Beiträge von Marie04

    Liebe Blume!

    Aber das abweisen fand ich recht hart, grade bei Sonne denn mein Eindruck war, dass sich da ziemlich was in ihr getan hat und sie wirklich Hilfe hier gesucht hat.

    Ich kenne Sonne nicht und kann es daher schlecht einschätzen wie ernst es ihr war, das soll jetzt aber keine Unterstellung sein. Solche Vorstellungen habe ich schon viele gelesen und nach einigen Beiträgen waren die Leute wieder im www. verschwunden. Gerade deshalb ist es auch so wichtig daß bestimmte Regeln eingehalten werden wer an einem Punkt angekommen ist daß er wirklich Hilfe sucht wird sich nicht gegen die Regeln sträuben.

    Dazu gehört eben daß er zu seiner Sucht steht und sie auch erkennt. Er kann ja im Forum im Vorstellungsbereich weiterschreiben wenn er möchte.

    Ich war auch mal co-abhängig und habe anfangs wie du gedacht. Seitdem habe ich viel an mir gearbeitet und sehe vieles anders. Manchmal denke ich mir auch wir bräuchten manchmal eine klare Ansage ;) weil wir so lange nicht erkennen was bei uns selber so schief läuft, aber das nur mal am Rande :)

    Wenn du länger hierbleibst wirst du aber auch vieles erkennen und das tut gut und erleichtert. So nun ist es aber gut!

    LG Marie

    Sorry habe mich vertan ich habe aus Versehen den Beitrag gelöscht ich stelle ihn nochmal rein.

    Hallo Owline!

    Zitat
    Zitat von Owline Und natürlich bin ich auch kein perfekter Mensch und ich habe bestimmt einige Verhaltensweisen in meiner Kindheit übernommen, aber ich arbeite wenigstens an mir und versuche das beste aus meinen Leben zu machen.

    Wer ist schon perfekt, weder du noch ich noch dein Ehemann. Aber es ist wichtig seine Defizite zu erkennen und daran zu arbeiten, Respekt daß du das machst.

    Zitat
    Zitat von Owline Vielleicht hänge ich nun aber auch so in dieser Ehe, weil ich mich wieder um jemanden kümmern wollte, als Austausch zu meiner Mutter.
    Man sagt ja man sucht sich immer wieder ähnliche Situationen bis man diese bearbeitet hat.. Wer weiß das schon..

    Wer weiß das schon ich habe schon oft gelesen man sucht sich seinen Ehemann nach den Mustern und Werten aus die man selber erlebt hat aber erkennt das oft nicht. So geraten manche Frauen z.B immer wieder an Männer die trinken oder sonstiges. Sie haben nicht gelernt ihre Verhaltensweisen die zur Katastrophe führen zu überdenken und zu bearbeiten.

    LG Marie

    Hallo Funky!

    Die Erkenntnis, dass ich tatsächlich Alkoholikerin bin kam mir GANZ ALLEINE. Ich finde es wichtiger dass ich mir das selbst eingestehen konnte und habe auch das Bedürfnis verloren, das anderen mitzuteilen. Wozu auch?

    Das ist ja schonmal ein sehr wichtiger Schritt daß dir diese Erkenntnis gekommen ist und dich hier anzumelden war der nächste richtige Schritt. Somit hast du es anderen die das Problem auch haben/hatten mitgeteilt das ist ja nochmal etwas anderes als es Hinz und Kunz mitzuteilen die ja meistens keine Erfahrung mit Sucht haben. Solche Leute werden weder dein Problem erkennen noch dir helfen können. Erkennen und dir helfen kannst du nur selber das ist auch richtig. Aber es muß doch erleichternd sein auf jemanden zu treffen der dir dabei den richtigen Weg zu gehen begleitend helfen und raten kann. Du wirst nicht mehr alleine sein mit deinem Problem.

