Beiträge von Cadda

    Hallo Catalina,

    im Grunde genommen ist es gut für Dich, dass das geschehen ist, weil es nochmal mehr die Augen öffnet. So gesehen würde ich das Positive da herauspicken.

    Wenn er Dir das nächste Mal von irgendwoher erzählt, dass er ja was ändern würde, aber er keine Möglichkeit hat, dann denke daran, dass er schon tausend Möglichkeiten hat verstreichen lassen. Ich würde an Deiner Stelle wirklich auch die letzte Hoffnung aufgeben und nun den Jahreswechsel nutzen, endlich in eine Zukunft ohne ihn zu blicken, damit es Dir dauerhaft besser geht.

    LG Cadda

    Du hast das absolut Richtige getan, in dem Du gegangen bist. Du musst nicht ihn schützen, sondern Deine Tochter. Und zwar auch, falls er doch noch so tun sollte, als ob er einsichtig ist. Von Worten diesbezüglich hast Du sicherlich den ganzen Keller voll, darauf würde ich nicht wieder vertrauen.

    LG Cadda

    Auch wenn meine Erfahrung mit meinem Partner (momentan) positiv ist - die Wahrheit ist, dass man darauf NICHT hoffen darf.

    Ich musste tatsächlich alle Hoffnung auf ein Leben mit ihm gehen lassen - nur dadurch sind wir beide wirklich frei geworden, so frei, dass wir jeweils unseren Weg mit der Sucht finden konnten.

    Genau DAS ist der richtige Ansatz! Unabhängig vom Partner Zufriedenheit schaffen. Damit die Welt eben nicht scheinbar zerbricht, wenn der Partner es nicht schafft.

    LG Cadda

    Hallo Fabienne,

    Du kannst auf jeden Fall stolz sein auf Dich. Dass es das Richtige war, dass Du es durchgezogen hast, wirst Du noch oft genug bemerken. Auch wenn Du an einen Partner gerätst, der den Alkohol nicht an erste Stelle stellt. Da hast Du dann einfach viel größere Chancen, glücklich zu sein.

    LG Cadda

    Hallo Tippi,

    Shoppen... da sprichst Du ja noch was Neues an und auch hier erkenne ich mich wieder.

    Das Versandhaus mit dem großen O freut sich auf jeden Fall diebisch über meine Abstinenz, weil das ganze Geld, was ich spare, genau dort landet.

    Diese Tatsache läuft bei mir allerdings unter der Kategorie "Laster mit dem ich leben kann" :mrgreen:

    LG Cadda

    Hallo Lolo,

    der Tip, der Dir hier wegen der Beiträge gegeben wurde. Also wenn Du das Zitat eingefügt hast, klickst Du Dich mit der Maus unter den Kasten und schreibst direkt weiter. Erst am Ende drückst Du auf "Antworten". Wenn Du das wirklich so machst, dann sind Zitat und Dein Geschriebenes in einem Beitrag.

    Zum Thema:

    Mir konnte kein Angehöriger und keine vertraute Person der Welt helfen, bevor ICH nicht gehandelt habe. Es spielt dabei absolut keine Rolle, ob jemand für mich da ist, ob ich jemandem egal bin oder sonst was. Wenn ICH aufhören WILL, dann weiß ich mir ganz ALLEIN zu helfen.

    Wie gesagt: Selbst die Einsicht hilft gar nichts. Erst die Handlung hat mir selbst geholfen. Die Handlung von keinem Angehörigen der Welt, nur meine eigene Handlung.

    LG Cadda

    Hallo Tippi,

    ich schließe mich den Anderen an und finde es toll, dass Du für Dich sorgst, indem Du Dich hier mit Deinen Gedanken meldest.

    Ich bin körperlich deutlich schlechter dran, als „vorher“

    Vielleicht solltest Du Dich fragen, wie es Dir erst gehen würde, wenn Du jetzt auch noch zusätzlich trinken würdest.

