Beiträge von Cadda

    Hallo.

    Dass Dein Mann egoistisch und ein Fremdgeher ist, hat rein gar nichts damit zu tun, dass er Alkoholiker ist.

    Es gibt etliche Alkoholiker, die ihre Frauen nicht betrügen und es gibt etliche Nicht-Alkoholiker, die ihre Frauen betrügen.

    Das ist vom Charakter abhängig.

    Du schreibst, Du hast den Kontakt zu „sogenannten Freundinnen‘ abgebrochen. Warum nicht auch zu Deinem „sogenannten Freund“? Wer zweigleisig fährt und Dich betrügt ist kein Freund.

    Ich finde es gut, dass Du Dir Hilfe holen möchtest. Ich hoffe, dass Du Dir darüber im Klaren werden kannst, dass Du es nicht verdient hast, betrogen zu werden und dass Du Dir mehr selbst wert bist.

    LG Cadda

    Guten Morgen.

    Wenn das Bedürfnis besteht, zu saufen, "nur" weil ein Schicksalsschlag um einen herum passiert, dann ist das nicht die Trauer, die da ruft, sondern die Sucht.

    Gerade in schlechten Zeiten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich kann Elly da nur zustimmen!

    Ich habe beides erlebt. Meine Mutter starb viel zu früh, als ich noch gesoffen habe und mein Vater, als ich bereits trocken war. Der Vergleich ist so wahnsinnig krass und eines weiß ich definitiv: Saufen verstärkt Trauer, weil zusätzlich zur Trauer noch das widerliche Gefühl hinzukommt, zu versagen.

    LG Cadda

    Hallo Berni,

    wenn Du auf den Tiefpunkt Deiner Frau wartest, muss ich Dich leider enttäuschen. Es gibt etliche Alkoholiker, die ihren Tiefpunkt niemals erreichen und ihre Krankheit mit ins Grab nehmen.

    Die Frage ist doch eigentlich:

    Wann erreichst DU Deinen Tiefpunkt? Was muss noch alles passieren, damit Du DEINE Situation änderst?

    LG Cadda

    Hallo Treibsand,

    Gestern fing er dann plötzlich damit an, dass er es vermisst und ob ich mir sicher bin, dass ich tatsächlich nie wieder etwas trinken möchte. Ich hätte mir ja schon bewiesen, dass ich auch ohne Alkohol zurechtkomme und könnte das bestimmt jetzt auch wieder steuern.

    Dieser Gedanke ist extrem gefährlich!!!! Lass Dir diesen Floh auf gar keinen Fall ins Ohr setzen!!!

    Ein Freund von mir hat sich über ein Jahr lang "bewiesen", dass es auch ohne Alkohol geht. Dann wollte er ab und zu mal wieder ein Bier trinken. Ruck zuck war er wieder drauf. Also jede "bewiesene Zeit" ist sofort für die Katz, sobald der erste Schluck wieder getrunken ist.

    Ich finde es auch erstaunlich, dass Dein Partner Dich anscheinend lieber wieder trinkend haben möchte. Warum denn?? Das schreit für mich danach, dass er sich dann besser fühlt, weil er dann selbst wieder trinken kann, ohne dass er sich blöd vorkommt.

    Bitte steh weiterhin zu Dir und Deiner Einstellung. Das ist so wichtig, das zu verdeutlichen!

    LG Cadda

    Na ja, und es war schon bekannt, dass ich zumindest zu einem Bier nicht nein sagte.

    Vielleicht verstehe ich Dich falsch, weil ich auf dem Schlauch stehe.

    Meintest Du damals oder hast Du erst kürzlich nicht Nein gesagt?

    Vermutlich, ist bei mir der Gedanke, nie wieder nicht wirklich fest. Mir wäre lieber, dies wäre fester!

    Um den zu festigen ist es wohl wirklich besser, noch mehr Abstand zu nehmen, denkst Du nicht auch?

    Hallo Volka,

    Meine Frau hat gestern anscheinend offiziell ihre 10-wöchige Trinkpause (wenn man das so mit gemäßigtem Konsum nennen kann) aufgegeben

    Das kam jetzt irgendwie aus dem Nichts - wir hatten zuletzt wirklich eine schöne Zeit, mit vielen schönen und entspannten Unternehmungen

    Nein, das kann man nicht Trinkpause nennen und deshalb kam es eigentlich auch nicht aus dem Nichts. Die Alkoholsucht lässt sich nur durch die vollständige Abstinenz stoppen. Kontrollierter Konsum ist nur für eine gewisse Zeit möglich, deshalb war es leider vorprogrammiert.