    Was soll denn schon passieren wenn du zum Arzt gehst und ihm das mitteilst? Vielleicht hat er ja auch Informationsmaterial da das dir weiterhelfen kann, es ist ja keine Schande krank zu sein. Auch wenn dir der Arzt nicht sympatisch ist wird er trotzdem eine körperliche Untersuchung vornehmen oder ein Labor anordnen um zu sehen ob du schon körperlichen Schaden durch den Alkohol erlitten hast. Du brauchst ja danach nicht mehr hinzugehen wenn alles in Ordnung ist.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Marie

    Hallo liebe Blume!

    Ich schreibe dir mal in deinen Thread, ich habe aufmerksam im Vorstellungsbereich mitgelesen. Ich verstehe deine Aufregung über den rauen Ton aber so rau ist der Ton gar nicht sondern durchaus berechtigt. Nur so kann man erst jemanden dazu bringen der ein Alkoholproblen hat (oder meint es zu haben) jetzt mal genau nachzudenken was Sache ist. Er gibt ja an daß er von sich der Meinung ist zuviel zu trinken und meiner Meinung nach meldet er sich im Forum um Hilfe zu bekommen.

    Wenn jemand ernsthaft gegen seine Sucht tun will gehört als allererstes eine Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht dazu. Bei einer Entgiftung kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen deswegen ist es so wichtig den Entzug entweder im Krankenhaus oder unter enger ärztlicher Aufsicht zu machen. Alles andere ist ein kalter Entzug den viele Alkoholiker immer wieder praktizieren und sich damit in Lebensgefahr begeben. Meinen alkoholkranken Mann hat ein kalter Entzug das Leben gekostet. Es kommt dabei nicht auf die Trinkmenge an ob es zu Komplikationen kommt oder nicht.

    Ich hatte auch beruflich viel mit Suchtkranken zu tun und weiß aus Erfahrung daß ein Alkoholiker der trocken werden will einen sehr weiten Weg vor sich hat. Es gehört ja nicht dazu daß er einfach aufhört zu trinken sondern er muß nach und nach sein Suchtgedächtnis überschreiben, lernen verschiedene Situationen in denen er zur Flasche gegriffen hat zu umgehen usw. Er wird sich oft stark verändern das ist aber auch wichtig und richtig.

    Wir als Co-Abhängige neigen ja dazu dem kranken Partner gut zuzureden, Drohungen auszusprechen die man dann doch nicht einhält usw. oder man versucht zu ergründen was im Kopf eines Suchtkranken vorgeht. Meistens scheitert man kläglich und die Jahre gehen ins Land, nichts ändert sich und selber wird man immer kränker dabei.

    Alkoholismus ist eine schwere Krankheit die auf Dauer zu schweren körperlichen und psychischen Schäden führen kann und kann nur dann gestoppt werden wenn der Kranke einsieht daß er ein Suchtproblem hat und sich Hilfe sucht. Dieses Hin und Her was viele praktizieren führt zu nichts. Warum jemand suchtkrank wird weiß man nicht so genau aber es hinterfragt ja auch niemand warum jemand herzkrank wird, es muß auf jeden Fall behandelt werden.

    Es hat hier alles seine Richtigkeit es geht ja auch darum jemanden aufzurütteln damit er an sich arbeiten kann das gilt für uns Co-Abhängige genau so. Wie soll es uns besser gehen wenn wir drehen und wenden und doch nichts verändern wollen.

    LG Marie

    Hallo Owline!

    Ich glaube wenn man die Situation selber nicht hat, kann man sie auch schwer verstehen. Da mache ich ihr gar keine Vorwürfe.

    Aber sie sieht bei meinem Mann noch keinen Alkoholiker. In ihrer Familie gehört aber auch mindestens einmal im Monat eine Kellerparty dazu und da nehmen Großeltern, Eltern, Cousinen und wer sonst noch alles teil.

