Beiträge von Cadda

    Hallo NiLiHaMi.

    bei mir gibt es Neuigkeiten. Meine Frau wurde gestern von Demjenigen abgeholt in den sie sich das erste Mal vor fast 2 Jahren in der Entgiftung verliebt hatte.

    Nach allem, was Du berichtest, ist das Einzige, was ich wirklich schade finde, dass offenbar Deine Frau diejenige war, die nun eine Entscheidung zur Trennung getroffen hat. Sie hat Dir quasi die Entscheidung abgenommen. Dabei hättest eigentlich Du Derjenige sein sollen, der sich entscheidet, einen Weg zu gehen in ein zufriedeneres Leben.

    Ansonsten kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Du jetzt leidest, aber lass Dir gesagt sein, dass es besser wird. Es ist doch kein glückliches Zusammensein, wenn Du an der Seite einer Frau bist, die sich etliches an Alkohol reinkippt und Du dann noch Alkohol nachholen musst, damit sie nicht besoffen Auto fährt.

    Führe Dir diese Situation doch mal ganz deutlich vor Augen und überlege, was Du einem Freund sagen würdest, wenn dieser Dir in so einer Situation, wie Du sie gerade erlebst, erzählen würde, dass seine Frau nun weg ist?

    LG Cadda

    Vielleicht tut er das auch gar nicht bewusst. Er ist suchtkrank. Da kann es schon sein, dass er sich das selbst einredet, dass es mit dem kontrollierten Trinken klappen könnte.
    Funktioniert aber nicht, wie gesagt, ausnahmslos

    Daher sind meine ersten Schritte das unbekannte genauer anzuschauen und für mich und die Kinder die benötigte Kraft zu erlangen. Und ich bin einfach mal ein kleines bisschen stolz auf mich, in den 4 Wochen so viel mehr geschafft zu haben, als in dem gesamten vergangenen Jahr.

    Das ist auch klasse und das nimmt Dir hier auch niemand, auch nicht durch das Mitteilen der ungeschönten und zugegebenermaßen manchmal sehr direkten Gedanken.

    Dafür bist Du ja auch hier und ich finde es toll, dass Du Dich diesen stellst.

    Lg Cadda

    Hallo RH,

    beim Lesen Deines Beitrages dachte ich ehrlich gesagt:

    „Wie schlau von ihm die Bemerkung über das Grenzen setzen“.

    So fühlst Du Dich weiterhin berufen an seiner Seite zu bleiben um genau das zu tun.

    Und

    „Wie schlau von ihm, sich als Alkoholiker zu bezeichnen, doch gleichzeitig das Kontrollierte Trinken in den Raum zu werfen“.
    So freust Du Dich über seine Krankheitseinsicht, er darf aber schön (etwas gemäßigter vielleicht) weiter trinken.

    Kontrolliert trinken funktioniert nicht. Könnten Alkoholiker kontrolliert trinken, wären sie keine Alkoholiker.

    Bitte lass Dich nicht in die Irre führen.

    LG Cadda

    Hallo Iphigenie,

    ich würde Dir dringend raten, erst einmal Deine Alkoholsucht in Angriff zu nehmen. Die ganzen Nebenerscheinungen wie Depressionen usw. kann man erst danach behandeln. Erst Depressionen bekämpfen, um dann das Alkoholproblem in den Griff zu bekommen wird niemals funktionieren, weil nicht die Depressionen einen trinken lassen, sondern die Alkoholsucht. Es wird immer anders herum ein Schuh draus. Erst die Sucht und wenn dann noch Bedarf ist mit der Abstinenz und damit verbundenen klaren Kopf kann es an die Depressionen gehen.

    Du satteslst da das Pferd leider wirklich von hinten auf und suchst irgendwie nach sämtlichen Dingen, die zu bearbeiten sind.

    Was macht dabei Deine Abstinenz? Trinkst Du wieder oder bist Du nach wie vor nüchtern?

