• Hallo Oiseau,

    Schön, das ich dich ermuntern konnte.

    Schade, das dein Mann beim Thema SHG so zumacht. Das wird ihm doch sicher nahegelgt worden sein in der Therapie sowie der Nachsorge die er macht, wenn ich das richtig gelesen habe.

    Meiner hat der Sache auch ganz ablehnend geaüßert, jedenfalls bis zur Mitte der Kur.
    Wir haben dann in seiner Kur ein Paar-Seminar gemacht und das hat den Knoten platzen lassen.
    Er hat dort gesehen das es anderen Paaren auch so geht und vieles wird erst im Gespräch deutlich.
    Es war als wenn man ihm/uns einen Spiegel vorgehalten hat.
    Von da an hat er angefangen konstruktiv mitzuarbeiten. Vor allem mit seinem Einzeltherapeuten.

    Das mit der SHG draußen und der Nachsorge zusammen war zwar viel manchmal auch stressig, aber er hat alles mitgenommen was er kriegen konnte.
    Natürlich musste er probieren in welche SHG er passt und das zeigt sich nicht nach dem ersten Besuch.
    Nun besucht er eine in der er sich, wie ich schon schrieb, absolut wohl fühlt.
    Das ich dort mitgehe ist eher zufällig. Es ist eben eine Gruppe für Betroffene und deren Angehörige.
    Ich gehen ja noch in eine Gruppe nur für Angh.

    Wir haben gemerkt das wir gut miteinander arbeiten können und das ich so an seinem Leben und Problemen teilhabe, denn nur so kann ich an unserem "neuen Leben" aktiv mitarbeiten.

    Ich habe ich auch mal offen gefragt ob es ihn stört, das ich in der Gruppe mit dabei bin. Ob er dann offen sein kann, oder ob es ihn hemmt wenn ich dabei bin.
    Er sagt das sei nicht so eher im Gegenteil, es bestärkt ihn offen zu sein, weil er direkt ein Feedback bekommt. Er wünscht sich das ich mitgehe.

    Ob wir es schaffen, weiß ich nicht.
    Das weiß ich erst wenn unser gemeinsames Leben vorbei ist. Also nie. :?

    Du hast mal geschrieben das dein Mann gesagt hat er könne sich nicht für den Rest seines Lebens mit seiner Alk-Sucht beschäftigen.
    Das wird er müssen, wenn er trocken bleiben und frei leben will.
    Das muss er an erste Stelle stellen, vor allem andern Problemen die man so hat.
    Wenn er das vergisst, dann vergisst er sein Leben.

    Das Schweigen der Männer ist für nichts gut.
    Wohl auch ein Ergebniss der Erziehung.....

    Ich Grüsse dich :wink:

    vergissmeinnicht

  • Hallo Sabine

    Wenn dein Mann mitgeht, das ist doch schonmal ein Anfang. Das zeigt doch, das er sich nicht ganz verschließt. Ein Chance!!!

    Was uns angeht: Mein Mann war früher auch so ein prähistorisches Exemplar. Reden: Alles Gesülze war sein Spruch.
    Ich weiß nicht wie das passiert ist.
    Der ist wie Phönix aus der Asche gestiegen.

    Neuanfang ist das richtige Wort. Nicht in alten Sachen rumkramen. Bei uns war noch was übrig, tief vergraben auf dem man aufbauen konnte.
    Erstaunlich nach dem was ales passiert ist.
    Aber ob wir es schaffen, weiß ich sicher erst wenn unser gemeinsames Leben vorbei ist.

    Solange werde ich geniessen, da kannst du sicher sein!

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo vergissmeinnicht,

    das hast du grad bei speedy geschrieben:

    Zitat

    Welches Leben verläuft schon gradlinig?

    Das wär ja auch ganz langweilig und würde uns keine Chance zur Veränderung geben.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Nicole,

    Genauso ist es.
    Ein langweiliges Leben ist tötlich. Im wahrsten Sinne des Wortes.
    Aber viele wollen ein gradliniges Leben, machen das zum Lebensziel.

