Beiträge von AufderSuche

    du benutzt das mit deinem iPhone? Finde das unkomfortabel, aber nur so am Rande...

    Eher mit dem Tablet, aber ja, auch mit dem IPhone. Seit ich nicht mehr berufstätig bin, habe ich meinen Computer nicht mehr angeschaltet. Hat mich auch getriggert, wenn ich’s versucht hab. Und schließlich war dessen Windows-Version so veraltet, dass ich damit nicht mehr gefahrlos ins Netz gehen konnte.

    Bei dem, was ich so im WWW will, ist das Tablet ziemlich komfortabel. Ich betreibe ja auch kein Forum und kenne mich mit dieser ganzen Computer-Technik sowieso nur begrenzt aus....😉🙈

    Hintergrund ist folgender. Wenn ich mal sterben sollte, zB Autounfall, kann die Person das Forum weiter betreuen und andere Sachen auch.

    Da hast du zum Glück für unser Forum auch weitergedacht. Wir wissen ja alle nie, wann unsere Stunde schlägt....

    Bei mir könnte grundsätzlich jeder, der das jeweilige Passwort meiner Geräte knackt, an meine Passwörter. Die sind ja im Gerät gespeichert.

    Hallo Alex,

    Danke dir für die schnelle Antwort.

    Lastpass wollte ich mir gerade aus dem App-Store laden, aber mein Gerät ist nicht auf dem Stand von IOS 13 und daher kann ich das nicht laden....

    Dass dieser Technik-Kram aber auch immer so schnell veralten muss.... 😡

    Liebe Grüße

    AufderSuche

    Ich empfehle einen Passwortmanager einzusetzen wie etwa LastPass. In der Free Version ( kostenlos ) ist Folgendes bereits enthalten

    Hallo Alex,

    Danke dir für den Hinweis. Seit einer Weile lasse ich mich auf die vorgeschlagenen Passwörter ein und formuliere keine eigenen mehr. Bin ich damit eigentlich sicher oder wäre ich mit so einem Passwortmanager sicherer?

    Viele Grüße

    AufderSuche

    Hallo Hanseat,

    Bin ich jetzt depressiv, weil ich saufe, oder saufe ich, weil ich depressiv bin?

    das wirst du tatsächlich nur herausfinden, wenn du abstinent bleibst. Und ich wünsche dir sehr, dass mit dem Verschwinden des Alkohols in deinem Leben auch deine depressiven Schübe gänzlich verschwinden. Falls Sie nicht verschwinden sollten, so dürften sie aber deutlich milder verlaufen, als du sie sonst kennst. Und je mehr du lernst, auf dich zu achten und für dich zu sorgen, desto positiver wirkt sich das auf deine Psyche aus.

    So ein Sonntag, an dem man das süße Nichtstun mal so richtig genießen kann, ist herrlich. Wenn aber Langeweile aufkommen sollte, kann das tatsächlich knifflig werden.

    Wie ist das bei dir? Ist heute irgendwann Lageweile aufgekommen oder konntest du einfach mal so richtig schön ausspannen und die Ruhe genießen?

    Viele Grüße

    AufderSuche

    Hallo loewenzahnkind,

    ich finde mich in sehr, sehr Vielem wieder, was du über dich erzählt hast.

    Nach allem, was ich inzwischen über EKAs, ihre entwicklungsbedingten Verletzungen, ihre Verhaltensmerkmale und Schutzmechanismen erfahren habe, wage ich zu behaupten, dass es mit dem zu tun hat, was wir in unseren jeweiligen dysfunktionalen Familien erfahren haben. Zwar sind die einzelnen Familien und Erfahrungen völlig unterschiedlich und auch wir sind als Persönlichkeiten grundsätzlich völlig unterschiedlich und doch gibt es etwas, was uns EKAs immer wieder irgendwie gemeinsam ist.

    Die Frage ist, wie wir damit umgehen können, wir wir etwas an uns verändern können, damit wir nicht länger unter dem leiden, was mit uns geschehen ist.

