Beiträge von Carl Friedrich

    Hallo Stern!

    Wichtig ist, dass Dir beim oder nach dem Verzehr nicht mulmig geworden ist und Du plötzlich Lust auf Wein bekommen hast.

    Ich hole unser Sauerkraut meist bei einem "polnischen" Metzger. Die fermentieren es völlig anders, ohne zugefügten Essig und/oder Wein, die nur den Gärprozeß beschleunigen sollen. Es gibt dieses "natürliche" Kraut auch in Geschäften mit polnischen Produkten.

    Dies nur mal als Alternativvorschlag.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo!

    Schübe mit Suchtdruck kommen immer wieder. Die Abstände werden immer größer.

    Als ich meinen ersten fetten Suchtdruck schob, schrieb mir Dante, dass mich jeder Abwehr eines Trigger stärker für die Zukunft macht. Recht hatte er, der gute Dante.

    Du merkst 2 wichtige Dinge:

    1. Wenn Du die Bude alkoholfrei hast, wird der Weg bis zur Quelle sehr weit und Du hast die Chance, umzudisponieren.

    2. So ein Suchtdruck dauert nicht ewig, sondern verzieht sich wieder.

    Ich rate bei auftretendem Suchtdruck, sich sofort mit anderen Dingen zu befassen, die einem wirklich Spaß bereiten. Und sicherheitshalber gleich mal eine Pulle Wasser rein kippen. Wenn der Magen gut mit Wasser gefüllt ist, giert der Körper schon mal nicht nach Flüssigkeit.

    Beim letzten dicken Druck, vor 3 Jahren, bin ich ins Fitnesstudio. Kaum war ich dort angekommen, war er wie weg geblasen.

    Weiterhin alles Gute wünscht

    Carl Friedrich

    Eine Suchtverlagerung liegt M.E. nur vor, wenn nach der Beendigung der Sauferei mit dem Qualmen angefangen wird. Tatsächlich kenne ich keinen solchen Fall. Im Gegenteil, ich bin nur Leuten begegnet, die vorher soffen und rauchten und sich heute auf die letztgenannte Sucht beschränken. Das ist für mich keine Suchtverlagerung, sondern lediglich eine Fortsetzung einer der beiden ursprünglichen Süchte. Bei allem Respekt, diese Herrschaften haben leider nur einen Teil ihres süchtigen Verhaltens abgestellt.

    Ich bin auch der Auffassung, dass mit der grundsätzlichen Strategie aus dem Alkohol heraus, ebenfalls der Qualmerei ein Ende bereitet werden kann.Das habe ich bei meiner Frau beobachten können, die seit 4 Jahren sich dem Qualmen entwindet. Ich konnte ihr da etwas Beistand leisten und anführen: "Schau her, ich habe das Saufen beendet, was viel schwieriger für mich war, da wirst Du doch das blöde Qualmen sein lassen können. Wenn Du deinem momentanen Rauchverlangen nachgibst, wirfst Du dich selbst wieder zurück. So ein Rauchdruck dauert wie der Saufdruck nicht ewig, sondern verschwindet nach ein paar Minuten von alleine." Sie hatte zwar ein paar Rückfälle, aber in den letzten Monaten sieht es ganz gut bei ihr aus.

    Der Hinweis, man solle den richtigen Zeitpunkt auswählen, ist auch nicht unbedingt zielführend. Damit liefert man sich selbst, so wie beim Suff, nur eine prima Ausrede, ja nicht zeitnah zu loszulegen. Nennt sich Prokrastination oder einfacher: "Aufschieberitis."

    Gruß

    Carl Friedrich

    Ich habe es abrupt getan. Runter dosieren hat bei mir weder beim Alk, noch bei den Glimmstängeln geklappt. Das ging ein paar Tage gut, dann brachen alle Dämme.

    Allerdings hatte ich die Qualmerei zum Schluss so was von satt, da ist es mir dann relativ leicht gefallen, aufzuhören. Meiner Frau fiel es viel schwerer. Sie hatte mehrere Rückfälle, hält sich aber in letzter Zeit sehr wacker.

