Schmidtty - Endlich weg vom Alkohol

  • Und inwieweit? Ist Dein Job in Gefahr oder aber ist es erstmal eine Abmahnung?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Das tut mir Leid.
    Die schlechte Beurteilung ist das Eine, wie du damit umgehst, das Andere.

    Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die ihren Selbstwert zu einem großen Teil aus der Anerkennung bei der Arbeit ziehen?

    Wenn mal was nicht so gut läuft, fällt das natürlich auf. Und es ist doch gut, wenn das auch ehrlich angesprochen wird. Nur so kann es doch besser werden.

    Ich hoffe, die Konsequenzen sind nicht zu bitter und du bekommst die Chance zu zeigen, dass du bereit bist, an dir zu arbeiten.

    Oder ist die schlechte Beurteilung in deinen Augen nicht gerechtfertigt?

    Wie auch immer, sie wird ja nicht besser, wenn du trinkst. Und besser würde es dir auch nicht gehen…ganz im Gegenteil.
    Alkohol für gar nix eine Lösung.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Moin Schmidtty

    Schlechte Beurteilungen sind erstmal nur Schlechte Beurteilungen.

    Ist es eine Abmahnung?Oder weniger Gehalt?

    Wichtig ist, daß Alkohol nix verbessern wird.

    Eher das Gegenteil. Dieser Tag wird auch vorüber gehen.

    Schreib hier weiter, das hilft und lenkt ab.

    Der Kopf ist noch dran,alles weitere wird sich zeigen.

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Was mich so schockiert, ist, dass ich es für ungerechtfertigt halt.

    Was kannst Du dagegen tun? Habt Ihr in der Firma einen Betriebsrat?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Schmidtty,

    eigentlich fällt das ja schon unter normale Problemlösung. Morgen hast Du evtl. einen Auffahrunfall und übermorgen läuft Dir die Waschmaschine aus. Irgendwas ist eigentlich immer.

    Du könntest jetzt die Probleme stark aufbauschen innerlich als Entschuldigung um wieder trinken zu dürfen, quasi zulassen das der Alkohol vermeintlich löst und erleichtert. Davon könnte Dich niemand abhalten.

    Diese vermeintliche Hilfe ist aber eigentlich nur ein Aufgeben. Feuer mit Benzin löschen. Schlimmes einfach schlimmer machen, dann verteilt sich der Schmerz und überdeckt alles andere. Was anderes ist es eigentlich nicht.

    Besser löst Du die Probleme mit klarem Kopf und überlegst wie Du das handlungsfähig , Schritt für Schritt und überschaubar bewältigst. Oder?

    Überleg mal was Dein Chef sich dabei denken könnte und dann entwirf eine Strategie für Dich. Wenn er Dich loswerden will, dann kannst das jetzt nicht ändern. Das hat nichts mit Deiner Persönlichkeit und Deinem Wert zu tun. Meistens geht es da nur um Zahlen, denen sich das Menschenmaterial unterordnen soll. Was gibt es jetzt noch für Möglichkeiten? Irgendwie hab ich das Gefühl, das Du in dieser Firma gegen Windmühlen kämpfst. Ist evtl. von Deiner Seite eine schon längst überfällige Entscheidung zu treffen statt den Kopf einzuziehen?

    Der innere Teufel will jetzt trinken? Dann gib Ihm was zu trinken. Natürlich alkoholfrei, und davon viel. Du wirst sofort merken wie es den Druck nimmt, Du kannst Dein Gehirn betrügen. Und weiterdenken, Entscheidungen treffen und durchführen.

    Diese Trigger werden weniger und verlieren an Intensität im Laufe der Zeit. Darauf kannst Du Dich auch verlassen. Es werden Stück für Stück andere Lösungen präsentiert.

    Abstinent ist die Zeit dein Freund. Nass ist sie dein Feind.

    Mach Dir bewusst, das nichts schlimmer ist, als dieses Nervengift wieder reinzulassen. Das zieht wie ein Rattenschwanz alles wieder in ein riesiges Loch.

    Übrigens, 30 min. trinken heisst: schlechtes Gewissen über beide Ohren, keine Euphorie sondern Depression, selbstgewählte Handlungsunfähigkeit in den einfachsten Dingen, und 7 Tage Kampf bis sich alles wieder normalisiert. Von den körperlichen Entzugssymptomen schreib ich noch garnichts. Falls Du es wieder stoppen kannst, sonst wird es nur noch schlimmer. Das hab ich noch so in Erinnerung.