    Ich selbst bin schon eine Weile auf dem Weg und auf der Suche nach dem, was MIR helfen könnte. Ich hab den Eindruck, so spüre ich es derzeit, schon recht gut vorangekommen zu sein.

    Als irgendwie wohltuend habe ich anfangs empfunden, hier in diesem Forum Erfahrungsberichte von anderen gefunden zu haben und dadurch, dass ich mich in einigem wiederfand, nicht mehr so allein und so anders zu fühlen.

    Mich hat auch inspiriert, was andere für sich getan haben, welche Hilfen sie für sich gefunden haben.

    Ich wünsche dir, dass du hier ebenfalls Inspiration und Hilfe findest.

    Vor Kurzem habe ich von „Somatic Experiencing“ nach Professor Peter Levine und „NARM“ nach Professor Laurence Heller als Therapie-Möglichkeit erfahren. Beides sind körperorientierte, behutsame Therapieformen, die sich für sogenannte Entwicklungstraumata eignen sollen. Ob das tatsächlich etwas für mich ist, weiß ich noch nicht, aber mein Interesse ist geweckt.

    Viele Grüße

    AufderSuche

    Hallo loewenzahnkind,

    ich kann gut nachvollziehen, dass du zur Zeit sooooo müde von alldem bist.

    Das ist völlig verständlich und sogar normal. Ruh dich nun erstmal aus, Körper und Geist brauchen das. Was würde dir denn jetzt gerade gut tun?

    Ja, es kommt „Arbeit“ auf dich zu, aber diese wird anders sein als das, was du bislang leisten musstest, und du wirst Befreiung kennenlernen dürfen. Und die Energie, die du brauchst, wird kommen. Hab Vertrauen.

    Viele Grüße

    AufderSuche

    Hallo,

    ich bin‘s nochmal. Ich hab deine Antwort gelesen und möchte auch dazu gerne ein paar Gedanken da lassen.

    Das Haus und das Umfeld sind perfekt nur meine Eltern passen nicht mehr zu mir.

    In diesem Satz stört mich, wenn ich das so sagen darf, das kleine Wörtchen „nur“.

    Nach meinem Empfinden klingt das irgendwie so verharmlosend, es macht die Angelegenheit rein sprachlich, gedanklich irgendwie klein.

    Nun beruht das auf meinem Empfinden und meinen eigenen Erfahrungen, vielleicht geht’s dir ja ganz anders damit.

    Was du da mit deinen Eltern erlebst, löst ja nicht nur das Gefühl von Scham aus. Wenn ich dich richtig verstanden habe, spielen da bei dir noch deutlich mehr unangenehme Gefühle eine Rolle, wie zum Beispiel Angst, Wut, Ohnmacht und Hilflosigkeit.

    Und diese Gefühle haben durchaus ihre Berechtigung und ihren Grund

    und sie verhindern oder behindern letztlich, dass du das hier fühlst:

    will wieder offen und fröhlich sein, Lachen und Spaß haben.

    Letztlich kannst nur du selbst wissen und entscheiden, ob du diese positiven Gefühle in deinem derzeitigen Umfeld verwirklichen kannst oder nicht.

    Jemanden, der trinken will, davon abzubringen, ist, so lehrt alle Erfahrung, nahezu unmöglich.

    Und deine Eltern wollen beide trinken, so sieht’s jedenfalls derzeit aus.

    Und deine Ängste, wie es weitergehen könnte, sind nicht unbegründet. Noch mag deine Mutter nur ab und zu lallen und torkeln, aber was da noch kommen könnte, darüber bist du gewiss informiert.

    Es tut unglaublich weh, seinen Eltern oder jemand anderem, den man liebt, dabei zuzusehen, wie er sich letztlich zugrunde richtet, und nichts dagegen ausrichten zu können.

    Insofern habe ich persönlich, was einen Auszug betrifft, nicht eine mögliche wohnliche Verbesserung im Blick, sondern eine mögliche Verbesserung für die eigene Psyche.