    Ich bin z.B. so erzogen worden das man Sachen nicht ändert für die man sich einmal entschieden hat. Das man auch "was aushalten" muss. Das man "durchhält".
    Veränderung hatte für mich rückblickend immer mit Angst zu tun.
    Hat mich auch immer viel Kraft gekostet, wenn es nötig war etwas zu verändern. Arbeitsplatzwechsel, Wohnung, Partnerschaft ect.
    Da sind wir wieder bei der Herkunft und dem Co-Verhalten.
    Nur wenn wir uns immer wieder den Aufgaben stellen und auch den Mut haben Veränderungen zuzulassen können wir mit den Dingen wachsen.

    Heute weiß ich: Nur der Mut zur Veränderung und der Mut das zu tun, bringt uns weiter und unserer inneren Zufriedenheit näher.

    LG :wink:

    vergissmeinnicht

  • Hallo, vergissmeinnicht,

    danke für deinen langen Beitrag.

    Er ist kein Gruppenmensch. Das ist wohl der springende Punkt! Ich werde warten müssen. Immer wieder mal versuchen. Aber wenn er sich anders entscheidet kann ich nichts machen.

    Ein Paarseminar hätte ich zu gern gemacht, aber das wurde auf der Kur nicht angeboten. Leider! Wenigstens kann ich mehr und mehr mit ihm reden, das ist für mich schon ein Riesenfortschritt zu früher!! Aber der Austausch mit anderen Betroffenen fehlt eben. Ich denke mir, dort hätte ich vielleicht noch mehr Möglichkeiten, bestimmte Dinge anzusprechen, und es wäre jemand da, der ein bisschen "aufpasst", was wir sagen, der uns evtl. auch mal auf etwas aufmerksam macht, was wir "falsch" machen.... So rühren wir in unserer eigenen Suppe und können den Blick nicht so recht über den Tellerrand heben. Das finde ich schade!

    Ja, mit der Alksucht wird er sich sein Leben lang auseinandersetzen müssen. Manchmal sagt er, dass er das weiß. Manchmal habe ich aber den Eindruck, er will möglichst schnell vergessen und nur nach vorne schauen. Da fällt es mir natürlich besonders schwer, mit dem Thema immer wieder anzufangen. Wenn ich seinen Widerstand spüre... Ich hoffe, er wird immer zugänglicher, auf dem Weg ist er, aber eben noch nicht genug. Wie ihr beide das hinbekommen habt, imponiert mir sehr. Viel Erfolg und Glück weiterhin auf eurem Weg!

    Liebe Grüße,

    Oiseau.

  • Morgen Oiseau

    Der Austausch mit anderen ist total wichtig. Es bringt einen weiter, gibt neue Denkanstöße.
    Wir sprechen dort ja nicht nur über das Alk-Problem.

    Die Männer sind wie wir eben alle verschieden.
    Wichtig ist, wie du schon schreibst, das du dran bleibst und nicht aufgibst. Er soll merken das du Anteil nimmst. Geduld musst du haben.

    Natürlich soll er nach vorne schauen, da liegt sein/euer Ziel. In der Zukunft.
    Aber das vergangene darf er nicht vergessen. Das muss er verarbeiten, müsst ihr verarbeiten. Dann kann man auch verzeihen.

    Du schreibst das er sich schon im Gegensatz zu vorher geöffnet hat. Das ist doch schon ein riesen Fortschritt.
    Denk in kleinen Schritten. Sei nicht zu ungeduldig.

    Wünsche euch alles Gute. Hoffe wir schreiben uns :wink:

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo ihr Alle,

    Nun sitze ich schon mehrer Tage vor dem PC und schreibe, schreibe, schreibe...........

    Habe ja vor kurzem geschrieben das ich länger Pause gemacht habe mit dem Schreiben, weil ich gemerkt habe, das das mehr Zeit in Anspruch genommen hat als ich wollte.
    Ist das auch schon ein bisschen Suchtverhalten???
    Ich muss meine Meinung korrigieren.