    Es hängt soviel an dem ersten Schluck mit hintendrann, Du musst es Dir nur bewusst machen. Du hast Erinnerung an Zustände in welche Du nie wieder reinwillst.

    Aufstehen, Krone graderücken und nach vorne. Hinten unten warst Du doch schon, da gibts nix mehr.

    Du schaffst die nächsten 24 Stunden ohne, und die nächsten 24 Stunden....und so weiter. Du schaffst das bestimmt.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Eine Abmahnung ist wie 'ne gelbe Karte im Fußball.


    Sie sollte durch erfahrene Personen überprüft werden z.B. einem Fachanwalt für Arbeitsrecht oder der Gewerkschaft, sofern Du dort Mitglied bist.


    Das wäre für mich der nächste Schritt.


    Übrigens Alkohol hilft Dir bei der Problemlösung nicht, nur der klare Verstand. Ein alkokoholvernebelter Kopf verdrängt das Problem nur temporär, löst es jedoch nicht.


    Lenk Dich ab, so gut es eben geht und zwar mit Dingen, die Dir Freude machen.


    Viel Glück.

  • Genau für diese Situationen ist unser Forum da, das ist kein Zutexten, Schmidtty!

    Konntest Du Dich ein wenig abregen über diese Ungerechtigkeit?

    Weißt Du schon, wie Du weiter vorgehen willst?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich werde zunächst mal die Beurteilung kommentieren. Einfach “zur Kenntnis nehmen” wie es das System vorsieht, reicht da nicht, denn ich halte sie für ungerechtfertigt. Mal schauen, ob ich das auch noch dem Betriebsrat vorlege, bevor ich es abschicke. Irgendwer hat mir mal gesagt, dass man erstmal 24 Stunden warten soll, bis man wieder einen kühlen Kopf hat, und sich erst dann beschwert.

    Heute habe ich mir schon dadurch etwas Gutes getan, dass ich pünktlich gegangen bin.

  • Irgendwer hat mir mal gesagt, dass man erstmal 24 Stunden warten soll, bis man wieder einen kühlen Kopf hat, und sich erst dann beschwert.

    Das ist eine gute Strategie.
    Offensichtlich gibt es eine Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung Deines Chefs und Deiner eigenen und die muss ja einen Grund haben. Ich unterstelle jetzt mal auf beiden Seiten lautere Absichten.
    Kennt Dein Chef alle Umstände und Fakten, die Du in Deine Bewertung einbeziehst und somit zum Schluss kommst, dass es ungerecht ist?
    Eine Abmahnung ist ein scharfes Schwert und Dein nächster Schritt sollte gut überlegt sein.
    Ich würde mir eine unabhängige dritte Meinung dazu holen, bevor Du Deine Bewertung abgibst, denn ist diese einmal schriftlich fixiert, wird es schwer diese nochmal zu korrigieren.

    Heute habe ich mir schon dadurch etwas Gutes getan, dass ich pünktlich gegangen bin.

    Sehr gut 👍

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hi, ja die Diskrepanz gibt es, weil mein Chef lange nur ein 20-30min Catch-up pro Woche mit mir hatte. In dieser Zeit kann man die Probleme, die es vielleicht gibt, nicht rüberbringen. Zwischendurch war nie Zeit. Natürlich laufen dann Aufgaben, teilweise ins Leere. Dass dieses Zeitproblem jetzt aber auf meinem Rücken ausgetragen wird, sehe ich nicht ein.

  • Mehr Austausch habe ich zusammen mit einer Handvoll direkter Kollegen auch nicht mit meinem Chef, der hat noch weitere Kleinteams unter sich.

    Anrufen und "stören" mag ich auch nicht. Ich schreibe ggf. Mails, möglichst kurz, sachlich und direkt: Wo liegt das Problem? Wie kann der Chef unterstützen? Bis wann wäre eine Rückmeldung hilfreich?

    Dann habe ich es angesprochen, er kann sich damit bei Gelegenheit befassen und der Ball liegt ( und ggf. Das Versäumnis) bei ihm...