    LG Cadda

    Guten Morgen Rosemarie,

    erstmal herzlich Willkommen hier bei uns und lass Dir gleich vorweg sagen: Du bist nicht allein in Deiner Situation.

    Da Du Dich hier angemeldet hast, gehe ich davon aus, dass Du die Vermutung hast, Dein Mann würde zu viel trinken und es vor allem deshalb zum Streit kam?

    Du erwähnst Probleme im Job usw. Lass Dir bitte gesagt sein, dass nicht jeder, der Probleme hat, zur Flasche greift. Das Eine ist völlig unabhängig von dem Anderen. Jemand der trinken will, findet immer Gründe, dieses zu tun.

    Dass ein Alkoholiker gern die Schuld von sich weist und auf den Partner ablenkt und ihn mit Vorwürfen überhäuft, ist absolut nicht unüblich.

    Ich selbst kenne das auch. Es lenkt schön vom eigenen Problem des Trinkens ab und durch die Verletzungen oder Beleidigungen oder vor allem auch Vorwürfe geht es plötzlich um etwas ganz anderes.

    Empfinde ich das alles so falsch?

    Ganz sicher nicht! Vertraue Deinen eigenen Wahrnehmungen.


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    Ganz liebe Grüße

    Cadda

    Hallo Skywalker,

    Herzlich willkommen bei uns. Ich dachte auch direkt, dass Du offenbar einen wunden Punkt getroffen hast, die Reaktion sagt schon sehr viel aus.

    Es ist richtig, dass Du das angesprochen hast und Deinen Wahrnehmungen traust.

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    LG Cadda

    Hallo Sanni,

    Inzwischen bin ich mal wieder blockiert und ein Miststück das nur an sich denkt. Frage mich manchmal was da aus ihm spricht, wie man so mit dem Partner den man doch eigentlich liebt umgehen kann und es ist so ein krasses Gegenteil zu dem liebevollen Partner der er manchmal war. Bevor ich sein Einziehen abgelehnt habe hat er noch von Heirat gesprochen :/

    Ich brauche Dir nicht zu sagen, dass das ein absolut abartiges Verhalten ist.

    Aber ich möchte Dir eines erzählen: Ich habe es über Jahre genau so auch erfahren. Bei jedem Streit bekam ist Angst, dass ich gleich wieder einer Erniedrigung oder Beledigung ausgesetzt werde. Ich habe bis zu einem gewissen Punkt versucht, ihn bei guter Laune zu halten, aber wenn ich meine Meinung sagte und mich wehrte, dann kam die Retourekutsche in Form eines ganz ätzenden Verhaltens. Abweisung vom Feisten. Böse Texte, blockiert oder sogar noch öffentlich in Gruppen über mich hergezogen, wie böse ich bin, ich hatte keine Chance es richtig zu stellen, konnte ja nicht jeden einzelnen Menschen anschreiben.

    Selbst nach der Trennung bekam ich bei jeder whatsapp Herzrasen, mir war schlecht aus Angst vor Beleidigungen oder Erniedrigungen. Ich habe immer wieder versucht zu erklären, erklären, erklären, damit er mich versteht. Bringt nichts.

    Ich konnte mich sehr lange nicht richtig emotional trennen auch nicht, nachdem ich schon längst ausgezogen war.

    Irgendwann konnte ich es. Ich blockierte ihn und hatte RUHE.

    Am Anfang war es schwer. Aber mit der Zeit wurde es immer besser und besser und es schlich sich ein wahnsinniges Gefühl von RUHE und FREIHEIT in mich hinein. Diese Gefühle drängten irgendwann meinen Liebeskummer nach und nach in den Hintergrund, bis er verschwunden war.

    Ich kann Dir und allen, die hier mitlesen nur sagen, dass ich mir im Nachhinein wünschen würde, ich wäre den Schritt schon viel früher gegangen.

