Beiträge von Cadda

    Denn ich lese hier auch bei einigen, die schon lange trocken sind und sich hier mit den anderen austauschen wollen, damit sie es auch bleiben. Das war auch nicht nur eine oder 2.

    Naja Lolo, aber dass hier nun viele Menschen sind, bei denen es funktioniert, das liegt natürlich daran, dass wir hier in einem Alkoholikerforum sind, wo genau DIESE Menschen sich eben aufhalten.

    Wenn Du da draussen im echten Leben mal schaust, wirst Du eben eine erhebliche Anzahl von den Menschen sehen, die saufen und dieses auch weiterhin tun, weil sie den Absprung eben NICHT schaffen oder ihn gar nicht schaffen wollen.

    Darauf zu hoffen, dass Dein Partner nun ausgerechnet zu denen gehört, die es schaffen... Das wäre natürlich toll, aber was ist, wenn es nicht so ist? Was ist, wenn er den Absprung eben nicht schafft und Du noch Jahre lang umsonst wartest? Was ist dann mit DEINER Zeit, die an Dir vorbeizieht und in der Du unglücklich bist, weil Du Deinem Partner eben nicht helfen kannst?

    Du wirst ihm ja schon einige Male klar gemacht haben, dass es so nicht weiter geht. Sonst wärst Du vermutlich nicht hier. Bisher hat es nicht geklappt. Warum sollte es in Zukunft plötzlich klappen?

    LG Cadda

    Hallo Edgar,

    schön, dass Du Dich zurückmeldest. Tja, das mit den Treffen und Unternehmungen ist so eine Sache. Gerade am Anfang ist das halt einfach nicht ungefährlich. Ich kann aber Deinen Gedankengang nachvollziehen, dass die Einsamkeit zu Hause nicht ungefährlicher gewesen wäre.

    Ich finde es sehr wichtig, sich vorher genau zu überlegen, was in einem vorgeht.

    Ich habe Weihnachten ruhig und schön verbracht mit der engsten Familie. Bis Silvester habe ich gearbeitet, bei uns war viel zu tun und so ist es für mich also der normale Alltag gewesen. Silvester war ich nachmittags verabredet, abends habe ich mit meinen Jungs Raclette gemacht. Ich wollte zunächst noch zu Freunden, aber mir war dieses Jahr einfach danach, zu Hause zu bleiben. Das hatte bei mir weniger mit dem Alkohol zu tun, sondern ich war einfach müde und hatte mehr Lust auf Forum, Gesellschaftsspiele mit den Kindern und Sofa :)

    Nun habe ich eine Woche Urlaub. Heute ist es hier tierisch regnerisch. Ich warte immer noch auf den passenden Moment, um Joggen zu gehen, aber da es einfach nicht aufhören will, ein Dran auf Frischluft und Bewegung aber groß ist, werde ich wohl im Regen laufen gehen :)

    LG Cadda

    Hallo LiNe,

    herzlich Willkommen hier. Ein Jahr ist schon ein super Anfang. Klasse, dass Du Dich hier gemeldet hast.

    Wenn Du Dich gern hier regelmäßig austauschen möchtest, dann bewirb Dich doch kurz für den offenen Bereich, damit wir Dich freischalten können.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Der Tod eines oder beider Elternteile ist sehr prägend, gerade wenn es einem viel zu früh erscheint. Als meine Mutter starb, mochte ich den Schmerz nicht so recht zulassen. Alkoholikerin war ich zu dem Zeitpunkt eh schon, aber dann hab ich nochmal erst Recht so richtig "Gas gegeben", anstatt mich mit der Trauer auseinanderzusetzen. Heute kann ich Traurigkeit viel besser zulassen, als damals.

    LG Cadda

    Ich verstehe das total Teresa. Es ist auch schwer von jetzt auf gleich so etwas zu entscheiden. Es ist eben ein Prozess, der ja nun auch bei Dir in Gange gesetzt wurde.

    Ich weiß auch selbst, dass es ein innerer Kampf ist. Irgendwann ist allerdings der Tiefpunkt erreicht und dann möchte man so auch nicht mehr weiter machen. Um das Ganze realistischer zu sehen und besser voranzukommen, ist es doch gut, dass Du hier bist.

    LG Cadda

    Ich finde Lindes Gedanken dazu total gut!

    Wie wäre es mit: "Ich geh mal raus, ein Glas Selter trinken". Kannst Du Dir ja statt Zigarette mitnehmen.

