vorbei. Er soll mir eine Lektion sein - Verhaltensänderungen sind möglich, aber sie sind nicht selbstverständlich. Die alten Muster lauern im Hintergrund und sind schnell wieder da, wenn ich nicht aufpasse.

    LG
    Plejaden

    P.S.: Ich hab inzwischen eine Nummer vom Blauen Kreuz gefunden, wegen SHG. Werde da morgen mal anrufen.

  • Hallo zusammen,

    es ist spät geworden, ich hab mit meinem Freund Kickboxen geguckt. Deshalb heute kurz: Ich hab heute vor allem organisatorischen Kram erledigt. Geguckt wann welche Kurse stattfinden, ob es Verschiebungen gibt, Referatslisten aushängen, einen neuen Arbeitsplan erstellt und vieles mehr. Letztendlich habe ich wegen der Semestervorbesprechung meinen Bus knapp verpasst und bin in der Sonne gemütlich zum Bahnhof spaziert.
    Meine SHG-Suche ist ein wenig stagniert. Die Anonymen haben sich noch nicht gemeldet und ich habe vergessen mir die Nummer vom Blauen Kreuz ins Handy einzuspeichern :roll: . Das habe ich gleich nachgeholt und werde morgen anrufen.

    Ich habe heute von jemandem gelesen, der ähnliche Alk-Träume hat wie ich sie hatte - im Traum wurde der Alkohol versehentlich konsumiert und dann später bemerkt. Das ist aus irgend einem Grund eine erschreckende Vorstellung für mich, der Alkohol gelangt ungewollt in meinen Körper und ich muss dann mit den Folgen leben. Mal sehen, woher diese Befürchtungen kommen.
    Mein Traum heute war eher ekelig als erschreckend: Ich habe davon geträumt, dass mein "Schlafzimmer" mit allerlei Insekten bevölkert ist, die in regelrechten Schwärmen überall herumkrabbeln. Ich war längere Zeit damit beschäftigt, sie entnervt aus meinem Bett zu entfernen um schlafen zu können. Das hat eine ähnliche Qualität, es war das Gefühl von allen Seiten bedrängt zu werden von etwas, was jede Lücke findet und mit stoischer Hartnäckigkeit vorgeht. Insekten eben...

    Mal sehen, was diese Nacht so bringt!

    LG
    Plejaden

  • Sorry, dass ich nochmal spamme ;) . Ich habe gerade eine Erkenntnis bezüglich meiner Freizeitgestaltung, die meinem Leben ein Ziel geben kann. Ich hole kurz aus...

    Ich habe vor einigen Jahren Aikido gemacht. In Kurzfassung ist das eine japanische Kampfkunst so ähnlich wie Judo, nur noch defensiver. Ich habe sie gewählt, weil sie meinem lädierten Knie so wenig Belastungen wie möglich aussetzt und weil mich das Prinzip fasziniert hat. Ich war ergeizig, der Sensei meinte, ich habe Talent, könne mich bewegen, lerne schnell. Ich hatte Träume, sah die Leute mit ihren schwarzen Gürteln und Dan-Graden herumlaufen und machte mir Mut, das schaffe ich auch! Es war mein Ziel, eines Tages auch so herumzulaufen. Mein fester Wunsch.

    Kurze Rede: Nach zwei Jahren, kurz vor der Prüfung zum zweiten Kyu-Grad machte mein Knie schlapp. Es schmerzte unaufhörlich. Ich hörte mit dem Training auf und nach drei Wochen waren die Schmerzen weg. Sie kamen vom Aikido. Anscheinend hat das Falltraining, die Rückwärtsrollen, meinem Knie geschadet. Es war vorbei.

    Man kann meine Enttäuschung, meine Wut nicht in Worte fassen. Ein großer Traum war geplatzt. Die Tasche mit meinen Sportklamotten liegt immer noch an demselben Ort wo ich sie nach dem letzten Training abgelegt habe.

