Carmen :
Es hat bei mir eine Weile gedauert, bis mich der Alkoholkonsum anderer nicht berührte, sicherlich mehr als nur 1 Jahr. Wenn ich merke, das mich der Konsum anderer stört, dann gehe ich raus aus der Gefahrenzone, was aber schon lange nicht mehr vorgekommen ist. Allerdings bewege ich mich nicht mehr in Kreisen starker oder regelmäßiger Trinker.
Im Übrigen reagieren die Menschen nun mal sehr unterschiedlich, was den einen kalt lässt, ist für den anderen brandgefährlich, z.B. Alkohol in Soßen oder der oft genannte Balsamico bzw. Weinessig. Mich triggert das Zeug nicht, andere womöglich schon. Auch habe ich auf dem Schirm, dass es für mich nicht ewig so bleiben muss, sondern plötzlich ein Essig anfängt, mein Suchtgedächtnis Kapriolen schlagen zu lassen. Jedoch bemühen wir uns stets um eine alkoholfreie Zubereitung unserer Speisen.
Im Übrigen habe ich Bier, Schnaps und gelegentlich Wein im Übermaß gesoffen und keine Saucen oder Essigdressing.
Mein Suchtgedächtnis verbindet offensichtlich ein Dressing nicht mit Alkoholkonsum wie ich ihn betrieben habe. Bei anderen, insbesondere den ehemaligen Weinfreunden womöglich schon.
Oder vergleichen wir es mal mit dem momentanen Virus: Ca. 80% haben nach Feindkontakt keine oder nur leichte Symptome, andere verschlägt es gar auf die Intensivstation oder gleich ins Grab.
Du siehst, unserere Reaktionen sind so verschieden wie unsere Charaktere oder Körper. Oder nenne es einfach "Zufall" oder "Laune der Natur."
Gruß
Carl Friedrich