    Oder einfach nur: "Ich geh mal raus, 20 Mal langsam tief Luft holen" (falls es Dir zu anstrengend ist, 57 Liter Selter pro Tag zu trinken :mrgreen:)

    Teresa, hatten wir nicht vorhin das Thema, dass es leichter wäre, wenn der Alkoholiker eben nicht lieb und nett ist?

    Nun schreibst Du doch selbst im gleichen Atemzug etwas von Betrügen. Sollte es denn nicht auch für DICH leicht sein, wenn es danach geht? Das mal als Gedankenanstoß.

    Und "immer für den Anderen da sein, wenn man ein Problem hat"... wie weit geht der Satz? Bis zur Selbstaufgabe? Ist er denn für DICH da? Wenn er das wäre, würde er sich Hilfe suchen und aufhören.

    Der Infarkt und das Zittern wird davon kommen, Du bist unglücklich. Reicht das nicht, um aufzuhören?

    Ich hab es mal an anderer Stelle geschrieben und mir kommt immer wieder bei solchen Dingen der gleiche Satz:

    Nicht der Angehörige der geht, lässt den Alkoholiker im Stich. Der Alkoholiker lässt den Angehörigen im Stich, indem er säuft und das dem Angehörigen zumutet.

    Wie ist mir der Ausszieg gelungen? Einfach so, ich hatte die Schnauze gestrichen voll....

    Genau so hat mein Ex-Mann damals auch aufgehört. Ich war schwanger, er hat nur draussen geraucht und war bei einem Fußballspiel und anschließendem Kneipenbesuch. Er hat den ganzen Abend allerdings geraucht wie ein Schornstein. Am nächsten Morgen wurde er wach, sah mich an und sagte "Ich hab die Schnauze so gestrichen voll, ich hab keinen Bock mehr, ich höre jetzt auf zu rauchen, wenn das Baby da ist, wollte ich eh aufhören". Das wars. Das ist jetzt fast 16 Jahre her und er hat nie wieder angefangen.

    Anders (also geplanter) kenne ich es allerdings auf. Meine Mutter hat damals gemeinsam mit meiner Tante und meinem Onkel und meinem damaligen Freund aufgehört zu rauchen. Sie haben sich gegenseitig immer motiviert. Bei 3 von den 4 hat es wirklich funktioniert und sogar der 4 hat dann vor ein paar Jahren auch geschafft aufzuhören.

    Es gibt also wirklich viele Wege. Lange geplant, ungeplant... Wie beim Saufen auch....

    LG Cadda

    Ein Alkoholiker kann - jedenfalls nicht auf Dauer - seinen Konsum reduzieren. Das wäre kontrolliertes Trinken und wenn ein Alkoholiker kontrolliert trinken könnte, dann wäre er kein Alkoholiker.

    Das Verlassen und noch tiefer fallen in ein großes Loch könnte dafür sorgen, dass er seinen Tiefpunkt erreicht und endlich aufhört.

    So hat er weniger Grund aufzuhören. Aus seiner Sicht läuft doch alles.

    Hattest Du solche Gedanken schon einmal, dass dieses Loch von dem Du schreibst ihm eher helfen, als schaden könnte?

    Mal ganz davon abgesehen, dass es wichtiger ist, dass DU aus Deinem Loch herauskommst und nicht noch tiefer reinfällst, indem Du die Situation noch länger ertragen musst. Es geht ja in erster Linie um DICH. Er ist für sich selbst verantwortlich und Du für Dich und vor allem für die Kinder. Die Kinder lieben ihn, das ist klar. Aber glaub mir, Du wirst hier viele Geschichten finden, wo es den Kindern schadet, ein Elternteil zu haben, der dem Alkohol verfallen ist.

    Hallo Neska,

    ob die Ex nun gegangen ist, weil sie einen anderen hatte und einfach nicht mehr wollte, oder aber ob sie einen Anderen hatte und nicht mehr wollte, WEIL er gesoffen hat, das spielt für Dich letztendlich ja keine Rolle.

    Auf jeden Fall solltest Du Dich von dem Gedanken verabschieden, dass Dein Partner trinkt, WEIL er einen Infarkt hatte oder WEIL seine Frau so böse ist. Entweder ist man alkoholabhängig oder man ist es nicht. Gründe dafür zu suchen, weshalb man in die Abhängigkeit geraten ist, macht keinen Sinn. Es gibt so viele Menschen, die ganz krasse und schwierige Lebensumstände haben, die trotzdem nicht saufen...

