Guten Morgen Frank,
wenn ich deine Geschichte lese, in der du immer wieder auf das niedergeschmetterte Selbstwertgefühl deiner Frau hinweist, frage ich mich, wie es denn mit deinem eigenen aussieht. Was muss denn noch passieren, damit du dein Leben in den Vordergrund stellst und dir Gedanken darüber machst, wie du zufrieden leben kannst? Und zwar ohne der Retter für deine Frau zu sein. Denn die kann sich nur selber retten, d. h. ihr Leben in die Hand nehmen und aus der Abhängigkeit kommen. Wie soll sie zu einem vernünftigen Selbstwertgefühl kommen, wenn sie nichts alleine regeln muss, weil immer der "Retter" da ist, der immer wieder alles verzeiht und ihr somit keine Konsequenzen aus ihrem Tun und Handeln erwachsen?
Es hört sich vielleicht hart an, aber wenn du hier liest, wirst du sehen, dass Loslassen, die Abstinenz voneinander, ein wichtiger Schritt ist. Es gibt keine Garantie, dass sie dann umdenkt. Aber eine Möglichkeit und diese Möglichkeit wird ihr genommen, wenn immer wieder alles von vorne beginnt. Vielleicht richtest du den Fokus mal auf deine eigene Abhängigkeit - die Abhängigkeit von ihr. Ich denke, du leidest unter Entzug, so wie ein Alki, dem man die Flasche genommen hat.
LG
Ette