Beiträge von Cadda

    Hallo Leonie,

    es wäre schön, wenn Du Dich nicht erst nach einer Weile zurück meldest, sondern hier weiter berichtest. Ich finde es toll, dass Du Dich direkt gemeldet hast. Ich verstehe, dass es Dir schlecht geht und Du traurig bist. Aber ich denke, dass es ganz wichtig ist, Dich jetzt nicht zurückzuziehen.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    glaub mir, es benötigt keinen Beratungstermin, um mit dem Trinken aufzuhören. Ein Arztbesuch täte es auch.

    Du meinst, es arbeitet in ihm. Ja. In meinem Ex-Partner arbeitet es auch schon seit etlichen Jahren. Saufen tut er immer noch und da kenne ich noch zahlreiche andere Beispiele....

    Ich weiß, dass ich mich jetzt zu hart anhöre, aber ich finde es immer so wahnsinnig schade, dass Angehörige warten und warten und warten, während der Alkoholiker ihnen vermittelt, es würde sich etwas tun.

    Dabei arbeitet nichts in ihnen, was damit zu tun hat, mit dem Trinken aufhören zu wollen. Meistens wollen sie nur daraufhin arbeiten, weniger zu trinken, was auf Dauer eh nicht funktioniert. Oft merken Alkoholiker aber, dass es in den Angehörigen arbeitet und um diese nicht zu verlieren, arbeiten sie selbst gegenan, indem sie sich ja plötzlich zugänglicher zeigen (Selbsthilfegruppe, Beratungstermin.... ach was gibt es nicht alles, um den Eindruck zu vermitteln, man würde etwas ändern wollen...).

    Ich kann Dir nur sagen, dass Du das Beobachten, was Du jetzt machst, weil Du das Gefühl hast, es "arbeitet in ihm" auch nach einer Trennung machen könntest. Dann hätte er wenigstens nicht mehr die Chance, Dich hinzuhalten und Du würdest ganz schnell sehen, ob es WIRKLICH in ihm arbeitet oder er Dich nur "bei der Stange halten" wollte, weil er merkt, dass sich in Dir was tut und Du langsam die Hoffnung verlierst.

    Das Karrussel dreht sich und dreht sich und keiner steigt aus. So laufen dann die Jahre weiter....

    LG Cadda

    Noch immer bin ich da, lese jeden Tag hier, aber schreibe nicht

    Jetzt hast Du geschrieben und das find ich gut :)

    Gab es besondere Gedanken, eine Situation oder Veränderung, dass Du das Bedürfnis hattest, doch mal zu schreiben?
    Oder einfach nur so?
    Wenn was ist, immer raus damit :)

    Einen schönen Sonntag wünsch ich Dir noch, mit ebenfalls viel Lebensfreude.

    LG Cadda

    Er macht was kann ich ohn da alleine lassen und solche Gedanken..

    Alles was er macht ist im Prinzip nichts wert, solange er trinkt (unabhängig von der Menge).

    Aber letztendlich ist es natürlich Deine Entscheidung, wenn Du bleiben möchtest.
    Da spielt der Wohnungsmarkt dann ja aber eh keine Rolle.

    Es tut mir leid, dass Du das Gefühl hast, ihn nicht allein lassen zu können.

    LG Cadda

    Hallo Kurswechsel,

    ich finde Deine Gedanken komplett nachvollziehbar. Ich bin jetzt seit 7 Jahren trocken und habe am Anfang auch vieles durchdacht. Manchmal mache ich das auch heute noch. Weil ich es spannend und interessant finde. Nicht jeder hat das Bedürfnis zu analysieren oder auf einer Sache länger herum zu denken. Das ist für mich typabhängig und hat nichts mit richtig oder falsch zu tun.

    Auch im Nachhinein betrachtet, war das von mir kein nasses Denken. Denn für mich steht von Tag 1 an fest, dass ich bis an mein Lebensende keinen Alkohol mehr trinken will und werde.

    Deine Gedanken sind völlig in Ordnung und gehören hier auch hin.

    Ich lese Dich übrigens sehr gern (und fand Deine Gedanken wie gesagt nachvollziehbar).