    Nun habe ich mich erinnert, dass es noch Kendo gibt. Das ist Fechten mit "Bambus-Katanas", in Kurzfassung. Das hat mich auch schon immer interessiert, aber ich hatte Angst vor den Wettkämpfen. Deswegen habe ich mich damals auch für Aikido entschieden, da gibt es keine Wettkämpfe.
    Kendo würde mir ähnliche Möglichkeiten bieten wie Aikido - Aufstieg in höhere Ränge, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstvertrauen, keine Rückwärtsrollen und dazu noch Wettkämpfe. Ein Ziel, bei dem der Weg das Ziel ist.
    Aber ich habe Bedenken. Ich habe Angst, dass mein Körper mich wieder im Stich lässt. Und diesmal wären die Kosten für Equipment nicht so marginal wie für Aikido - allein die Rüstung kostet mehrere hundert Tacken. Aber ich spüre die Anziehungskraft von alledem.

    Ich glaube, ich werde in nächster Zeit mal ein Probetraining besuchen, mir das mal ansehen. Aufbruchstimmung macht sich breit :D .

  • Hallo Plejaden,

    ich hatte mich für verschieden asiatische Kampfsportarten interessiert. Für mich standen die Entspannungsübungen im Vordergrund und die Körperbeherrschung. (Ich hab mal zwei Semester Judo gemacht, bis "grün" :wink: ) Hatte mich sogar schon angemeldet für Kung- Fu und Win- Tsung-

    Das eine scheiterte an der Terminkollision mit meiner Nachsorge, das andere an Gesundheitsproblemen.

    Ich werde bald wieder mit Schwimmen beginnen, sobald ich nach draußen kann. Morgens, vor der Arbeit.

    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo Plejaden,

    nachdem ich schon lange deinen thread verfolge, aber nie das Gefühl hatte irgendetwas produktives beitragen zukönnen, ist es jetzt an der Zeit mich auch mal zu melden.(':D')


    Bevor ich aufgrund der Sauferei nicht mehr konnte, habe ich viele Jahre TeaKwonDo und Wing Tsun trainiert. Genau wie du, bin ich momentan auf der Suche nach einer neuen Kampfkunst, die ich erlenen könnte. Mir fehlt es doch sehr, denn damals war es ein absolut wichtiger Bestandteil meines Lebens.
    Unter anderem habe ich kürzlich ein Probetraining, der Schwertkampfkunst, HaidongGumdo besucht. Das ist die koreanische Variante zum Kendo, wobei der Unterschied darin besteht, dass diese Form des Schwertkampfes für das Schlachtfeld entwickelt wurde. Das heißt also das Hauptziel ist, der erfolgreiche Kampf gegen mehrere Gegner gleichzeitig. Beim Kendo geht es meines Wissens hauptsächlich um den Zweikampf.

    Aber ich hab bei dir eh nicht das Gefühl, dass du fechten lernen willst, um anderen Leuten den Kopf abzuschlagen ( auch wenn es manchmal vielleicht verlockend ist).(':lol:')
    Ich wollte dich nur mal informieren, denn mir hat es super gefallen (leisten kann ich es mir leider noch nicht, da hilf kein drehen und wenden) und vielleicht wäre es ja auch für dich eine Alternative.

    LG(':wink:')
    Oliver

  • Guten Abend,

    booor ist mir schlecht, ich habe mich glaube ich überfressen. Naja, das geht auch wieder weg sobald mein Magen mit der Nahrung fertig geworden ist :lol: .

    Heute war ein hektischer Tag, da die Hektik aber aus viel Rennerei bestand hat sie mir nichts ausgemacht. Stress baut sich schließlich am Besten durch Bewegung ab ;) . Ich war bis 14 Uhr an der Uni und bin danach nach Hause gefahren. Da habe ich Mittag gegessen und ein wenig im Forum gelesen, bevor ich um 17 Uhr zum Walken aufgebrochen bin. Möchte nach der langen Erkältungspause wieder langsam anfangen. Mein Körper hat die Bewegung gut mitgemacht, vor allem mein Puls hat sich gehalten. Das freut mich sehr. Leider haben die Beine nach einer halben Stunde schlapp gemacht, aber das wird sich auch noch bessern wenn ich regelmäßig trainiere. Sobald alles wieder beim Alten ist, fange ich wieder an zu joggen.
    Nach dem Training ist mein Freund heim gekommen und wollte unbedingt World of Warcraft installieren. Ich hatte ihm zigmal gesagt dass unser Computer zu schlecht dafür ist, aber Monsieur weiß es natürlich besser. Das Ende von dem Lied, unsere Onboard-Grafikkarte ist mehr als zu schlecht, jetzt will er sich eine "Richtige" kaufen. Na dann prost Mahlzeit, ich war bisher eigentlich froh dem Computerspiele-Aufrüstwahn entgangen zu sein :roll: . Ist nicht mein Geld, von da an soll er machen was er will ;) .