    Doch, wie gesagt, letztlich kannst nur du selbst wissen und entscheiden, ob du das, was du dir für dich und deine Familie wünschst, in deiner derzeitigen Umgebung verwirklichen kannst oder nicht. Und am ehesten wird dir nach meinen eigenen Erfahrungen weniger dein Verstand als vielmehr deinen eigenes inneres Gespür eine Antwort geben können.

    Liebe Grüße

    AufderSuche

    Hallo Sporty,

    ich hab nun zwar nicht alles in deinem Faden gelesen, sondern nur einen Teil, aber ich möchte dir auch gerne ein paar Gedanken da lassen.

    Ich finde es ganz prima, dass du hier so unterschiedliche Rückmeldungen bekommst, so kannst du für dich besser herausfinden, was eigentlich zu dir passt, und woran bei dir etwas mehr dran ist und woran etwas weniger.

    Wir alle haben ja ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht und sind ganz unterschiedliche Typen.

    Ich gehöre eher zu denen, die das wie Linde wahrnehmen. Klar, gibt es Menschen, die das etwas entspannter sehen können und das ist auch in Ordnung so. Genauso hat es aber auch seine Berechtigung, wenn man das etwas dramatischer sieht. Die Empfindungen sind sooooo unterschiedlich.

    Was dich betrifft, so nehme ich es so wahr, dass du gewissermaßen noch lernen darfst, dass auch dein Empfinden seine völlige Berechtigung hat und ernstgenommen werden darf und sollte.

    Als ich las, dass deine Mutter von einem „Ausrutscher“ sprach, habe ich ganz ähnlich gedacht wie Linde. Nun komme ich aber, anders als Linde, auch noch von der Alkoholikerseite. Ich kann mich ziemlich gut erinnern, wie ich getickt habe, als ich noch getrunken habe.

    Diesbezüglich haben dir andere schon etwas geschrieben, daher muss ich das eigentlich nicht wiederholen.

    Auch ich finde es gut, dass du mit deinem Mann darüber sprechen kannst und ihr das Thema gegenüber deiner Mutter angesprochen habt.

    Ich kann gut nachvollziehen, dass du starke Selbstzweifel hast, aber auch ich möchte dir versichern, dass du deinem Gespür vertrauen darfst.

    Von Anfang an macht sich in deinem Schreiben ein sehr starker Leidensdruck bemerkbar und den gilt es ernstzunehmen.

    Ich kenne das von mir selbst, so verunsichert zu sein, aber die Erfahrung hat mir gezeigt, dass mein Gespür durchaus seine Berechtigung hat und dass ich ihm vertrauen darf, auch wenn andere etwas vielleicht viel entspannter wahrnehmen als ich.

    Entscheidend ist, was dieses Umfeld mit DIR macht. Kinder bekommen häufig sehr viel mehr mit, als Erwachsene ahnen und so kann es gut sein, dass sie unbewusst spüren, wie dir die Umgebung gefühlsmäßig zusetzt. Und es besteht die Gefahr, dass deine Kinder das nicht im größeren Zusammenhang sehen können, sondern irgendwie auf sich beziehen.

    Bevor es jetzt zu lang wird, höre ich erstmal auf. Das sind ein paar Gedankensplitter, die ich mit dir teilen wollte.

    Liebe Grüße

    AufderSuche

    P.S.: Wenn ihr tatsächlich aus diesem Umfeld auszieht, kann das im positiven Sinne auch eine Chance sein.

    Es gab schon früher eine nüchterne Zeit, in der ich meinen Führerschein verloren hatte. Du kannst Dir bestimmt denken warum. Ich habe ca. 1 Jahr gebraucht um den Lappen wieder zu bekommen, und in dieser Zeit habe ich auch nicht getrunken.

    Aber mir war völlig klar, das sobald die "Käseglocke" Führerschein von mir abgenommen wird, es wieder los geht.

    Und so war es denn auch. Kaum hatte ich den Lappen wieder, war alles beim alten bzw. wurde noch viel schlimmer.