    Ich merke das ist Zeit für mich.
    -Das bringt mich weiter.
    -Das tue ich für mich.
    -Die Zeit nehme ich mir.
    -Das ist jetzt wichtig.

    So nun muss ich aber ein bisschen arbeiten

    Bis bald

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo ihr alle

    Gestern gab es Anlass in der SHG zu berichten wie es für einen Angeh. ist mit einem nassen Alk zusammenzuleben.
    Ich war an diesem Abend die /der einzige Angeh.
    Also war ich angesprochen.

    War verdammt schwer. Ich merke immer das es noch sehr lange braucht, das alles zu verarbeiten. Möchte das auch mal alles aufschreiben um mich damit auseinanderzusetzen.
    Ich merke wie es schon wieder hochkommt. Es tut so verdammt weh auch wenn ich an meine Kinder denke.
    Mache jetzt Schluss. Versuche es später nocheinmal.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo Vergissmeinnicht,
    aufschreiben ist sehr gut. Habe auch gerade (auf Anraten von Oiseau) ein neues Tagebuch angefangen.
    Real schreiben ist noch ganz anders als hier im Forum zu tippen. Dabei kommen noch ganz andere Gedanken auf bzw. kannst du über die Gedanken aus der SHG noch besser nachdenken.
    Wünsche dir eine schnelle Entspannung und einen schönen Abend,
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo

    Wenn ich raussehe, sieht alles so schön aus. Ich freue mich auf unseren ersten gemeinsamen "trockenen" Frühling.
    Ich denke dann automatisch wie es in seiner nassen Zeit war.
    Immer keine Zeit.
    Immer war alles zuviel.
    Immer sah er nur sich.
    Immer zuhause.
    So habe ich das empfunden.

    Ich habe zum Schluss gedacht: noch.... Stunden dann ist der schon wieder zuhause. :x
    Jetzt freue ich mich: noch.... Stunden dann kommt er wieder. :wink:
    Das drückt es aus wie ich unser Zusammensein heute empfinde, mein Leben empfinde. Es ist schön wenn er da ist.
    Sicher ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen, aber ich fühle mich wohl.
    Es kommt jetzt die Zeit wo das "neue" Trockensein zuende ist.
    Abstinenz ist nun "normal". Der Alltag kehrt ein. Ich sehe das als Herausforderung. Die SHG ist da eine große Hilfe.

    Aber warum ich heute eigentlich schreibe ist, das ich meine Vergangenheit in der Beziehung verarbeiten möchte.
    Ich habe früher oft gedacht: so schlimm ist es nicht, unser Kartenheus steht ja noch.
    Es war schlimm genug.
    Ich weiß nicht was schlimmer ist: seelische, körperliche, oder verbale Gewalt. Und diese Gleichgültigkeit, die einem entgegenschlägt.

    Eigentlich hatte ich immer das Gefühl das er von irgendwas innerlich getrieben wird.
    Früher ging er immer am Wochenende weg. Er tat alles so ohne jegliches Maß.
    Erst war es das daddeln. dann die Feuerwehr, dann guckte er plötzlich Fußball mit anderen, dann machte er Musik, oder Billiard spielen.
    Das ist ja alles OK an sich, aber das waren alles Alibis für das trinken.
    Das Kind musste einen Namen haben.
    Mir ging es schlecht dabei, ich stand dem ohnmächtig gegenüber. Ich ging auch schon seit Jahren nicht mehr mit. Ich wollte mir das nicht ansehen, wenn ich mit war, dann gab es immer Stress, weil er kein Ende finden konnte.
    Ich gestaltete schon lange meine Wochenendabende selber. Ich war schon immer gerne alleine. Was nicht heißen soll, das ich nie wegging.
    Aber das war in seinen Augen natürlich nicht dasgleiche, es kam ein bisschen Eifersucht durch.
    Wenn ich das jetzt so aufschreibe, merke ich, das schon damals, bevor unsere Kinder auf die Welt kamen, ich die Augen ganz fest zumachte.