    kommal : Hey, der grüne Gürtel, ich bin ja nur bis zum Gelben gekommen ;) . Ich glaube wenn alle Stricke reißen werde ich auch zum Schwimmen übergehen. Das kann ich auch ganz gut, muss aber noch ein wenig an meiner Technik feilen (mein Kraul-Beinschlag... au weiha... :? )

    Oliver : Du darfst auch gerne etwas Unproduktives beitragen, nur zu ;) . Von HaidongGumdo habe ich ehrlich gesagt noch nie etwas gehört, ich werde mal schauen ob das hier in der Nähe irgendwo angeboten wird. Und ja, Kendo ist nur zu zweit.

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mich zwischendurch mal melden. Da ein Seminar erst nächste Woche stattfindet bin ich heute mal zwischendurch zu Hause und fahre gleich zur SHG. Ich werde da mit dem Gruppenleiter reden und mir ist schon ganz flau im Magen :? .
    Wegen einer SHG habe ich mir jetzt eine neue Option überlegt. Mal sehen inwiefern sie sich umsetzen lässt.

    Ansonsten habe ich mich in Sachen Kendo schlau gemacht: In meiner Nähe gibt es grundsätzlich zwei Vereine, die in Frage kämen. In dem einen ist jedoch ein Online-Bekannter, den ich RL noch nie getroffen habe; er macht auf mich einen seltsamen Eindruck. Also nehme ich den anderen Verein. Der ist dazu noch bezahlbar und für mich gut zu erreichen, auch wenn ich umgezogen bin. Ich werde diese Woche wohl noch nicht hingehen, muss mir erst noch Mut machen :lol: . Also chakkaaaaa! Ich schaffe das ;) .

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    und für mich gut zu erreichen, auch wenn ich umgezogen bin

    Tut sich was? Doch DIE Wohnung?

    Ich freu mich für dich, wenn´s klappt. Erst mal raus da, ich hab´s ja schon erlebt. Der Abstand tut sooo gut.


    LG kommal

    unterwegs...

  • Hallo zusammen,

    wollte mich kurz melden. Das Gespräch gestern mit dem Gruppenleiter hat gut getan und mir neue Möglichkeiten aufgezeigt. Ich bin froh, dass ich mich dem Problem gestellt habe.
    Mir wurde auch geraten mir das mit dem Kendo nochmal zu überlegen, nicht dass ich mich überanstrenge oder mir zuviel zumute. Aber genau aus diesem Grund warte ich ja noch ein paar Wochen.

    kommal : Wir versuchen gerade einen Besichtigungstermin zu kriegen und uns parallel über Nachtspeicherheizungen zu informieren. Außerdem scheint uns die Frau, die uns das Darlehen berechnet hat, nicht ganz die Wahrheit gesagt zu haben von wegen "es besteht jederzeit die Möglichkeit Teile des Darlehens auf einen Schlag abzubezahlen oder die Raten zu erhöhen". Wir sollen da nochmal nachhaken.

    Heute hab ich bis 16 Uhr Uni. Das ist unerfreulich, weil um diese Zeit der Bus immer fürchtlich voll ist :( .

    LG
    Plejaden

  • Hallo alle miteinander,

    der Tag heute war... durcheinander. Weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll. Irgendwie kam mir immer etwas dazwischen, mit Planung war da nix. Egal, so weiß ich wenigstens, dass mich sowas nicht aus der Fassung bringt.

    Es ging schon um 11 Uhr los - ich kam an der Uni an und bemerkte, dass ich meinen Haustürschlüssen daheim vergessen hatte. Ich versuchte meine Eltern anzurufen, es ging jedoch niemand ran. Mh. Später.
    Ich schaffte es tatsächlich ein paar Zeilen für ein Referat zu lesen, bevor ich dann arbeiten ging. Dort fand ich eine Aufgabe außer der Reihe für mich vor, die mich die nächsten zwei Stunden beschäftigen sollte. Es ging dabei alles schief was schief gehen konnte - das Druckerpapier ging aus, ich verbrauchte zum Ergrimmen eines Dozenten die letzten Reserven. Dann gab es einen Papierstau, der den ganzen Kopierer lahmlegte. Hilfe konnte erst die Sekretärin bringen. Zwischendurch musste ich dann noch meinen Mitarbeiter verarzten, der zu seinem Erstaunen festgestellt hatte, dass er sich noch für eine Vorlesung anmelden muss und am Donnerstag Vormittag gar keine Zeit hat. Was hat er bei der Semester-Vorbesprechung gemacht, geschlafen? Grrrrr :twisted: .