    Hi MeaCulpa,

    irgendwie musste ich, als ich das las, denken, dass du diese Erfahrung sozusagen positiv für dich und deine Abstinenz nutzen kannst und zwar als Warnung.

    Du bist nicht der Einzige, der nach einer Zeit der Trinkpause wieder so richtig reingerutscht ist und schlimmer als je zuvor.

    Was auch immer das mit dem Alkohol ist bzw. was dieser Stoff mit uns und unserem Gehirn macht, wer wieder dran kommt, stürzt häufig so richtig ab und mancher säuft sich dann leider zu Tode.

    Mir jedenfalls dient das als Warnung. Ich will und werde mich einer solchen Gefahr nie wieder aussetzen.

    Naja und zugleich bemerke ich, wie gesagt, bei mir wirklich die positiven Seiten der Abstinenz und die möchte ich definitiv auch nicht mehr missen.

    Natürlich hat sich mein derzeitiges Befinden nicht von allein so ergeben, sondern da steckt viel „Trockenarbeit“ dahinter, aber es hat sich echt gelohnt. Also, nur Mut. 👍

    Viele Grüße

    AufderSuche

    Hallo MeaCulpa,

    ich habe deine Vorstellung gelesen und sie hat mich irgendwie angesprochen, deshalb möchte ich dir ein paar Gedanken dalassen.

    Ich wünsche dir sehr, dass sich bei dir der Schalter endgültig umgelegt hat und du dauerhaft von dieser Sucht und anderen Süchten wegkommst.

    Was du von dir schreibst, klingt danach, als ob du ein recht gutes Gespür für dich entwickelt hast. Wenn das so ist, würde mich das für dich freuen.

    Mir ging’s übrigens ähnlich wie Linde, als ich gelesen habe, in welche Gefahr du dich da mehr oder minder unbewusst gebracht hast. Die Erfahrung zeigt, dass solche Begebenheiten u.U. erst im Nachhinein ihr ganzes Triggerpotential entfalten können. Es wäre daher gut und wichtig für dich, wenn du in dieser und nächster Zeit ganz besonders auf dich Acht gibst. Vielleicht magst du uns ja schreiben, welche Gedanken dir diesbezüglich so durch den Kopf gehen.

    Was Alkohol trinkende Freunde und Bekannte betrifft, so habe ich im Laufe der letzten Monate - ich bin inzwischen 11 Monate trocken - bemerkt, was das mit mir macht und dabei so manchen Rat, der mir hier und anderswo gegeben worden ist, befolgt. Nach und nach wurde mir immer bewusster, warum es immens wichtig für mich ist, meine Trockenheit zur Priorität Nummer 1 zu machen und mich von bestimmten Menschen und Situation erstmal fern zu halten, und auch, warum es wichtig für mich ist und mich letztlich unterstützt, dass mein Umfeld weiß, warum ich keinen Alkohol mehr trinke.

    Ich hab’s nicht jedem auf die Nase gebunden und, wenn ich‘s erzählt hab, keinen Film davon gemacht, aber die Menschen, die mir wichtig sind und ein paar Ärzte wissen Bescheid. Ärzte übrigens u.a. auch deswegen, weil es für manche Medikation wichtig ist, das zu wissen.

    Ich darf mich schon seit einer Weile zufrieden abstinent nennen und bin sehr dankbar, dass ich das so fühlen darf. Es fühlt sich einfach gut an.

    Solche Runden, wie du sie da beschreibst, würde ich auch jetzt noch eher meiden. Zum einen, weil ich auf diese Alkohol-Seligkeit und die Selbstverständlichkeit des Alkoholkonsums überhaupt keine Lust mehr habe, sondern eher angenervt davon bin. - Durch Alkoholmissbrauch ist bei mir und bei anderen so viel kaputt gegangen. -

    Wozu sollte ich mich etwas aussetzen wollen, was mich nervt und womöglich sogar traurig und bedrückt macht?

