Beiträge von Stern

    Herzlichen Glückwunsch zu 40 nüchternen Tagen.

    Aber was auch noch ist. Das man glücklich ist darüber das man nicht rückfällig wurde. Das hilft mir sehr es einfach zu lassen.

    Warum schreibst du ‚man‘, wenn es um dich geht?
    ‚Man‘ ist immer so weit weg, finde ich. Ich bin für mich hier und bei mir kommen meine Gedanken zu mir auch viel besser an, wenn ich von mir schreibe.

    Nicht rückfällig geworden zu sein, macht mich ‚nur am Rande‘ glücklich. Mein Augenmerk habe ich darauf gerichtet, dass ich zufrieden nüchtern bleibe. Ich finde solche Feinheiten in der Formulierung wichtig.

    Aber dadurch daß man kapiert hat was die sucht mit einem macht. Fällt es mir leicht einfach zu sagen Stop.

    Alleine mit ‚Stopp‘ sagen bleibt vermutlich niemand lange nüchtern.

    Kennst Du schon unsere Grundbausteine?
    Sie können Dir ein solides Fundament bieten.

    https://alkoholiker-forum.de/article/3-grundbausteine-für-ein-nüchternes-leben/

    Normalerweise ist er ein anderer Mensch

    Kein Mensch ist ‚normalerweise’ ein anderer Mensch.

    Aber Alkoholiker können sich sehr gut verstellen.
    Ich habe jahrelang ein krasses Doppelleben geführt. Mit den Jahren habe ich das perfektioniert, gar nicht mal bewusst….das ging automatisch. Mir war immer das Wichtigste, dass ich nicht auffliege, dass niemand merkt, dass ich Alkoholiker geworden bin.

    Ich glaube ich brauche für mich die Gewissheit, dass der Hintergrund des Problems wirklich ein Alkoholproblem ist, und dass ich das Problem somit nicht lösen kann.

    Diese Gewissheit wirst du hier nicht finden können.

    Diese Gewissheit kannst du nur in einem Gespräch mit deinem Partner bekommen. Und auch dann nur, wenn dein Partner ehrlich zu sich selbst sein kann. Denn nur dann kann er auch ehrlich zu sein.

    Es ist so schwierig, weil 90% der Zeit alles gut ist.

    An was machst du die 90 % fest? Am Zeitfaktor? An dem, was denn alles gut ist im Verhältnis zum nicht so guten?

    Fakt ist doch, dass du dich in einem Alkoholikerforum angemeldet hast, in dem Alkoholiker und Angehörige von Alkoholikern Hilfe finden können. Es geht dir also nicht nur um ‚irgendwas‘, was mal eben 10 % nicht so gut ist.

    Was ändert sich für dich, wenn du weißt, dass er Alkoholiker ist …oder eben ‚nur‘ mal alle paar Wochen zuviel trinkt?
    Es kann ja hier nur um dich gehen. Denn du hast dich ja an uns gewandt und nicht dein Partner.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Und du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Beim Lesen hier und im Austausch wirst du sicher bald mehr Klarheit haben und auch für dich handeln können.

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Hallo Aufundab,

    herzlich willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln sich.

    Ob dein Partner ,nur‘ ein Alkoholproblem hat oder bereits Alkoholiker ist, kann nur er selbst wissen. Und auch nur er selbst kann dann die Entscheidung für sich treffen, ob und wie er mit seiner Erkenntnis umgeht.

    Ein Teil von mir möchte die Beziehung nicht mehr, obwohl ich ihn sehr liebe.

    Und genau da kannst du für dich ansetzen.
    Denn genau wie der Alkoholiker für sich entscheiden muss, wie sein Leben weitergeht, muss das auch der Angehörige für sich entscheiden.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an und schreibe kurz was dazu.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    Hallo Ratlos,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Deine Vorstellung ist lang, aber im Prinzip hast du deinen Partner vorgestellt.

    Dein Leben sollte sich mehr um dich und um deine Bedürfnisse drehen. Denn nur da kannst du ansetzen, damit es dir besser gehen kann.