    Ich nehme meine Vorhaben und Pläne wieder auf, zu denen ich mich schon im Juli entschlossen hatte.

    Das ist eine gute Entscheidung! Ich wünsche Dir, dass Du so motiviert bleibst!

    LG Cadda

    Dass Du Dich zunächst zurückgehalten hast, was die Aktivitäten angeht, das ist im Grunde genommen doch auch richtig. Es wird hier unterschiedlich gehandhabt, ich bin auch weggegangen, am Anfang sogar noch mehr, als jetzt, denn ich habe irgendwann gemerkt, dass das nicht mehr so meins ist. Doch es gab auch schon User oder Userinnen, denen genau das Weggehen zum Verhängnis wurde, weil eben das Suchtgedächtnis anspringt. Deshalb wird in den Grundbausteinen ja auch zurecht darauf hingewiesen.

    Natürlich kann ich auch verstehen, dass Dir das Weggehen fehlt. Es ist halt auch echt eine Umstellung, ein Leben ohne Alkohol wo doch überall in der Gesellschaft (nicht überall aber in vielen Gegenden jedenfalls) so wahnsinnig dazugehört.

    Bitte achte auf Dich und frage Dich genau, was Dir gut tut und was nicht. Die Trockenheit an die erste Stelle setzen, das halte ich für absolut unerlässlich. Alles Andere ergibt sich und es finden sich Wege, sich nicht einsam fühlen zu müssen.

    Ich habe immer darauf geachtet, wenn ich wirklich mal weggegangen bin, dass ich immer unabhängig von anderen Menschen war. Sprich: Wenn ich kurzfristig gemerkt habe, mir ist doch nicht danach, dann habe ich auch abgesagt, egal was Andere denken oder ich bin immer selbst gefahren, damit ich abhauen kann, wenn ich merke, es tut mir nicht gut. Und im Vorwege immer in sich hinein horchen, wie es einem geht.

    Am besten ist es sicherlich, gerade im ersten Jahr, auf gewisse Dinge zu verzichten um Stabilität reinzubekommen. Entscheiden muss das zwar jeder für sich selbst, doch die Gedanken mit auf den Weg geben, finde ich wichtig.

    LG Cadda

    Guten Morgen Klumpatsch,

    bitte nimm es mir nicht übel, aber ein paar Gedanken:

    Ich hab woanders gelesen, dass Du Deinen Freund gebeten hast, die Sauce mit Wein abzulöschen. Warum?? Dass manche im Restaurant nicht nachfragen, nach dem Motto „was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“ ist eine Sache. Aber bewusst das Zeug da reinkippen?

    Es gibt da super Alternativen, damit die Sauce trotzdem schmeckt.

    Rockkonzert, Party… Kann triggern, muss es nicht. Doch bei Dir liest es sich so raus, als ob Du Dich da unter Druck setzt obwohl Du Dich unwohl fühlst damit und das ist der falsche Weg.

    Das folgend Zitat hat mich komplett verwirrt:

    Zum Neuanfang gehört auch so langsam mein altes Leben!

    Dieser Satz ist ein Widerspruch in sich.

    LG Cadda

    Du warst im Vorstellungsbereich und jetzt bist Du im offenen Bereich für den Austausch freigeschaltet. Du kannst also hier in Deinem „Tagebuch“ direkt so weiterschreiben.

    Komm erstmal in Ruhe an und lies Dich ein bisschen ein :)

    Sehr schön :)

    Ich hab Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema auch dort hin verschoben.

    Du kannst Dich nun überall austauschen, die ersten 4 Wochen bitte jedoch nicht im Vorstellungsbereich.

    Erzähl mal, wie es Dir geht. Du schreibst, Du fällst in alte Muster weniger zu essen. Hat das mit Mustern aus Deiner Saufzeit zu tun?

    LG Cadda

    Huhu Caro,

    schön reden ist ja lange Zeit ein Thema bei der Sucht. Umso besser, dass Du über den Punkt hinaus bist. Sich einzugestehen, süchtig zu sein dauert zwar oft lange, aber es kann sehr befreiend sein.

    Sorry, dass ich das nochmal „abklopfe“, aber hab ich das richtig verstanden, dass Du seit Mitte August nüchtern bist? Und strebst Du eine lebenslange Abstinenz an?

    LG Cadda

    Hallo Caro,

    herzlich Willkommen bei uns! Es ist super, dass Du „die Notbremse gezogen hast“ und bereits zur Entgiftung warst. Bist Du seit dem nüchtern und Siehst Du Dich als Alkoholikerin?

