Beiträge von dpqb

    hallo fabienne,

    kinder und betrunkene mutter kenne ich zu gut.
    meine kannten mich auch nur selten nüchtern.

    das schlechte gewissen ließ mich aber immer wieder zur flasche greifen, bis ich mir dann auch hilfe gesucht habe.
    der erste schritt, zuzugeben das man alköholiker is, hat soviel überwindung gekostet, aber es war der richtige schritt.

    du schaffst das auch!

    weil ich in der Lage bin, mit meinen kindern auf Veranstaltungen zu gehen, heißt das noch lange nicht, das Irgendwer rückfällig wird oder werden soll.

    Du kannst doch nicht bestimmen, was für jeden Einzelnen gut ist und was nicht.

    Ich bin trocken, ja, und ich bleibe es auch, was aber nicht bedeutet, dass ich aufhören muss zu leben.

    So, für mich ist das Thema jetzt auch erledigt.

    Ich kenne auch ne menge Ex-Raucher.
    Vielen stört es überhaupt nicht, wenn in ihrer Gegenwart geraucht wird, andere hingegen vergraben sich in ihrer Hütte, damit sie mit Rauchern nicht zusammentreffen, weil das Suchtgedächtnis noch zu stark ist.

    Ist vllt für dich jetzt kein Vergleich, aber dennoch ein Thema, das nicht weniger ernst zu nehemen ist.

    HansHa

    Für mich persönlich spielt es auch eine Rolle, mit wem ich solche Veranstaltungen besuche.

    Mit den Kindern habe ich mich zu Trinkzeiten auch nie öffentlich hingestellt.

    Hingegen mit ehemaligen "Trinkkumpels", schließe ich Dein Argument, eher rückfällig zu werden, nicht aus.

    Es hat, bzw. hatte ja auch jeder ein anderes Trinkverhalten. Für mich war es alleine zu Hause, oder wenn die Kids geschlafen haben, gefährlicher, als auf solch Feste.

    Ich verstehe schon worauf du hinaus willst, aber auch die "Frischlinge" wollen aus diesen Diskussionen lernen.
    Und wie weit sich der Eine oder Andere abgrenzt, oder auch nicht, muss jeder für sich erstmal herausfinden.

    Hi@all,

    ich gehe ja auch nicht alleine zu solchen Veranstaltungen, und wie gesagt, es muss auch jeder für sich selber entscheiden, wo für ihn persönlich Gefahr lauert oder nicht.

    Mir persönlich macht es jedenfalls nix aus.
    Da stört mich die Alk-Werbung im TV mehr, gerade wenn man abends alleine vor der Glotze sitzt.

    Hans klein,

    ja, ich sehe das genauso wie du.
    jeder muss das für sich entscheiden, und wie du sagst, man kann ja diese Orte auch wieder verlassen, wenn man sich nicht wohl fühlt.

    Sich ganz ausgrenzen, weil man krank ist, wäre auch in meinem Fall die absolut falsche Lösung.

    Und wie gesagt, dann dürfte man auch nicht mehr einkaufen gehen, weil die Regale voll stehen mit Alk.

    Entweder man ist konsequent, oder man ist es nicht, egal an welchen Ort, oder bei welcher Gelegenheit, denn Niemand wird zum Trinken gezwungen.

    hallo HansHa ,

    mein Sohn wohnt in Geltow, ich sehe ihn nur alle 14 Tage, und es war sein Wunsch mit mir auf dieses Baumblütenfest zu gehen, weil dort auch ein Rummel war.
    Veranstaltung hin oder her, aber nur weil ich krank bin, kann ich nicht verlangen, dass meine Kinder, gemeinsam mit ihrer Mutter, auf Vergnügen verzichten.
    Außerdem bin ich sehr stolz darauf, solche Veranstaltungen mit ruhigem Gewissen besuchen zu können, denn ich weiß, das diese mir nix anhaben können.
    Oder soll ich mich als trockener Alkoholiker in eine Zelle sperren lassen, um mich nicht der Gefahr aussetzen zu lassen?

    Weißt du, dann dürfte ich auch nicht mehr einkaufen gehen........die Supermärkte sind voll mit Alk.