    Ich weiß einfach nicht mehr wie ich das weitermachen soll. Ich glaube, ich will das auch gar nicht mehr. Die Beziehung gibt mir nicht viel. Keine Zukunftsaussichten. Ich bin einsam mit ihm.

    Warum fällt es dir dann so schwer zu gehen?

    Ich kann ihm nicht helfen. Er sieht kein Problem. Ohne mich macht er genauso weiter.

    Ich wüsste einfach gerne, wie ich da raus komme. Ich schaffe das nie endgültig.

    Richtig, du kannst ihm nicht helfen. Er sieht kein Problem, warum sollte er denn da was ändern.

    Wenn ich mich trennen, weil ich das so nicht mehr aushalte, dann ist es ihm egal.

    Denkst du das oder hat er das so gesagt?


    Wenn du dich hier austauschen möchtest , klicke den folgenden Link an und schreibe kurz etwas dazu.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    Dann kommt so ein Gedanke wie: „Ach, wäre das schön heute Abend beim Kochen ein paar Bier zu trinken.“

    Dann hast du mal gern beim Kochen ein paar Bier getrunken? Ich meine, du verbindest auch schöne Erinnerungen mit Alkohol?

    Ich verbinde mit Alkohol überhaupt nicht Schönes.
    Klar, anfangs wollte ich diese betäubende Wirkung schon haben und sie hat mir gut getan. Aber ich wurde so schnell abhängig, dass ich das ‚gut tun‘ gedanklich gar nicht mehr richtig abrufen kann. Letztendlich habe ich viele Jahre nur gesoffen, weil ich alkoholabhängig geworden bin. Es gab weder gute noch schlechte Ereignisse, weder schöne noch schlechte Tage, die ich wegsaufen wollte. Ich habe immer gesoffen. Immer, wenn ich alleine war. Um die Sucht zu befriedigen. Genuss war nie dabei.

    Infolge der Alkoholsucht sterben jedes Jahr sehr viele Menschen.
    Zu viele schaffen den Absprung leider nicht.

    Deiner Überschrift entnehme ich, dass deine Frau auch an Folgen ihrer Alkoholsucht verstorben ist. Zu diesem Verlust möchte ich dir mein Beileid aussprechen.

    Wenn du dich hier mit anderen Betroffenen austauschen möchtest, klicke bitte den folgenden Link an und schreibe kurz was dazu.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden dich dann freischalten und dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    Jetzt kann er nur noch alleine weitermachen mit Hilfe der Therapeuten. Der Wille ist da!

    So ist das. Der erste Schritt muss von ihm kommen.

    Und ich kann mich jetzt auch besser entspannen.

    Das wünsche ich dir.

    Wenn er denn den ersten Schritt konsequent weitergehen kann und Hilfe in Anspruch nehmen will, kannst du ja da sein für ihn.
    Es ist ja nicht so, dass es kein Alkoholiker schaffen kann, dauerhaft nüchtern zu bleiben, aber die Initiale dazu muss von ihm selbst kommen. Aus tiefstem Herzen und auch tiefster Überzeugung, dass das weitere Leben nur nüchtern sein kann.

    Hallo mendo,

    ich kann deiner Vorstellung nicht genau entnehmen, warum du dich hier angemeldet hast.

    Bist du co-abhängig gewesen und jetzt Witwer und machst dir Vorwürfe oder ist das ein Aufruf an Jemanden, der diese Erfahrung (auch?)machen musste.

    Wir sind ja eine Selbsthilfegruppe. Ziel ist der Austausch mit Anderen, das Teilen von Erfahrungen und die persönliche (Weiter-)Entwicklung.

    In der Suchtberatung und beim HA wurde man absolut nicht verurteilt sogar im Gegenteil sehr verständnisvoll

    Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

    Wir haben hier direkt um die Ecke ein ganz neue Klinik für sucht da habe ich wohl die besten Chancen .

    Werde aber noch im die Sprechstunden in anderen Kliniken gehen.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück, dass es recht bald einen Platz für dich gibt.