    Diese Demütigungen, die ich für den Moment aushielt, die haben langfristig etwas mit mir gemacht und ich habe immer noch Probleme in manchen Situationen deswegen. Deshalb kann ich nur jedem raten, sich so einer Lebenssituation nicht auszusetzen. Der Liebeskummer kommt eh . Der kommt jetzt, aber der kommt auch in 10 Jahren. Man kann nicht davor davon laufen, einmal durch das Tal der Tränen durchzugehen. Dann doch lieber jetzt als später. Je eher daran, je eher davon. Ein blöder Spruch, aber er ist so wahr. Jede Demütigung, jede Beleidigung, jede Zurückweisung bleibt ein Leben lang hängen. Die sollten sich alle Angehörigen ersparen.

    LG Cadda

    Guten Morgen Odin und auch Hera,

    ich habe es fast Jedem erzählt :) Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch sehr aufs Umfeld ankommt, ob es wichtig ist, offen damit umzugehen. Hätte ich meinem Freundes- und Bekanntenkreis gesagt, dass ich nur ein Jahr alkoholfrei leben möchte, dann hätten sie mich von Treffen zu Treffen belagert. Ich hätte mich einem extremen Risiko ausgesetzt, weil viele meiner Bekannten mich immer wieder genervt hätten. Meine Freunde nicht, die wussten auch so, was los ist und haben mich von Anfang an in meiner Entscheidung unterstütz, weil sie sich diese auch gewünscht haben.

    Doch ich hatte ja nicht von jetzt auf gleich mein Lebensumfeld geändert. Diese Bekannten, die mich genervt hätten, mit denen habe ich ja jetzt nichts mehr zu tun, weil ich gemerkt habe über die Zeit, dass sie nicht mehr zu mir passen.

    Aber in meinem Umfeld war es definitiv so, dass Alkohol an oberster Stelle stand und ich habe hier im Forum über die Jahre sehr, sehr viele User gelesen, wo es ebenfalls der Fall war. Da am Anfang "heimlich" trocken zu werden, kann ein ganz starkes Risiko sein.

    Für mich persönlich gilt, dass ich nirgendwo mehr ein Problem habe, es zu sagen. Auch auf meiner Arbeit nicht. Ich gehe offen damit um.

    Allerdings kann ich auch sehr gut verstehen, wenn das nicht Jeder tut. Hier kommt es ganz entschieden auf die Arbeit an und wenn ich dort keinem Alkohol ausgesetzt werde (auch das ist ja leider nicht selbstverständlich), dann ist das meiner Meinung nach auch nicht nötig.

    Es geht letzendlich keinen was an. Deshalb habe ich mich auch nicht überall geoutet. Sondern einfach um mich selbst zu schützen, weil mein Umfeld das erfordert hat.

    Daher finde ich, dass der Umgang mit diesem Thema hier sehr von der Situation auf der Arbeit und der Situation im Umfeld abhängt.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ja, ich hatte während meiner Alkoholsucht auch sehr oft Lust was zu trinken. Klar. Die Psyche braucht den Stoff ja auch. Das nennt man Abhängigkeit. Damit der Alkoholiker sich das aber nicht eingestehen muss, kann er es auch einfach "Lust" nennen ;)

    Nun hast Du noch herausbekommen, dass er Dich schon mal betrogen hat und damit nicht genug, er tut es auch immer noch, indem er sie heimlich unter anderen Namen eingespeichert hat.

    Fassen wir also zusammen: Du hast einen Alkoholiker an Deiner Seite, der zusätzlich auch noch ein Fremdgeher ist (das Eine hat mit dem Anderen übrigens nichts zu tun).

    Was genau lässt Dich noch bei ihm bleiben?

    Ich frage nicht so direkt, weil ich unhöflich sein will, sondern weil es mich wirklich interessiert und ich mir wünschen würde, dass Du Dir diese Frage mal wirklich so richtig konkret stellst.