    Ich war heute mit meinem Sohn in Werder zum Baumblütenfest.
    Da war auch gut Stimmung, und es macht solchen Spaß, alles mitzubekommen, mit klarem Verstand und bei vollem Bewusstsein.

    Literweise Obstwein floss da, aber ich mich störte das überhaupt nicht, ganz im Gegenteil!

    hi@all,

    seit meiner Anmeldung hier am 27.04.2010 habe ich, trotz 2 jähriger Abstinenz sehr viel dazu gelernt.

    Sehr hilfreich dieses Forum hier!

    Klar geworden, und für mich persönlich auch sehr wichtig, ist mir folgendes:

    Ich bin bestimmt nicht stolz darauf Alkoholikerin zu sein, wird wohl jedem Betroffenen so gehen, aber es ZUZUGEBEN, das es nun mal so ist, macht mich sehr stolz.

    Das war mir vorher nicht so bewusst!

    thx an ALLE!

    hallo vanilla,

    ja sicher hat jeder ein anderes trinkverhalten.
    ich finde aber, das nicht mal nur die menge eine rolle spielt, sondern die regelmäßigkeit und das verlangen nach alkohol.

    meine familie hat mir die augen geöffnet und gezeigt, das es sooo viel schöne dinge im leben gibt.

    dadurch, das sie mich haben fallen lassen in der suchtphase, haben sie mir bewiesen wie wichtig ich ihnen bin.

    ohne ihre ablehnung würde ich wahrscheinlich immer noch zutrinken.

    therapie muss aber dennoch sein, und das is ja auch nix was schadet oder weh tut.
    ich denke eher, deinem mann is das peinlich.
    wenn das der fall ist, dann belügt er sich selber und steht noch nicht zu seiner krankheit.

    weiterhin viel glück!

    lg, dpqb

    hallo charlie,

    ob ambulant oder stationär muss jeder für sich selber herausfinden was besser ist.

    ich habe mich aus zeitlichen gründen für die ambulante entschieden, wobei du da mehr drauf achten musst, wie du mit dem therapeuten klar kommst.

    ich hatte durch meinen ersten therapeuten fast einen rückfall, weil er mir sagte, ich wäre irgendwann mal wieder in der lage ein glas wein oder ein bier zu trinken. ich müsse halt nur bewusst und vernünftig mit alkohol umgehen.

    nach dieser sitzung bin ich in den nächsten supermarkt und wollte mir ne flasche wein kaufen, kurz vor der kasse fragte ich mich dann, ob der ne klatsche hat und stellte die flasche zurück.

    habe dann auch gewechselt, musste zwar ne weile ohne therapie auskommen, da die plätze sehr rar sind, aber jetzt bin ich zufrieden.

    wenn ambulant, dann auf jeden fall ein therapeut der die probleme auch ernst nimmt und dafür geschult ist.

    noch kurz dazu...mein erster therapeut hat in einer sitzungsstunde ca. 12 zigis geraucht. von sowas lass die finger. in einer praxis sollte sowas nicht sein.

    lg, dpqb

    hi co-la,

    wollte dich auch nicht angreifen, versteh das nicht falsch.
    bei mir waren vllt auch ganz andere voraussetzungen als bei dir.
    habe halt nur negative erfahrungen mit dem jugendamt gemacht.

    aber mitlerweile regelt sich das alles, weil meine kinder alt genug sind.

    klar kannst du mit deinen kindern ausziehen, oder so.

    ich meinte das nur so, das du dich dann auch um sie kümmern musst.

    mein ex hatte ja das jugendamt eingeschaltet und die kinder einfach ins heim gegeben. seitdem will er mit beiden kindern nix mehr zu tun haben.

    deshalb war ich ein wenig fuchsig.......sry, war nicht so gemeint.

    ALLES GUTE wünsche ich dir!

    lg, dpqb

    Hallo Vanilla,

    ich bin seit knapp 2 Jahren trockene Alkoholikerin und kann nur von meiner Seite aus sagen, dass es ohne professionelle Hilfe von Außen nicht funktionieren wird.

    Ich habe zwar selber zu Hause einen kalten Entzug gemacht, bin aber immer noch in ambulanter Therapie.