    Vertraue deiner Wahrnehmung und zweifle nicht an dir, dich stört es ja. Alkoholkonsum wir leider in unserer Gesellschaft bagatellisiert und als harmlos abgetan, mich würden solche Kellerpartys nerven obwohl ich sehr gesellig bin. Mich nervt es wenn in Gesellschaft die Leute alle so betrunken sind daß man keine vernünftige Unterhaltung mehr führen kann.

    Er sagte immer, dass er sich so einsam fühlen würde und von seinen Freunden im Stich gelassen.

    Mit mir wäre er unendlich glücklich, aber Freunde würden ihm fehlen.

    Ich bin ja der Meinung daß die Familie Vorrang an und das mit den Freunden ist eine Ausrede um zu trinken. Irgendwann ist die Zeit dieses Feierns wenn man jung ist ja vorbei und man fokusiert sich auf die Familie. Einen Freundeskreis könnte man ja trotzdem haben bloß mit anderen Interessen eben.

    . Man muss dazu vielleicht wissen, dass meine Mutter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat und es mich wirklich sehr trifft, wenn er mich mit ihrem Verhalten vergleicht

    Es ist gemein dich immer mit deiner Mutter zu vergleichen du kannst ja nichts für deine Mutter und es war für dich bestimmt schwer genug. Aber halt auch typisch man wird mit solchen Totschlagargumenten konfrontiert damit wird man dann mundtot gemacht und zweifelt an sich. So hat er immer andere Argumente um zu trinken, mal sind es die fehlenden Freunde, die Arbeit oder sonstiges. Oder die allseits beliebten Aussagen man würde aufhören zu trinken, bräuchte keine Hilfe, so schlimm wäre das gar nicht usw. Bleib stark du merkst ja selber wie zerrissen er ist, einmal ist er sehr glücklich mit dir dann wiederum bist du so schlimm wie deine Mutter, merkt er eigentlich was er so von sich gibt?

    LG Marie

    Hallo Cayenne!

    Ihr könnt doch nicht über mein Schicksal urteilen.

    Natürlich möchte ich nicht urteilen aber dein Schicksal war vor vielen Jahren auch ähnlich meinem Schicksal das heißt ich möchte dir einfach die Erfahrungen die ich gemacht habe mitteilen und weitergeben. Vielleicht hilft dir das ja etwas weiter vielleicht auch nicht das kann und möchte ich gar nicht beeinflussen es liegt ja nicht in meiner Hand was du daraus machst.

    Aber nun ist es gut von meiner Seite du sollst dich ja nicht unter Druck gesetzt fühlen, jeder geht in seinem Tempo und lebt sein Leben.

    LG Marie

    Hallo Sunnyday!

    ... so, jetzt habe ich endlich Zeit zu antworten. Ist immer so schwierig, tagsüber ist man arbeiten und Nachmittags schwirrt der Mann um einen rum. Er würde es mit Sicherheit nicht mögen, wenn er wüsste, in welchem Forum ich jetzt bin und dass und vor allem "was" ich über ihn schreibe.

    Setze dich bloß nicht unter Streß mit dem Antworten, lasse dir ruhig Zeit damit. Du brauchst ihm ja vorerst nicht erzählen daß du hier schreibst er darf zwar alles essen aber braucht nicht alles zu wissen. Versuche erst mal Kraft für dich zu schöpfen indem du deine Gedanken niederschreibst und sortierst manchmal sieht man dadurch alles klarer.

    Mir geht es ähnlich wie dir. Dieses klein machen kenne ich zu Genüge. Er ist kein Mann, der einem Komplimente macht. Wenn, dann kommen nur negative Äußerungen. Das macht er bei allen so. Wenn jemand in seinen Augen irgendwas falsch macht, dann sagt er "Holzkopf" oder ähnliche Dinge.

