So, ich habe zwischendurch gearbeitet und konnte mich dadurch ein wenig ablenken.
Ich habe aber auch etwas gegen meine Angst getan und habe bei dem Selbsthilfeverein angerufen, der in meiner Nähe Treffen anbietet. Wieder eine sehr nette Person am Telefon gehabt, die mich zum nächsten Treffen eingeladen hat. Datenschutzrechtlich benötigt diese Person aber glaub ich nochmal eine Einweisung. Nächste Woche in der Informationsgruppe sitzt wohl jemand, der auch zu den Selbsthilfetreffen geht. Mir wurden Name und grobes Aussehen der Person, sowie Wohnort genannt ?! Ich will mich nicht darüber beschweren hier, finde es nur wild, da die Beschreibung und Name auf eine Kollegin von mir passt, beim Wohnort bin ich mir nicht sicher.
Der einzige "Totalausfall" in meinem Leben bin ich. Ich habe zum Glück nur Verantwortung über mich selbst und meinem Hund. Wenn ich plötzlich im Krankenhaus landen würde, würden sich Menschen aus meinem engen Umfeld ohne Frage um den Hund kümmern. Allerdings hätte ich eben auch immer die Sorge, dass irgendetwas schief läuft, einfach weil die Maus etwas speziell ist im Umgang.
Wenn ich mit gezielten Mitteln und Behandlung, sowie einer gesunden und bewussten Lebensweise beispielsweise eine Lungenentzündung oder eine stationäre Entgiftung mit anschliessendem Klinikaufenthalt über mehrere Wochen vermeiden kann, dann will ich das erstmal ausprobieren um meiner Verantwortung gerecht zu werden. Wenn das nicht für mich funktioniert, dann denke ich darüber nach es so zu halten wie du dorothea .
Ich habe für mich gute Gründe gefunden, wieso ich meinem intuitiven Gefühl vertrauen möchte. Und nein, es ist nicht nur der Hund. Ich fühle mich nicht so, als ob ich von 9-16 Uhr betreut oder "beschäftigt" werden muss. Ich komme richtig gut damit klar morgens "Tagesfreizeit" zu haben. Kann mich gut beschäftigen zu hause, schlafe auch nie länger als halb 10, weil ich ne Runde drehen muss. Mit Arbeit ist das auch prima vereinbar. (Ich weiss gar nicht, ob ich auch am Wochenende in die Reha müsste?) Natürlich wäre es hilfreich, wenn ich einen akuten Einbruch habe direkt Ansprechpersonen zu haben. Aber nach 16 Uhr bin ich auf mich allein gestellt. Da fängt ja der "Routine"-Saufdruck erst an. Und ehrlich gesagt um ein Gefühl von Stabilität in meiner frühen Abstinenz aufrecht zu erhalten, hat mir bisher der Austausch hier gereicht, sowie diese ganzen Veränderungen, die Schritt für Schritt ablaufen und ich sehe, dass ich irgendwo hinkomme.
Natürlich werden noch andere und schwerere "Anfälle" kommen, bei denen ich lernen muss meine Gefühle zu regulieren ohne Suchtmittel. Genau dafür will ich ja an einem therapeutischen Angebot teilnehmen.
Einen Satz den mir die Therapeutin heute mitgegeben hat: Werden sie erwachsen. Sie sind alt genug um zu wissen, dass sie ihre Gefühle nicht unterdrücken können. Das ist interessant, dieser Wille dauerhaft ohne Alkohol zu leben ist motiviert durch Gedanken, die ich seit Herbst letzen Jahres kultiviere: it's save to grow up now. (Keine Ahnung warum auf Englisch, aber fühle ich mehr)
Vielleicht habe ich deswegen auch geweint. Ich weiss es nicht. Es ist auch egal, es ist nämlich voll ok in der U-Bahn zu weinen.
Nunja, jetzt will ich es aber wirklich ruhen lassen und abwarten, wie dieser Faden der Geschichte weiter geht. Mein Wochenende ist geplant und ich habe gar nicht alles unter bekommen, was ich machen will.
Ich danke euch für die Unterstützung 
Entschuldige bitte, ich habe es nicht ganz in Erinnerung und auf die Schnell auch in Deinem Buch nicht gefunden
Vielleicht lege ich bald ein Inhaltsverzeichnis an, dann kann man leichter blättern 