    Das Problem ist immer, dass man sich gern die guten Seiten des Alkoholikers ansieht. Was er alles macht, wie liebevoll er ist und wie toll alles wäre,, ohne den Alkohol. Die Realität ist aber, dass es eben auch die Seite mit dem Alkohol gibt. Die ist nicht wegzudenken, nur weil der Rest schön ist.

    Du hast nichts falsch gemacht, indem Du darauf vertraut hast, dass es funktioniert. Du konntest ja vorher nicht wissen, was passiert. Falsch machen kannst Du nur etwas, wenn Du nach der Einsicht nichts änderst. Unwissentlich in eine Situation geraten kann passieren. Wissentlich in einer Situation bleiben ist da schon schwieriger, vor allem, wenn es nicht nur um Dich, sondern auch noch um ein Kind, also Deinen Sohn geht.

    Du fragst, ob es gut ausgehen kann... Das liegt in Deiner Hand. Nur das, was DU tust, liegt in Deinem Einflussbereich. Das was er tut leider nicht.

    LG Cadda

    Hallo Teresa,

    oft ist es allerdings auch so, dass man sich selbst bei Alkoholikern, die gewaltbereit sind oder einen seelisch grausam behandeln, eben einredet, dass das nur passiert, WEIL der Alkohol dran Schuld ist. Selbst die Frauen halten dann an der Vorstellung fest, dass alles gut wird, wenn doch der Mann (oder die Frau) bloß trocken wird.

    Welchen Weg willst Du denn finden, ohne Dich zu trennen? Du kannst ihn ja nicht zwingen aufzuhören. Das siehst Du ja selbst, dass er dann heimlich trinkt. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Aushalten oder gehen.

    LG Cadda

    Hallo MieLA,

    ich hab oft an Dich gedacht und freu mich, dass Du Dich mal meldest,. Jemand schrieb hier gestern etwas davon, dass es so typisch ist, am 01.01. aufhören zu wollen. Da hab ich direkt überlegt, dass ich genau weiß, dass es hier jemanden im Forum gibt, wo genau das Datum tatsächlich der Fall war. Ich wusste allerdings nicht mehr, dass Du das warst :)

    Ich kenne bei mir im privaten Bereich auch jemanden, bei dem es letztes Jahr am 01.01. mit einem alkoholfreien Januar los ging. Nun hat er ein Jahr lang nichts getrunken.

    Deine Gedanken sind sehr gefährlich, aber dass weißt Du selbst. Denk immer dran, "einmal alkoholkrank, immer alkoholkrank". Die Zeit des Trockenseins spielt keine Rolle. Es gab Gründe, weshalb man sich entschieden hat aufzuhören. Die ändern sich auch nach 30 Jahren nicht.

    LG Cadda

    Deine Bewerbung ist eingegangen und ich habe Dich freigeschaltet und direkt in den richtigen Bereich verschoben. Falls das nicht ok sein sollte, melde Dich noch einmal. Hier geht es nun für Dich weiter :)

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es besonders schwer ist, wenn der alkoholabhängige Mann eben nicht ätzend ist, sondern einfühlsam und lieb. Dennoch beeinflusst es ja Euer Familienleben. Du schreibst, dass Unternehmungen z. B. sich nach der Abhängigkeit richten.

    Das Problem ist wirklich, dass Du Deinem Mann nicht helfen kannst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Petter,

    Zu sagen "Das sind meine letzten drei Schachteln" wäre nichts für mich.
    Damit würde ich mich unnötig unter Druck setzten - genauso, wie es anderen anzukündigen. "Naaaa... rauchst du schon wieder?" ;) wäre die unweigerliche Reaktion ...

    Genau DAS wäre allerdings etwas, was MIR persönlich helfen würde... Der Druck... Ich habe damals auch angekündigt, dass ich nun nichts mehr trinken werde. Wenn ich meine "naschfreien Zeiten" einläute, dann kündige ich das auch an. Und weil ich dann eben NICHT hören will: "Naaaaa.... doch ein Stück Kuchen???" klappt es besser, als ohne Ankündigung :mrgreen:

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass dieses Verzichten auf Naschen immer nur zeitlich begrenzt war.

    Das Aufhören zu Saufen natürlich NICHT zeitlich begrenzt. Hier hat es auch schon im Kopf geklickt, deshalb funktioniert es auch nur. Da hast Du also völlig Recht.