    Ihr half es, Gewohnheiten zu durchbrechen: Nach den Mahlzeiten oder zum Kaffee bewusst sitzen zu bleiben und nicht nach draußen zu rennen. Wichtig ist es, wie beim Alk, ja keine Kippen in der Bude zu haben. Wenn man erst mal zur Tanke rennen muss, überlegt man es sich evt. noch mal.

    Dann Arbeitskollegen, Nachbarn und Freunde bitten, einem ja keine anzubieten und ja nicht mit denen in die Raucherecke zu gehen. Man glaubt ja gar nicht, wie viele sagen, ich möchte ja eigentlich auch aufhören, schaffe es momentan nicht.

    Beim Alk hat mir die 1-Tages-Methode geholfen: Jeden Morgen nach dem Wachwerden habe ich mir fest vorgenommen, nicht zu trinken und das auch durch gehalten.

    Manche schwören auf Akupunktur oder Hypnose, ich kann dazu nichts sagen. Akupunktur hatte ich mal am Rücken, mir hat's nichts gebracht, war eher eine Art Placebo, aber das ist bei den Knochen auch eine andere Baustelle.

    Das las ich an anderer Stelle:

    hallo

    ich rauche auch noch....aber halt nur die elektrischen....ist eine gewollte Suchtverlagerung...mit Nicotin..wir sind und bleiben Suchtis...da können wir auch nix dafür....ist ja eine anerkannte Krankheit...und es geht ja um eine zufriedene Trockenheit und nicht um das pervekte alles richtig machende Leben

    lieben gruß

    mexico


    So kann man sich die Qualmerei schön reden, erinnert mich an meine saufende Zeit. ;)

    Ich habe die Qualmerei vor gut 10 Jahren aufgegeben. Ich hatte einfach die Schnauze so was von gestrichen voll vom morgendlichen Husten, dem Gestank, der schwächer werden Puste und den hohen Kosten. Ich habe damals von jetzt auf gleich aufgehört. War für mich um ein Vielfaches leichter, als das Saufen zu beenden. Rauchdruck als Schmacht aufs Nikotin hatte ich nie.

    Daher bin ich immer wieder verwundert, dass es zwar Herrschaften gibt, die es schaffen, aus dem Alk auszusteigen, jedoch nicht die Glimmstängel dauerhaft zu verbannen.

    Aber wir sind alle anders gestrickt, was dem einen leicht fällt, bekommt der andere womöglich gar nicht hin.

    Ich setzte mal mit einem Getränk fort, das hier von einem user getrunken wird:

    Club-Mate.

    Ich hab's mal gegoogelt. Ist alkoholtechnisch unproblematiasch, da es sich um letztlich reichlich gezuckerten Matetee handelt, halt ein Konkurrenzprodukt zum Eistee.

    Störend sind für mich 2 Dinge:

    1.) Hersteller ist eine Brauerei und die steht für mich für Bier.

    2.) Abgefüllt wird es in Bierflaschen.

    Da werden wieder optische Reize für's Suchtgedächtnis gesetzt.

    Nicht, dass jemand das Zeug mal probiert und sich anschließend etwas unwohl fühlt und weiß nicht, warum.

    Hallo und willkommen!

    Ich hatte keinerlei Schlafprobleme, ganz im Gegenteil, von Anfang an schlief ich spürbar besser und war am nächsten Morgen deutlich fitter.

    Vielleicht hat sich Dein Körper einfach an die sedierende Wirkung des Alkohols gewöhnt. Und genau diese Sedierung fehlt momentan.

    In der Anfangszeit habe ich viel Wert darauf gelegt, mich körperlich an frischer Luft auszupowern sprich anzustrengen, dass ich abends schön müde war. Vielleicht ist das ja was für Dich, auch wenn momentan ein regelmäßiger Besuch eines Fitnesstudios ein gewisses Risiko beinhaltet. Was auf jeden Fall funktionieren dürfte ist Joggen (sofern körperlich möglich), schnelles Spazieren, Radfahren, aber in einem Tempo, dass Du die Belastung deutlich spürst.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Du bist doch bisher gut deinen Weg gegangen. Was hat denn da bisher getriggert an Lebensmittel? Finde es für dich raus.

    Genau so funktioniert es. Wir sind alle recht verschieden. Feste Lebensmittel triggern mich zumeist nicht, wenn man mal von den Klassikern wie Schwazwälder Torte, Herrentorte... absieht, bei denen ja schon der Name Programm ist.

