Beiträge von Carl Friedrich

    Heute Mittag sind wir eingekehrt und mir ist so richtig aufgefallen, wie normal der Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft ist: bestimmt an jedem zweiten Tisch wurden mittags Bier oder Stärkeres konsumiert…

    Ich nehme das nach all den Jahren schon gar nicht mehr wahr, da für mich die Abstinenz und nicht der Alk-Konsum der Normalfall ist.

    Dein Blick ist noch sehr alkoholfixiert. Es liegt an Deinem Suchtgedächtnis, nämlich der Verknüpfung zwischen Lokal/Freizeit und Alkohol. Das hat auch bei mir eine Weile gedauert, sicherlich mehr als 1 Jahr.


    Es wird zusehend besser, bestimmt auch bei Dir.


    Gut finde ich, dass Du Treffen abgesagt hast, auf denen getrunken wird. Nimm Dir die Zeit, bist Du gefestigter unterwegs bist.


    Ich freue mich über jeden Tag, an dem ich nüchtern, gesund und zufrieden mein Leben genießen kann!

    Das ist eine hervorragende Sichtweise. Denn Neulinge, die den Verzicht auf den Konsum als persönlichen Verlust empfinden, haben es wesentlich schwerer.

    Weiterhin alles Gute

    Aber habe auch gezeigt eine Stelle am Bein bei Knochen unten , und das ist vielleicht Krebs.

    Habe Termin zu Biopsie Dienstag 30.01. in diese Praxis , und dann warten .

    Ich drücke die Daumen, dass es sich als etwas anderes herausstellt.


    Ich bin nur verwundert, dass der Arzt es so lange schiebt. Bis zum 30.01. sind es noch 3 Wochen hin. Hätten die das nicht schon heute wegschnibbeln können? 3 Wochen Ungewissheit + die Zeitspanne bis das Labor das Ergebnis liefert, sind belastend.


    Alles Gute

    Ich möchte an dieser Stelle dem Moderator Hartmut Dank aussprechen, dass er bei 2 Usern rasch reagiert und die threads gesperrt hat, als sie davon schwärmten, regelmäßig sog. alkoholfreie Varianten von Sekt und Bier zu konsumieren und das stolz als ihren Weg bezeichneten.

    Ansonsten bin ich gut ins neue Jahr gekommen. Habe halt schon Routine in der Abstinenz.

    Also ein Polytox.

    Zum Vergleich schildere ich Dir eine Episode aus meiner früheren SHG: Auch dort saß ein Polytox, seit jahren clean und trocken. Zur Sommerzeit meinte er, Saufdruck habe er schon seit Jahren nicht, aber jetzt im Sommer habe er mehrfach richtig Schmacht auf einen Joint gehabt, um dann mit dem Motorroller zu cruisen. Er hat es nicht getan. Er rief sich selbst zur Ordnung: "Wenn ich jetzt kiffe (kann man durch Saufen ersetzen) geht die ganze Schei... wieder von vorne los."

    Die Finger vom Cannabis zu lassen fiel ihm deutlich schwerer, als das Saufen sein zu lassen.

    Hast Du den Rest von den Drogen schon weggeworfen oder gar selbst qualmend entsorgt?

    Letztens aber machte ich es nicht so und sprach gegenüber meiner Frau aus: "Ach, so ein Wein heute, wäre doch schön. Nur als Ausnahme!". Natürlich wollte ich es nicht wirklich, ich wollte nur mal provozieren und gucken, wie sie reagiert.

    Ich kann nur von mir schreiben: Fange ich an, den Alkohol zu bagatellisieren und sei es im Scherz, beginne ich, den Respekt vor ihm und letztlich der tödlichen Krankheit zu verlieren. Das wäre nicht gut für mich.


    Wohl gemerkt: Das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Ich lebe seit mehr als 8 1/2 Jahren abstinent. Das darf gerne so weiter gehen.

    Linde hat es völlig zutreffend auf den Punkt gebracht.


    Silvesterparties sind oft Hochkonsumveranstaltungen. Auf solchen hat ein frisch Abstinenter, der erst ein paar Monate trocken ist, nichts verloren, so meine bescheidene Meinung zu dem Thema.


    Ich gehe nach mehr als 8 1/2 Jahren nicht auf Saufparties, weil ich da nicht (mehr) hingehöre und ich die Saufkulisse im Kopf nicht (mehr) aushalte.


    Das ist mein Weg, der mich seit Jahren unfallfrei abstinent hält. Ich weiß, dass es nicht jedermanns Sache ist, da oftmals bei Neulingen die Befürchtung bestehet, sie könnten auf der Party irgend etwas verpassen.

    Also streich das mit dem "Überschreiben" am Besten.... es macht so einen "geheilten" Eindruck.

    Ich formuliere es etwas anders: Durch das Überschreiben wird auf die alte Software namens Saufen eine andere namens Abstinenz gelegt. Die alte Software, die sich nicht deinstallieren lässt, ist jedoch immer noch vorhanden und zickt gelegentlich herum z.B. bei Suchtdruck und sorgt für Irritationen bis hin zu mächtigem Theater.

    Mir hat dieser Vergleich stets gefallen und letztlich auch geholfen, da mir klar war, dass die neue Software nach kurzem Theater der alten, doch wieder die Oberhand gewinnt.

    Aber dies sind lediglich bildliche Vergleiche. Da entwickelt halt jeder so seine eigene Sichtweise. Relevant ist letztlich wie immer im Leben, das Ergebnis und das lautet zufriedene Abstinenz.