    Lust habe ich, mit Menschen zusammen zu sein, die nüchtern sind und ganz selbstverständlich wie ich einfach nur eine Apfelsaft-Schorle, eine Cola, ein Bitter-Lemon, ein Wasser, einen Kaffee, Tee usw. trinken, mit denen ich mich einfach so gerne unterhalten mag, ohne Gespräche über das Thema Alkohol führen zu müssen oder beobachten zu müssen, wie andere sich unter Alkoholeinfluss verändern.

    Ich hab mich nun nicht ins Gegenteil von früher gekehrt und bin auch keine Missionarin für die Abstinenz geworden, aber meine Trockenheit und mein Wohlbefinden sind mir wichtig geworden und ich empfinde es als einfach nur schön und angenehm, mit Menschen zusammen zu sein, die ebenso wie ich alkoholfreie Getränke konsumieren und für die das auch irgendwie ganz selbstverständlich ist.

    Viele Grüße

    AufderSuche

    Hallo Peter,

    ich habe gerade erst deine letzten Erfahrungsberichte gelesen. Danke, dass du das und deine Empfindungen mit uns teilst. Es berührt auch mich sehr.

    Mir berührt natürlich das Unfassbare, was du aus deiner Heimat geschildert hast, aber ganz besonders berührt mich deine Stärke und wie du auf deine innere Stimme hörst und für dich sorgst.

    Aus eigenem Interesse beschäftige ich mich gerade mit dem Thema „Trauma“. Nun habe ich keine Naturkatastrophe erlebt, sondern nur eine Art „Entwicklungstrauma“, aber da ist etwas in den Schilderungen deiner Gedanken und Empfindungen, was ich auch von mir kenne.

    Ich freue mich aufrichtig für dich, dass du noch da bist, und darüber, wie du offenbar für dich (und andere) zu sorgen vermagst. Ich hoffe, du weißt, dass du dir alle Zeit nehmen darfst, die du brauchst, um zu genesen.

    Ich nehme mir derzeit gezwungenermaßen, weil es bei mir im Moment akut ist, viel Zeit für meine jeweiligen Empfindungen. Dafür, sie wahrzunehmen, sie anzunehmen und meinen Weg zu finden, entsprechend für mich zu sorgen.

    Ich wehre mich nicht mehr gegen gewisse Empfindungen, die immer unerwünscht waren, vor denen ich Angst hatte, die von mir bekämpft und weggedrückt wurden und deshalb sogar tief in meinem Inneren verborgen sind.

    Ich lerne sie jetzt erst wirklich kennen und auch allmählich, was ihre jeweilige Aufgabe ist.

    Dass du jeden Morgen eine Kerze anzündest, halte ich für einen guten Weg, mit der Trauer umzugehen. Ich habe diesen Weg im Umgang mit eigener Trauer auch als sehr hilfreich kennengelernt.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Mut und Gelassenheit.

    Herzliche Grüße

    Kirsten

    Ich empfehle dir, mal einige Erfahrungsberichte der „trockenen“ Alkoholiker hier zu lesen. Da kannst du einen Eindruck gewinnen, wie jemand, der‘s ernst meint, die Sache angeht und welche Veränderungen das für ihn mit sich bringt.

    Der Gedanke, dass er nur etwas machen will, um dich zu beruhigen, ist leider nicht völlig abwegig. Das kommt leider öfter mal vor.

    Vielleicht noch etwas wichtiges zur Einschätzung: Er sagte vor einem halben Jahr, er hätte seit ca 12 Jahren keinen alkoholfreien Tag gehabt.

    Wie schwer wird es werden?

    Wie schwer es wird, liegt letztlich bei ihm.

    Der körperliche Entzug ist das eine, dieser sollte unbedingt unter ärztlicher Begleitung stattfinden (Stichwort „Kalter Entzug“, dieser kann lebensgefährlich werden).

    Der psychische Entzug ist das andere. Da kommt es darauf an, was er daraus macht, wie er sein Leben ändert und wie seine „Trockenarbeit“ aussieht.

    Genau damit begründet er seinen neuerlichen Absturz: Er wollte mich nicht beunruhigen und hat deswegen heimlich getrunken...