    Danach ging es mit einer halben Stunde Verspätung in eine Vorlesung, die ungeplanterweise eine halbe Stunde eher endete, so dass ich eine dreiviertel Stunde auf meinen Bus warten musste :roll: . Zwischendurch versuchte ich immer wieder meine Eltern zu erreichen, sie waren nicht daheim, ich bekam ein mulmiges Gefühl.
    Endlich im Kaff angekommen stand ich klingelnd vor der verschlossenen Tür. Na Mahlzeit. Ich versuchte es bei den Nachbarn, keiner da. Also ging ich ein wenig einkaufen, holte mir drei von den berühmten Schoko-Eiern und begann eine ABM-Maßnahme auf der Terrasse, bis dann meine Eltern eintrudelten. So war ich doch noch rechtzeitig für den Chat mit Herrn Dr. Terpe da.

    Puh. Was für ein Tag :roll: .

    Ich habe mir nochmal Gedanken wegen gestern gemacht. Bin immer zufriedener mit mir selbst, dass ich mich der Situation gestellt hatte. Eine innere Stimme hat mir zwar kontinuierlich befohlen, einfach nicht mehr zur SHG zu kommen und damit fertig :shock: , aber das wollte ich nicht. Ich wollte die Sache irgendwie klären und das hab ich auch geschafft. Gut so!
    Das macht mir Mut - es ist eine Sache, die ich mir für meine Trockenheit nicht explizit vorgenommen habe: Nicht davon laufen, sondern Dinge klären, mich Problemen mit Menschen stellen. Es ist einfach von alleine gekommen. Freut mich. Und noch mehr freut es mich, dass ich weiter in meine SHG gehen werde, für's erste.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Zitat

    Irgendwie kam mir immer etwas dazwischen, mit Planung war da nix. Egal, so weiß ich wenigstens, dass mich sowas nicht aus der Fassung bringt.

    Ist es nicht ein schönes Gefühl, die Ruhe bewahren zu können? Ich geniesse es jedes Mal, wenn Unvorhergesehenes passiert und ich nicht -wie früher oft- in Hektik verfalle oder flüchte. Mich besonnen der Aufgabe stellen und tun, was zu tun ist.

    Schönes Wochenende wünsche ich und ich drück Dir weiter die mittleren zwei Finger wg der Wohnung.

    LG kommal

    unterwegs...

  • kommal :

    Zitat

    Ist es nicht ein schönes Gefühl, die Ruhe bewahren zu können? Ich geniesse es jedes Mal, wenn Unvorhergesehenes passiert und ich nicht -wie früher oft- in Hektik verfalle oder flüchte. Mich besonnen der Aufgabe stellen und tun, was zu tun ist.


    Ja das stimmt. In diesem Falle war keine Flucht möglich, also wäre ich in Hektik ausgebrochen und hätte total blockiert. Siehe unten, denn heute war wieder so ein Tag.

    Zuerst lief der Tag wie geplant: Bin um 6 Uhr aufgestanden, hab den Tag in aller Ruhe auf mich zu kommen lassen und bin dann zur Uni. Dort habe ich mich mit ein paar Leuten unterhalten und bin dann zu einem Seminar. Der Schreck: Ich saß mit nur fünf Kommilitoninnen und der Dozentin da. Hehe, das nenne ich Harvard für 500 Euro. Nicht schlecht :lol: .
    Die Dozentin machte eine Stunde früher Schluss und ich wartete also drei Stunden auf die nächste Veranstaltung. Habe ein wenig in der Bibliothek gelesen und ein paar Leuten mit dem Computerequipment im Büro geholfen, dann war es so weit und ich ging in den Seminar-Raum - er war dunkel und leer. Zehn Minuten später wusste ich, ich hatte drei Stunden umsonst gewartet, das Seminar fand nicht statt. Mein Bus war natürlich grade weg...
    Ich hatte dann keine große Lust mehr zu lesen und habe mich noch ein wenig mit einer Kommilitonin unterhalten, bis es dann Zeit für mich wurde. Ein Gutes hatte die Sache: Ich musste mich nicht in den rappelvollen 16-Uhr-Bus quetschen 8) .