    Du kannst definitiv davon ausgehen, dass es Dir körperlich nicht schlechter geht, WEIL Du aufgehört hast zu trinken. Das wird Dein Suchthirn Dir vermutlich schon ein paar Mal zugeflüstert haben. Du kannst Dir sicher sein, dass Dein Körper Dir nicht krumm nimmt, dass Du den Alkohol weggelassen hast. Vielleicht hast Du dadurch, dass Du oft angetrunken oder betrunken warst, Deine körperlichen Beschwerden einfach nur nicht so wahrgenommen, weil Du mit anderen Dingen wie Katerbekämpfung oder schlechten Gewissen wegen des Trinkens beschäftigt warst. Das fällt nun weg und Dein Fokus liegt automatisch auf den Dingen, die nun übrig bleiben oder zumindest eh so gekommen wären, vermutlich noch viel schlimmer, wenn Du nicht aufgehört hättest zu trinken.

    LG Cadda

    Hallo Teresa,

    ich habe Deinen Thread weiter verfolgt man merke richtig, wie sehr Du Dich mit dem Thema befasst, was ich gut finde. Du bist interessiert und versuchst nicht unbedingt, die Dinge schön zu reden. Man merkt, dass Du wirklich überlegst, was Du als nächstes tun könntest. Ich hoffe, dass die ganzen guten Beiträge, auch von Mona, die meiner Meinung nach die Sache richtig gut gemacht hat, Dir weiterhelfen.

    LG Cadda

    Was leider auch immer ein Irrglaube ist: Dass - wenn die Einsicht denn erstmal da ist - es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es funktioniert. Es gibt da die Säufer, die saufen und wollen auch saufen und leugnen, ein Problem zu haben.

    Dann gibt es die Alkoholiker, die sehr wohl gern aufhören wollen und die einsichtig sind. Mein Ex-Partner beispielsweise. Der wusste genau, dass er Alkoholiker ist. Er wusste auch genau, wie es anzugehen ist, wenn man aufhören möchte. Er hat es bei mir live mitbekommen. Suchtberatung, Hausarzt, alles was dazu gehört. Hilfe hier im Forum suchen. Dem Suchtdruck standhalten. Alles wusste er in der Theorie wenn wir geredet haben. Und er hat es nicht nur daher gesagt. Wie oft hat er vor mir gesessen und sogar geweint, weil er unbedingt und ganz dringend endlich aufhören wollte zu saufen. Er hat Dinge gesagt und erkannt, die man hier liest. Richtig gute Dinge. Wie gesagt, in der Theorie sehr weit fortgeschritten.

    Ende vom Lied: Ich trinke seit über 4 Jahren nicht mehr und er säuft immer noch.... Einsicht hin oder her... Das bedeutet also noch lange nicht, dass etwas passiert. Reden hilft nichts. MACHEN muss man.

    LG Cadda

    Denn ich lese hier auch bei einigen, die schon lange trocken sind und sich hier mit den anderen austauschen wollen, damit sie es auch bleiben. Das war auch nicht nur eine oder 2.

    Naja Lolo, aber dass hier nun viele Menschen sind, bei denen es funktioniert, das liegt natürlich daran, dass wir hier in einem Alkoholikerforum sind, wo genau DIESE Menschen sich eben aufhalten.

    Wenn Du da draussen im echten Leben mal schaust, wirst Du eben eine erhebliche Anzahl von den Menschen sehen, die saufen und dieses auch weiterhin tun, weil sie den Absprung eben NICHT schaffen oder ihn gar nicht schaffen wollen.

    Darauf zu hoffen, dass Dein Partner nun ausgerechnet zu denen gehört, die es schaffen... Das wäre natürlich toll, aber was ist, wenn es nicht so ist? Was ist, wenn er den Absprung eben nicht schafft und Du noch Jahre lang umsonst wartest? Was ist dann mit DEINER Zeit, die an Dir vorbeizieht und in der Du unglücklich bist, weil Du Deinem Partner eben nicht helfen kannst?

    Du wirst ihm ja schon einige Male klar gemacht haben, dass es so nicht weiter geht. Sonst wärst Du vermutlich nicht hier. Bisher hat es nicht geklappt. Warum sollte es in Zukunft plötzlich klappen?

    LG Cadda

    Hallo Edgar,

    schön, dass Du Dich zurückmeldest. Tja, das mit den Treffen und Unternehmungen ist so eine Sache. Gerade am Anfang ist das halt einfach nicht ungefährlich. Ich kann aber Deinen Gedankengang nachvollziehen, dass die Einsamkeit zu Hause nicht ungefährlicher gewesen wäre.