    Jaja oder alle sind dumm reden Schwachsinn und können nichts nur er ist der King :rolleyes: so etwas nennt sich mangelndes Selbstvertrauen indem man andere schlecht macht hebt man sich hoch ein normal denkender Mensch hat so etwas gar nicht nötig.

    Das ich mein Leben in den Griff bekommen habe, ist aber auch zum Teil meinem Mann zu verdanken. Er hat mir beigebracht zu kämpfen, wenn es schwierig wird (ja, ich weiß, er macht es selbst aktuell nicht) und nicht so schnell aufzugeben.

    Frauen wie wir sind oft sehr tüchtig, leisten viel oft aber nur um es jedem (besonders ihm) Recht zu machen damit er endlich auch mal etwas Nettes sagt und ihm zu gefallen. Meiner hat mich zwar gelobt aber dann kam immer ein "aber" und dann eine Kritik hinterher. Auf Augenhöhe wird man nie kommen das lässt so ein Partner erst gar nicht zu.

    Aber ansonsten muss ich sagen, ist mein Selbstwertgefühl nicht sehr hoch. Ich verkrieche mich auch mittlerweile nur noch in meine Arbeit und treffe mich kaum noch mit Freunden.

    So etwas ist nur noch traurig ich hatte zwar noch einen kleinen Freundeskreis habe aber nie jemanden eingeladen weil er schon besoffen war wenn die Leute kamen. Wenn wir mal eingeladen wurden war er immer sehr betrunken und ich habe mich total geschämt. Als ich mich getrennt habe hat jeder nur zu mir gesagt:"Endlich hast du die Kurve gekriegt" und das Verständnis der anderen Menschen tat mir richtig gut.

    Dein Selbstvertrauen wird wiederkommen wenn du es schaffst für deine Rechte einzutreten und dein eigenes Leben zu führen - ob mit ihm oder ohne ihn wird sich ja noch ergeben.

    LG Marie

    Hallo Owline!

    Tatsächlich war das meine erste Idee, als ich gestern begann nach Unterstützung zu suchen. Eigentlich hatte ich nach einer Selbsthilfegruppe gesucht und bin dabei auf dieses Forum gestoßen und dann dachte ich, ich probiere es einfach mal.

    Das Forum hier ist eine gute Selbsthilfegruppe mir hat das Schreiben hier sehr geholfen und gutgetan. Ich habe nie über meine Probleme mit ihm zu anderen Menschen gesprochen und fühlte mich total einsam und alleine gelassen. Oft ist es so wenn man liest was man schreibt geht ein Licht auf und es ist sehr wichtig aus der Osolation rauszukommen.

    Aber auch sie wird jedes Mal von ihm so belabbert, dass sie am Ende Verständnis für ihn hat und Punkte aufzählt, die ihn an meinem Verhalten stören..

    Das lässt mich schon teilweise wirklich verzweifeln und selbst dran glauben.

    Ja die lieben Mütter :rolleyes: so ging es mir mit der Schwiegermutter auch manchmal sagte sie auch ich solle ihm doch das Bierchen gönnen :rolleyes: Ich neigte aber leider auch dazu mir für alles Mögliche die Schuld zu geben.

    Dadurch, dass ich selber nicht diesen familiären Rückhalt habe, kämpfe ich immer alleine dagegen an und manchmal wird das einfach zu viel. Dann fang ich an den Schwachsinn auch zu glauben

    Ohja wie bekannt mir das vorkommt ich bin selber als Halbwaise aufgewachsen und hatte keine schöne Kindheit. Ich bin wegen ihm in den Ort gezogen und kannte keine Menschenseele. Er hat alles was ich ihm von früher erzählt habe gegen mich verwendet in diesen Wunden rührte er mit Vorliebe herum. Ich fühlte mich immer minderwertiger dabei.

    LG Marie

    Hallo Cayenne!

    Lass es wachsen! Viele Mitbetroffene haben viele Jahre gebraucht, um sich freizumachen.