    Ich merke, wie ich gelassener werde. Die Sache heute morgen mit den fünf Leutchen im Seminar hätte mir früher einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt und ich hätte sofort blockiert. Nur weg hier! hätte ich gedacht und all meine Energie darauf verschwendet. Jetzt lasse ich es auf mich zu kommen.
    Das liegt auch in der Erfahrung: Ich habe mir inzwischen klar gemacht, dass ich durch diese Blockade-Haltung rein gar nichts erreiche, außer mich total zu verkrampfen. Das Seminar muss ich trotzdem machen, Referate muss ich dennoch halten und auch die Hausarbeit schreiben... Also, was soll's?
    Aber diese Einstellung ist ebenfalls nicht durch Kognition entstanden. Ich habe mir nicht durch Autosuggestion eingeflößt "ich bin gelassen". Auch das ist von alleine gekommen. Bewegung aller Orten.

    Ich mag dieses Gelassene, Unaufgeregte. Es lässt mir Energie für Tätigkeiten und Emotionen, die mir wirklich wichtig sind.

    LG
    Plejaden

  • Guten Morgen,

    gestern abend war ich irgendwie zu unkonzentriert um mehrere zusammenhängende Sätze zu schreiben, drum versuche ich es heute :lol: .

    Vom Tag gibt es nicht viel zu erzählen: Ich war den größten Teil bei einer Sportveranstaltung, nein, nicht in einem Fussballstadion. Es war für mich sehr schön zu sehen, dass ich inzwischen an solchen Orten ruhiger geworden bin. Früher stand ich unter Dauerstrom, war immer angespannt und ängstlich. Das war gestern anders. Ich werde mich nächstes Mal vielleicht sogar trauen meinen Fotoapparat mitzunehmen.

    Was mich jedoch immer noch nachdenklich macht ist die Tatsache, dass ich immer ganz schnell wieder nach Hause möchte. Ich war kaum vor Ort, da habe ich schon auf die Uhr geschaut wie lange es noch dauert bis es zu Ende ist und ich wieder nach Hause kann. Zu Hause fühle ich mich dann aber umgekehrt wieder gut, weil ich mal rausgegangen bin.
    Ich möchte in den nächsten Wochen mal herausfinden warum das so ist. Vielleicht ist es einfach nur die Gewohnheit, weil ich die letzten Jahre meine "sichere Burg", mein Zuhause so selten verlassen habe. Vielleicht stresst mich der Aufenthalt "draußen" unter Menschen doch noch mehr als ich es bemerke. Klar, das ist in den letzten Wochen viiiiel besser geworden.

    Eins weiß ich auf jeden Fall - ich darf mich nicht überfordern. Ich habe das in der Vergangenheit schon ein paar Mal durchdekliniert. Es kamen Phasen des Aktionismus, wo ich mich getroffen und Aktivitäten geplant habe, die wieder abgelöst wurden von Phasen, wo ich mich zu nichts aufraffen konnte. Einmal fiel eine Aktivität in diese Phase, zu der richtig viele Leute kamen. Und ich, die Initiatorin, war schlussendlich nicht dabei weil ich mich wieder nicht aufraffen konnte. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll: Es war keine Angst, ich hatte schlichtweg keine Lust und wollte lieber den ganzen Tag zu Hause sitzen. Das ist aber schon ein paar Jahre her.

    Mh mh mh. Mal sehen.

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plej
    Es ist wirklich seltsam,wie sich die Dinge gleichen zwischen uns.Ich find mich so oft wieder,in dem ,was du schreibst.Für mich ist es tröstlich,das es anderen genauso geht.Hilft uns beiden nicht wirklich,ich weiss.Aber ich kenn das auch.Viel zu oft,wenn ich wo bin,sage ich mir,nicht mehr lange und du kannst wieder in deine Festung zurück.Hab ich das Festungstor verriegelt ,überlege ich mir,was ich jetzt machen könnte und warum ich eigentlich schon hier bin.
    Ich überleg mir dann,warum ich mich dort,wo ich war ,nicht wohlfühlte.Versuche zu ergründen,was mich veranlasste.Ich weiss nicht,ob das wirklich mit der zurrückliegenden Sucht zu tun hat.Es ist doch eher das Problem,welches wir schon immer hatten.
    Sieh es doch wie ich erst mal als Fortschritt,du gehst jetzt immerhin raus und fühlst dich eine Weile wohl dort.
    Das wir einen Rückzugsort brauchen,ist doch auch klar.Irgendwie.
    Schönen Sonntag noch.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Guten Abend,

    heute verlief der Tag mal zur Abwechslung wie geplant. Ich bin um 8 Uhr aufgestanden, um 10 Uhr auf zur Uni - finde aber irgendwie, das ist schon zu spät. Gut, eine Erfahrung reicher.