    Ich finde es sehr wichtig, sich vorher genau zu überlegen, was in einem vorgeht.

    Ich habe Weihnachten ruhig und schön verbracht mit der engsten Familie. Bis Silvester habe ich gearbeitet, bei uns war viel zu tun und so ist es für mich also der normale Alltag gewesen. Silvester war ich nachmittags verabredet, abends habe ich mit meinen Jungs Raclette gemacht. Ich wollte zunächst noch zu Freunden, aber mir war dieses Jahr einfach danach, zu Hause zu bleiben. Das hatte bei mir weniger mit dem Alkohol zu tun, sondern ich war einfach müde und hatte mehr Lust auf Forum, Gesellschaftsspiele mit den Kindern und Sofa :)

    Nun habe ich eine Woche Urlaub. Heute ist es hier tierisch regnerisch. Ich warte immer noch auf den passenden Moment, um Joggen zu gehen, aber da es einfach nicht aufhören will, ein Dran auf Frischluft und Bewegung aber groß ist, werde ich wohl im Regen laufen gehen :)

    LG Cadda

    Hallo LiNe,

    herzlich Willkommen hier. Ein Jahr ist schon ein super Anfang. Klasse, dass Du Dich hier gemeldet hast.

    Wenn Du Dich gern hier regelmäßig austauschen möchtest, dann bewirb Dich doch kurz für den offenen Bereich, damit wir Dich freischalten können.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Der Tod eines oder beider Elternteile ist sehr prägend, gerade wenn es einem viel zu früh erscheint. Als meine Mutter starb, mochte ich den Schmerz nicht so recht zulassen. Alkoholikerin war ich zu dem Zeitpunkt eh schon, aber dann hab ich nochmal erst Recht so richtig "Gas gegeben", anstatt mich mit der Trauer auseinanderzusetzen. Heute kann ich Traurigkeit viel besser zulassen, als damals.

    LG Cadda

    Ich verstehe das total Teresa. Es ist auch schwer von jetzt auf gleich so etwas zu entscheiden. Es ist eben ein Prozess, der ja nun auch bei Dir in Gange gesetzt wurde.

    Ich weiß auch selbst, dass es ein innerer Kampf ist. Irgendwann ist allerdings der Tiefpunkt erreicht und dann möchte man so auch nicht mehr weiter machen. Um das Ganze realistischer zu sehen und besser voranzukommen, ist es doch gut, dass Du hier bist.

    LG Cadda

    Ich finde Lindes Gedanken dazu total gut!

    Wie wäre es mit: "Ich geh mal raus, ein Glas Selter trinken". Kannst Du Dir ja statt Zigarette mitnehmen.

    Oder einfach nur: "Ich geh mal raus, 20 Mal langsam tief Luft holen" (falls es Dir zu anstrengend ist, 57 Liter Selter pro Tag zu trinken :mrgreen:)

    Teresa, hatten wir nicht vorhin das Thema, dass es leichter wäre, wenn der Alkoholiker eben nicht lieb und nett ist?

    Nun schreibst Du doch selbst im gleichen Atemzug etwas von Betrügen. Sollte es denn nicht auch für DICH leicht sein, wenn es danach geht? Das mal als Gedankenanstoß.

    Und "immer für den Anderen da sein, wenn man ein Problem hat"... wie weit geht der Satz? Bis zur Selbstaufgabe? Ist er denn für DICH da? Wenn er das wäre, würde er sich Hilfe suchen und aufhören.

    Der Infarkt und das Zittern wird davon kommen, Du bist unglücklich. Reicht das nicht, um aufzuhören?

    Ich hab es mal an anderer Stelle geschrieben und mir kommt immer wieder bei solchen Dingen der gleiche Satz:

    Nicht der Angehörige der geht, lässt den Alkoholiker im Stich. Der Alkoholiker lässt den Angehörigen im Stich, indem er säuft und das dem Angehörigen zumutet.

    Wie ist mir der Ausszieg gelungen? Einfach so, ich hatte die Schnauze gestrichen voll....