    So wie Dante es schreibt ist es, ich habe auch unendlich viele Jahre gebraucht aus der Beziehung rauszukommen. Ich habe es letztendlich doch geschafft aber meine seelische Gesundheit hat darunter so gelitten daß ich mich nicht mehr zu 100% davon erholt habe. Es ist sehr schwer die Vergangenheit abzustreifen ich kann zwar mittlerweilen gut damit leben und trotzdem gibt es Situationen in denen das Eine oder Andere wieder hochkocht.

    LG Marie

    Hallo Owline!

    Du kannst aber durchaus etwas für dich tun um deinen Fokus etwas von ihm wegzulenken. Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe für Betroffene oder du versuchst eine Mutter-Kind-Kur zu bekommen das wäre auch eine Möglichkeit.

    Am nächsten Tag ist dann wieder alles vergessen, dann spielt er seine Sucht wieder runter und stellt mich dar, als würde ich völlig übertreiben.

    Sucht die Fehler bei mir, um großzügig zu sagen, dass er mich trotzdem liebt.

    Das kenn ich schon aus meiner Kindheit, da packt er mich gut, weil ich dann wirklich schaue was ich besser machen kann oder muss

    Ja klar auch das ist typisch schuld sind immer die anderen, so versucht er von sich abzulenken und du hast den schwarzen Peter. Bitte zieh dir diesen Schuh NIEMALS an, wenn er solche Probleme mit dir hätte bräuchte er doch nicht zu trinken sondern könnte zu einer Eheberatung oder sonstiges, immer diese Ausrede um wieder trinken zu können. Irgendeinen Schwachpunkt hat jeder von uns und da wird sich dann eingehakt. Ich war auch immer alles schuld und sowieso gestört und konnte froh sein daß er es mit mir aushält :P jaaa nee ist klar, einfach lächerlich!

    LG Marie!

    Hallo Owline!

    Herzlich willkommen hier im Forum :)

    mmer wieder führen wir Gespräche, immer wieder erklärt er mir wann er aufhört, verspricht es mir und bricht es am Ende doch wieder.

    Immer wieder findet er neue Gründe. Erst war es die Arbeitslosigkeit, dann mein Schichtdienst, dann Streitigkeiten innerhalb der Familie. Doch nun macht er eine Ausbildung und trinkt trotzdem, geht morgens mit Mundgeruch nach Bier zur Arbeit, ich arbeite weniger flexibel und habe mir feste Dienste geben lassen und wir haben den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen, was auch mir persönlich gut tut. Aber sein Problem bleibt.

    Ja das kenne ich zur Genüge er kann wahrscheinlich ohne professionelle Hilfe gar nicht mehr aufhören, Sucht ist eine Krankheit und oft stärker als der Wille mit dem Trinken aufzuhören. Es ist ganz typisch daß immer wieder Gründe gesucht werden warum man jetzt trinken muß auch das ist die Sucht die aus ihm spricht. Wenn jetzt jeder trinken würde weil er Probleme hat! Ausserdem muß man Probleme lösen nicht ertränken das klappt grundsätzlich nicht.

    Leider ist es so daß man als Partner immer mehr an seine Grenzen kommt und die Beziehung immer mehr leidet, kein Mensch hält auf Dauer einen trinkenden Partner aus. Leider liegt es alleine an ihm ob er die Sucht stoppen will oder so weitermacht. Oft ist die Sucht stärker als all deine Liebe zu ihm.

    Solange er nicht ernsthaft versucht aus der Sucht auszusteigen oder ihm die Einsicht dazu fehlt wird es immer so weitergehen. Mal ein paar Tage oder Wochen weniger zu trinken klappt nicht er hat schon länger die Kontrolle über seinen Konsum verloren.

    Schau dich einfach mal hier um hier sind viele Betroffene die dein Problem so gut verstehen können.

    LG Marie

    Hallo Cayenne!