    Als unsere Kinder da waren, blieb ich meistens zuhause. Ich fühlte mich wohl in meiner Rolle als Mutter.
    Er ging zu dieser Zeit fast jeden Tag zum Nachbarn rüber, der auch trank.
    Ich fühlte mich völlig hilflos. Nichts konnte ihn zurückhalten.
    Ich weinte oft. Ich wollte meinen "alten Mann" wiederhaben. Der war irgendwie nicht mehr da.
    Das war schon die Persöhnlichkeitsveränderung weiß ich heute.
    Mir fiel das zu dieser Zeit ganz krass auf, weil sich auch unser gesamtes Leben durch die Kinder und die Wohnsituation geändert hatte.

    Nach aussen spielten wir die glückliche Familie. Waren wir aber nicht.
    Körperlich stimmte bei uns gar nichts mehr. Ich war noch nie die Nyphominin, das wusste er. Durch den Alk hatte ich aber immer weniger Lust, eigentlich gar keine. Ich war froh, wenn er auf dem Sofa einschlief und mich in Ruhe ließ.
    Er tat mir nie Gewalt an, aber ich hatte oft das Gefühl, er würde es fast tun. Er beschimpfte mich aufs übelste. Unterstellte mir Affairen. Er machte dann was kaputt oder knallte die Türen, oder fuhr mit dem Auto weg. Er wollte mir Angst machen.
    Also machte ich oft mit, wenn ich "es" nicht mehr aufschieben konnte. Um des lieben Friedens willen. Schrecklich, ich fühlte mich oft wie eine Nutte, stellte mir jemand anderen vor, mit dem ich zusammenwar. Am liebsten hätte ich ihm einen Sack übergezogen. Küssen ging ganz schlecht.
    Den Satz: Ich liebe dich, behielt ich für mich. Das bekam er nicht, das hatte ich mir geschworen.
    Für mich war das keine Liebe mehr, auch wenn er das für sich behauptete.

    Er stank immer so nach Alk. Das war alles so wiederwärtig. Ich hasste ihn und mich, weil ich mich benutzt fühlte, wie prostituiert.
    Es fand ganz krass eine Wesensveränderund statt. Er war nur noch ein Schatten seiner selbst. Der, der da saß, den kannte ich nicht, den wollte ich nicht.

    Wenn ich das so schreibe kann ich überhaupt nicht verstehen das ich so lange ausgehalten habe. Kann man auch glaube ich nicht, wenn man nicht drinsteckt.
    Ich könnte heute ein anderes Leben führen. Aber das will ich nicht, Ohne diese Erfahrungen wäre ich heute nicht derselbe Mensch.

    Mein Mann hat in der Therapie viele Tränen geweint, hat hart an sich gearneitet und tut es jetzt noch. Er war sehr bestürzt und hat sich sehr geschämt, als er meine Erlebnisse geschildert bekam.
    Er spricht jetzt mit mir. Er wollte das mit uns wieder auf die Reihe kriegen. Er wollte eine zweite Chance für uns und unsere Kinder.
    Ich wollte das auch.
    Und da war er plötzlich wieder: unsere Gleichklang, unsere Seelenvewandtschaft die ich immer gespürt habe am Anfang unserer Beziehung.

    Nun stehen wir hier und wo unser Weg hingeht wissen wir noch nicht, aber ich glaube wir haben den richtigen Abzweig genommen. Wichtig ist das wir nicht stehenbleiben und auf etwas warten was nicht kommen wird.
    Wir müssen selber etwas tun. Müssen uns in Bewegung setzten, uns aufmachen zu "neuem". :wink:

    Ging es anderen auch so?
    Ich denke schon.
    Ich vergesse das nie!
    Ich kann verzeihen.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

  • Zitat von vergissmeinnicht

    Das mit den Gruppen ist eine komische Sache.
    Ich hätte früher nie gedacht, das ich mit fremden Menschen solch intime Sache besprechen kann.