    Ich habe gefährlich gesoffen und nicht im Übermaß z.B. Sauerkraut gefuttert. Daher stehen für mich die Getränke im Fokus. Und da weiß ich mit der Zeit schon, was ich mache und was ich meide. Das ist bei mir eine Art Automatismus. Diese Automatismen eignet man sich mit der Zeit an. Das dauert aber etwas und passiert nicht in wenigen Wochen.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Noch so ein Getränk: Fassbrause. Ich habe es mehrere Male ausprobiert und mir wurde anschließend leicht mulmig bis ich auf den Grund kam.

    Das Zeug wird von Brauereien in den Markt gedrückt, um Absatzverluste beim Original auszugleichen. Brauerei steht für mich für Bier.

    Der Name Fassbrause klingt dank der ersten 5 Buchstaben in meinen Ohren wie Fassbier.

    Angeboten wird es in sog. Longneckflaschen wie normale Bierpullen.

    Verschlossen sind sie mit Kronkorken, die beim Öffnen ploppen wie Bierflaschen.

    Die Grundsubstanz des Getränks ist letztlich alkoholfreies Bier.

    Aus diesen Gründen in ihrer Addition trinke ich dieses Biersurrogat nicht mehr, weil ich damit nicht klar komme.

    Anders verhält es sich bei mir sonderlicherweise mit Saftschorle eines Cola-Konkurrenten. Da hole ich mir ab- und an ein Six-Pack. Da triggern mich Longneck- Flaschen, Korken und Öffnungsgeräusch überhaupt nicht. Mein Hirn weiß wohl, das sich darin ein Saft- und kein Biergemisch befindet.

    Wohl gemerkt: Das sind meine individuellen Erfahrungen, die ich nicht verallgemeinere.

    Es ist nicht das erstemal, daß Du Dich deutlich im Ton vergreifst. Humor und sachliche Diskussionen sind Deine Sache offenbar nicht. Ich hab lange dazu geschwiegen, aber jetzt reicht es mir. Sei mal etwas freundlicher!

    Sagt genau der Richtige, der nichts Besseres im Sinn hatte, sich über meinen Nickname im Forum lustig zu machen und meinte, mich deswegen noch veralbern zu müssen. ;) Daher Hanseat, geh mit gutem Beispiel voran, ich schließe mich dann gerne an. Übrigens meine Brille, die ich mir nach weiteren Ausführungen deinerseits mal richtig aufsetzen solle, trage ich schon in optimaler Position.

    Der Begriff "dämliches Gesöff" war ironisch gemeint, ich hätte es geschickter formulieren können und müssen, das stimmt schon. Daher ein kleines "Sorry" für diese beiden suboptimal gewählten Vokabeln.

    Gruß

    Carl Friedrich

    @Stern:Exakt. Prägnanter geht es nicht. Bist Du dir unsicher, Finger weg.

    Raten Dir erfahrene Abstinenzler, gewisse Produkte besser nicht zu konsumieren, ist es sehr wahrscheinlich, dass die alten Hasen einfach recht haben. Rumlamentieren wegen eines so ein dämlichen Gesöffs wie Malzbier, sind m.E. wenig zielführend und erfolgversprechend.

    Kleines Beispiel: In der Anfangszeit habe ich mal Apfelschorle aus einem Weißbierglas getrunken. Anschließend gab's Suchtdruck vom Feinsten. Also den Rat der Erfahrenen umgesetzt und mein Saufgeschirr entsorgt. Das hatten die mir aber schon vorher geraten, ich wollte ja nicht hören. :wink:

    Ja Hartmut, wir beide haben es kapiert.

    So manch ein Neuling teilt unsere Ansicht leider nicht.

    Was soll's, ich bin clean und weiß wie es geht. Wer keinen Rat annehmen will, z.B. in dieser Zeit auf Winter- oder Ganzjahresreifen zu fahren, mag seine Karre ruhig in den Graben setzen. Selbst schuld wie man bei uns zu sagen pflegt. Trifft auch genau so auf die Abstinenz zu.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Bevor hier völlige Verunsicherung ausbricht:

    Die meisten aufgelisteten Alkohole in den Beispielen oben sind mehrwertige Zuckerersatzstoffe. Das ist was völlig anderes als das Zeug, dass wir früher missbräuchlich gesoffen haben.