    Anknüpfend an die Ausführungen von Matilda erlaube ich mir den Hinweis, dass es verdammt schwer ist, klammheimlich für sich alleine abstinent zu werden und es auch zu bleiben. Genau genommen ist mir kein socher Fall bekannt. Früher hieß es hier im Forum öfter, man könne sich nicht aus der Sucht schleichen.


    Zumindest gegenüber der Familie gehören die Karten auf den Tisch. Und der Familie ist auch klar zu machen, dass Saufexzesse nichts in Deiner Wohnung verloren haben.


    Mir ist es erst gelungen, mich aus dem Griff der Flasche zu lösen, als ich bereit war, meiner Abstinenz alles, aber wirklich alles unterzuordnen. Dazu gehört es, im ersten Jahr erst mal auf deutliche Distanz zu Trinkexzessen und Trinkern zu gehen.


    Ich rate zumindest mal zur Kontaktaufnahme mit der Suchtberatung, damit Du über das Forum hinaus mal in verbaler Kommunikation und sozialer Interaktion weitere Informationen erhälst.


    Übrigens: Wie möchtest Du denn die nächste große Herausforderung namens Silvester angehen? Kommmen da auch Hinz und Kunz zum Saufen vorbei?


    Für mich liest Du Dich leider so, dass der Weg zum Rückfall nicht sonderlich weit zu sein scheint.


    Betrachte meine Ausführungen bitte nicht als persönlichen Angriff auf Deine Person. Dir will hier keiner etwas Negatives. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, nur um die persönlichen Erfahrungen der Abstinenten geht es hier im Forum, fährst Du in riskantem Fahrwasser, weil Du zu nah am Alkohol dran bist.

    Es wird von Neulingen immer gerne behauptet, die ganze Welt um einen herum konsumiere Alkohol, daher sei es so schwer keinen zu trinken. Da scheint der Blick des Anfängers doch sehr getrübt und zu stark vom Suchtgedächtnis gesteuert zu sein.


    Da surfte ich ein wenig durch das I-Net und entdecke auf der HP eines großen Hamburger Magazins (hinter der paywall) einen Alkoholtest. Gefragt wurde nach dem Konsum der letzten 4 Wochen, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Alter.


    Bei mir leuchtet das Ergebnis auf: 27,9% meiner Altersklasse hat keinen getrunken. Das sind jetzt bestimmt nicht alles sog. "trockene Alkoholiker". Unter diese Zahlen fallen sicherlich etliche, die losgelöst vom Suchtproblem schlau genug sind, ganz bewusst auf das Zeug zu verzichten.


    Nächstes Thema: ich finde es richtig, dass der thread eines Neulings, der gerade mal eine Handvoll Tage nicht gesoffen haben will, geschlossen wurde, da er schwadronierte, wie er sein Essen allein aus Gründen des besseren Geschmacks mit Rotwein panscht, was ja ungefährlich sei. Da muss einer wohl noch ein paar Runden drehen.


    In diesem Sinne

    weiterhin frohe Weihnachten denen, die daran glauben, den übrigen eine ruhige, schöne und angenehme Zeit.

    was ich noch nicht hinbekomme, ist richtig fröhlich zu sein und entspannt. veranstaltungen wie diese sind noch anstrengung.

    Du hast Dir die Antwort doch selbst gegeben, warum dem so ist:

    bin ich eben erst seit 3 monate unterwegs

    ICH war der, der unmengen gesoffen hat und zwar von anfang an. die paar, die das auch so gemacht haben, das wären meine saufkumpanen gewesen. das war unangenehm, die zu sehen und ich habe mich ziemlich geschämt.

    Die Schluckspechte haben Dir einfach den Spiegel vom "alten" Paul vorgehalten.

    Mit der Zeit legt sich das. Du kannst nach ein paar Wochen nicht auf dem Stand eines langjährig Abstinenten sein. Einfach weiter Schritt für Schritt gehen. Jeder trockene Monat festigt Dich und die Abstinenz schleift sich ein. Gerade im ersten Jahr war mein Hirn leider noch schwer vom Alk verseucht und der Blick sondierte noch automatisch das alkoholische Terrain. Auch das besserte sich mit der Zeit. Ich habe sie mir gegeben. Ich habe jahrelang gesoffen, da konnte ich nicht verlangen, dass alles ruck-zuck ins Gegenteil verkehrt wird. So einfach war der Ausstieg aus der Flasche dann auch nicht.

    Ich rauche seit 12 Jahren nicht mehr.

    Ähnlich lange bin auch ich Nichtraucher. Komisch, bezeiche ich mich als Nichtraucher, wird das sofort akzeptiert. Beim Alkohol erwartet so manch einer, dass der stigmatisierende Begriff des Alkoholikers weiterhin wie eine Art Monstranz vor sich her getragen wird, lediglich verbrämt mit dem kleinen Adjektiv "trocken".


    Die Qualmerei aufzugeben, fiel mir wesentlich leichter, als die Flasche stehen zu lassen. Ich hatte irgendwie keinen Bock mehr auf das Stinkzeug, den Husten, die muffigen Klamotten, auch bei schlechtem Wetter raus zu rennen, nur um zu rauchen. Nee, ich hatte erkannt, dass ich aufgeraucht habe.


    Daher kann ich nicht nachvollziehen, dass hier Einige, denen die Abstinenz nicht schwer zu fallen scheint, immer noch am Glimmstängel oder diesen dämlichen Elektrokolben herum lutschen. Eigentlich sollten sie wissen, wie es funktioniert, eine Droge links liegen zu lassen.

    Na ja, was soll's, ist zum Glück nicht (mehr) meine Baustelle.