    LG Cadda

    Danke liebe Sare!

    Es ist eine sehr tiefe Narbe die eine Mutter hinterlässt, die ihren süchtigen Mann über das Wohlergehen ihres eigenen Kind stellt…

    Ich hoffe, dass sehr viele co.abhängige Mütter sich das bewusst machen.

    Und ich finde es toll, dass Du so offen alles aufgeschrieben hast.

    LG Cadda

    Hallo Korli,

    ich möchte Dir einmal sagen, dass ich es nachvollziehen kann, dass Du (noch) nicht blockiert- oder Dich grundsätzlich entfernt hast von ihr.

    Es ist von außen immer leicht gesagt, vor allen Dingen von Nicht Co.Abhängigen, dass man doch „einfach“ blockieren könnte usw

    Tja. Wenn das so einfach wäre, dann wären die Co.Abhängigen (oder auch emotional Abhängigen) ja nicht hier!

    Trotzdem (obwohl ich selbst co.abhängig war) sage ich inzwischen auch, was ich für das Richtige halten würde und das wäre natürlich auch Abgrenzung/Blockieren.

    Trotzdem ist mir bewusst, dass das eben nicht so leicht getan ist, wie Nicht-Betroffene sich das vorstellen.

    Ich bin aber sicher, dass es trotzdem wichtig ist, diese Gedanken als Co-Abhängiger zu bekommen. Nur so kann ja ein Umdenken stattfinden.

    LG Cadda

    Heute ist es aber wieder besonders schlimm, er hat seit gestern Nachmittag durchgesoffen und ist mittlerweile rotzevoll. Statt schlafen zu gehen hat er es jetzt auf mich abgesehen: ich will ihn verlassen, weil ich ihn (angeblich) betrogen habe, weil ich einen neuen Typen habe oder was auch immer. Nichts davon ist wahr... Zwischendurch dann immer wieder übelste Beleidigungen und der Versuch mich zu überreden mit ihm zu schlafen.

    Ich schäme mich dafür das jetzt zu schreiben: wenn ich die Autoschlüssel mitnehme und er das merkt habe ich Angst dass er randaliert hier zu Hause. (Ist schon mal vorgekommen

    Für den Notfall hab ich einen Platz wo ich kurzzeitig mit den Kids hin kann, aber ich will einfach wieder in Frieden leben.

    Habt ihr vllt einen Tipp für mich?

    Ja. Mein Tipp wäre, die Augen nicht weiterhin davor zu verschließen, dass der Notfall längst eingetreten ist…

    Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst, Dich und Deine Kinder zu schützen.

    LG Cadda

    Mein Kind ist über die letzten 5 Jahre so schnell erwachsen geworden und hat seine eigene Meinung. Natürlich liebt er seinen Vater, jedoch respektiert er ihn auch nur so weit, wie sich sein Vater ihm gegenüber verhält

    Was soll er denn auch sonst tun?

    Weil ich jetzt die Reissleine gezogen habe.

    Für Dich. Aber auch „nur“ im Kopf.
    Für Dein Kind hat sich dadurch aber doch nichts verändert.

    Mal so als Gedanke.

    Mit Kind redet er so gut wie garnicht mit mehr und ich koche für ihn nicht mehr etc. Diese Machtspiele rauben trotzdem Energie. Und Danke das ihr hier so offen seid.

    Er redet kaum noch mit seinem Kind. Was für ein krasses „Machtspiel“.

    Glaub mir: Das liegt definitiv nicht daran, dass er alkoholkrank ist, sondern an seinem (in diesem Fall widerlichen) Charakter.

    Tut mir leid, aber das ist echt unfassbar.

    Ich hoffe, dass Du Deinem Kind zu Liebe die Reißleine ziehst und ihn nicht nur durchs nicht kochen „bestrafst“.

    LG Cadda

    Hallo Matrix,

    was ist das denn für eine Familienhilfe? Worin könnte sie Dich unterstützen?

    Unterstützen, Dich zu stärken, die Situation mit Deinem Mann zu verändern?

    Oder in alltäglichen Dingen unterstützen, um die Situation mit Deinem Mann besser auszuhalten?

