Sehr gut, dass du dieses "bizarre Theater" als solches erkannt hast, liebe Monstera.
Auf dein Gefühl, dass sein Trinkverhalten krankhaft ist, kannst du dich ruhig verlassen.
Wenn andere das nicht zu bemerken scheinen, liegt das entweder daran,
dass sie selbst in diesem Trinkschema mit eingebunden sind oder dass sie nicht wissen, damit umzugehen.
Die Vorstellung "einfach aufhören" ist nur dann eine Option, wenn kein krankhaftes Trinkverhalten vorliegt,
& auch nur dann schwer umzusetzen. Meinungen kann man schnell ändern, Gewohnheiten hingegen nicht.
Bei einer Suchterkrankung hingegen muss der Betroffene sehr viel mehr tun als einfach nur aufhören.
Nur nicht trinken reicht nicht.
Was ganz wichtig ist: DU fühlst dich mit seiner Trinkerei nicht wohl, & da ist es unerheblich, ob er nun Alkoholiker ist oder nicht.
Wenn du also schon jetzt, am Anfang der Beziehung, deine Bedenken hast, dann solltest du die nicht einfach beiseite schieben.
Du kannst nicht für ihn trocken werden, das muss er alleine stemmen.
Wenn du dich also schützen willst & ein Ultimatum setzt,
ist das keineswegs Blödsinn (, nur wirkungslos, wenn es nicht konsequent durchgehalten wird).