    An der Uni angekommen habe ich eine Stunde gelesen, war danach zwei Stunden arbeiten und bin auch dabei gut voran gekommen. Danach ging es wieder nach Hause, wo ich Mittag gegessen und eine kurze Pause gemacht habe. Danach habe ich eineinhalb Stunden an meinem Essay gewerkelt, bin damit gut voran gekommen. Ich muss nur noch etwa dreitausend Zeichen rauskürzen und dann noch eine ordentliche Fragestellung stricken. Hab da die Wahl zwischen zwei Themen und kann mich nicht recht entscheiden. Mh, mal sehen.
    Danach habe ich noch etwas wegen der Grafikkarte recherchiert und festgestellt, dass wir einen AG-Port in unserem Computer haben. Surprise, surprise. Anschließend war spülen und Haarwaschen angesagt und jetzt ist Feierabend :) .

    Ich habe mir anlässlich des gestrigen Chats nochmal Gedanken wegen meiner realen SHG gemacht. Inzwischen ist es so, wie ich es in einem anderen Thread geschrieben habe: Ich sehe die reale SHG mehr als eine Ergänzung und als einen Ort, wo ich meine sozialen Kompetenzen weiter entwickeln kann. Von den Langzeittrockenen dort kann ich mir nicht viel mitnehmen, weil die einen eher riskanten Umgang mit Alkohol pflegen und den auch so weiterempfehlen.
    Woran ich insbesondere arbeiten kann ist meine Geduld. Viele dort haben alkoholinduzierte Ausfallerscheinungen das Gedächtnis betreffend, d.h. sie erzählen ein und diesselbe Geschichte öfters und zwar im gleichen Wortlaut. Oft entstehen groteske "Diskussionen", in denen alle aneinander vorbei reden weil jeder seinen Text einfach immer und immer wieder wiederholt.

    Dabei habe ich also Geduld gelernt. Geduldig höre ich mir die Geschichten viele Male an. Ich würde mich inzwischen sogar trauen den Sprecher darauf hinzuweisen, dass er die Geschichte schon einmal erzählt hat; aber ich tue es nicht. Die Geduld, die ich durch diesen Austausch gewinne, kann ich bei mir selbst einsetzen. Ich bin geduldiger mit mir geworden, erwarte nicht mehr Riesensprünge in meiner Entwicklung in kürzester Zeit. Das ist sehr positiv.

    Lütze : Es ist zumindest tröstlich zu wissen, dass es noch jemanden so geht. Bei mir hat das Problem definitiv mit etwas zu tun, was schon lange vor meiner Sucht vorhanden war. Da mein Grundproblem, die sozialen Ängste, inzwischen deutlich geringer geworden sind hoffe ich einfach darauf, dass das Problem von alleine besser wird.
    Es ist ja so, dass es unglaublich viel Kraft kostet mit sozialen Ängsten das Haus zu verlassen. Das kann sich ein "Normalsterblicher" gar nicht vorstellen. Ich hatte immer das Gefühl unter Strom zu stehen, immer angespannt zu sein und meine Aufmerksamkeit überall hin lenken zu müssen. Immer zu schauen, von wo droht Gefahr? Wie weiche ich dieser und jener Situation aus (z.B. wenn ein Bekannter an der Supermarktkasse steht und ich nicht will, dass er mich sieht... überhaupt habe ich immer nach Bekannten Ausschau gehalten und bin ihnen ausgewichen). Da war meine Festung natürlich dringend notwendig um endlich wieder zur Ruhe zu kommen.

    Aber das ist jetzt weg, dieses Gefühl unter Strom zu stehen. Ich bin ja mal gespannt...