    Das Zweite würde Dich langfristig gesehen ja nicht nach vorne bringen, oder?

    LG Cadda

    Ich kann mich Jump nur anschließen. Das ist für Dich eine unzumutbare Situation, die Dir hoffentlich die nötige Entschlossenheit bringt, zu verhindern, dass Du dem noch einmal ausgesetzt wirst.

    Ich wünsche Dir das wirklich sehr.

    LG Cadda

    Hallo Mimi,

    Ich hab das totale Gefühl die Kontrolle zu verlieren.

    Das ist leider schon geschehen. Dein Mann hat die Kontrolle verloren und Du auch.
    Du hast nur Kontrolle über Dich selbst.

    Er ist ein toller Vater aber wenn er trinkt wird’s unschön.

    Das ist leider ein Widerspruch in sich.

    Und wenn du die Situation verlässt, ist das, um dich zu retten, das darfst du nicht als aufgeben sehen

    Indem Du die Situation verlässt, bekommst Du zumindest wieder die Kontrolle darüber, was Du und vor allem Dein Kind mit erleben musst.

    Indem Du ihn nicht hängen lässt und in der Situation bleibst, lässt Du ja andererseits Dein Kind hängen (indem es Situationen miterleben muss, wo es unschön wird, wie Du es nanntest).

    Ich weiß, das hört sich hart an. Aber glaub mir: Ich bin selbst zu spät mit meinen Kindern aus einer schlimmen Situation. Und sie waren jünger. Und haben viel mehr mitbekommen und gelitten, als ich dachte.

    Ich wünsche Dir, dass Du die Kraft findest, zur Ruhe kommen zu können.

    LG Cadda

    Liebe Jump.

    Ich finde Dich stark und ich wünsche mir für Dich, dass Du nach und nach loslassen kannst. Ob Dir das besser oder schlechter gelingt, wenn Du an den Urlaubsort fährst, wirst Du selbst herausfinden oder fühlen können.

    Ich war mit meinem Ex damals immer an einem bestimmten Ort an der Ostsee. Mein absoluter Lieblingsort. Nachdem wir komplett getrennt waren, wusste ich, dass er für 3 Wochen dort ist. Ich fahre von mir aus nur 1,5 Stunden dort hin und bin an einem Tag in den Nachbarort gefahren. Saß da am Strand am Meer und er war mir so nah irgendwie. Klar tat das weh. „Was tue ich mir hier eigentlich an?“ dachte ich zwischendurch.
    Aber irgendwie war das auch wie Abschied nehmen. Für mich. Er wusste ja nicht mal, dass ich da bin.

    Jede Ecke in der Gegend hat mich erinnert. Ich wollte trotzdem nicht drauf verzichten, an meinen Lieblingsort zu fahren.

    Nun ist das Jahre her. Ich fahre dort immer noch hin und meine Festplatte wurde inzwischen überspielt :)

    Das heißt; ich habe neue Erinnerungen geschaffen. Ich fahre gern hin.

    Genau so gut könnte ich aber auch nachvollziehen, wenn jemand entscheidet „Nö. Das war unser Ort. Da fahre ich nicht allein hin“.
    Gibt ja noch viele andere schöne Orte. Gerade am Meer! :)

    Alarmglocken schrillen!!!

    Mein Ex sagte mal zu mir, er würde nur so viel trinken, weil er das Gefühl hätte, ich würde nicht genügend mit ihm an einem Strang ziehen, da ich beruflich nicht in seine Firma einsteigen wollte. Wenn ich das machen würde, dann wäre er viel zufriedener und es würde sich von selbst alles bessern, das wäre eine Motivation für ihn, dieser komplette Zusammenhalt.

    Ich hab es nicht getan damals, um mich nicht noch mehr abhängig zu machen und mich nicht noch mehr zu binden.

    Meine Nachfolgerin hat es ein paar Jahre später getan. Am Ende ging die Beziehung wegen des immer stärker werdenden Saufens auseinander und sie hatte keinen Job mehr.

    Andere Situation mit demselben Hintergrund wie bei Dir:

    Manipulation!

    Ich würde es auf keinen Fall machen. Eine Sucht „bessert“ sich nicht durch andere Umstände.