Beiträge von Carl Friedrich

    Wenn ich Suchtdruck bekommen würde, bräuchte ich nur 300 Meter zur nächsten ⛽ Tankstelle gehen.Das wäre dann eher gefährlich für mich.

    Bei mir ist es ähnlich weit und die haben alles vorrätig, was ich früher missbräuchlich gesoffen habe.


    Ich durfte ich mir hier im Forum in der Anfangszeit Vorhaltungen machen lassen, da ich -so wie Du jetzt- noch etwas Wein und Sekt im Hause hatte und immer noch habe, den meine Frau gelegentlich mal trinkt. Mich hat das Zeug nie gereizt und ich sehe es für mich als ungefährlich an. Genau das wird hier im Forum von einigen ganz anders beurteilt. Ich weiß ja nicht wie Du gestrickt bist, falls starker Suchtdruck aufkommen sollte, besteht zumindest abstrakt die Gefahr, anstelle zur Tanke zu gehen (z.B. bei Dunkelheit oder sehr schlechtem Wetter) , lieber schnell mal den Vorrat der Frau anzuzapfen, da der nunmal auch Alk enthält.


    Daher rate ich heute Anfängern dazu, im Zweifel lieber den Empfehlungen der Grundbausteine zu folgen. Sei Dir bei Deiner Entschließung bitte der geschilderten abstrakten Gefahr bewusst.

    Es freut mich, dass es Dir bislang gut gelungen ist, jedoch wirken Deine Ausführungen irgendwiw euphorisch, zumindest für mich.

    Letzteres macht mich jedoch ein Stück weit stutzig, weil ich mehrere Euphoriker erlebt habe, die nach wenigen Tagen ohne den Stoff genau so überschwenglich rüber kamen. Sie hingen alle binnen kurzer Zeit wieder an der Flasche.


    Was ich sagen will: Genieß Deine aktuelle Lebensverbesserung, verliere jedoch vor lauter Freude nicht den nötigen Respekt vor dem Alkohol aus den Augen.

    Also ich riche nichts,wenn sie zwei Gläser Wein trinkt.Also kann es mich nicht stören.

    Das geht mir genau so. Erst gestern Abend hat sie ein Glas Prosecco und ein Glas Rotwein beim Italiener getrunken. Es stört mich nicht und ich rieche auch nichts. Meine Frau keine regelmäßige Trinkerin. Sie wird erst Silvester etwas konsumieren und dann erst mal mehrere Wochen nichts.

    Kinderpunsch

    Habe ich auch schon ein paar male probiert. Kaffee trinke ich nur bis 17.00. Es war das einzige koffein- und alkoholfreie Heißgetränk im Angebot. Ein Pfefferminz/Kamille/Früchtetee wäre mir auch lieber gewesen. Wenn ich im Winter draußen stehe, kann ich nichts Kaltes trinken, denn das will bei mir ruck-zuck wieder raus.

    Ich finde den widerlich süß.

    Dann lass den Zucker weg;). Ich habe den ungezuckert getrunken, dann war es ok, allerdings wurde er bei uns so angeboten. Andere Betreiber hauen da womöglich noch Mengen an Zucker oder Süßstoff rein.


    Oder war es eher der Versuch, dazuzugehören? So auszusehen, wie die trinkende Gesellschaft?

    Nö. Ich habe es nicht nötig, den Anschein eines Zechers hervorzurufen :).

    Getriggert wurde ich, wenn ich in Situationen kam, die früher mit dem Konsum verbunden waren. Was dagegen hilft? Sich mental vorbereiten, dass sich in einer solchen Situation Druck aufbauen kann und wie ich dann mit ihm umgehe. Immer, wenn ich mich vorbereitet habe, blieb er anschließend aus. Zwar flackerte mal hin- und wieder ein Gedanke an ein Weißbier auf, aber den konnte ich rasch ad acta legen.


    Wenn der Druck zunehmen sollte, dann rate ich, die Örtlichkeit unverzüglich zu verlassen. Eine andere Umgebung setzt andere Reize. Dazu die sofortige Befassung mit Dingen, die einem Freude bereiten.


    Anfangs habe ich noch den Wassertrick angewandt und erst mal ordentlich Wasser getrunken, damit zumindest kein Durstgefühl mehr vorhanden ist. Mit den Jahren hat sich das gelegt.

    Unangenehm war für mich die überraschende Konfrontation mit Trinksituationen, die ich im Vorhinein nicht auf dem Schirm hatte. Für so was hat sich bei mir die o.a. Fluchtstrategie bewährt.


    Ach so, gesellige Runden sollten anfangs umgangen werden, das ist zu riskant, dass plötzlich jemand einem ein Glas in die Hand drückt oder bei einem kreisenden Tablett doch urplötzlich rasch zugegriffen wird.


    Es dauerte bei mir mindestens 2 Jahre bis ich an solchen Geselligkeiten teilnehmen konnte, jedoch nur, wenn die Teilnehmer allenfalls moderat und nicht wie ich früher, heftig trinken. Zu "Besäufnissen" gehe ich nicht, da gehöre ich nicht mehr hin.