  • Hallo zusammen,

    tatsächlich bin ich dadurch, dass ich meine Angst vor einem Rückfall hier geschildert und von Euch viele Tipps bekommen habe, nicht rückfällig geworden. Vielen Dank dafür!

    Mittlerweile habe ich mich mehr oder weniger abgeregt und bin nicht mehr im Krisenmodus. Ich habe meine Beurteilung durch den Chef entsprechend kommentiert und mich bei einem Arbeitsrechtler abgesichert.

    Momenten bin ich schon wieder in der Situation, komplett ignoriert zu werden, obwohl ich angezeigt habe, dass ich Hilfe bei einer Aufgabe brauche. Das geht jetzt seit Montag so und hat also Methode. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mir mit klarem Kopf einen neuen Job zu suchen.

    Eine schöne Restwoche wünsche ich Euch!

    VG, Schmidtty

  • Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mir mit klarem Kopf einen neuen Job zu suchen.

    Gute Entscheidung.


    Es heißt im Volksmund zurecht: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende." Ich drücke die Daumen, dass Du bald fündig wirst.

    Du machst es richtig, Deine Bedürfnisse, Gesundheit und somit Dein Leben an erste Stelle zu setzen.

    Früher hieß es hier im Forum: "Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht." Da steckt alles Wichtige drin.

  • Hallo Schmidtty, ich freue mich darüber das du die Problematik, die mit deinem Arbeitgeber zusammen hängt nicht dazu genutzt hast um wieder rückfällig zu werden 👍

    Ich habe früher bei jedem Anlass Recht viel getrunken. Da war es, im Nachhinein recht egal ob ich gut oder schlecht gelaunt war, wenn es aber solch ein Ereignis gab wie bei dir letztens, habe ich das regelrecht ausgenutzt um noch mehr zu saufen, bzw. um den Gedanken mit dem saufen aufzuhören, wieder mal über Bord zu werfen.

    Ich selber hatte letztens erst wieder so ein Erlebnis, wo ich mir gedacht habe, das darf ja wohl nicht wahr sein 🤕🤕🤕

    Tage später, als es mir wieder etwas besser ging ist mir aufgefallen das ich überhaupt nicht an Alkohol gedacht hatte 🥰

    Ich denke das liegt daran, daß ich mir solch eine Option ausgeschlossen habe.

    Die Stärke, die du diesmal bewiesen hast, ist, denke ich das beste Fundament für eine lange Abstinenz. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute. LG Zwieback

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Hi,

    Ich bin’s mal wieder. Habe jetzt ein “faires” Arbeitszeugnis angefordert, mit dem ich mich bewerben kann. Vielleicht klappt es ja doch mit einer Stelle, die zwar schlechter bezahlt wird, mir aber dennoch den Freiraum gibt, mein Leben für mich erträglich zu gestalten. Letzteres (vor allen ausreichend Pausen, ohne dass ich sie aktiv einfordern muss, wie Arbeitszeit unter 10h und die Möglichkeit, seinen Urlaub zu nehmen, und ein gutes Klima unter den Kollegen) wäre mir wichtig.
    Mal sehen, was sich ergibt.
    Bezüglich Alkohol im Essen bin ich neulich in eine üble Falle getappt. Eine Freundin hat Fertigkuchen serviert und der enthielt relativ starkes Alkoholaroma. Dies hatte zur Folge, dass ich den Kuchen nach dem ersten Bissen weggestellt habe. Natürlich kam es zu Fragen, was denn das Problem sei. Ich habe es einfach damit begründet, dass mir der Kuchen nicht schmeckt. Reiner Selbstschutz also….Der Witz ist, dass mir Alkohol in jedweder Form tatsächlich nicht mehr schmeckt. Ich kann ihn weder riechen noch schmecken, ohne dass mein Körper rebelliert. Er ekelt mich an. Ist das ein gutes Zeichen?

  • Ich kann ihn weder riechen noch schmecken, ohne dass mein Körper rebelliert. Er ekelt mich an. Ist das ein gutes Zeichen?

    Ich vermute mal: ja, insofern, als die Verkleidung des Alks mit unterschiedlichen Aromen dich nicht mehr darüber hinwegtäuscht, dass es sich um einen Giftstoff handelt.

    Heißt aber nicht, dass das Suchtgedächtnis nicht mehr bei der erstbesten Gelegenheit um die Ecke kommt- gelernt ist gelernt ....

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