    🤔 „Nasse“ Alkoholiker finden immer eine Ausrede, warum sie trinken. Die Erfahrung zeigt, dass mit jemand, der alkoholisiert ist bzw. „nasses“ Denken hat, schwer zu diskutieren ist. Für vernünftige Argumente ist er in der Regel irgendwie nicht zugänglich.

    Die Begründung, die er da genannt hat, mag für ihn ja logisch und ehrlich sein, aber von Außen betrachtet, ist es eine ziemlich unsinnige Aussage. „Ich trinke heimlich, damit du nicht beunruhigt bist.“ - Eigentlich sollte für ihn alarmierend sein, dass sein Trinken an sich schon beunruhigend ist.

    Doch das ist ein anderes weites Thema.

    Er sagt, dass er sich Unterstützung wünscht. Die kann er grundsätzlich bekommen, es kommt nur darauf an, wie diese aussehen soll. Braucht er jemanden, mit dem er sich berät, wie er jetzt weitermachen kann, welche Schritte er gehen könnte, kannst du ihm diese, wenn du dich dazu in der Lage fühlst und er ehrlich und offen ist, geben.

    Das Ziel wäre dann, ihm Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Verantwortung bleibt ganz bei ihm.

    Die richtige Balance kannst du finden, wenn du deinem Bauchgefühl traust. Ist er ehrlich und übernimmt die Verantwortung für sich oder treibt er weiter seine „Spielchen“?

    Geht er in stationäre Behandlung, weil du Druck machst, oder weil er selbst tatsächlich einsieht, dass er ein ernsthaftes Problem hat?

    Liebe Grüße

    Liebe Ania, mach dir bitte keine Gedanken um mich bzw. darum, was meine Mutter nicht tun konnte. Auch sie hat ihr Bestes versucht. Heute und seit vielen Jahren stehe ich in der Verantwortung für mich und ich übernehme diese auch.

    Ja, hier im Forum kann man viele schlimme, traurige Geschichten lesen, Alkoholismus ist eine fürchterliche Krankheit mit sehr vielen Gesichtern und Aspekten.

    Was ich hilfreich finde, ist, dass man an diesen Geschichten erkennen kann, dass man nicht allein dasteht, sondern dass andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Und entscheidend finde ich, wie man von anderen lernen kann, damit umzugehen und besser für sich zu sorgen.

    Wenn du tatsächlich resilient bist, sind das gute Voraussetzungen für dich und für deinen Sohn. Was er braucht, ist eine Mutter, die tatsächlich die Verantwortung übernimmt und die auch für sich sorgt. Damit meine ich nicht Selbstsucht, sondern einen gesunden Egoismus.

    Kinder, die in alkoholkranken Familien aufwachsen, neigen dazu, in die Rolle der Verantwortung zu geraten.

    Wenn du magst, kann ich dir das etwas näher ausführen, was da passiert.

    Umso wichtiger ist es, dass sie spüren, dass da jemand Erwachsenes ist, der tatsächlich die Verantwortung übernimmt, damit sie Kind bleiben dürfen.

    Liebe Grüße

    AufderSuche

    Hallo Ania,

    erstmal möchte ich dir sagen, dass ich es bewundernswert finde, dass du so schnell Konsequenzen benennen konntest. Immens wichtig ist dabei, dass du auch bereit bist, sie wirklich durchzuziehen, sonst wirst du unglaubwürdig für ihn.

    Du sorgst dich um deinen 8-jährigem Sohn, das kann ich gut nachvollziehen. Zu dem, was du hier

    Was mute ich ihm da für einen "Lebensrucksack" zu. DAS macht mich fertig. Darum kreisen meine Gedanken. Ihm Kälte und Distanz, Enttäuschung und Wut im eigenen Zuhause zuzumuten, ist schlimmer. Das weiß er aber nicht.

    Was sage ich ihm? Wie erkläre ich ihm das derzeitige Klima Zuhause?

    geschrieben hast, möchte ich ein paar Gedanken da lassen.

