Was ich noch nicht verstanden habe, warum es alle a n d e r e n, die nicht mit ihrer Krankheitserkenntnis hadern, sondern sie synonym formulieren, es möglichst genau so und nur so machen sollen.
Ich gehöre zu den "anderen" und wurde hier im Forum noch nie
aufgefordert, mich selbst mit dem A-Wort zu bezeichnen. Daher irritiert
mich Dein Verb am Ende des Zitats: "sollen".
Es gibt noch andere Begriffe, die mir nicht gefallen, z.B. "trocken",
"nass", "Kapitulation vor dem Alkohol". Ich weiß, was mit ihnen gemeint
ist und wie sie zu werten und verstehen sind. Den hinter den Begriffen
liegenden Gedanken verstehe und teile ich.
Was ich jedoch mit den übrigen, die seit etlichen Jahren abstinent
leben, wohl gemeinsam habe, ist meine konsequente Vorgehensweise. Ich
war erst in der Lage, mich zu befreien, als ich bereit war, meiner
Abstinenz und meiner Gesundheit absolute Priorität im Leben einzuräumen.
Ich gehe da keine Kompromisse ein. Ich habe mich fürs Leben
entschieden und das geht bei mir nur ohne Alkohol.
M.E. sollten die scheinbaren Unterschiede in der Diktion besser nicht überbewertet werden.
Entscheident sind die Ergebnisse und die sprechen bei allen, die jahrelang abstinent leben, für sich.
Dann bleibt es eben ein Rätsel für mich - wie viele andere Facetten dieser Krankheit vermutlich auch.
Ich bin nicht so vermessen, für mich in Anspruch zu nehmen, alle Facetten der Krankheit erfasst zu haben. Ich weiß so viel, dass ich mit mir im Reinen bin und mich in ruhigem Fahrwasser wähne. Um nicht leichtsinnig zu werden, tummel ich mich hier im Forum, auch wenn's einige nerven mag.