    Neulich hat mich jemand gefragt was wir da eigentlich machen.
    Nur so reden und so?
    Was soll das bringen?
    Mit Fremden ? Oh, Gott?

    :!: Ich kann nur sagen, das ist elementar wichtig!!! :!:

    Hallo Vergissmeinnicht,

    schön zu erleben wie Du am Ball bleibst und wie sich etwas verändert, bei Dir, bei Euch. Du setzt ein unvergeßliches Zeichen.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Vergissmeinnicht,

    ja, mir ging es genauso, ich habe es genauso empfunden, nur bei mir kam die körperliche Gewalt auch noch hinzu.

    Ich bekomm immer noch eine Gänsehaut wenn ich sowas lese.

    Des lieben Friedenswillen......

    Vergessen werde ich nie.
    Verzeihen auch aber noch nicht ganz weil er immer noch trinkt. Vielleicht würde es mir leichter Fallen wenn er sehen könnte was die Sucht aus ihm gemacht hat.

    Ich wünsche euch alles erdenklich Gute für die Zukunft.

    Schön das du dich ab und an hier mal meldest.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo kaltblut

    Das tut total gut wenn man hier Feedback bekommt.

    Mir fällt das echt schwer alles in Worte zu fassen.
    Ich hoffe nur meine schöne Seifenblase platzt nicht.
    Ich fühle mich manchmal wie bei einem Tanz auf dem Vulkan.

    Bei manchen Alltagssituationen wo er sonst gertrunken hätte schone ich ihn nicht.
    Ich meide nicht eine Konfrontation die wichtig ist.

    Ich merke aber immer selber das er das auch bemerkt.
    Ich glaube ihn macht das stolz das er das jetzt so aushalten kann, ohne sich zu flüchten.
    Damit können wir auch in der Gruppe arbeiten und anderen Mut machen.

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

  • Liebe Elocin

    Du hast geschrieben: was die Sucht aus ihm gemacht hat
    Ich hatte geschrieben: er war ein Schatten seiner selbst.

    Das schlimme ist, sieh können ihr Spiegelbild nicht sehen solange sie nass sind.
    Mein Mann hat sich wohl als er trocken wurde erkannt und es fiel ihm wie Schuppen von den Augen.
    Er war unglaublich verletzt, aber das hatte ich ja schon geschrieben.

    Ich hasse den Alk, er frisst sich in den Menschen und lässt ihn nicht mehr los.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo Käferchen, hallo Karsten, hallo ihr alle,

    Wie schön von euch zu hören. Fühlt sich gut an, das ihr mich vermisst, bin gerne bei euch.

    Aber vorne weg: Mir geht es super!!! :P
    Habe angefangen mich um eine ertragreichere Arbeit zu kümmern.
    Hat noch nicht geklappt, aber irgendwann ist sicher was dabei.
    Mein Mann ist immer noch trocken.
    Er hat endlich seinen FS wieder, nach erfolgreicher MPU!!!!!

    Wir waren gerade in Urlaub an der SEE. Göttlich! Zwar bei Verwanten (könnten wir uns sonst nicht leisten), aber ich würde mich dort auch einquartieren wenn ich ganz viel Geld hätte. Mein absoluter Lieblingsonkel.

    Habe die ganze Zeit nicht geschrieben! :oops:Werde das nachholen! :wink:

    Hatte einfach keine Zeit. Es war furchtbar viel zu tun.......
    und manchmal muss ich auch ein Stück alleine laufen.
    Also bis später!

    LG, vergissmeinicht

  • Hallo zusammen,

    Also mir geht es gut.
    Meinem Mann auch, hatte ich ja schon geschrieben. Irgendwie geh ich ja dabei unter. Manchmal fühle ich mich müsste es mir automatisch gut gehen, weil meinMann so viel geschafft hat.
    Was habe ich geschafft?
    Haben wir es gemeinsam geschafft?
    Mein mann ist nun 18 Monate trocken, zufrieden trocken wie er sagt.
    Bin ich es auch?