    Gestern habe ich nun den Mut zusammen genommen und gesagt, dass ich möchte, dass er nicht mehr trinkt.

    Das war wahrscheinnlich das Blödeste, was ich je getan habe. Resultat: Im Garten fehlen jetzt ein paar Pflanzen, die wurden zertrampelt und ausgerissen. er hatte doch mehr getrunken, als ich gedacht habe. Und mir geht es noch schlechter als zuvor.

    Es war überhaupt nicht blöd daß du es angesprochen hast, leider war es nicht der richtige Zeitpunkt da er betrunken war. Aber ist er überhaupt irgendwann total nüchtern? Wenn er täglich trinkt hat er mehr oder weniger immer Alkohol im Blut.

    Für meinen Mann habe ich die Gemeinsamkeit verlassen. Ich wende mich von ihm ab und bin böse zu ihm. Deshalb trinkt er. Es ist ja egal, ob er 1 oder 4 Bier trinkt, weil ich ja eh nichts merh von ihm wissen will.

    Na klar irgendeinen Grund wird es immer geben um zu trinken, da muß die böse Ehefrau, der unfreundliche Nachbar, der blöde Kollege herhalten um die Trinkerei zu rechtfertigen. Es gibt keinen Grund um zu trinken, Probleme sind da um sie zu lösen und nicht zu ertränken. Irgendetwas findet sich doch immer, aber bitte zieh dir diesen Schuh niemals an.

    Wenn ich im Forum lese, sehe ich dass ihr Euren Partnern oft ein Ultimatum gestellt habt. Das habe ich gestern noch nicht hinbekommen.

    Das sollte man auch nicht wenn man nicht bereit ist das Ultimatum einzuhalten, er würde dich überhaupt nicht mehr ernst nehmen.

    Wir müssen weiter daran arbeiten. Ich möchte es auf jeden Fall probieren.

    Das steht dir natürlich frei aber er hat ja deutlich gesagt er wäre nicht bereit dazu und du alleine kannst wenig bei ihm ausrichten.

    LG Marie

    Hallo Sunnyday!

    Bei mir ist es, wie ich glaube, auch schon geschrieben habe so, dass meine Gefühle mittlerweile nicht mehr wirklich da sind. Dann bekomme ich, wie jetzt, ein wahnsinnig schlechtes Gewissen und überlege doch wieder, ob da noch gefühlsmäßig mehr ist als gedacht. Und würde diesen Satz am besten wieder löschen. Aber ich traue mich jetzt und lasse den Satz so stehen. 🙂

    Steh zu dir und deinen Gefühlen sie sind richtig und normal, wer hält schon Jahr um Jahr einen trinkenden Mann aus ohne seelisch vor die Hunde zu gehen?

    Ich fühlte mich oft wie innerlich tot, ich hatte nur noch negative Gefühle ihm gegenüber, Wut, Hass, Trauer, Erschöpfung fühlte ich auch oft. Ich war unglaublich erleichtert als ich den entscheidenden Schritt aus der Misere raus gegangen bin, von da an konnte mich nichts mehr aufhalten.


    Seit Jahren läuft so gut wie gar nichts mehr zwischen uns. Ob das was mit dem Alkohol zu tun hat? Auch, denke ich. Ebenso ist mein Mann auch sehr unglücklich auf der Arbeit. Er ändert aber nichts an der Situation, sondern schimpft jeden Tag nur darüber.

    Es gibt keinen Grund um zu trinken, stell dir vor jeder würde anfangen zu trinken wenn Probleme auftauchen. Probleme muß man lösen, nicht ertränken das klappt sowieso nicht. Vielmehr ist es so daß Suchtkranke immer einen Grund haben weswegen sie trinken wobei die Gründe oft immer lächerlicher werden. In meiner Beziehung war ich oft die Schuldige weswegen er trinken musste :!:


    Direkt Gewalttätig, so wie deine Ex Freundin dir gegenüber, war mein Mann mir gegenüber noch nie. Das stelle ich mir auch sehr hart vor. Es war bestimmt auch ein großer Schock für dich. Mit sowas rechnet man ja eigentlich nicht.