    LG
    Plejaden

  • Hallo Plejaden,

    Dies hier:

    Zitat

    Was mich jedoch immer noch nachdenklich macht ist die Tatsache, dass ich immer ganz schnell wieder nach Hause möchte. Ich war kaum vor Ort, da habe ich schon auf die Uhr geschaut wie lange es noch dauert bis es zu Ende ist und ich wieder nach Hause kann. Zu Hause fühle ich mich dann aber umgekehrt wieder gut, weil ich mal rausgegangen bin.


    kenne ich natürlich auch von mir und rate mal, wie ich mich nach ‚erfolgreichem’ Veranstaltungsbesuch dann daheim belohnt habe … richtig: mit einem Bier :?.

    Mittlerweile halte ich es so, dass ich mir genau überlege, ob ich denn jetzt wirklich Interesse habe, eine Veranstaltung zu besuchen, oder eben nicht. Fehlt die Lust, so ist nämlich nicht nur der Blick auf die Uhr völlig normal, sondern es fehlt auch die Möglichkeit, sich mit anderen (fremden!) Menschen thematisch auseinanderzusetzen - und das macht es dann wirklich unangenehm.

    Den Photo habe ich übrigens häufig auch mitgehabt, um mich effektiv hinter dem Sucher verschanzen zu können ... so als kleine Sicherheitsbarriere :wink: .
    Bei Sportveranstaltungen solltest Du vielleicht mal über digitale Apparate nachdenken: 70-80 Prozent Ausschuss sind normal (sagen selbst die Profis) und auf Film dann auf Dauer etwas teuer.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    heute war ein guter Tag. Ich habe ihn wie gewohnt um 6 Uhr beginnen lassen, bin um 8 Uhr zur Uni und habe dort einiges geschafft gekriegt und konnte ein wenig lesen. Auf das Seminar war ich wider Erwarten gut vorbereitet - ich hatte nur so ca. 30 Seiten in einem Buch gelesen, offensichtlich die Richtigen :lol: . Glück gehabt.
    Danach war ich noch eine Stunde arbeiten, anschließend ging es im strömenden Regen nach Hause. Dort habe ich einen kleinen Durchhänger gehabt, was wohl meiner beginnenden Periode geschuldet war. Ich fühle mich dann einfach krampfig-schwindelig-müde :? . Und nein, Sport hilft nicht, der macht alles nur schlimmer. Besser ist eine Wärmflasche und Ruhe 8) .
    Ich habe es dann immerhin noch geschafft einen Text für morgen auszudrucken und zwei Emails an Dozenten zu schreiben und nun auch endlich Nachmittags eine Runde AT einzubauen. Schön.

    Ich habe mir heute aus gegebenem Anlass meinen halben Thread nochmal durchgelesen und bin erstaunt über meine Entwicklung. Ich hatte doch öfter Suchtdruck, als ich in Erinnerung habe; der ist ja nun seit Anfang des Jahres gar nicht mehr aufgetaucht. Auch mein akutes TV-Problem ist gelöst, Tagesstruktur haut hin... Mh, gar nicht mal so übel.

    Dennoch habe ich heute wieder ein wenig nachgedacht. Es haben sich hier in letzter Zeit einige Rückfälle und Beinahe-Rückfälle ereignet, die mich ziemlich mitgenommen haben. Das erschüttert mich immer wieder weil mir dadurch bewusst wird, auf welch dünnem Eis ich selbst wandele. Vielleicht ist es auch schon dicker geworden; wahrscheinlich ist es das. Aber ich möchte es lieber nicht auf die Probe stellen.
    In jedem der Fälle konnte ich gut beobachten, wie sich der Rückfall Tage vorher aufgebaut hat. Das gibt mir noch mehr Vertrauen in die länger Trockenen.
    Aus diesem Grund habe ich mich gestern Abend dafür entschieden, weiter in die reale SHG zu gehen. Das bietet mir einen Termin in der Woche, an dem ich mich ganz gezielt und explizit mit meiner Alkoholkrankheit auseinander setze, auch wenn ich diese Auseinandersetzung innerhalb der SHG immer wieder einfordern muss. Aber auch das kann ich inzwischen ohne schlechtes Gewissen tun -> wieder was gelernt.

    Morgen wird ein langer Tag, aber da er u.a. aus zwei Vorlesungen besteht auch entspannt-passiv 8) . Gut für meinen schmerzenden Bauch. Warum kann ich die Wärmflasche nicht mit zur Uni nehmen?

    LG
    Plejaden

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