    Wir sind nur eine sehr kleine, aber auch sehr dysfunktionale Familie.

    Aus genau diesem Grund bleiben wir mit dem Nachwuchs daheim und fahren nirgends hin und empfangen auch keine Verwandten zu Besuch. Das ist uns zu anstrengend. Wir haben sämtlichen Ballast aussortiert. Das befreit ungemein. Daher haben wir keinen Stress. Wir können uns auch nicht vorstellen, daran noch mal etwas zu ändern.

    So innerfamiliäre Streitigkeiten können durchaus Suchtdruck auslösen, um runter zu kommen und sich die Situation irgendwie schön zu trinken.


    Merke ich, dass irgendwo "dicke Luft" herrscht, verabschiede ich mich zügig. Das tue ich mir nicht mehr an. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.

    Heute essen wir Pute

    Wie? Kein Fisch? Bei uns hält meine Frau die polnische Tradition hoch und heute halt fleischlos. Allerdings keinen Karpfen, der ist uns zu moderig im Geschmack. Und als Vorspeise Barscht mit selbstgekneteten Pierogi (mit Sauerkraut und Pilzen).


    Selbstverständlich mit einem Extra-Gedeck, falls noch ein Gast überraschend auftauchen sollte.


    Meine Frau schüttelt immer verständnislos den Kopf, wenn sie von dem scheinbar deutschen Klassiker Würstchen mit Kartoffelsalat hört.


    Dir frohe Weihnacht und alles Gute.

    Mein Weg ist in dem thread "Diesmal wird es klappen" beschrieben. Da ist alles drin, über Entgiftung, ambulante Therapie incl. Vorgruppe, der erste Urlaub, das erste Weihnachten... bis heute.


    Du wirst sehen, dass die Ansprache damals direkter war als heute. Da wurde einem schon mal verbal der Kopf gewaschen. Geschadet hat es nicht, im Gegenteil, es hat mich zum Nachdenken und Nachjustieren meiner Vorgehensweise geführt. Und so groß verschieden ist mein Kurs nun auch nicht.

    Ja, es gibt viele Wege in die Flasche hinein, aber auch mehrere wieder hinaus, sie sollten nur nicht schnurstracks in Richtung nächste Tränke führen. Jedoch unterscheiden sich die Wege aus der Flasche nicht gravierend, es sind nur kleinere Punkte, die anders gesetzt werden.

    Wie ist denn deine Strategie, wenn beim nächsten Klingeln der Nachbar mit Bierdurst vor deiner Tür steht?

    Eine gute Frage.

    Antwort 1: Du outest Dich ihm gegenüber, dann weiß es in ein paar Tagen die ganze Nachbarschaft. Ist der von vielen hier im Forum propagierte Weg. Einmal die Katze aus dem Sack und hoffentlich für immer Ruhe.

    Antwort 2: Es war in den letzten Monaten/Jahren einfach viel zu viel, daher werde ich mal für ein Jahr eine Pause machen. Nach dem Jahr bleibst Du einfach dabei, weil es Dir ohne viel besser geht als mit Alk. Das ist mein Weg, bislang mehr als 9 1/2 Jahre unfallfrei unterwegs. Ich schulde niemand eine Erklärung, außer meiner Familie.

    Ein trinkendes Umfeld und ein ausstiegswilliger Aspirant, das ist schwierig. Mir ist der Ausstieg erst gelungen, als ich bereit war, meiner Abstinenz absolute Priorität im Leben einzuräumen und ihr alles andere unterzuordnen.

    Zu Trinkkumpanen bin ich aus Gründen des Selbstschutzes auf Distanz gegangen, der Kontakt ist längst eingeschlafen und ich habe auch nicht vor, ihn wieder zu erwecken.

    Letztlich verband mich mit den Trinkkumpanen nur eins, nämlich der gemeinsame Alkoholkonsum. Fällt das Bindeglied des gemeinsamen Konsums weg, bleibt da nicht mehr viel übrig.

    Besonders anschaulich wird dies im thread von Alex auf dem Weg beschrieben. Mir ist es auch so widerfahren.

    Ich kann nur anraten, auf Dich selbst und nicht auf das trinkende Umfeld zu schauen und dann kontinuierlich Schritt für Schritt in Deine persönliche Freiheit zu gehen.

    In meinem Umfeld gibt es keine Leute mehr, die heftig trinken. Meine Frau trinkt gelegentlich mal ein Glas Wein, das nächste Mal an Weihnachten und dann Silvester. Das war es auch.

    Wir treffen uns nur noch mit Leuten ein, die selbst kein Alkoholproblem haben, sondern allenfalls moderat mal was trinken. Das dürfen sie dann auch in meiner Gegenwart, allerdings bin ich auch schon mehr als 9 1/2 Jahre clean.