    LG Cadda

    Wir hatten so schöne Träume, wie wir als richtig alte Leutchen mal Hand in Hand auf der Hausbank sitzen und zusammen glücklich sind. Tja, Pustekuchen. Da wird so oder so nichts draus. Entweder bin ich dann weg oder sitze eben nicht mit einem Alkoholiker auf der Bank, falls wir uns nicht trennen sollten.

    Es wäre traurig, wenn Du nicht ausziehen würdest und allein auf der Bank sitzt, während "Dein" Alkoholiker irgendwo anders sitzt und säuft.

    Dann würde ich an Deiner Stelle lieber woanders allein auf der Bank sitzen, ohne dass in der Nähe ein Alkoholiker Dir bewusst macht, wie traurig die Situation ist.

    Ich sitze übrigens sehr gern auf einer Bank (auch wenn ich mich jetzt noch nicht so alt finde) und freue mich, dass weder ich saufe, noch jemand mit dem ich zusammen bin.

    Allein auf einer Bank sitzen kann sehr schön sein, wenn man eine Zufriedenheit erreicht hat.

    Und wer weiß... vielleicht sitzt da ja auch irgendwann jemand anderes neben Dir. Kann auch ganz nett sein 8o

    LG Cadda

    Guten Morgen Odin,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben.

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich freue mich, dass Du so zuversichtlich bist, Odin. Eine Woche ist schon ein guter Anfang!

    LG Cadda

    Hallo Sanni,


    ich würde ihn auf gar keinen Fall einziehen lassen, auch nicht, wenn er einen Entzug machen würde.

    Was hat das denn schon zu bedeuten? Nichts.

    Ein Entzug kann man machen und danach kurze Zeit später (oder nachdem er bei Dir eingezogen ist) wieder weiter saufen.

    Das man als Gedanke. Ich würde mich nicht darauf einlassen.

    LG Cadda

    Hallo RH,

    auch wenn Du am Ende Deines Beitrages schreibst, dass Du noch nicht soweit bist, finde ich es stark von Dir, dass Du Kontakt zu Deiner Freundin aufgenommen- und Dich ihr anvertraut hast.

    Sie hat für sich ein Haus gekauft, und mir angeboten, dass wir zu ihr können, wenn es zuhause nicht mehr geht.

    Das wiederum finde ich ganz toll von Deiner Freundin und ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen, wie sehr Dir das hilft.

    Ich wünsche Dir, dass Du nicht noch ein Jahr lang unglücklich bist, bevor Du Konsequenzen ziehst. Bis dahin läuft noch viel Wasser den Berg runter. Deshalb kann ich Dir nur sagen, wenn Du merkst, dass Du soweit bist, dann zögere nicht, das Angebot Deiner Freundin anzunehmen. Auch wenn es Dir schwer fällt, Hilfe anzunehmen, wie Du sagst. In dem Fall ist es völlig richtig, wenn Du Hilfe annehmen würdest.

    Ich würde das für eine Freundin auch sofort und gern machen und mir wünschen, dass sie sich nicht scheut, mein Angebot anzunehmen.

    LG Cadda

    Hallo Traurige,

    ja im betrunkenen Zustand lässt der Respekt zu wünschen übrig. Nüchtern der liebste Mann und betrunken ein ar***...

    Das zeigt aber, dass Menschen, die sich so absolut respektlos wie von Dir beschrieben verhalten, grundsätzlich ziemlich miese Charakterzüge in sich haben.

    Denn es gibt sehr viele Alkoholiker, die auch betrunken kein A........ werden/sind und sich so benehmen.

    Ich habe auf jeden Fall gemerkt, dass mir das lesen und schreiben hier gut tut, vor allem in Momenten in denen ich in meine alten Denkmuster Zurückfalle.

    Das finde ich klasse und ich freue mich, dass Du hier Kraft schöpfen kannst.

    LG Cadda