    Bis dahin kannst du hier schon viel im Erfahrungsschatz derjenigen lesen, die schon nüchtern geworden sind und das auch schon ganz schön lange sehr zufrieden.

    Herzlichen Glückwunsch zu 40 nüchternen Tagen. 🌹

    Schön, dass du so viel Schönes für dich entdeckst.
    Ich finde ja auch, dass es wirklich erschreckend ist, was ich mir und meinem Körper mit dem jahrelangen Saufen angetan habe. Vor allem, wenn das mal so geballt abgerufen wird. Um so schöner ist es doch, nach vorne zu schauen….schauen, was jetzt alles geht und was noch möglich ist.

    Danke Sare , dass du deine Gedanken hier teilst.

    Mir hat dein Bericht die Tränen in die Augen getrieben. Nicht nur, weil das so traurig und schlimm ist, was du erleben musstest, sondern auch, weil es die Realität in ganz vielen Familien widerspiegelt.

    Und ich wünsche mir auch, dass all die, die noch Zweifel haben, ob sie ihrem Kind eine solche Kindheit zumuten können oder wollen, deine Zeilen lesen ….und verstehen.

    Die ‚traurigen Geschichten‘ sind ja meistens so traurig, weil der Alkoholiker keine Krankheitseinsicht hat und nicht ernsthaft für sich mit dem Alkohol aufhören will. Dann nützt auch alle Liebe vom Partner nichts.

    Nur der Alkoholiker selbst kann die Entscheidung treffen, wie sein Leben weitergeht. Nüchtern werden oder weitertrinken.
    Will er weitertrinken, treffen auch die Angehörigen für sich ihre Entscheidung: Auf sich gucken, damit sie nicht mit in die Suchtspirale gezogen werden oder mit untergehen.
    Die Alkoholsucht ist eine Familienkrankheit, sie zieht, wenn sie nicht durch den Süchtigen selbst zum Stillstand gebracht wird, alle um ihn herum mit nach unten.

    Hallo a.sunn,

    schön, dass du uns gefunden hast.
    Ich selbst konnte mit dieser Online-Selbsthilfegruppe nüchtern werden und auch bleiben.

    Du machst das vollkommen richtig. Dein erster Weg führt dich morgen zum Hausarzt. Das war auch für mich ganz problematisch. Viel zu sehr habe ich mich geschämt. Aber das war völlig unnötig. Ich wurde so gut beraten und unterstützt, dass mir ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen ist und mir so der Weg in mein nüchternes Leben geebnet wurde.

    Kalter Entzug geht diesmal nicht da ich nicht mal ein Wasserglas halten kann.

    Vielleicht habt ihr ja ein Tipp.

    Ein kalter Entzug ist gefährlich. Aber das weißt du ja selbst.
    So wie dir auch schon geraten wurde, ist der bessere Weg: Bis zur Entgiftung moderat weitertrinken.
    So bist du auf der sicheren Seite und gehst keine unnötigen Risiken ein.

    Als Betroffenen meinte ich den Alkoholabhängigen. Wenn er sich von allen fernhalten muss, dann wird es einsam für ihn und natürlich wäre ich dann gewissermaßen auch betroffen und einige andere aus dem Umfeld auch.

    Was dein Ex-Mann, nun guter Freund, nach seinem Klinikaufenthalt macht, kannst du nicht beeinflussen. Entweder hat er eine Krankheitseinsicht und will sich zu einem nüchternen Leben verhelfen lassen oder er säuft weiter. Und das alles völlig unabhängig von dir.

    Nichts wird einsam. Ich bin Alkoholiker und überhaupt nicht einsam. Von irgendwas fernbleiben, ist meine eigene Entscheidung…für mich …für mein nüchternes Leben.

    Du kannst die Zeit jetzt nutzen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. Denn da kannst du was tun.
    Dein Ex-Mann ist jetzt gut versorgt und alles, was noch kommen wird, bestimmt ganz alleine er.

    Konntest du schon hier ein wenig in den Erfahrungen der anderer Angehörigen lesen. Da findest du ganz viele Anregungen, die vielleicht auch dir helfen können, deine Situation klarer sehen zu können.