    Mit dem Mist aufzuören war auf einmal ganz einfach, ..........denn die Menschen, die mir am wichtigsten sind, haben mich eiskalt fallen lassen, ...weil sie mich auch lieben.

    Ich werde niemals mehr Alkohol anfassen, geschweige denn trinken, weil ich erkannt habe, dass die beste Hilfe für einen Alkoliker die ist, wenn man ihm nicht hilft und fallen lässt.

    Ich hoffe meine Erfahrung hilft dir etwas, die richtige Entscheidung zu treffen.

    Alles Gute!

    werde mein weekend auch sinnvoller gestalten als auf dem besen zum maitanz zu fliegen *fg*

    aber dennoch erschreckend, wieviele doch an diesem wochende zum alk-"opfer" werden!

    nu gut, wir könnens eh nich ändern, muss ja jeder für sich selbst entscheiden!

    in diesem sinne allen ein nüchternes wochenende!

    Walpurgisnacht, Tanz in den Mai...!
    Furchtbar, wenn man darüber nachdenkt welch Unmengen an Alkohol bis Sonntag in der Bevölkerung fließen wird.
    Bei dem Gedanken wird mir richtig übel.
    Vorallem für wieviele Menschen das vllt ein Einstieg in die Suchtfalle bedeutet.
    Schrecklicher Gedanke!

    Das Wort Ehrenrunde kenne ich nur zu gut von einem, DAMALS, "besten Kumpel" (Saufkumpel). Er trinkt seit fast 30 Jahren!
    Mitlerweile ist er bei einem täglichen Pensum von ca. 12 Bier und 4-5 Flaschen Wein (mind.) täglich. Mich wundert, das er sich noch unter den Lebenden befindet. Der Mann ist völlig kaputt, will auch aufhören, aber dreht......wie er sagt.......täglich nur noch eine Ehrenrunde.

    tinka,

    um einen Alkoholkranken zu helfen, ist beste Hilfe nicht zu helfen.
    Ich habe den Absprung geschafft, als meine Tochter (13) mich hat fallen lassen. Als Co-Abhängige mit starken Selbstverletzungen, hatte sie Zuflucht bei Freunden gesucht. Ich wusste erst von da an, dass ein Ende mit dem Suff sein muss. Solange sie hinter mir stand, habe ich tausende Male versprochen das trinken sein zu lassen, aber immer wieder wurde ich rückfällig....Tochter sagt schon nix und hält zu mir...heute kannste nochmal was trinken...nix...klappt ja immer.
    Ja, und dann die Schocktherapie...sie ließ mich eiskalt fallen.....aber das wirkte!

    Hallo Tinka,

    das Verhalten deiner Mutter damals im Suff könnte mein eigenes Spiegelbild sein.
    Es ist furchtbar was der Alk anrichtet, er zerstört ganze Familien.
    Mir war das zwischendurch immer wieder klar, aber das Zeug war immer wieder stärker.
    Ich bin auch alleine mit meiner Tochter, hatte keinen zum reden und im Suff musste sie meine Freundin sein, die mir zuhören musste.
    Mitlerweile bin ich trocken, aber die Seelen meiner Kinder tragen tiefe Wunden, genau wie Du.
    Sicher ist das sehr schlimm, aber versuche mal, dich nicht jedesmal von der Vergangenheit einholen zu lassen. Schau vorne, erinnere dich an schöne Momente, nur so kannst du richtig glücklich werden!
    Glaube mir, deine Mutter trägt große Schuldgefühle in sich, ich kenne das, aber diese Schuldgefühle sind sehr gefählich. Wir Alkoholiker müssen sehr dagegen ankämpfen, um nüchtern bleiben können!

    lg, dpqb

    Guten Morgen Spanijoggel,

    danke für deine Meinung, bei den Meisten hier ist es ähnlich, deshalb fühle ich mich hierauch sehr wohl. Es tut gut sich hier austauschen und gegenseitig aufbauen zu können. Den Erfahrungsaustausch finde ich sehr wichtig!

    Ja, du hast vollkommen Recht! Im hier und Jetzt müssen wir nach vorne schauen, denn wir wollen nüchtern bleiben.