Beiträge von Cadda

    Hallo Neira,

    es ist gut, dass Dein Partner Bescheid weiß. Nur so kann es funktionieren. Stell Dir vor, er würde Dich ansonsten immer mal fragen, ob Du etwas mit trinken möchtest. Ausreden funktionieren da langfristig nicht.

    Ich habe seit dem ich nüchtern bin viel schönere Auszeiten, wenn ich woanders bin. Der Fokus liegt auf ganz anderen Dingen, die mich sonst null interessiert hätten. Früher war ich in Gedanken nur bei Unternehmungen, wo was getrunken werden kann. Alles was sonst um mich herum zu sehen war, habe ich gar nicht richtig wahrgenommen.

    LG Cadda

    Mein Mann bombardiert mich gerade auf WhatsApp mit Nachrichten, ich ahne böses. Stehe kurz vor einer Panikattacke, aber ich Versuche ruhig zu bleiben und zur Not schnappe ich die Kinder und wir sind weg.

    Du schreibst, dass Du „zur Not“ die Kinder schnappst und weg gehst.

    Du hast Angst, das lese ich aus Deinen Beiträgen, Du schreibst sogar, dass Du kurz vor einer Panikattacke bist.

    Deshalb frage ich einfach mal:

    Ist die Not nicht eigentlich längst eingetreten??


    LG Cadda

    Wieso will sie keine Hilfe? Wieso lügt sie mich an?

    Der erste Satz ist die Antwort auf den zweiten Satz.

    Sie weiß, dass Du nicht nachvollziehen kannst, weshalb sie keine Hilfe will, z.B. Klinik. Deshalb lügt sie Dich an.

    Was Du schreibst, tut mir unendlich leid. Aber Du wirst das nicht ändern können, egal was Du tust.

    LG Cadda

    Hallo Reike.

    Beim Arzt war er noch nicht, möchte aber auch zur Gruppe mit kommen, was mich sehr freut


    Seit dem trinkt er kaum etwas...und ist motiviert, was mir Hoffnung macht

    Was genau lässt Dich hoffen? Dass er SAGT mit in die Gruppe zu kommen? Dass er KAUM trinkt?

    Taten zählen, nicht Worte.

    Warum war er nicht beim Arzt? Warum trinkt er noch?

    Dass Du so viel Kummer im Bekannten- und Familienkreis hattest, tut mir leid.

    LG Cadda

    Hallo Naira,

    für mich persönlicher war und ist entscheidender, mit WEM ich einen Weihnachtsmarkt (oder auch andere Dinge) besuche.

    Wenn ich mit meinem Partner oder mit einer Freundin über den Weihnachtsmarkt oder einen Jahrmarkt schlendere, genieße ich das, was Du aufgezählt hast: Lichter, Stände mit Handwerksarbeiten, Mandeln, Bratwurst usw.

    Mit meiner früheren Clique, die an jedem Saufstand anhalten würde? Nein Danke :)

    Mich hat es in all den Jahren nie negativ beeinflusst, ABER: Hier spreche ich nur für mich. Das kann bei jedem unterschiedlich sein.

    Wichtig finde ich, gut auf sich zu hören und ehrlich zu sich selbst zu sein.

    LG Cadda

    Hallo Becca,

    ich habe irgendwie das Gefühl, dass Du die letzten Beiträge mit den jeweiligen Erfahrungsberichten mit Blick auf Deinen Mann und seinen Suchtstrukturen in der Herkunftsfamilie gelesen hast.

    Ich empfinde es aber eher so, dass diese Erzählungen erreichen sollten, dass Du beim Lesen dabei an Dich und Deine Kinder denkst, die Du gerade ebenfalls in diesem Muster aufwachsen lässt.

    Ich denke auch, dass mein Partner so geworden ist, weil er es anders nicht kennt. Er hätte wirklich eine miserable Kindheit aber er ist seines Glückes selber Schmied oder wie sagt man noch so schön?

    Du schaust auf ihn und sein Schicksal.

    Doch der springende Punkt ist doch: Momentan bist DU Schmied des Glückes DEINER Kinder und DIR selbst…..

    LG Cadda

    Hallo Anna.

    Total verspätet ein Herzlich Willkommen von mir :)

    Ich lese die ganze Zeit mit und habe schon in Deinem ersten Beitrag sehr viele Parallelen entdeckt.

    Party machen, peinliche Dinge machen, die nüchtern niemals in Frage gekommen wären, schon seit der Jugend ständig unterwegs gewesen, immer getrunken, außer in Schwangerschaften, Filmrisse, Kinder haben es mitbekommen usw…...

    Ich bin so froh, dass das alles hinter mir ist.

    Glückwunsch zu 150 Tagen in Freiheit!

    Ich lese Dich gern :)


    LG Cadda

    Guten Morgen,

    bei mir hat sich nichts Grundsätzliches geändert in letzter Zeit. Ich lebe nach wie vor zusammen mit meinen Söhnen und fühle mich frei.

    Frei, weil ich nicht mehr trinke.
    Frei, weil ich nicht mehr mit einem Alkoholiker zusammen lebe.