    Kann einer berichten mit der gleichen/Ähnlichen Erfahrung?

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo ihr Lieben! :P

    Da ich auf meinem Aufruf im Posting vorher keine Antworten bekommen habe, muss ich wohl selber Erfahrungen sammeln.

    Also ich bin eigentlich ganz zufrieden mit mir.
    Könnte alles wunderbar sein. Ist es auch, eigentlich.
    Mein Mann ist trocken" immer noch".
    Und ich? Der Trott geht weiter, unaufhörlich.

    Ich würde gerne mehr in unserer Freizeit machen, aber er hat nur selten Lust dazu.
    Unser Urlaub war zwar super, Tapetenwechsel und so. Für mich gibt es sowieso nichts schöneres als an der See zu sein.
    Aber mein Mann hat mir gar nicht gefallen. Der war total in sich gekehrt. Er wäre am liebsten den ganzen Tag am Haus geblieben. Fernsehen und so. Wenn ich nach seinen Vorschlägen gefragt habe hat er meist gesagt das wir ja sowieso machen was wir wollen.
    Wir sind nicht die großen Aktionisten im Urlaub, aber ab und zu kann man doch mal in die Puschen kommen. Selbst wenn wir am Strand waren hat er noch nicht mal sein T-Shirt ausgezogen.
    Spielen mit den Kindern: Fehlanzeige.

    Wenn es um seine Interessen ging lief das anders.
    Das war überhaupt das größte. Das ist ja OK, aber kann man nicht auch ein bisschen Begeisterung zeigen, wenn andere was wollen?

    Wir haben uns alle so auf den Urlaub gefreut.
    Hatten alle große Erwartungen.
    Besonders die Kinder, jetzt wo er nicht mehr trinkt. Die waren schon enttäuscht. Besonders mein Sohn, das kann ich dann auch nicht auffangen, will ich auch nicht. Ich will meinem Mann nichts mehr abnehmen.
    Meine Tochter organisiert sich meistens selber, die nabelt sich schon ab.
    Das sich das in die Richtung ändert hätte ich nicht gedacht.
    Muss er vielleicht selber erstmal mit der neuen Situation umgehen lernen? Ich habe mir darüber schon viele Gedanken gemacht.
    Dem fehlt einfach Feuer im A........!!!

    Wir sind nach wie vor sehr engagiert in der SHG, mein Mann mehr als ich.
    Hat ihm das vielleicht gefehlt? Immerhin waren wir 3 Wochen weg. Eine lange Zeit ohne so einen Anker.

    Vielleicht müssen wir ja nur mehr über unsere Erwartungen dem anderen gegenüber sprechen.
    Dann ist der andere nicht so enttäuscht.
    Klingt einfach und wahrscheinlich superschlau, aber möchte ich das hören was er sagt dazu?
    Mal sehen.
    Ihr seht ich bin noch am basteln an unserem "neuen Leben".

    LG

    vergissmeinnicht :wink:

  • Heute habe ich mir mal ganz bewusst was gutes getan.
    War shoppen und habe mir ein schönes Teil gekauft und ich war beim Friseur. Mein schlechtes Gewissen habe ich bis jetzt erfolgreich weggeschoben, da ich ja früher oft so ein Frustkäufer war.

    Ich komme sonst immer aus der Stadt mit Sachen die für die anderen sind, oder die auf meinem Einkaufzettel stehen.

    Das war jetzt nur für mich.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Liebe Vergissmeinnicht, finde ich schön das Du Dir was gegönnt hast....zum Post vorher. Ich denke Reden ist das A und O nicht totquatschen, aber schon mal abgleichen was jeder für Wünsche und Vorstellungen hat..da gibts so ne Methode nennt sich Zwiegespräch: Das Buch dazu "Die Wahrheit beginnt zu zweit" Oder macht doch auch mal Familienrat...so das sich jeder mal äußern kann und das zusammengetragen wird...
    Ich drück Euch die Daumen...liebe Grüße von Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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