    Ja, grundsätzlich kommt da etwas in den „Lebensrucksack“ deines Kindes hinein. Doch Dinge, auf die man nicht vorbereitet ist, können nun einmal im Leben geschehen. Absichtlich hast du deinem Kind das wohl kaum aufgebürdet.

    Die Sache ist die, wenn du unter den gegenwärtigen Umständen bei diesem Mann bleibst und er nichts ändert, wird es für dich und für deinen Sohn nicht besser werden. Die Krankheit nimmt ohne Krankheitseinsicht und entsprechende Maßnahmen für alle darin Verwickelten kein gutes Ende.

    Ich schreibe dir das aufgrund eigener Erfahrungen als Tochter eines alkoholabhängigen Vaters und aufgrund der Lektüre sehr vieler Erfahrungsberichte.

    Meine Mutter hätte meinen Vater verlassen sollen und sie war sogar schon mal weg, als ich 8 Jahre alt war, aber sie ist zu ihm zurückgekehrt, was sie selbst zerstört hat und mich für mein Leben schwer geprägt.

    Glaub mir, dein 8-jähriger Sohn bekommt mehr mit, als du glaubst.

    Du könntest ihn zum Beispiel einfach mal fragen, wie er die Situation empfindet und wie er sich dabei fühlt.

    Ich hab das gerade nicht so im Blick, aber schau dich mal um, ob es für Kinder seines Alters ein passendes Buch zu diesem Thema gibt.

    Für deinen Sohn ist es wichtig, dass du stark bist, dass auf dich Verlass ist. Er braucht das.

    Liebe Grüße

    AufderSuche

    Hallo Ania,

    magst du dich für den weiteren Austausch im „offenen Bereich“ bewerben? Die Möglichkeit dazu findest du unter dem Reiter „Vorstellung“ -„Bewerben“. Einer der Moderatoren wird dich dann im Laufe der nächsten Stunden freischalten.

    Im offenen Bereich kannst du dich dann weiter austauschen und deine weiteren Fragen klären.

    Viele Grüße

    AufderSuche

    Hallo Ania,

    stell dir Nepheles Fragen bitte gerade nicht, sondern bleib ganz bei dir.

    Gibt es vielleicht etwas Schlimmes in seinem Leben worüber er mit dir nicht spricht? Mit niemandem spricht?

    Und er sich deshalb in den Alkohol flüchtet?

    Dein Mann hat definitiv ein Problem, das du aber nicht zu deinem machen solltest.

    Er hat derzeit keine Krankheitseinsicht und daher kannst du für ihn nichts tun und solltest auch nicht die Verantwortung für ihn übernehmen.

    Du bist hier, weil du Hilfe für DICH suchst.

    Andere haben Dir diesbezüglich schon etwas Gutes geschrieben, was auch ich dir wärmstens ans Herz legen möchte.

    Liebe Grüße

    AufderSuche

    Guten Morgen, Caro, :)

    hoppla, an deiner Anrede merke ich, dass ich mit dem falschen Nick unterschrieben habe. 🤣 Hier bin ich nämlich „AufderSuche“, weil ich doch auf der Suche bin.😉

    Freude zu haben empfinde ich immer mehr als Glücksmomente. Ich bin Dankbar für jeden Moment.

    Das geht mir ganz ähnlich. Ich habe Zeiten hinter mir, in denen ich keine positiven Gefühle mehr fühlen konnte. Das waren ziemlich finstere, hoffnungslose Zeiten.

    Das hat sich zu meinem Glück wieder geändert, war aber auch ein ordentliches Stück Arbeit an mir selbst.

    Inzwischen halte ich Ausschau nach positiven Momenten und nehme selbst die kleinsten (eine Blume, ein Geruch, ein Sonnenstrahl usw.) mit einem Gefühl von Glück wahr.

    Ich sehe das wie du: Dinge, die ich nicht ändern kann, brauchen Gelassenheit.

    Ich bin froh und dankbar, dass ich das lernen durfte und Gelassenheit lernen durfte.

    Liebe Grüße

    AufderSuche