    Beim Naschen hat es offensichtlich noch nicht geklickt, denn da funktioniert es nicht (wie gesagt nur zeitlich begrenzt).

    Da das Nichtrauchen ja nicht zeitlich begrenzt sein soll, kann das Vorher ankündigen, also Druckaufbau also nur helfen, wie z. B. ein Pflaster oder Buch. Geklickt haben muss es im Kopf aber zusätzlich, sonst reicht das nicht.

    Alex: Schmeiss weg die 3 Schachteln. Vielleicht ist gerade in DEN drei Schachteln eine Zigarette bei, die Dich richtig krank werden lässt. Also weg damit und sofort aufhören :mrgreen:

    Hallo Hoffnung,

    ich habe eben Deinen Beitrag bei Hanseat gelesen. Da war ja richtig viel los bei Dir in der letzten Zeit. Das mit Deinem Stiefvater tut mir sehr leid.

    Darf ich Dich fragen, warum Du so etwas gar nicht in Deinem Thread berichtest? Du hattest es doch mal schade gefunden, dass bei Dir so wenig geschrieben wird, wenn ich mich richtig erinnere. Das kann ja aber auch nicht passieren, wenn Du gar nichts erzählst :)

    Ist nicht böse gemeint, nur mal so als Gedankenanstoß.

    Wie geht es Dir denn mit den ganzen Umständen so?

    LG Cadda

    Hanseat, das freut mich voll. Es gibt hier inzwischen im Forum auch (mindestens) einen Mitstreiter. Vielleicht könnt ihr Euch ja gegenseitig weiterhin motivieren. Es gibt auch einen Thread seit vorhin. Also weiter so :thumbup:

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich finde die Ausführungen von Achelias sehr gut. Sie beschreiben eben noch einmal deutlich, dass es hier beim Alkoholiker eben nicht so einfach ist, mal eben kurz zu beschließen "ich trink nun nichts mehr". Da passiert schon so einiges im Kopf.

    Ansonsten verstehe ich sehr gut, dass Du enttäuscht warst. Vielleicht hätte Dein Mann einfach auch offen mit Dir reden sollen, WARUM er es jetzt für sich schöner findet, einfach ins Bett zu gehen. Vielleicht hättest Du dann mehr Verständnis gehabt. Reden hilft eben....

    Aber ansonsten geht es mir wie Lea... ich denke, da muss schon einiges kaputt sein und eine große Verunsicherung und Verletzung muss schon da sein, dass einem so eine Mitterachts-an-Silvester-Geschichte einen so sehr aus der Bahn wirft wie Dich. Allerdings ist das ja auch keine große Überraschung, dass da schon Einiges schief gelaufen sein muss, denn sonst wärst Du ja auch nicht hier.

    Hast Du mal mit Deinem Partner ehrlich über den Abend und was das in Dir ausgelöst hat, reden können inzwischen?

    LG Cadda

    Hallo Alex,

    Ich habe nie wirklich geraucht (es sei denn, ich war voll und jemand hat mir so ein Teil entgegengehalten), deshalb habe ich auch keine eigenen Erfahrungen, wie es ist, vom Raucher zum Nichtraucher zu werden, aber mein logischer Verstand sagt mir, dass diese Dinge wie Pflaster, Tropfen und Co. nur so kleine Startbegleiter sein können, welche die Psyche stärken. Denn aus einer Sucht auszusteigen geht nur durch Ändern der Gedanken und Ändern der Gewohnheiten. Egal ob mit oder ohne Pflaster usw.

    Das ist das Erste, was mir dazu einfällt. Sicher ist es unterstützend, auch Bücher dazu. Ich habe ja auch Alk gelesen und es hat mich unterstützt, aber nur durch das Lesen eines Buches oder das Aufkleben eines Pflasters werde ich sicher nicht suchtfrei, das sollte einem klar sein, ist es Dir aber mit Sicherheit auch :)

    Ich würde mich freuen, wenn Du es packst. Super, dass Du es angehst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Teresa,

    Du wirst hier viele Geschichten dazu finden, die Deiner sehr ähneln. Dass Du hier bist ist gut und richtig. MIr hat es damals geholfen, meine Gedanken zu sortieren und zu stärken.

    Alex hat Dir ja schon den Link für die Bewerbung gesendet... Wenn Du freigeschaltet bist, kannst Du Dich weiter drüber austauschen und das wird Dir ganz sicher helfen.

    LG Cadda