    Er schmeisst mit Geschirr nach dir und hat Gewaltausbrüche das ist Gewalt, das brennt sich in deine Seele ein. Meiner hat mich auch nie geschlagen aber beschimpft und klein gemacht, es hat lange gedauert bis ich mich wieder richtig wahrnehmen konnte. Wenn es mir nicht gut geht habe ich manchmal immer noch das Gefühl minderwertig zu sein und muß richtig dagegen ankämpfen. Unter Gewalt fällt für mich auch Rumschreien, Gegenstände werfen und verbale Attacken.

    Ich wünsche dir viel Glück den richtigen Weg zu finden.

    LG Marie

    Hallo Sunnyday!

    Herzlich willkommen hier im Forum was du schreibst kommt mir furchtbar bekannt vor, die Geschichten ähneln sich sehr und ich kann so gut nachvollziehen was du schreibst. Apropos Urlaub, meiner war einmal schon besoffen bevor wir zum Flughafen fuhren. Ich bin dann die 100 km zum Flughafen gefahren, habe mich ums Gepäck und um das Einchecken bemüht ( er schwankte betrunken neben mir und war zu nichts in der Lage), was habe ich mich geschämt. Im Flugzeug saß er dann laut schnarchend neben mir ich hatte das Gefühl jeder starrt uns an.

    Kurz nach dem Urlaub habe ich mich dann getrennt, es reichte mir einfach!

    Wie du siehst wissen wir wovon du schreibst.

    LG Marie

    Du warst auch so lange mit deinem Mann verheiratet? Ich denke, so eine lange Zeit darf man nicht einfach aufgeben, oder? Ich könnte mir grundsätzlich gar keinen besseren Mann vorstellen. ich liebe ihn ja.

    Hmmm ja, geliebt habe ich ihn auch (dachte ich zumindest) und ich habe immer gedacht ich darf ihn nicht im Stich lassen ohne mich geht er total unter. Nein ich muß so lange bei ihm bleiben bis er aufhört zu trinken und dann werden wir endlich ein schönes Leben haben. Dann werden wir all die schönen Dinge machen von denen ich so träume. Solche Gedanken sind auch ein Selbstschutz um der bitteren Wahrheit nicht ins Auge zu sehen und um die eigene Co-Abhängigkeit auszuleben.

    Für mich war letztendlich ein Schlüsselerlebnis entscheidend, im Rahmen meines Berufes lernte ich ein Ehepaar Mitte 70 kennen, er trank immer noch, sie war mit den Nerven am Ende. Ich konnte mir einfach nicht mehr vorstellen noch viele Jahre so zu leben. Also muß ich letztendlich für mich sorgen denn er wird mich immer tiefer in seinen Sumpf ziehen.

    Auch mein Mann hatte viele gute Seiten, aber seine Alkoholseite wurde immer schlimmer und gravierender, zum Schluss war er jeden Tag betrunken.

    Er muss abschalten. "Sei mir nicht böse, wenn ich etwas zu viel trinke". Ich dachte, er überlegt, das ist gut! Und ich mache mir Gedanken über Konsequenzen, ich spinne ja total und verurteile ihn!

    Solche Sätze kenne ich auch vor mir hat er ein Bier getrunken und ich habe mich gewundert wovon er plötzlich so betrunken war. Er hatte natürlich seine heimlichen Vorräte und sich zwischendurch daran bedient. Ein Süchtiger braucht seine Menge Alkohol er kann gar nicht anders. Er kann auch nicht nur ein wenig trinken. Aber er versucht so zu tun als ob sein Konsum nicht so viel wäre. Dieses Lügen und Verschleiern ist auch die Sucht die aus ihm spricht. Vielleicht will er damit seinen Partner/in hinhalten denn so hat er ja auch ein gutes Leben (denkt er).