    Das betrifft nicht nur mich, sondern auch meine „Kinder“. Denn sie waren letztendlich leider abhängig von meinen Entscheidungen und hatten erst die Chance auf mehr Zufriedenheit, als ich die Schritte vorwärts gemacht habe.

    Manchmal bin ich traurig, dass ich so viel Zeit verstreichen lassen habe. Alles wertvolle Zeit.

    Deshalb kann ich jedem, der hier mitliest nur ermutigen, sich bewusst zu machen, dass man nur ein Mal lebt und ein Handeln manchmal das ganze Leben schöner machen kann.

    LG Cadda

    Hallo Petra,

    schön Dich mal wieder zu lesen. Im Beitrag zuvor hast Du etwas von Februar 23 zitiert

    Wohnungstechnisch überlege ich gerade, ob ich einfach zu wählerisch bin und ich meine Ansprüche etwas zurückschrauben sollte? Ist es der richtige Weg die 100 % oder zumindest die 99 % der Wünsche zu erfüllen? Diese Fragen stelle ich mir im Moment! Darüber werde ich noch ein bisschen grübeln, denn die ein oder andere perfekte Wohnung bis auf ein oder zwei Kleinigkeiten wäre schon dabei gewesen.

    Konntest Du inzwischen etwas finden?

    Und ja, ich Arbeite viel, sehr viel. Laufe ich vor meinen Problemen/Gedanken davon? Nein, ich habe dafür gesorgt auf eigenen Beinen stehen zu können. Die Freiheit, finanziell Unabhängig zu sein, öffnet neue Wege

    Das klingt zumindest danach.

    Auf eigenen Beinen zu stehen, ist sehr viel wert, damit hast Du ja schon mal einen großen Vorteil.

    LG Cadda

    Hallo Franzi.

    Und eben das große Thema: wie erkläre ich das nur den Kindern? Für sie bin ich ja die Böse. Die ihnen alles wegnimmt. Die quasi schuld ist. Das lähmt mich grade sehr.

    Ich denke, das ist tatsächlich zur Zeit das (Dein) Hauptproblem. Der Eindruck entsteht jedenfalls bei mir und ich verstehe das total!!

    Genau da würde ich persönlich wohl auch versuchen anzusetzen.

    Den Papa schlecht machen… ist eine Sache. Das soll so natürlich auch nicht sein (ich hasse das!).

    Aber, jetzt kommt das große Aber:

    Die Schuld auf Dich nehmen und alles über Dich ergehen lassen, ohne eine Erklärung für Deinen Auszug zu geben… das ist eine andere Sache! Damit übernimmst Du automatisch die komplette Verantwortung auch für Dinge, die Du eben nicht zu verantworten hast.

    Ich finde schon, dass es „erlaubt“ und sogar richtig wäre, da ein paar Worte kindgerecht zu erklären.

    Später, wenn sie etwas älter sind, wird das sicherlich einfacher. Aber auch jetzt kannst Du schon auch was dazu sagen. Es kamen ja schon hilfreiche Beiträge in diese Richtung.

    Vielleicht könntest Du da irgendwie ansetzen. Denn mit der Trennung scheinst Du ja grundsätzlich „fein zu sein“. Es sind lediglich die Umstände, die Dir die Situation extrem schwer machen.

    Hallo Naira.

    Und zum dritten wurde ich abgelehnt. Das alleine schmerzt mich schon sehr. Ich habe im Leben viele Ablehnungen erlebt. Und das immer, weil ich für irgendjemanden ein Problem war. Weil ich nicht so war, wie andere mich haben wollten. Okay, das mag wieder wie Opferhaltung für euch aussehen

    Nein, das sieht nicht nach Opferhaltung aus. Wenn Du es so erklärst, kann ich das sogar sehr gut nachvollziehen.

    Weißt Du… letztendlich hat dieses Emotionale von gestern doch auch etwas Positives! Es findet Austausch statt. „Man“ lernt sich besser kennen :)

    LG Cadda

    Cadda Ich vermute, Dein Freund hat sich das mit (nur) dem Jahr am Ende selbst geglaubt.

    Es begann mit dem „alkoholfreien Januar“. Danach hieß es „Ich mach weiter, weil ich abnehmen will“. Danach hieß es „Ich mach es ein Jahr“. Bei jeder Gelegenheit wurde er „bearbeitet“, denn an zeitlichen Vorsätzen kann man ja was ändern :wink:

    Wenn man solchen Menschen konsequent aus dem Weg geht/gehen kann, mag das funktionieren. Sonst sicherlich eher nicht.

    Ich hätte echt gedacht, dass nach einem Jahr ‚kein Hahn mehr danach kräht‘.

    Das ist bestimmt auch oft so!

    Deshalb hab ich auch erwähnt, dass die Wege sich ja nicht 1:1 gleichen müssen.

    Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr manche Dinge auch auf die Umstände/das Bekannten- oder Arbeitsumfeld ankommen können.

    Bei mir wäre es ein Spießrutenlauf geworden, wenn ich „auf Zeit verstreichen lassen“ gesetzt hätte.