    Genau so hat mein Ex-Mann damals auch aufgehört. Ich war schwanger, er hat nur draussen geraucht und war bei einem Fußballspiel und anschließendem Kneipenbesuch. Er hat den ganzen Abend allerdings geraucht wie ein Schornstein. Am nächsten Morgen wurde er wach, sah mich an und sagte "Ich hab die Schnauze so gestrichen voll, ich hab keinen Bock mehr, ich höre jetzt auf zu rauchen, wenn das Baby da ist, wollte ich eh aufhören". Das wars. Das ist jetzt fast 16 Jahre her und er hat nie wieder angefangen.

    Anders (also geplanter) kenne ich es allerdings auf. Meine Mutter hat damals gemeinsam mit meiner Tante und meinem Onkel und meinem damaligen Freund aufgehört zu rauchen. Sie haben sich gegenseitig immer motiviert. Bei 3 von den 4 hat es wirklich funktioniert und sogar der 4 hat dann vor ein paar Jahren auch geschafft aufzuhören.

    Es gibt also wirklich viele Wege. Lange geplant, ungeplant... Wie beim Saufen auch....

    LG Cadda

    Ein Alkoholiker kann - jedenfalls nicht auf Dauer - seinen Konsum reduzieren. Das wäre kontrolliertes Trinken und wenn ein Alkoholiker kontrolliert trinken könnte, dann wäre er kein Alkoholiker.

    Das Verlassen und noch tiefer fallen in ein großes Loch könnte dafür sorgen, dass er seinen Tiefpunkt erreicht und endlich aufhört.

    So hat er weniger Grund aufzuhören. Aus seiner Sicht läuft doch alles.

    Hattest Du solche Gedanken schon einmal, dass dieses Loch von dem Du schreibst ihm eher helfen, als schaden könnte?

    Mal ganz davon abgesehen, dass es wichtiger ist, dass DU aus Deinem Loch herauskommst und nicht noch tiefer reinfällst, indem Du die Situation noch länger ertragen musst. Es geht ja in erster Linie um DICH. Er ist für sich selbst verantwortlich und Du für Dich und vor allem für die Kinder. Die Kinder lieben ihn, das ist klar. Aber glaub mir, Du wirst hier viele Geschichten finden, wo es den Kindern schadet, ein Elternteil zu haben, der dem Alkohol verfallen ist.

    Hallo Neska,

    ob die Ex nun gegangen ist, weil sie einen anderen hatte und einfach nicht mehr wollte, oder aber ob sie einen Anderen hatte und nicht mehr wollte, WEIL er gesoffen hat, das spielt für Dich letztendlich ja keine Rolle.

    Auf jeden Fall solltest Du Dich von dem Gedanken verabschieden, dass Dein Partner trinkt, WEIL er einen Infarkt hatte oder WEIL seine Frau so böse ist. Entweder ist man alkoholabhängig oder man ist es nicht. Gründe dafür zu suchen, weshalb man in die Abhängigkeit geraten ist, macht keinen Sinn. Es gibt so viele Menschen, die ganz krasse und schwierige Lebensumstände haben, die trotzdem nicht saufen...

    Das Problem ist immer, dass man sich gern die guten Seiten des Alkoholikers ansieht. Was er alles macht, wie liebevoll er ist und wie toll alles wäre,, ohne den Alkohol. Die Realität ist aber, dass es eben auch die Seite mit dem Alkohol gibt. Die ist nicht wegzudenken, nur weil der Rest schön ist.

    Du hast nichts falsch gemacht, indem Du darauf vertraut hast, dass es funktioniert. Du konntest ja vorher nicht wissen, was passiert. Falsch machen kannst Du nur etwas, wenn Du nach der Einsicht nichts änderst. Unwissentlich in eine Situation geraten kann passieren. Wissentlich in einer Situation bleiben ist da schon schwieriger, vor allem, wenn es nicht nur um Dich, sondern auch noch um ein Kind, also Deinen Sohn geht.

    Du fragst, ob es gut ausgehen kann... Das liegt in Deiner Hand. Nur das, was DU tust, liegt in Deinem Einflussbereich. Das was er tut leider nicht.

    LG Cadda