    Ich konnte mit meinem Mann zum Schluß auch nichts mehr besprechen er hatte ja am nächsten Tag oft vergessen was besprochen wurde. Im Grunde wollte er zu Hause nur noch in Ruhe seinen Alkohol trinken, alles andere war egal.

    Wenn der Suchtkranke nicht will bist du machtlos, er reißt dich höchstens mit in den Abgrund. Bitter aber wahr all deine Liebe kann ihn nicht retten nur er alleine kann das.

    LG Marie

    Hallo Cayenne!

    Willkommen hier im Forum! Ja ich kann sehr gut deine Situation nachempfinden denn ich habe Ähnliches selbst erlebt. Ich habe zwar nie mitgetrunken denn mir hat es schon gereicht meinen Ehemann so zu erleben und das viele Jahre lang. Ich habe irgendwann nur noch Haß, Wut und Abscheu empfunden, dieser Gestank, dieses Lallen, die ewigen Versprechungen aufzuhören, manchmal hätte ich ihm eine runterhauen können wenn er in so einem betrunkenen Zustand war. Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr, ich musste reagieren und es gab nur eine Lösung und zwar die Flucht zu ergreifen. Gegangen bin ich nach 32 Jahren Ehe wovon die letzten 10 Jahre die Hölle waren. Ich habe diesen Schritt nie bereut mir hat nur leid getan daß ich nicht schon viel früher gegangen bin. Ich habe wieder ein gutes Leben und habe das hinter mir gelassen. Vergessen kann man so etwas nicht aber nach und nach verarbeiten, es geht ja auch darum die eigenen Fehler zu korrigieren und wieder zu sich selbst zu finden.

    Ich habe mich an seiner Seite auch immer alleine gefühlt und mich vor meinen Mitmenschen für ihn geschämt. Vor 10 Jahren fing ich an hier im Forum zu schreiben und merkte es gibt so viele mit meinen Erlebnissen das hat mir sehr geholfen.

    LG Marie

    Hier der letzter Status: gestern Abend war es zuerst schlimm, weil er sich im Auto einsperrte und nicht nach Hause kommen wollte.

    Ich habe mir natürlich Sorgen gemacht - kann diese halt nicht abschalten - auch wenn ich seine betrunkene Blicke gesehen habe..

     

    Hallo Aram!

    Er manipuliert dich und bringt dich dazu daß du dir Sorgen machst oder sogar ein schlechtes Gewissen hast. Ich kenne das zur Genüge ich könnte Bücher darüber schreiben was "er" so alles angestellt hat um mich wieder in die Co-Schiene zu drängen. Das ging sogar so weit daß er meine erwachsenen Kinder gegen mich aufgehetzt hat und mich als die Böse hingestellt hat und er deswegen trinken muß.

    Selbst als wir schon getrennt waren versuchte er seine Spielchen zu spielen da gab es die Mitleidmasche in der er mir vorwarf daß er so krank sei und ich ihm nicht helfen wollte. Aber ich konnte ihm nicht helfen ausser ihm zu einem Entzug zu raten das wollte er aber nicht. Die Sucht ist etwas ganz Schlimmes sie vernebelt total die Gedanken des Suchtkranken und du kannst gar nichts tun wenn er nicht will.

    Du bist ja auch nicht für sein Wohl verantwortlich sondern nur für dein Wohl. Er muß selber für sich sorgen er ist ja alt genug. Da scheint dein Mann weit davon entfernt zu sein. Chancen gibt es wenn er seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht und selber etwas ändern möchte. Mein Mann hat ihn nie erreicht er hat sich zu Tode getrunken. Traurig aber wahr, leider gehen diesen Weg viele Suchtkranke.

    LG Marie