    Die mehrwertigen Zuckerstoffe triggern normalerweise nicht. Mich jedenfalls nicht.

    Daher bitte nicht in Angst verfallen. Nur etwas Vorsicht walten lassen.

    Klar esse ich Sauerkraut, aber nicht das Zeug aus der Dose. Das stinkt nach Stoff.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Die ganze Sache wird noch komplizierter: Gerade in Süßspeisen oder Bonbons bis hin zu meinen Lieblings-Lutschpastillen, wird sog. "mehrwertiger" Alkohol als kalorienreduzierter Zuckerersatz zum Süßen beigefügt.

    Dieser mehrwertige Alkohol ist jedoch nicht mit dem "einwertigen Alkohol", den wir missbräuchlich in Schnaps, Bier und Wein konsumiert haben, vergleichbar.

    Der mehrwertige Zuckerersatz lässt mich völlig kalt.

    Also immer schön die Äuglein offen halten und an den Rat meines Therapeuten denken:

    "Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol und schmeckt wie Alkohol ist tabu."

    Balsamico und Essig, wenn sie nicht "weinig" rüberkommen, selbst 1-2 Gabeln Tiramisu, sofern sie nicht wie Mandelschnaps stinkt, machen mir nichts aus. Dennoch rate ich jedem Neueinsteiger, erst mal auf diese Sachen zu verzichten und erst nach gewisser Festigung, die nicht in den ersten Monaten zu erwarten ist, zu schauen, was jeweils möglich ist.

    Ich habe stets meine Frau, die einen empfindlichen Gaumen hat, als Vortesterin eingesetzt. Auch schnüffel ich schon mal wie ein Drogenhund an der betreffenden Speise. Ist sie mir nicht geheuer, verzichte auf deren Konsum.

    Wer sich selbst unsicher ist: Finger weg. Lieber auf Nummer sicher gehen.

    Gruß

    Carl Friedrich

    Angestoßen durch eine Diskussion über Malzbier mache ich mal einen neuen thread auf, damit das Thema nicht in irgendeinem Faden versickert und nur schwer wieder zu finden ist. Das Thema ist zu wichtig und sollte m.E. mal "vor die Klammer gezogen" werden.

    Mein Therapeut pflegte zu sagen: "Alles was aussieht wie Alkohol, riecht wie Alkohol und schmeckt wie Alkohol ist tabu."

    Da hat der werte Herr völlig recht.

    Daher trinke ich kein alkoholfreies Bier, das in Deutschland jedoch bis 0,49 vol% enthalten darf. Nur alkoholfries Bier mit der Aufschrift 0,0vol% ist wirklich alkoholfrei. Das Aussehen und der Geruch dieses Bieres können gewaltig triggern. Früher habe ich in meinen Saufpausen ab- und an so eine Plörre, die gar nicht schmeckt, getrunken, bis ich irgendwann meinte, dann lieber ein richtiges. Bei dem einen ist dann selbstverständlich nicht geblieben.

    Dasselbe gilt für alkoholfreien Sekt und Wein.

    Malzbier: In der Tat ist der Alkoholgehalt so niedrig, dass das Hirn darauf nicht anspringen sollte. Aber die Begleitumstände, danke an Pawlows bellenden Vierbeiner, entsprechen denen des alkoholfreien Biers. Malzbier sieht aus wie Altbier, das in unserer Region gerne getrunken wird. Dazu Gläser und Flaschen. Die Kombi geht gar nicht, zumindest für mich.

    Ich kenne Abstinente, die mit alkoholfreien Bier klar kommen. Das ist aber eher die absolute Ausnahme als die Regel. Mir ist das zu heikel wie meine früheren Saufpausen belegen.

    Saftschorlen: Klar enthalten Säfte geringe Mengen an Alkohol. Die stören und triggern mich nicht. Apfelschorle ist sogar eins meiner Lieblingsgetränke, am besten mit Zitrone und Pfefferminzblättern. Auch ein Stück Ingwer macht sich da gut drin. Duftet oder schmeckt der Saft nach Alk, lass ich ihn links liegen.

    Womit stoße ich gerne an? Mit Ginger Ale.

    Gruß

    Carl Friedrich