    In den ersten Monaten rate ich, zunächst mal auf Distanz zu Alkohol trinkenden Leuten zu gehen, um Dich selbst vor Dir und Deiner Sucht zu schützen.

    Was heißt da "gecheckt"? Weg gegessen hast Du sie ihr.

    Nee, die Packung ist noch original verschweißt. Wenn ich die öffne, werde ich sie plündern, während meine Frau sich mit 1-2 begnügen kann.


    Das erinnert mich an meine frühere Zeit, ich kannte nur Vollgas, komisch.


    Meine Frau meinte, sie bräuchte zum Backen ihres Spritzgebäcks noch Schokoglasur. Ich mal gleich in den Supermarkt und war überrascht, auf keiner Glasur stand etwas von Alkohol. Respekt. Mir fiel jedoch auf, wie unterschiedlich hoch der Kakaoanteil in den Glasuren so sein kann. Ich habe die teurere mit einem deutlich höheren genommen, während die Billigmarken sich wie eine Fettpampe mit Zucker lasen. Aber wenigstens kein Alk drin.

    Die Krux besteht halt darin, dass in Süßspeisen auch richtiger Alkohol reingepanscht sein kann und nicht nur Süßstoffe. Das hat Rennschnecke klasse dargestellt.


    Vorsicht gilt bei Lebkuchen und Christstollen, da können in Rum oder sonstigem Trinkalkohol eingelegte Bestandteile z.B. Rosinen verbacken sein. Ich zappte erst diese Woche durch die TV Kanäle, als so Teile getestet wurde, u.a. waren welche heftig mit Rum gepanscht.


    Habe gerade mal aus Neugier die Pralinen in Zartbitter gecheckt, die ich meiner Frau am 06.12. in den Stiefel gesteckt habe. Alles ok.

    Wenn es einen Alkoholgeschmack

    Für mich schmeckt Süßstoff nur süß und ist ein Süßungsmittel. Wen es jedoch an das Zeug erinnert, was er früher gesoffen hat, sollte besser seine Finger davon lassen.


    Dann gilt die alte Regel: "Alles was schmeckt wie Alkohol, riecht wie Alkohol und aussieht wie Alkohol ist tabu."


    Ich trinke ja auch kein 0,0 Bier.

    Süßstoffe haben damit nichts zu tun ;)

    Es gibt zwei verschiedene Sorten Alkohol. Den einwertigen in Wein, Bier, Schnaps ... Dann noch den mehrwertigen, der letztlich ein kalorienreduziertes Süßungsmittel ist. Er hat mit dem von uns früher gesoffenen Alkohol nur den Namen, jedoch nicht den Inhalt gemein hat.

    Einfach mal "mehrwertigen Alkohol" googlen. Ich wollte keinen link setzen.

    In vielen Süßigkeiten ist der mehrwertige vermischt. So einfach ist das. Ob ich den mehrwertigen Zuckerersatz konsumiere? Na klar.

    Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mir mit klarem Kopf einen neuen Job zu suchen.

    Gute Entscheidung.


    Es heißt im Volksmund zurecht: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende." Ich drücke die Daumen, dass Du bald fündig wirst.

    Du machst es richtig, Deine Bedürfnisse, Gesundheit und somit Dein Leben an erste Stelle zu setzen.

    Früher hieß es hier im Forum: "Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht." Da steckt alles Wichtige drin.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den meisten Menschen völlig wurscht ist, was ich trinke.

    Genau so habe ich es auch erlebt. Die Wenigen, die sonderbar reagierten, haben selbst ein Problem mit dem Stoff, da sie zumindest viel zu viel, wenn nicht gar süchtig trinken. Und genau zu diesen Personen ist der Kontakt eingeschlafen.


    Mit der Zeit war es für mich nicht mehr ungewöhnlich, angebotenen Alk abzulehnen. Das hat sich bei mir komplett eingeschliffen, bin aber auch schon über 9 Jahre dabei.

    Klar formulieren, dass ich keinen Alkohol trinke, auch nicht im Essen haben will

    Ja, allerdings frage ich bei Gerichten im Restaurant nicht nach, da ich die Alk-Klassiker Soßen eh nicht bestelle. Und daheim panscht meine Frau keinen Alk ins Essen.


    Soweit andere Wein daran kippen, sind wir auf Fruchtsäfte umgestiegen, z.B. Traubensaft statt Wein. Klappt wunderbar.

    Eine Abmahnung ist wie 'ne gelbe Karte im Fußball.


    Sie sollte durch erfahrene Personen überprüft werden z.B. einem Fachanwalt für Arbeitsrecht oder der Gewerkschaft, sofern Du dort Mitglied bist.


    Das wäre für mich der nächste Schritt.


    Übrigens Alkohol hilft Dir bei der Problemlösung nicht, nur der klare Verstand. Ein alkokoholvernebelter Kopf verdrängt das Problem nur temporär, löst es jedoch nicht.


    Lenk Dich ab, so gut es eben geht und zwar mit Dingen, die Dir Freude machen.


    Viel Glück.