    LG Cadda

    Hallo Klumpatsch,

    Zu diesem Forum komme ich, weil ich um ehrlich zu sein Angst habe, den weiteren Weg alleine bestreiten zu müssen.

    Eine sehr gute Entscheidung, herzlich Willkommen bei uns!

    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema dort hin verschoben.

    Du kannst Dich jetzt austauschen, jedoch in den ersten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich.

    115 Tage ist ein super Anfang!

    Kennst du schon unseren Artikel über die Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Treibsand, das finde ich richtig klasse :mrgreen:

    Jeder hat seine Art, damit umzugehen, Hauptsache es hilft!

    ich will das nicht, will mich genau erinnern, weil das eine schutzmauer ist.

    Ging mir auch immer so. Ich hab mich auch erinnert und immer zu Ende gedacht, wo führt es mich hin, wenn ich jetzt trinke? Wie fühle ich mich währenddessen oder danach? Dann wurde die Stimme leiser bzw. verschwand komplett.

    Viele lenken sich auch ab, einfach raus an die Luft und Bewegung. Situation verändern. Sich „einfach“ laut und entschlossen selbst ein klares „NEIN“ sagen.

    Oder eben „Nein, Erik!“ :mrgreen:

    LG Cadda

    Hallo Blumenwolke.

    Ich hab es schon öfter geschrieben, wenn Angehörige nach Beispielen gesucht haben, bei denen die Beziehung die Alkoholsucht überstanden hat:

    Hier ist quasi die Zentrale der trockenen Alkoholiker :)

    Daher wirst Du hier auch Beispiele finden, wo es gut ging. Doch leider gibt es etliche Beziehungen, die an der Alkoholsucht scheitern. Ist die Abhängigkeit erst einmal da, gibt es keinen Weg zurück in Form von weniger trinken (jedenfalls nicht auf Dauer). Man befindet sich in der Abwärtsspirale. Die Alkoholsucht ist nur durch Abstinenz für den Rest des Lebens zu stoppen. Daher scheitern eben viele Beziehungen, denn dafür muss erstmal die Einsicht da sein des Betroffenen. Und selbst wenn diese Einsicht da ist, bedeutet das auch nicht, dass der Tiefpunkt jemals erreicht ist.

    Deshalb ist das, was Du geschrieben hattest, schon richtig. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Trennung oder Akzeptanz.

    Helfen oder ändern können wirst Du leider nicht. So traurig das auch ist.

    LG Cadda

    Hallo Teresa,

    Deine Einstellung dazu ist völlig sortiert und ich kann sie auch nachvollziehen.

    Als Außenstehende hatte ich etwas Bedenken, ob Du Dir die Situation etwas schön redest und im Grunde genommen mehr leidest, als Du (vor Dir selbst?) zugeben magst.

    Wenn dies aber wirklich nicht der Fall ist, dann verstehe ich Deine Überlegungen.

    Pass auf Deine Gefühle auf!

    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag mit Deinem Kleinen :)

    LG Cadda

    Hallo nochmal :)

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben. Hier geht es nun für Dich weiter. Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.

    Danke fürs Erzählen, so kann man sich besser ein Bild machen. Es ist echt schwierig in unserer Gesellschaft was das Trinken angeht, weil es in vielen Gegenden einfach so "normal" angesehen wird. Ich kenne das. Ich bin so auch aufgewachsen. Nicht in meiner Familie, aber im Freundeskreis. Deshalb werden viele vermutlich auch denken, dass es ok ist, was Dein Partner macht und er bekommt dadurch, dass Andere auch so leben vermutlich auch das Gefühl, dass es nicht bedenklich ist. Ich finde schon, das spielt jedoch keine Rolle, denn es kommt nur darauf an, was DU empfindest und Deine Wahrnehmungen werden richtig sein, vertraue darauf.

    Hast Du mal mit ihm darüber gesprochen? Du schreibst ja, dass er sich offensichtlich verändert hat, denn am Anfang Eurer Beziehung und das sogar über Jahre, lief es ja anders. Es scheint sich ja mehr zuzuspitzen. Sieht er das auch?

    Letztendlich ist allerdings wichtig zu schauen, was Du für Dich tun könntest, denn es ist grundsätzlich so, dass Du als Angehörige da nichts machen kannst. Das hört sich sicherlich hart an, weil viele sich hier melden, weil sie wissen möchten, wie sie helfen können, aber das funktioniert nicht. Es kann nur am eigenen Verhalten etwas verändert werden und an der eigenen Einstellung. An den Alkoholiker kommt man da leider nicht ran, das funktioniert nur, wenn selbst der Wunsch und die Einsicht da ist, mit dem Trinken aufzuhören.

    LG Cadda